Arbeitsausfall durch psychische Krankheiten um 80% gestiegen

Sind sie definitiv nicht, und gerade für die schwereren psychischen Krankheiten sind die Behandlungsmöglichkeiten zwar besser als vor 20 Jahren aber in vielen Fällen immer noch alles andere als zufriedenstellend.

Unbestritten. Was leider daran liegt, dass die schulmedizinische Psychologie leider viel zu oft viel zu oberflächlich gehandhabt wird (leider halt auch von der Persönlichkeit und dem Verständnis des Behandelnden abhängig). Dadurch bleiben viele Therapien halt leider erfolglos.
Und der immer mehr im Interesse der Pharmaindustrie beschrittene Weg, die Menschen mit Medikamenten niederzuknüppeln - entweder Psychopharmaka oder Neurologische Medikamente - ist halt auch nur der einfach und für die Sozialversicherer billige Weg, aber nicht die therapeutische Lösung - vor allem nicht für den Klienten.
 
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Unbestritten. Was leider daran liegt, dass die schulmedizinische Psychologie leider viel zu oft viel zu oberflächlich gehandhabt wird (leider halt auch von der Persönlichkeit und dem Verständnis des Behandelnden abhängig). Dadurch bleiben viele Therapien halt leider erfolglos.
Und der immer mehr im Interesse der Pharmaindustrie beschrittene Weg, die Menschen mit Medikamenten niederzuknüppeln - entweder Psychopharmaka oder Neurologische Medikamente - ist halt auch nur der einfach und für die Sozialversicherer billige Weg, aber nicht die therapeutische Lösung - vor allem nicht für den Klienten.

aber leider sind die Wege ohne Medis doch nur mit der Einstellung des Patienten und deren Mitwirkung daran möglich, denke ich.
Also da sollte jemand mitarbeiten, anders geht es doch garnicht, und es ist doch so, das viele nicht mitarbeiten wollen, und somit lieber die Medis nehmen.

Schwierig.
 
Von dir kommt einfach mal wieder Schmarrn.

Danke ... ich weiss ja, von wem es kommt. Es hapert halt immer wieder am Verstehen bei dir.

Krankgeschrieben wird wegen psychischen Problemen weil bei jedem einzelnen Betroffenen der beim Arzt aufschlägt subjektiv ein Leidensdruck bzw eine Unfähigkeit zu arbeiten vorhanden ist, nicht wegen irgenwas das im ICD10 steht.

Von daher hat die Vermehrung der Krankschreibungen rein garnichts mit den veränderten Kriterien ICD10 etc zu tun.

Natürlich hat es. Wenn die Krankheitsbilder verfeinert werden, dann fallen auch weitaus mehr Menschen in die entsprechenden Kategorien, bzw. lassen sich in diese einpassen. Nehmen wir die Definition von Burnout. Früher wäre dieses simpel unter "Depression" gefallen. Heute umfasst die Definintion bereits ab einer Stufe der Arbeitsunlust (Burnout Stufe 0) eine klare Definition, etwa ab Stufe 5-6 ist es behandlungsbedürftig, vorher fällt es unter Prävention. Darunter fallen dann weitaus mehr Menschen, als das früher bei der Behandlung einer ausgeprägten Depression, die etwa Burnout Stufe 8-9 entsprechen würde, der Fall gewesen wäre.
DSM ist noch einmal detaillierter als die ICD 10 ....

In jedem Fall bietet eine genauere Definition jedem Therapeuten die Möglichkeit, weitaus mehr Klienten in eine (gegenüber dem SV-Träger argumentierbaren) Behandlung zu bringen ... und dadurch steigt einfach zwangsweise die (statistische) Anzahl der "Betroffenen".

Das hat damit zu tun, dass das Arbeitsleben überall immer stressiger wird und auch, weil Leute heute mit sowas eher zum Arzt gehen als vor 20 Jahren.

Leider suchen immer noch viel zu wenige Menschen eine Beratung auf, zur Prävention meistens gar nicht, sondern erst in der Krise ... und dadurch ergeben sich natürlich viel mehr krankheitswertige und vor allem auch nicht mehr lösbare Fälle als notwendig wäre. Auch hat es mit dem Selbstbewusstsein zu tun - viele Menschen kommen noch immer mit dem Argument "ich spinn' ja nicht, also brauche ich auch keinen Therapeuten". Was leider am noch immer sehr schlechten Ruf der Psychotherapie aus der Vergangenheit, besonders auch aus dem 3. Reich, liegt.
Vorteil sind hier die amerikanischen Filme, die das Bewusstsein für Therapie hier auch bei uns "salonfähiger" machen.
 
aber leider sind die Wege ohne Medis doch nur mit der Einstellung des Patienten und deren Mitwirkung daran möglich, denke ich.
Also da sollte jemand mitarbeiten, anders geht es doch garnicht, und es ist doch so, das viele nicht mitarbeiten wollen, und somit lieber die Medis nehmen.

Schwierig.

In schwereren Fällen sind Medikamente natürlich notwendig. Das Problem ist eher der fahrlässige Umgang der Mediziner damit. Ein Medikament dient lediglich dazu, einen Menschen therapiefähig zu machen ... dann muss aber eine Therapie anschließen.
Da sind wir wieder im Problem das die Medizin generiert ... "nimm ein Pulverl und Du bist wieder ok" ... genauso wird leider mit dem Psychopharmaka umgegangen ... der Patient fühlt sich wieder wohler, und sieht daher keinen Grund für eine Therapie. Was dann halt in sehr vielen Fällen zu Dauermedikationen führt. Deshalb wettere ich auch so dagegegen, dass praktische Ärzte Psychopharmaka verschreiben dürfen ... weil sie nicht die diagnostische Ahnung haben, um den Status des Patienten beurteilen zu könnenn, und das meistens auch als gewohnte Pulverlgabe (Symptomunterdrückung) betrachten, und die Patienten nicht zielführend über die Notwendigkeit einer Therapie/Beratung informieren (weil wir haben ja keine Zeit in den 3 Minuten pro Patient).
 
Hach *nerv... KOL... du bist OT!

Aber überhaupt nicht. Wenn Psychopharmaka wie Zuckerl verteilt werden, dann ist das ja auch ein psychologischer Behandlungsfall (der dem SV Träger gegenüber ja auch entsprechend abgerechnet wird, aber nicht behoben wird). Und dadurch entsteht statistisch ein falsches Bild - weil eben ein Problem da ist, dieses aber nicht behandelt und gelöst wird, sondern nur das Symptom unterdrückt wird. Durch das weitere Anstehen der Ursache ergibt sich für die meisten Menschen dadurch eine Verschlechterung des Problems ... und damit einer höhere bzw. überhaupt Krankheitswertigkeit - die bei rechtzeitiger Therapie (bzw. ggf. bei entsprechendem sozial-gesellschaftlichem Umfeld) oft gar nicht aufgetreten wäre.

Nehmen wir ein Beispiel. Franzi hat ein Burnot der Stufe 2, ihm macht seine Arbeit halt keinen Spaß, er hat Probleme mit seinen Vorgesetzten, hat durch sein Kleinkind auch noch Stress in der Familie. Hat halt alle Anzeichen einer durch externe Faktoren induzierten "depressiven Vertimmung". Nichts, was nicht grundsätzlich durch einen halbwegs guten Therapeuten/Lebensberater (AT)/HP PSY (DE) im Rahmen einer Burnout-Prävention mit wenigen Sitzungen zu beheben wäre.
Geht er aber zum Arzt, dann gibt's ein "Aufhellerchen" gegen die depressive Verstimmung, und dann passt ja wieder alles. Ja, es kann sein, dass sich die Belastungen ändern, dass sich vielleicht ein neuer Job ergibt. Nur die Wahrscheinlichkeit ist halt groß, dass neue Belastungen dazu kommen ... und irgendwann endet unser Franzi dann halt bei Burnout Stufe 5 oder 6, hat Depressionen die ihn bereits stark in seinem Leben behindern ... und taucht damit auch plötzlich als Burnout-Patient in der Statistik auf. Mit allen Folgen die das für seine Therapiedauer (bei Burnout auf dieser Stufe i.d.R. etwa 1-2 Jahre), sein Privatleben (Ehe, Familenbeziehungen, Freundeskreis, ...), sein Berufsleben (Selbständigkeit, berufliches Fortkommen, ...) hat ....
 
Natürlich hat es. Wenn die Krankheitsbilder verfeinert werden, dann fallen auch weitaus mehr Menschen in die entsprechenden Kategorien, bzw. lassen sich in diese einpassen. Nehmen wir die Definition von Burnout. Früher wäre dieses simpel unter "Depression" gefallen. Heute umfasst die Definintion bereits ab einer Stufe der Arbeitsunlust (Burnout Stufe 0) eine klare Definition, etwa ab Stufe 5-6 ist es behandlungsbedürftig, vorher fällt es unter Prävention. Darunter fallen dann weitaus mehr Menschen, als das früher bei der Behandlung einer ausgeprägten Depression, die etwa Burnout Stufe 8-9 entsprechen würde, der Fall gewesen wäre.
DSM ist noch einmal detaillierter als die ICD 10 ....



Das hat aber überhaupt nichts mit den Krankschreibungen zu tun. Krankgeschrieben wirst du weil du beim Arzt glaubhaft machen kannst, dass du in einem Zustand bist in dem du nicht arbeiten kannst. Und zwar egal, welcher Art deine Beschwerden gerade sind.

Das hat nichts mit irgendwelchen Kriterien im ICD10 zu tun. Die muss der Arzt dann nur auf dem gelben Zettel vermerken, damit er den Nachweis bringt, dass die Krankschreibung eine medizinische Berechtigung hat.

Und so weit ich informiert bin ist weder in den alten noch in den neuen Manualen "Burn Out" als gesonderte Erkrankung aufgeführt, und schon garnicht mit verschiedenen Stufen.

Und übrigens wurden und werden in den Manualen auch immer wieder Kategorien wieder abgeschafft und zusammengefasst. ZB bei den psychotischen Erkrankungen
 
Geht er aber zum Arzt, dann gibt's ein "Aufhellerchen" gegen die depressive Verstimmung, und dann passt ja wieder alles. Ja, es kann sein, dass sich die Belastungen ändern, dass sich vielleicht ein neuer Job ergibt. Nur die Wahrscheinlichkeit ist halt groß, dass neue Belastungen dazu kommen ... und irgendwann endet unser Franzi dann halt bei Burnout Stufe 5 oder 6, hat Depressionen die ihn bereits stark in seinem Leben behindern ... und taucht damit auch plötzlich als Burnout-Patient in der Statistik auf. Mit allen Folgen die das für seine Therapiedauer (bei Burnout auf dieser Stufe i.d.R. etwa 1-2 Jahre), sein Privatleben (Ehe, Familenbeziehungen, Freundeskreis, ...), sein Berufsleben (Selbständigkeit, berufliches Fortkommen, ...) hat ....



Es gibt genug Leute die wollen eine Pille damit das weggeht. Die können oder wollen ihren Lebensstil nicht ändern (so geschehen bei einer Freundin von mir, die will nicht) und nicht jeder Mensch mit Problemen will eine Psychotherapie machen.

Und so jemand hat einen Anspruch darauf, die Beschwerden lindernde Medikamente zu bekommen, so wie du dem Raucher der davon Lungeprobleme bekommt aber nicht aufhören will ja auch nicht die Medikamente verweigern kannst.
 
Es gibt genug Leute die wollen eine Pille damit das weggeht.

Stimmst du mir zu dass dafür oftmals nur ein Placebo reicht?
Falls ja, wirst du mir zustimmen müssen dass die psychische Erkrankung, wenn, nur sehr schwer therapiert werden kann.
Denn es geht bei psychischen Erkrankungen um ein subjektives Empfinden welches in Wirklichkeit überhaupt nicht von aussen beeinflusst werden kann.
Es sei denn, der Therapeut findet eine Art "Schlüssel" der in das subjektive Empfinden des Patienten eindringen kann und ihn somit letztlich nur "positiv" manipuliert.
Wird ein Patient sich dieser Vorgänge bewusst, kann es sehr gut passieren dass der Patient mit dieser Art der Heilung psychische Probleme hat.
Eigentlich ein Teufelskreis aus dem es kein Entrinnen gibt.
Aber sind wir doch mal ehrlich:
Jeder Mensch ist für sich auf eine bestimmte Art und Weise psychisch krank. Die Symptome zeigen sich nur in unterschiedlichen Qualitäten&Quantitäten.
 
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Hier der Artikel:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...he-krankheiten-stark-gestiegen-a-1167564.html

Finde ich alarmierend, wenn es tatsächlich so sein sollte. Ja, und glaubwürdig finde ich das auch, wenn ich mich im Alltag so umsehe. Viele übermüdete, überforderte, gestresste Arbeiter ... allein der Lehrerausfall zB. an Schulen. Hinzu kommt, dass es nicht nur diese Generation betrifft, sondern sowohl Schulkinder als auch Rentner/Ältere genau diesen Anschein erwecken. Jedenfalls in meinem Umfeld ist es die Beobachtung, die ich mache. Könnt ihr das bestätigen oder erlebt ihr es anders, ggf. sogar konträr? Hier wären Beispiele wirklich interessant, auch besonders unter welchen Umständen solche Menschen dann leben (falls es da einen gemeinsamen Nenner gibt)

Aber zurück zum Artikel:
Woran könnte das liegen? Und wie könnte man es gesammtgesellschaftlich bewältigen? Und dann auch noch die Frage, wie und welche Konsequenzen eine solche Nachricht für euch privat hat. Würdet ihr zB. in Erwägung ziehen, bei einem ggf gegeben Bedarf für Psychotherapie und ähnliches und dem damit einhergehenden Arbeitsausfall lieber die Zähne zusammenzubeissen und verzichten (selbstverständlich nur, sofern die Option gegeben ist) angesichts solcher Entwicklungen?

Die Antwort darauf ist so simple das ich hier dafür wahrscheinlich gesteinigt werde:

Der Mensch hat sich zu weit von dem entfernt was er eigentlich ist.

Alles was zur Zeit abgeht ist erst der Anfang es wird noch sehr viel spannender.

Vielleicht bild ich mir das nur ein und es liegt am W-Lan


-Und wenn das alles nicht hinhaut sag ich immernoch das liegt an den dingen die wir Essen
 
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