Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

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Ich habe gelesen der 3.größte Betreiber plant bei irgendeinem Kraftwerk
ein 12m Tsunami Schutzwall.

Blöd, dass der Tsunami 20m hoch war.

Same thing, different story. ;-)


p.s.:
Dein Letzer Absatz belegt, dass das AKW das Beben nicht überstanden hat.
Überstanden hätte es das Beben, wenn das nicht geschehen wäre.

Denn: Tsunami ist Teil des Events: Erdbeben 9.0 gewesen.

Auf das Bezog ich mich ("wenn es denn nützen würde"), obwohl die 20 m einenn max. Wert war, der aber nicht bei den KKW aufgetreten war... die 12 m hätten genau in der jetztigen Situation genützt, aber was wenns schlimmer kommt oder eben zu wenig halten würde?

Du darfst die Kausalitäten nicht verwechseln, zwar hat das Erdbeben den Tsunami ausgelöst und dieser das Unglück, aber Beben lösen längst nicht immer Tsunamis aus, wenn das Epizentrum im Meer liegt, und selten so hohe Wellen. Zur Erinnerung, der unheimlich energiereiche und damit zerstörrerische Tsunamie von 2004 war nur ein paar Meter hoch, und hatte auch ein viel grösseren Wirkungsradius... Für diesen Fall wäre das KKW geschützt gewesen, evtl hätte die höhere Energie die Mauer wegdrücken können, aber das ist nur Spekulation da ich nicht weiss wie sie konstruirt ist...
 
Was sagt das über das (nicht vorhandene) Sicherheitskonzept der Japaner aus, und über unser, die wir nicht nur solche "Bedienanleitungen" haben, sondern auch die Szenarien geübt werden, sowohl realistische als auch unrealistische?
Es gibt gute Gründe, die Zukunft mit erneuerbare Energien zu planen, aber irrationale Ängste und unzulässige Vergleiche zählen nicht zu den guten Gründe.


Wir haben in Deutschland Bedienhandbücher bis zum GAU. Und das wird auch in Simulatoren geübt. Ist schon was.
Aber, eine Situation, die über den größten anzunehmenden Unfall hinausgeht, ist weder beschrieben noch wird sie geübt.

Nur mal so als Beispiel:
Die Notstromdiesel sind nicht geschützt. Sondern stehen in ganz normalen Fabrikhallen. Und meist auch noch schön geordnet nebeneinander. Ein Flugzeugabsturz reicht vollkommen aus um diese ganze schöne Notvorkehrung außer Funktion zu setzen.
Der Reaktor würde dann zwar nicht direkt was ab bekommen. Aber, das AKW wäre ohne Notstrom. Wenn dann auch noch der Netzstrom ausfällt (die elektrischen Einspeisung sind genau so ungeschützt), dann war es das mit der Kühlung.
Nun könnte man sich auch gegen diesen Fall schützen.
Dazu würde es genormte, externe Anschlüsse für eine Not-Notstromversorgung brauchen. Gibt es nicht.
Außerdem müsste man mehrere transportable Notstromgeneratoren vorhalten. Gibt es aber auch nicht.

Und schon sind genau in der selben, beschissenen Situation wie die Japaner. Wenn es denn mal kracht, sind wir auf Improvisation angewiesen. Und wie man in Japan sieht, braucht Improvisation mehr Zeit als man hat.

:)

crossfire
 
Naja, schau mal seit wann es AKWs gibt und wie der Stand der Dinge so ist.

Inklusive Tschernobyl Sarkophag, den ganzen Atomtests,
Three Mile Island, und und und.

Wenn man da nicht schon einmal gewesen wäre,
wären wir heute nicht hier. :-))


Also:
Möglich ist es. (den Weg kennen)
Nur TUN muss man es auch. (den Weg beschreiten)

Aha, aber anstatt Symptome zu bekämpfen, dachte ich du spielst auf die Ursache an. Andere Unglücke und Katastrophen, zukünfige, gegenwärtige und vergangene, werden durch genau gleiche Mechanismen und Strukturen ausgelöst. Und die übertreffen zT sogar nukleare unfälle, was einzelne Aspekte anbelangt, wie verseuchte Flachen oder getötete oder geschädigte Menschen, Mutationen...
So wird man immer von Feuer zu Feuer springen und nie Herr der Lage werden, dabei müsste man einfach den Feuerleger jagen und fangen ;)
 
Aha, aber anstatt Symptome zu bekämpfen, dachte ich du spielst auf die Ursache an. Andere Unglücke und Katastrophen, zukünfige, gegenwärtige und vergangene, werden durch genau gleiche Mechanismen und Strukturen ausgelöst. Und die übertreffen zT sogar nukleare unfälle, was einzelne Aspekte anbelangt, wie verseuchte Flachen oder getötete oder geschädigte Menschen, Mutationen...
So wird man immer von Feuer zu Feuer springen und nie Herr der Lage werden, dabei müsste man einfach den Feuerleger jagen und fangen ;)

Klar, aber das macht den Bau von 52 AKWs am Feuerring nicht unbedingt schlauer, oder?

Damit präsentiere ich Dir die Ursache: Dummheit ;-)
 
Wie lang braucht das Zeug , mehrere Tausend Jahre?

30 Jahre oder was ist keine so gute Leistung.

Nicht einmal eines Schulterklopfers wert. :-))
 
Das Problem ist die Angst vor Wissen, muss es sein.

Wissen bedeutet auch, dass man angstfrei auch in Schreckliches Einblick haben kann.

Das deutet wiederum auf gesunde Vernunft.


Der Vorzug so zu tun, als ob man nicht wüsste,
spielt genau dem Blödsinn in die Hände, der gerade im Höhepunkt kulminiert.


Zumindest ist das Gesetz, dass es sich selbst verschlingen muss,
in letzter Konsequenz.

(Kapitalismus als Umkehrung der Schlange, die sich selbst hervorbringt)
 

Wir haben in Deutschland Bedienhandbücher bis zum GAU. Und das wird auch in Simulatoren geübt. Ist schon was.
Aber, eine Situation, die über den größten anzunehmenden Unfall hinausgeht, ist weder beschrieben noch wird sie geübt.


Auf diese Weise schon: Es werden Szenarien geübt, in dem beliebige Systeme bis zum schlimmstmöglichen Fall ausgefalen sind - nur wie es dazu kommen konnte wird nicht berücksichtigt, was unter umständen von entscheidender Bedeutung sein kann (Tsunamie verhindert Zugang etc). Und wenn es schon strahlt, müssten im realfall die Leute auch da arbeiten wollen, was im theoretischen Fall einfach ist.

Nur mal so als Beispiel:
Die Notstromdiesel sind nicht geschützt. Sondern stehen in ganz normalen Fabrikhallen. Und meist auch noch schön geordnet nebeneinander. Ein Flugzeugabsturz reicht vollkommen aus um diese ganze schöne Notvorkehrung außer Funktion zu setzen.
Der Reaktor würde dann zwar nicht direkt was ab bekommen. Aber, das AKW wäre ohne Notstrom. Wenn dann auch noch der Netzstrom ausfällt (die elektrischen Einspeisung sind genau so ungeschützt), dann war es das mit der Kühlung.
Nun könnte man sich auch gegen diesen Fall schützen.
Dazu würde es genormte, externe Anschlüsse für eine Not-Notstromversorgung brauchen. Gibt es nicht.
Außerdem müsste man mehrere transportable Notstromgeneratoren vorhalten. Gibt es aber auch nicht.

Und schon sind genau in der selben, beschissenen Situation wie die Japaner. Wenn es denn mal kracht, sind wir auf Improvisation angewiesen. Und wie man in Japan sieht, braucht Improvisation mehr Zeit als man hat.

:)

crossfire

Da kann ich nur von der Schweiz reden, wo der Notstromdiesel ua wichtige Einrichtungen selbst in einem gebunkertem Gebäude sind. Und bis 2013 sollen Transportable Generatoren und Pumpen ausserhalb des Gelände gelagert werden und dazu die nötigen Anschlüsse instaliert haben.
Auch soll es in Europa Tanks die Wasser per Schwerkraft in die Reaktoren leiten könnte der Standart sein, da bin ich mir aber nicht ganz sicher.

Und bei inhärent Sicheren Kernkraftwerkanlagen, welche vor allem im asiatischen Raum bereits erfolgreich getestet worden sind, die für eine Kühlung weder auf Strohm angewiesen sind noch eine Kernschmelze zu einem Supergau führen würde. Ein Restrisiko ist natürlich immer vorhanden, aber man ist nicht mehr darauf angewiesen, dass Maschinen und ähnlich leicht kaputgehende Sachen funktionieren müssen.

Fast alles was die Japaner falsch gemacht haben, ist bei uns anders oder wird anders gehandhabt. Deshalb ist es sehr Wahrscheinlich, dass für den Unglücksverauf die Ursache der Tsunamie UND Fukushima sind, wäre eines der beiden nicht passiert resp ein anderes Werk nach deutschen oder schweizerischens Standarts gebaut, wäre das Unglück nicht oder wenigstens weit weniger schlimm verlaufen. Natürlich ist mir bewusst, dass Standarts und Sicherheitsmassnahmen nur was nützen, wenn sie auch ohne zu schlampen umgesetzt und kontroliert werden - deshalb lässt sich aus meiner Aussage nicht ableiten, unsere KKW seien automatisch sicher ;)
 
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