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Armes Huhn - armer Mensch

Dieses Thema im Forum "Natur und Spiritualität" wurde erstellt von Heather, 1. Mai 2019.

  1. Heather

    Heather Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2016
    Beiträge:
    5.855
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    <<230 Eier isst jeder Deutsche im Jahr. Und obwohl Gesundheit und Tierschutz den meisten Verbrauchern wichtig sind, greifen sie nicht etwa zum Bio-Ei, sondern zu günstigeren Alternativen - aus Bodenhaltung. Und auch Käfigeier werden noch massenweise produziert und gegessen – in ganz Europa. Was bedeutet das für die Hühner? Vielschichtiges Bild vom "System Huhn".>>
    https://www.arte.tv/de/videos/078194-000-A/armes-huhn-armer-mensch/
     
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  2. Werdender

    Werdender Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.246
    Ort:
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    Es ist nach wie vor so: Die reiche - und damit tonangebende - Industrie steuert mit ihren Verbündeten in den Regierungen den Verbraucher - nicht umgekehrt. Es scheint nur so, dass der Konsument einen wirksamen Einfluss auf die Hersteller der Produkte hat. Mit dem raffiniertesten Mittel des Marketings - der Werbung - gelingt jedes Katz-und-Maus-Spiel: Erst lenkt die Werbung den Verbraucher gezielt in die gewünschte Richtung, um dann, wenn er darauf eingeschossen ist, ruhigen Gewissens behaupten und auch "beweisen" zu können, dass der Verbraucher es eben so und nicht anders möchte. Wie ungern verantwortliche Politiker wirklichen und auch notwendigen Verbraucherbedürfnissen nachkommt, zeigt z.B. der höchst fahrlässige Beschluss, wonach in Deutschland der Einsatz des krebserregenden Pflanzenschutzmittels Glyphosat nach wie vor erlaubt bleibt, während es in den meisten anderen Ländern, selbst in den USA, wo es ursprünglich auf den Markt gebracht wurde, mittlerweile verboten ist. Oder man denke an die seit Jahren bestehende Verbraucher-Forderung, die Lebensmittel-Deklaration endlich zu vereinfachen und für den Laien nachvollziehbar zu gestalten, und trotzdem wird hier immer wieder herumgeeiert. Zuletzt hieß es: Die Hersteller möchten bitte auf freiwilliger(!!) Basis ihre Produkte entsprechend zu deklarieren! Die Politiker haben nicht nur das Recht und die Pflicht, die Hersteller zum Handeln zu zwingen, sondern auch alle erdenklichen legalen Mittel hierzu! - Kurzum: Den Hebel zum Umlenken haben letztlich allein Industrie und Politik in der Hand, und an diesen ist es, die Missstände auszumerzen!

    Was das Thema angeht - ich habe die Doku schon mal gesehen, finde sie aber in manchen Punkten ziemlich unklar, - so muss bedacht werden, dass Hersteller und Arbeitgeber ein sehr großes Interesse an Billig-Produkten haben: Billig-Produkte bedeuten zum Einen weniger Lohn für die Verbraucher, denn je weniger man verdient, desto eher ist man gezwungen, die Billig-Ware anzunehmen. Andererseits steigert sich aufgrund ihrer zu den Löhnen verhältnismäßig niedrigen Preise gleichzeitig ihr Konsum an, und die Arbeitgeber können sicher sein, dass die Arbeitnehmer insgesamt nicht murren werden. So profitieren davon zuletzt Industrie und Arbeitgeber.

    Daher ist es asozial, unmenschlich und vermessen, dem Billiglöhner, den es hierzulande in erschreckendem Maße mehr und mehr gibt, aufgrund seines mäßig niveauvollen Konsumverhaltens des Desinteresses, der Unwissenheit, Faulheit oder gar des Geizes zu bezichtigen. O ja, für manche unserer schlechtbezahlten Mitbürger können wenige Cent Unterschied für ein Produkt, das sie täglich benötigen, durchaus entscheidend sein! -

    Anstatt die Armut einzuschränken und bessere Löhne zu bezahlen und die Steuern herabzusetzen wird peinlich darüber geschwiegen und lieber dem "mündigen Bürger", dem allein es obliege, über seinen Konsum "frei zu entscheiden" und der durch sein Kaufverhalten eine gewisse "Macht" über die wirtschaftliche Orientierung der Produzenten ausüben könne - ja, dieses Märchen will und wird man aufrecht erhalten, so lange es geht...
     
  3. Werdender

    Werdender Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2015
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    Es ist nach wie vor so: Die reiche - und damit tonangebende - Industrie steuert mit ihren Verbündeten in den Regierungen den Verbraucher - nicht umgekehrt. Es scheint nur so, dass der Konsument einen wirksamen Einfluss auf die Hersteller der Produkte hat. Mit dem raffiniertesten Mittel des Marketings - der Werbung - gelingt jedes Katz-und-Maus-Spiel: Erst lenkt die Werbung den Verbraucher gezielt in die gewünschte Richtung, um dann, wenn er darauf eingeschossen ist, ruhigen Gewissens behaupten und auch "beweisen" zu können, dass der Verbraucher es eben so und nicht anders möchte. Wie ungern verantwortliche Politiker wirklichen und auch notwendigen Verbraucherbedürfnissen nachkommt, zeigt z.B. der höchst fahrlässige Beschluss, wonach in Deutschland der Einsatz des krebserregenden Pflanzenschutzmittels Glyphosat nach wie vor erlaubt bleibt, während es in den meisten anderen Ländern, selbst in den USA, wo es ursprünglich auf den Markt gebracht wurde, mittlerweile verboten ist. Oder man denke an die seit Jahren bestehende Verbraucher-Forderung, die Lebensmittel-Deklaration endlich zu vereinfachen und für den Laien nachvollziehbar zu gestalten, und trotzdem wird hier immer wieder herumgeeiert. Zuletzt hieß es: Die Hersteller möchten bitte auf freiwilliger(!!) Basis ihre Produkte entsprechend zu deklarieren! Die Politiker haben nicht nur das Recht und die Pflicht, die Hersteller zum Handeln zu zwingen, sondern auch alle erdenklichen legalen Mittel hierzu! - Kurzum: Den Hebel zum Umlenken haben letztlich allein Industrie und Politik in der Hand, und an diesen ist es, die Missstände auszumerzen!

    Was das Thema angeht - ich habe die Doku schon mal gesehen, finde sie aber in manchen Punkten ziemlich unklar, - so muss bedacht werden, dass Hersteller und Arbeitgeber ein sehr großes Interesse an Billig-Produkten haben: Billig-Produkte bedeuten zum Einen weniger Lohn für die Verbraucher, denn je weniger man verdient, desto eher ist man gezwungen, die Billig-Ware anzunehmen. Andererseits steigert sich aufgrund ihrer zu den Löhnen verhältnismäßig niedrigen Preise gleichzeitig ihr Konsum an, und die Arbeitgeber können sicher sein, dass die Arbeitnehmer insgesamt nicht murren werden. So profitieren davon zuletzt Industrie und Arbeitgeber.

    Daher ist es asozial, unmenschlich und vermessen, dem Billiglöhner, den es hierzulande in erschreckendem Maße mehr und mehr gibt, aufgrund seines mäßig niveauvollen Konsumverhaltens des Desinteresses, der Unwissenheit, Faulheit oder gar des Geizes zu bezichtigen. O ja, für manche unserer schlechtbezahlten Mitbürger können wenige Cent Unterschied für ein Produkt, das sie täglich benötigen, durchaus entscheidend sein! -

    Anstatt die Armut einzuschränken und bessere Löhne zu bezahlen und die Steuern herabzusetzen wird peinlich darüber geschwiegen und lieber dem "mündigen Bürger", dem allein es obliege, über seinen Konsum "frei zu entscheiden" und der durch sein Kaufverhalten eine gewisse "Macht" über die wirtschaftliche Orientierung der Produzenten ausüben könne - ja, dieses Märchen will und wird man aufrecht erhalten, so lange es geht...
     
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  4. Yogurette

    Yogurette Sehr aktives Mitglied

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    so isses. (y)

    ganz genau. (y)
     
  5. Yogurette

    Yogurette Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Juli 2009
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    Kassel, Berlin
    man denke allein schon an den "Vogelgrippe-Hype", dem unzählige Tiere zum Opfer gefallen sind und
    der den Massenbetrieben und der Verarmung der Artenvielfalt sehr praktischen Vorschub geleistet hat,
    indem etliche kleine Erzeuger vom Markt gefegt wurden und ähnliche Schikanen, mit denen die Kleinen
    ins Aus gedrängt werden. das hat Methode.
     
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  6. petrov

    petrov Sehr aktives Mitglied

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    Und schon wieder zeigt sich wie kinder puddingweich die EU gesetze umgangen werden konnen.
    Und glaub mir ,pure absicht!
     
  7. Luca.S

    Luca.S Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    7.149
    Es sind doch nicht nur die Billiglöhner, die billige Eier kaufen und sich nicht an der Herkunft dieses Produktes und der Haltung der Hühner scheren. ich kenne genügend Gutverdiener, die auch nur nach dem Motto Geiz ist toll einkaufen.
    30 Cent für ein Ei aus Freilandhaltung sollte allerdings für jeden erschwinglich sein. Dann eben mal ein Tattoo weniger stechen lassen oder auf Bezahl-TV verzichten. Die Einsparung daraus kann man für gutes Essen einsetzen und tut damit nicht nur sich, sondern auch der Umwelt was Gutes.

    Gruß

    Luca
     
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  8. Werdender

    Werdender Sehr aktives Mitglied

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    Siehe #3, insbesondere die letzten beiden Abschnitte!
     
  9. Dyonisus

    Dyonisus Sehr aktives Mitglied

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    12.876
    Du hast nicht Unrecht, hier in meinem Wohnort kann ich des öfteren beobachten, dass Kiosbesitzer und kleinere Gemüseladenbesitzer z.b im Supermarkt die billigsten Eier kaufen um sie für das dreifache in ihren Läden zu verticken. Das sehe ich sehr oft und es ärgert mich, weil es zum einen Betrug am Kunden ist und zum anderen die Massentierhaltung fördert.

    Bei meiner Familie werden auch Billigeier gekauft und wenn ich dort mal ein hartgekochtes gegessen habe, so fiel mir seit c.a so 3 Jahren auf, dass diese sich kaum pellen lassen, das halbe Ei klebte an der Schale. Ich kaufte früher auch die günstigen Eier nur, weil ich sie nur zum panieren verwende aber mein Partner gerne Spiegeleier isst.

    Ich testete zuhause das und ass mal ein hartgekochtes, auch hier war das pellen fast ummöglich, so kaufte ich mal die teureren Freilandeier und: Überraschung, sie lassen sich hartgekocht perfekt pellen, keine Schale die am Ei kleben bleibt.

    Ja, sie sind teurer aber ich blieb dann dabei, weil ich denke, (ist aber jetzt nur mein Kopfkino) dass, wenn die Hühner unglücklich waren, klebt die Schale am Ei, weil das Huhn viel Stress beim Legen hatte und das Ei nicht hergeben wollte.

    Hatte das Huhn weniger Stress wollte es das Ei zwar auch nicht hergeben aber es ging ihm wohl gut und die Eier wurden ihm evtl. "sanft" also in Abwesenheit des Huhnes entnommen, als es draussen war. Die Eier sind zwar nicht grösser aber ich meine sie schmecken auch ein wenig besser, (kann Kopfsache sein) aber wir sind hier ja immer noch in einem Esoterik-Forum. :ROFLMAO:

    Leider kann ich es mir finanziell auch nicht leisten alles für den dreifachen Preis (Bio) zu kaufen und ich habe weder Tattoes/Smartphone noch Pay-TV, aber ich schaue im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten schon ein wenig drauf.

    Ich denke auch kleine Schritte täten bereits für die Tiere etwas verbessern, wenn jeder auch nur soviel drauf schauen täte, wie er es sich leisten kann. Ich sehe aber auch, dasss solange zu viele Chefs nicht ihre Mitarbeiter anständig bezahlen und damit mehr Bewusstsein für teure und tierfreundliche Ernährung gegeben ist, wird es weiter die Billigtierhaltung geben.

    Auch sind an vielen Orten die Wohnungsmieten derart teuer, dass der Konsument irgendwo sparen muss und wer am Luxus wie Handys bereits spart, musss dann leider auch noch am Essen sparen um die Pflichtkosten zu decken, hier z.b ist bezahlbarer Wohnraum das Problem NR.1

    Ich kaufe bereits BioFleisch dafür gibt es nur noch kleine Mengen und auch nicht jeden Tag, aber wenn jemand viel und gerne Fleisch isst, wird er zur BilligVariante greifen.

    LG: Dyonisus
     
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  10. Darkhorizon

    Darkhorizon Sehr aktives Mitglied

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    an dem glaube ich liegt es weniger...
    ich esse eigentlich nur eier von unseren eigenen hühnern..natürlich freilandhühner...sie sind meißt den ganzen tag auf einer großen obstwiese...ausser es kommt schlechtes wetter..dann sausen sie ganz schnell in ihren unterstand...:)

    wenn sich eier schlecht schälen lassen, sind sie in der regel zu frisch...ein paar tage sollten sie schon liegen..probiers mal aus...kaufe dir welche, koche eines und mit dem nächten lässt du dir 4-5 tage zeit...
     
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