Auf den Hund gekommen?

Ich denke davon kann man ausgehen, auch wenn es natürlich auch sicher schon vor 100Jahren Menschen gab die sicher alles, auch finanziell, gegeben haben um ihrem Hund zu helfen, dennoch war die Einstellung zum Tier/Haustier früher anders, sieht man auch heute noch gut bei den "typischen Bauern" auch die haben zu ihren Hofhunden oft keine sehr liebevolle Beziehung. Der ist genauso Nutztier wie die Kuh im Stall, und wenn er nicht mehr nutzt wird er ausgetauscht statt hunderte oder gar tausende Euros beim Tierarzt zu lassen.

Und dass viele Rassen erst gar nicht kreiert werden hätten sollen,darüber braucht man wohl gar nicht sprechen, ich persönlich bin inzwischen gegen Zucht, bzw wäre ich sogar dafür dass private Tierhaltung generell nicht mehr gestattet werden sollte, die meisten leben einfach nicht annähernd artgerecht.

Die Einstellung "früher" war so dass die Hunde in den meisten Fällen genau so geliebt wurden wie heute, ohne vertrottelt zu werden und dass ihr Leben beendet wurde wenn der Zeitpunkt gekommen ist.
 
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Und es ist quatsch dass die Hunde vor Jahrzehnten keine Tierärzte brauchten, die Hunde hatten früher einfach keinen Wert für die meisten Menschen daher war es egal wenn sie eingegangen sind, da hätte niemand Geld für Tierarzt ausgegeben.
Nun ja, "Hundemenschen" hat es schon immer gegeben. Aber das andere Extrem gab und gibt es natürlich auch.

Was das Thema Mäntel angeht...
Obwohl unsere Hunde sehr abgehärtet sind, benutzen wir sowohl Wärme- also auch Kühlmäntel. Erstere, um etwa bei langen, bewegungsarmen Wartezeiten beim Training unsere Älteste gegen Kälte und Nässe zu schützen (Hunde haben bei aller Abgehärtetheit nicht das Winterfell eines Wolfes (Ausnahme: Polarhunde), dem selbst tagelanger Regen und Temperaturen unter -50°C nichts ausmachen; der blöde Spruch bei manchen Hundesportlern und vor allen Dingen Jägern "der muß das abkönnen" ist verantwortungslos. Zudem fühlt sich unsere älteste dann einfach wohler.), letztere, um bei Hitze und harter Sonneneinstrahlung eine Überhitzung zu vermeiden und auch im Hochsommer tagsüber Aktivitäten nachgehen zu können (unser Großer hat ein Fell wie eine Lichtfalle, der mag Hitze überhaupt nicht, auch wenn er sie als Altdeutscher verträgt). Lieber kühlen als durch Langeweile angefressene Hunde, die "kreativ" werden. :D Nota bene: Bei starker Sonneneinstrahlung können selbst Temperaturen um die 20°C schon gefährlich werden. Unsere Hunde haben den Sinn dieser Hilfen schnell begriffen und akzeptieren sie bereitwillig.
Ich selber vertrage überhaupt keine Hitze und laufe im Sommer nachts oder in der Morgendämmerung. Daher stellt sich das Problem bei "meiner" Hündin außerhalb des Trainings so nicht, zumal ich immer reichlich Wasser mitführe.

Ob jemand dazu dumme Bemerkungen macht, ist uns egal. Wenn man erklärt, warum man das macht, werden die meisten Gesichter sehr nachdenklich.

Tipsyli schrieb:
...bzw wäre ich sogar dafür dass private Tierhaltung generell nicht mehr gestattet werden sollte, die meisten leben einfach nicht annähernd artgerecht.
UI, ui, ui... Da würdest Du bei mir aber auf harte Gegenwehr stoßen. :D
Ich lebe mit Hunden, ich besitze sie nicht, und diesen viele Jahrzehntausende alten Weg ließe ich mir von keiner Politschranze nehmen. Eher würde ich das Land verlassen.

LG
Grauer Wolf
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Letztendlich ist es egal ob der Mantel hübsch oder derbe aussieht, solange er funktionstüchtig ist und nur dann genutzt wird wenn es sinnvoll ist, Kleider und TShirts fürn Sommer finde ich auch fürchterlich. Und wo ist da der Unterschied zwischen "Arbeitshund" und "Partnerersatzhund"? Meine Hunde sind definitiv keine Arbeitshunde, ein Malteser erst recht nicht, und trotzdem braucht sie den Mantel ;)

Und ich selbst würde aktuell wohl auch eher das Land verlassen als meine jetzigen Hunde abzugeben, ich meinte eher dass es für die Zukunft sinnvoll wäre sich in die Richtung was zu überlegen, wenn ich wüsste dass millionen von Haustieren das Leid in falscher Haltung erspart wird, verzichte ich auch selbst gern auf spätere Fellkinder. Aber hinter den Haustieren steht natürlich auch eine riesige Einnahmequelle.

Und nochmal zu der "damaligen Tierliebe", ein Hund wurde früher sehr schnell eingeschläfert, wenn er überhaupt das Glück hatte eingeschläfert zu werden, da gabs und gibt es ja auch heute noch ganz andere Methoden. Ein Hund der sich das Bein bricht muss nicht erlöst werden, aber da hat man sich früher sicher noch viel öfter lieber für einen neuen gesunden Hund entschieden, heute hat man die Möglichkeit das Tier beim Spezialisten operieren zu lassen, kostet dann halt schnell mal ein, zwei tausend Euro. Medizinisch ist einfach immer mehr möglich, so dass Tiere nunmal bald ähnliche Behandlungsmöglichkeiten haben wie Menschen, und ich rede jetzt nicht davon einen totkranken,leidenden Hund mit aller Macht am Leben zu erhalten.
 
Und wo ist da der Unterschied zwischen "Arbeitshund" und "Partnerersatzhund"?

Der Partnerersatzhund kommt 3 mal täglich vor die Haustüre um zu pinkeln (sofern er nicht bereits aufs Katzenkisterl trainiert wurde) und wird in diesen 15 Minuten pro Tag auch ohne Goretex überleben.

Der Arbeitshund arbeitet, wie der Name schon sagt, und grad bei extremer Kälte kann es nötig sein dass er vor allem nach dem Job Hilfe bei der Regulierung der Körpertemp. braucht zb.
 
Und wo ist da der Unterschied zwischen "Arbeitshund" und "Partnerersatzhund"? .
Ein Arbeitshund muß ggf. auch mal stundenlang unter sehr widrigen Bedingungen warten. Meine sind zwar primär Familienhunde, aber ihre Fähigkeiten im Man-Trailing könnten auch im Ernstfall eingesetzt werden. Die Eltern meiner Altdeutschen arbeiten übrigens noch an der Herde und diese Arbeitswut steckt den unseren in den Genen.
Unter normalen Bedingungen (also wenn sie in Bewegung bleiben) ist Kälte- und Nässeschutz nicht nötig, auch wenn die Touren viele Stunden dauern. Die Rabauk(inn)en sehen dann oft aus wie die Wildschweine. Zuhause trockenrubbeln (sonst ist nachher alles naß und lehmig :D ) und fertig.

LG
Grauer Wolf
 
Der Mensch findet immer wieder Ausreden und Begründungen für seine abartigen Taten, ich bin es leid und diskutiere daher nicht darüber mit dir Snitter. *so beam me up scotty*
 
Der Mensch findet immer wieder Ausreden und Begründungen für seine abartigen Taten, ich bin es leid und diskutiere daher nicht darüber mit dir Snitter. *so beam me up scotty*

Also ich kenn mehr Leute, die glückliche Flohsäcke haben als solche, die mit Heugabeln auf Hunde losgehen. Und die mit den Heugablen kenn ich auch nur aus der Zeitung.

Weiss ja nicht wies bei dir so ist.
 
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Was wäre wenn der Hundebesitzer dem Ökobauern die Forke in den Leib gerammt hätte um seinen kleinen Hund zu beschützen? Achja stimmt ja, das wäre natürlich nicht zu rechtfertigen. Ganz ehrlich....von mir aus können sich irgendwelche Babaren den Bauern holen...und dann direkt mit ihm in die Hölle und da kann er dann den Thron besteigen, ha dann passt das mit der Mistgabel ja sogar.
 
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