Okay, also verstehst du mich - danke.

Ich seh da nur das Kräftige glaub ich, nichts Weiches, Gemütliches oder so.
Mein Hund ist auch kräftig, sagt die Tierärztin immer mal wieder - aber nicht aggressiv,
er kann sogar neben einem Staubsauger liegen und guckt nur zu. Wenn der an ist mein ich.
Was mich manchmal wundert, dass ihn das nicht stört oder nervt.
Also das Berliner Tierheim ist zumindest voll mit solchen Hunden ...
http://www.tierschutz-berlin.de/nc/tierheim/tiervermittlung/listenhunde.html
Ich glaube auch, dass das bei manchen nur eine Art Status-(Proll?)-Hund ist.
Ja, sie sind kraeftig.

Aber da sind sie ja nicht die einzigen. Bullmastiff, Cane Corse, Dogo Argentino, Presa Canario, Bordeaux Dogge, ... die Liste ist endlos. Es gibt viele kraeftige Molosser, die sehr muskuloes und breit gebaut sind. Was hauptsaechlich durch ihr Fell + Koerperkau begruendet ist.
Pit Bulls haben z.B. eine aehnliche Kopfform wie ein Bernhardiener. Aber der Bernhardiener hat fluffiges Fell am Nacken und Hals, dichtes Fell am Kopf und ein bisschen Speck. Das sieht gleich viel knuffiger aus.
Pittis haben Fell wie z.B. Weimaraner. Das wird gleich ganz anders.
Aggression hat erst mal nichts mit Rasse oder Koerperbau zu tun. Wobei natuerlich unbestritten ist dass ein aggressiver großer Hund gefaehrlicher werden kann als ein aggressiver kleiner Hund.
Und ja, bei manchen ist so ein Hund leider ein Proll-Status

Diese Hunde die auf der einen Seite als gefaehrlich gelten und auf der anderen Seite dadurch Idioten anziehen, da hat jedes Jahrzehnt seinen Trend.
In den 70ern war es der Dobermann. Er landete auf alle Rasselisten, es gab verrueckte Geruechte ueber ihn wie dass er per Geburt boese ist und im Alter von 5 Jahren durchknallt. Jeder der sich mit einem gefaehrlichen Hund profilieren wollte holte sich einen.
In den 80ern war es dann der Rottweiler. Man nannte ihn "Teufelshund", er landete auf den Rasselisten und jeder Spinner holte sich einen.
Ab Mitte der 90er waren es dann Pit Bull und Staffordshire. Sie landeten auf den Rasselisten, es verbreiteten sich Mythen wie dass ein beissender Pit nicht loslassende koenne. Idioten holten sich welche.
Aber es gab zu allen Zeiten kein Verhalten seitens der Tiere das das gerechtfertigt haette. Sie waren in der Beissstatistik nie auffaellig, sie waren weder von der Kraft her die staerksten.
Damit hat man leider sehr tolle Rassen stigmatisiert und kaputt gemacht.
Es ist Zeit das wir das rueckgaengig machen und zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Hunden kommen. Das bedeutet Aufklaerung statt Rasselisten.
Ja, das Berliner Tierheim ist wirklich voll mit solchen Hunden. Weil sie in Brandenburg verboten sind, aber manche sich trotzdem so einen holen. Manchmal bewusst, manchmal aus Unwissenheit. Pitti-Welpen sehen naemlich aus wie kleine Mischlings-Knirpse.
Guck, das ist ein Pit Bull Welpe:
http://www.passionpetphotos.com/Pet.../2/L/Justice x Magnum pups 04072007 065-L.jpg
Sie sind als Welpen winzig klein und der "massige" Kopf der im Erwachsenenalter fvielen Angst macht, verstaerkt im Welpenalter dieses Babyface.
Sie werden an der Grenze mit falscher Bezeichnung verkauft. Aber irgendwann mit 10 Monaten ist dann klar, dass das kein Labrador mehr wird und sie werden beschlagnahmt oder weggegeben.

Weil sie in Brandenburg nicht vermitteltbar sind, kommen sie nach Berlin.
Sowas haben wir hier in Niedersachsen auch. "Normal" sind 1-2 Listenhunde pro Tierheim. Aber die Stadt Celle hat vor einiger Zeit eine Hundesteuer fuer Pits und Staffs in Hoehe von 600 Euro pro Jahr erlassen. Und jetzt, etwa 1 Jahr spaeter, besteht die Haelfter alle Hunde im Tierheim Celle aus Pits und Staffs.
In anderen Staedten wo es keine erhoehte Kampfhundsteuer gibt, kein Verbot, sondern z.B. wie in Niedersachsen keine Rasseliste sondern der Hundefuehrerschein fuer alle Hunde, da sind es wieder nur die normalen 1-2 Listis pro Tierheim.
Das Problem ist also selbstgemacht. Das finde ich sehr schade.