Aufklärung Vogelgrippe

Ich habe mir Herrn L.s wortgewaltigen Flugblätter z.T. durchgelesen. Da kann ich wie gesagt nichts mit anfangen, denn er gibt sein Hintergrundwissen nicht preis. Deshalb sind diese Texte für mich uninteressant. Was hat der Mann studiert? Erzähls mir einfach. Oder SChick mir seine Vita. Was weiß ich, was mit ihm passiert ist, dass er so "rumschreit". Keine Ahnung. Mir sind dann wohl die temperamentsloseren Wissenschaftler lieber.... denn mein Temperament ist ja anscheinend übersprudelnd. Gegensätze ziehen sich an.

July
 
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Eine offizielle Vita von ihm kann ich nicht finden. Er hat in einem Interview gesagt, dass er Meeresbiologie studiert hat. Schön. In welchem Fach er promoviert hat, weiß ich immer noch nicht. Er scheint ein Quereinsteiger in medizinischen Fragen zu sein.


July
 
Er scheint ein Quereinsteiger in medizinischen Fragen zu sein.

Da tut er sich dann also nicht viel mit anderen:party02:

Die Fragen sind doch simpel und müssten zu beantworten sein:

- Sind die Dinger, die uns als Viren verkauft werden, tatsächlich welche?

- Sind Viren im Prinzip keine Krankheitserreger?

- Bringt Tamifku oder wie das Mittel heißt, mehr Krankheit als Gesundheit, auf
jeden Fall aber finanziellen Profit???

Gruß von RitaMaria
 
Ich habe zum Quereinsteger überhaupt nichts negatives gesagt. Das ist für mich völlig o.k. Angewandte Polemik hat in der Wissenschaft aber nichts zu suchen.


Natürlich bringt Tamiflu Profit - alles bringt Profit - auch Hühnerfleisch....

Wissenschaftsgläubig wie ich bin, gehe ich mal davon aus, dass Influenzea-Viren Influenza auslösen und dass es sich bei einer Epedemie nicht um ein Phänomen handelt.

Würden uns "Viren" nur "verkauft", wäre es mir auch egal - ob ich an einem Virus erkranke oder an einem Blub.

Mich zwingt übrigens niemand Tamiflu zu nehmen. Wenn ich mit einer andere Medikation klarkomme, warum sollte ich dann nicht für mich entscheiden, diese zu nehmen - oder auch gar nichts? Es gibt außer Tamiflu noch Ralenza, was gegen die Grippe helfen soll. Der Wirkstoff Oseltamivir soll sehr wirkungsvoll sein, was sich aber auch nur in 50 % der Vogelgrippe Erkrankten bewahrheitet hat. Denn von 8 Infizierten sind 4 gestorben. Also: Das gleiche Risiko wie bei einer Nichtbehandlung der Grippe. Wer sich aber mit Tamiflu oder Ralenza gut fühlt soll diese Medikamente einnehmen. Alles was zur Gesundung führt ist legitim und wenn es sich nur um einen Placeboeffekt handeln sollte.


Was viel interessanter ist: Warum wird nicht in den Drittländern damit begonnen, die Bevölkerung aufzuklären und nötigenfalls zu behandeln um eine eventuelle Pandemie im KEIM zu ersticken? Diese Menschen sind diejenigen, die als erste gefährdet sind - auch wenn es sich nur um eine Epedemie handeln sollte. Wichtig ist, die Versorgung der armen Länder. Das wird völlig außer Acht gelassen, weil kein Geld für die Armen da ist. Wir reden hier nur von uns. Mal wieder gehen uns die Armen nichts an... das sind diejenigen, die darauf angewiesen sind mit dem Federvieh zusammenzuleben, weil es keine andere Möglichkeit gibt. Wir regen uns hier über gekeulte Hühner auf! Mit welcher Berechtigung? Uns gehts bei der Keulung nicht an die Existenz,die Bauern werden zumindest teilweise entschädigt. Dass passiert mit den Geschädigten in z.B. Hong Kong nicht.

July
 
also wer sich zum suchen nicht zu fein ist... ;) der sollte einfach bei google
"herr dr. Lanka" eigeben, und schwupps... bei etwas selbstständigem suchen, kommen viele Berichte zutage.

aber ich kaue ja wieder jedem hier was vor, was nicht sein sollte...:weihna1 :lachen:

und ich frage mich, warum wissenschaft mit sachlich und objektivität verbunden wird? es sind alles menschen. mit herz, verstand und gefühl.
wir sind keine roboter. das macht die wissenschaft aus:
den enthusiasmus, die begeisterung zum fach und dennoch alles zu hinterfragen und selbstkritisch zu sein mit allem... Aber durch viel geld wurde
leider die kritikfähigkeit verkauft ;)
 
Umar21 schrieb:
also wer sich zum suchen nicht zu fein ist... ;) der sollte einfach bei google
"herr dr. Lanka" eigeben, und schwupps... bei etwas selbstständigem suchen, kommen viele Berichte zutage.

aber ich kaue ja wieder jedem hier was vor, was nicht sein sollte...:weihna1 :lachen:

und ich frage mich, warum wissenschaft mit sachlich und objektivität verbunden wird? es sind alles menschen. mit herz, verstand und gefühl.
wir sind keine roboter. das macht die wissenschaft aus:
den enthusiasmus, die begeisterung zum fach und dennoch alles zu hinterfragen und selbstkritisch zu sein mit allem... Aber durch viel geld wurde
leider die kritikfähigkeit verkauft ;)



Siehste, diese Berichte und Flugblätter habe ich tatsächlich gefunden - schon lange vor Deinem Hilfehinweis - denn ich informiere mich gerne über das, was ich kritisiere.... ich war einigermaßen "beeindruckt" von dem, was ich da las....

Von einem Wissenschaftler erwarte ich Sachlichkeit. Wenn ich was zum Lachen haben möchte, hole ich mir ein MAD Heft.

July
 
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ANGSTFORSCHER:

„Panik vor der biblischen Plage“ kopiert aus: FOCUS -NEWSLETTER: http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=25175

„Urangst vor allem, was fliegt.“


| 20.02.06, 21:08 Uhr |
Obwohl derzeit keine reale Bedrohung für Menschen besteht, geht die Furcht vor Vogelgrippe im Lande um.
Psychologe Borwin Bandelow führt dies auf menschliche Urängste zurück.

Die Vogelgrippe löst nach Ansicht des Göttinger Angstforschers Prof. Borwin Bandelow die Urängste vieler Menschen aus.
Einhergehend mit der Ausbreitung der Tierkrankheit rechne er deshalb mit einer zunehmenden Panikstimmung, sagte der Arzt und Psychiater am Montag.
Die Vogelgrippe werde von den Menschen als besonders gefährlich wahrgenommen, weil sie „wie eine biblische Plage“ wirke.

Tod durch Blitzschlag wahrscheinlicher

„Sie kommt von oben, ist unkontrollierbar, unbeherrschbar und geht um die ganze Welt.
Das macht uns mehr Angst als tatsächliche Gefahren", sagte Bandelow, der an der Universität Göttingen lehrt.
Dabei sei die Gefahr, vom Blitz erschlagen zu werden, sicher höher als die Gefahr, durch ein Vogelgrippevirus zu Tode zu kommen.

Viele Menschen haben nach Ansicht des Göttinger Forschers Angst vor vermeintlichen Gefahren, obwohl es dafür keine rationale Erklärung gibt.

Beispiel Spinnen: „Es gibt keine Spinnen in Deutschland, die beißen, stechen oder kratzen könnten.“
Obwohl sie also keine schlechten Erfahrungen gemacht haben können, hätten 48 Prozent aller Deutschen Angst vor Spinnen.

Urangst vor allem, was fliegt

Ähnlich sei es offenbar mit Vögeln.
Der Regisseur Alfred Hitchcock habe die unbewusste „Urangst der Menschen vor Vögeln“ in seinem Film thematisiert.
Jeder Mensch habe „in seinem Gehirn Gefahren abgespeichert, die uns vor Hunderttausenden von Jahren hätten gefährlich werden können, heute aber nicht mehr“.

Er wolle die Gefahr durch Vogelgrippe nicht herunterspielen, sagte Bandelow.

„Aber wenn man sich mit den virologischen Gegebenheiten beschäftigt, stellt man fest: Das Virus wird durch Braten abgetötet. Und die Gefahr, sich an gegartem Hühnerfleisch zu infizieren, ist gleich Null.“

„Rational nicht zu erklären“

Deshalb seien die teilweise panischen Reaktionen auf die Vogelgrippe rational nicht zu erklären.
„Da viele Menschen nicht strukturiert denken, sondern ihnen alles, was fliegt, gefährlich erscheint, werden viele Leute bald jede tote Amsel melden", meinte Bandelow. „Andere werden nicht mehr aus dem Haus gehen aus Angst, Vogelkot auf den Kopf zu kriegen

Warnung vor falschen Telefon-Hotlines

Aus der irrationalen Angst vor dem Virus versuchen skrupellose Geschäftemacher schon jetzt Geld zu machen: So warnt das Landeskriminalamt (LKA) in Niedersachsen vor Telefonbetrügern im Zusammenhang mit der Vogelgrippe.

Die Anbieter werben im Internet für eine angebliche „Vogelgrippe Notrufline“. Bürger sollen diese anrufen, um den Notruf „112“ zu entlasten.
Für Anrufe unter der Nummer 09005/99-99-434 würden aber Kosten von 1,99 Euro pro Minute fällig, seriöse Informationen seien dort nicht erhältlich, teilte das LKA am Montag mit.
Die Polizei ermittle gegen die unbekannten Anbieter.


Quelle: dpa
 
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