Liebe @Red Eireen !
Laut offenem und verdecktem Blatt könnte man meinen, Du traust dem Frieden nicht (Platz 2 (Klee): der Fuchs liegt auf den verdeckten Sternen).
Die Eulen liegen in beiden Legungen drin, also die Nervosität.
Der Sarg in beiden Fällen als Quintessenz würde zumindest darauf hindeuten, Altes loszulassen.
Dass es um Veränderung und bewusst getroffene Entscheidungen geht, zeigen die mittleren Karten Störche (offen) und Wege (verdeckt).
Alles Liebe für Dich ...
Laguz
Hallo liebe Laguz,
Liebe @Red Eireen ...
Ich bin nach Deinen Schilderungen ehrlich gesagt jetzt gerade völlig sprachlos.
Ich wünsche Dir daher vor allem folgendes:
Ganz viel Kraft und den Mut, Dich soweit selbst zu lieben, damit Du Dich mit diesem unfassbaren Trauma möglichst unbeschadet aussöhnen und Dich danach davon verabschieden kannst. Wie furchtbar grausam doch manche Eltern sein können!
Möge sich genügend innerer Frieden über diese Vergangenheit legen, damit Du entspannt und freudig nach vorne schauen und neue Aufgaben für Dich entdecken kannst.
Alles Liebe,
Laguz
DAnke nochmal für dein Mitgefühl. Ich habe aber auch schon durch die Länge der Jahre und dem jetzt selbst erwachsen sein und es da auch anders sehen und verstehen können - auch schon vieles einfach dadurch ausgesöhnt und vergeben.
Beide Eltern sind recht früh gestorben- meine Mutter zuerst - ihre ewig herzkranke zähe Skorpion-Schwiegermutter hat meine Mutter um Jahre überlebt. Zur Beerdigung meiner Mutter ist sie nicht gekommen- hat nur einen beschissenen Kranz mit "in Liebe deine Mutter" geschickt, den ich sofort vom ihrem Sarg gepfeffert hab.
Ich kannte nur das was ich hatte - hatte keine Grosseltern zu denen ich mich flüchten konnte - und musste mich in dem arrangieren was ich hatte.
Ich habe meiner Mutter auch mal entgegen geschrien -Ich hasse dich- aber ich habe sie sehr vermisst und war erschüttert, als sie von jetzt auf gleich umkippte und in ein Koma fiel mit einer Enzündung des Gehirns-- 14 Tage lang vo ihrem Tod erst noch von Krämpfen geschüttelt mehrfach am Tag blau anlief und zu ersticken drohte -während ich hilflos danaeben sass und die Ärzte schreien hörte. Und zwischendurch mit leeren blauen Augen an die Decke starrte und von meiner Oma wie vom Tonband abgespult ohne Unterlass redete - wie bitter und ugemein sie alles empfunden hat.
Da habe ich alles bitterlichst bereut und es hat mir leid getan. Und schuldig gefühlt habe ich mich auch.
Aber das ist vorbei - bleibt aber für immer ein Teil meiner Geschichte.
Und meine Mutter war und ist für mich auch immer noch - die mutigste Frau die ich kenne - sie hat ihre Heimat und ihr Land im Krieg verlassen und ihren noch lebenden Vater zurück lassen müssen- weil der nicht mitwollte.
Das würde ich niemals tun können. Ich stell mich schon total raschelig an - wenn ich nur die Wohnung wechseln muss und ein paar Ecken weiterziehe.
Irgendwie hatte aber alles einen Sinn- den ich auch nicht missen möchte - es war halt mein Weg und Werdegang bis jetzt.
Aber meinen Vater habe ich immer heiss und fettig geliebt -- trotz allem- wir hatten ein ganz besonderes Band das uns verband und konnten einander auf einer tiefen Ebene erreichen - aber eben da auch richtig weh tun.
An ihn denke ich auch ehrlichgesagt -viel öfter noch. Aber nur noch im Guten und mit guten Erinnerungen.
Danke auch dir für deine Hilfe und Deutung
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