Anschlag auf Synagoge in Halle

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Ja, das ist auch nicht falsch, dass er das richtig gefunden hat. Aber siehe meine Gedankenexperimente. Ist der hypothetische militante Tierschützer einer, der nach Versagen einfach auf die Tierherde schießt, damit jemand daran glauben muss. Oder ist er ein Verrückter?
Wie ich schon mehrfach gesagt hab. Das eine schliesst das andere nicht aus. Einerseits Überzeugung, andererseits auch vollkommene emotionale Labilität und Minderwertigkeitskomplexe.
 
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Jemand, der gamertypische Gedankenexperimente zu einem realen Mord durchführt wie Du, hat wirklich eine ver-rückte Wahrnehmung zur Realität.

Daran ist nichts gamertypisch.
Du darfst in den Spiegel schauen. Wilde Verbindungen, die nur deiner Fantasie entsprechen.

Gedankenexperimente/spiele sind in Wirklichkeit unter anderem aus der Philosophie...
Man überprüft seine Positionen indem man analoge Situationen aufstellt, in die man nicht emotional investiert ist.
Und kann auch klarer werden, wenn man verschiedene Beispiele durchgeht.
 
Es macht es für uns insofern ungültig, dass wir ihn objektiv nicht (politisch) ernst nehmen können. Es ist nicht konsistent. Jemand kann nicht heute für Gleichberechtigung eintreten, morgen eine Frau vergewaltigen, und noch objektiv ernst genommen werden was das betrifft. Entweder ist derjenige verrückt, oder es ist alles gelogen.
Diese Vergleiche sind dermaßen an den Haaren herbeigezogen und unpassend.
Das Ganze war ein geplantes antisemitisches politisches Attentat, das Ziel war ein Massenmord an Juden; und im Verlauf der Durchführung wurde es zu einem Amoklauf, einer Affekttat.
Nur weil es “schiefgegangen“ ist, die geplante Durchführung scheiterte, macht die Tatsache nicht ungültig, dass es ein politisches Attentat war.
Auch Geisteskranke können politische Attentate begehen.
 
Wie ich schon mehrfach gesagt hab. Das eine schliesst das andere nicht aus. Einerseits Überzeugung, andererseits auch vollkommene emotinale Labilität und Minderwertigkeitskomplexe.

Natürlich haben Verrückte auch Überzeugungen. Aber was soll daraus für uns folgen? Wenn jemand nicht klar im Kopf ist, dann ist das ein medizinisches Problem. Und wer so viel Hass in sich hat, dass er dann einfach einen Amoklauf durchführt, wenn er den Hass nicht in ursprünglicher Form ausleben kann, der würde immer explodieren (gäbe sonst eben einen anderen Sündenbock, wenn allein die verschlossene Tür reicht, damit er sich andere Ziele sucht), bzw. Therapie oder Psychiatrie wären da eventuell Lösungen.

Natürlich muss man trotzdem Synagogen absichern. Ist ja nicht so, dass da nicht aus verschiedenen Richtungen auch in Zukunft was passieren kann.
 
Gaulands Rede mit dem "Vogelschiss" war ein anderer Kontext. Dass man sich nicht nur auf den negativen Teil (der aber absolut negativ war, was er auch explizit sagte) der deutschen Geschichte konzentrieren soll. Das sehe ich auch deutlich anders, aber ist keine relevante Relativierung im Sinne von gut finden. Und führt nicht dazu, dass ich den von dir angesprochenen Kompromiss nicht eingehe. Andererseits kann ich solche Aussagen bei dieser absurden Antiidentifikation in der Gesellschaft aber auch halbwegs nachvollziehen, aber trotzdem falsch.
Er ist halt ein poetischer Schöngeist – „Fliegenschiss“ klingt nicht so ordinär wie – Das war die allergrößte Kacke, die „wir“ uns selbst und der Welt jemals beschert haben. :D

Ja, er leugnet die Zeit des Holocaust nicht – was ja strafrechtlich verfolgbar wäre – sondern relativiert sie „nur“ – indem er sie rein mathematisch – quantitativ - gegen den ansonsten, für ihn als „glorreich“ empfunden Zeitraum gesamter, bisher vergangener Geschichte aufrechnet. Und unterm Strich bleibt für ihn, den Rechenkünstler dann unterm Strich halt nur ein winziger Fliegenschiss übrig.

Da ist der Schritt zum Abrunden auf null allerdings trotzdem nicht sooo wirklich weit entfernt, denke ich. :whistle:

Die Möglichkeit, dass „man“ in relativ kurzer Zeit mehr menschliches Leid und zerstörenden Schaden in die Welt gebracht haben könnte - als alles vermeintlich heilbringende Erbauliche in allen Zeiten zuvor und danach zusammen - wäre aber trotzdem dabei - zumindest (weil „Qualität“ statistisch nicht wirklich objektiv erfassbar ist) auch mal eine Überlegung wert gewesen, finde ich.

Jenseits aller beschönigenden mathematischen Formeln.:)
 
Nein. Ich will, dass sie reden:
Wie sie sich fühlen, wer die Opfer waren, wie diese Gemeinde damit umgeht - ich will Solidaritätszeichen weit über Halle hinaus, und eine Entschuldigung der Verantwortlichen, weil diese Synagoge nicht geschützt war.
Ich will, dass die Polizei so schnell wie möglich aufgestockt wird, denn da gibt es einfach zu wenig Beamte (auch da wurde geschlampt - und bis da die pesonaldecke aufgestockt werden kann, dauert es wieder).
Ich will, dass diese Gemeinde (und andere) ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten.

Das haben sie, doch wollen sie eben auch über die Hintergründe der Tat reden, und zwar über all die vielen AfD-Anstifter und ihr rechtsextremes Kesseltreiben.
 
Diese Vergleiche sind dermaßen an den Haaren herbeigezogen und unpassend.
Das Ganze war ein geplantes antisemitisches politisches Attentat, das Ziel war ein Massenmord an Juden; und im Verlauf der Durchführung wurde es zu einem Amoklauf, einer Affekttat.
Nur weil es “schiefgegangen“ ist, die geplante Durchführung scheiterte, macht die Tatsache nicht ungültig, dass es ein politisches Attentat war.
Auch Geisteskranke können politische Attentate begehen.

Nein, nichts daran ist unpassend. Natürlich gehst du sofort auf Abwehr und wirst nie sagen, dass der Frauenrechtler trotzdem einer war. Unterschied ist, dass dir ein extrem nationalistisches Weltbild nichts wert ist, also siehst du nicht, dass das ein massiver Widerspruch ist, wenn er wild auf Deutsche schießt. Aber das ist der Fall. Dann sind 2 Dinge möglich, es wurde gelogen, oder derjenige ist eben geisteskrank.
 
Er ist halt ein poetischer Schöngeist – „Fliegenschiss“ klingt nicht so ordinär wie – Das war die allergrößte Kacke, die „wir“ uns selbst und der Welt jemals beschert haben. :D

Ja, er leugnet die Zeit des Holocaust nicht – was ja strafrechtlich verfolgbar wäre – sondern relativiert sie „nur“ – indem er sie rein mathematisch – quantitativ - gegen den ansonsten, für ihn als „glorreich“ empfunden Zeitraum gesamter, bisher vergangener Geschichte aufrechnet. Und unterm Strich bleibt für ihn, den Rechenkünstler dann unterm Strich halt nur ein winziger Fliegenschiss übrig.

Da ist der Schritt zum Abrunden auf null allerdings trotzdem nicht sooo wirklich weit entfernt, denke ich. :whistle:

Die Möglichkeit, dass „man“ in relativ kurzer Zeit mehr menschliches Leid und zerstörenden Schaden in die Welt gebracht haben könnte - als alles vermeintlich heilbringende Erbauliche in allen Zeiten zuvor und danach zusammen - wäre aber trotzdem dabei - zumindest (weil „Qualität“ statistisch nicht wirklich objektiv erfassbar ist) auch mal eine Überlegung wert gewesen, finde ich.

Jenseits aller beschönigenden mathematischen Formeln.:)

Wie gesagt, die Position ist aus meiner Sicht falsch, und ein Minuspunkt. Aber bekomme ich bei anderen Parteien auch, Sachen die nicht gehen.

Sich nicht zu viel mit Vergangenheit (oder einem bestimmten Teil davon) beschäftigen zu wollen ist aber nicht identisch mit der Aussage, dass diese Vergangenheit gut war. Holocaust Leugnung hat ja das Ziel die Nazi-Zeit besser darzustellen. Das wurde nicht getan.
 
Das haben sie, doch wollen sie eben auch über die Hintergründe der Tat reden, und zwar über all die vielen AfD-Anstifter und ihr rechtsextremes Kesseltreiben.

Die Meinung, die ich geäussert habe, stammt von einem jüdischen Freund, den ich auf diesen Anschlag ansprach, ihm mein Mitgefühl ausdrückte.
Er selber sagte mir, das er es nicht richtig findet, dass so viel über den Täter und nicht über die Opfer geredet wird und bat mich, meine Aufmerksamkeit und mein Mitgefühl, den Opfern zuzuwenden und nicht dem Täter.
Er sagte mir, dass es egal sein sollte, ob die Opfer Kinder, Wehrlose, Schwächere, Weiße, Farbige, Christen oder Juden seien.

Diese Meinung habe ich mir zu eigen gemacht, denn ich verstehe, worauf er hinaus will, begreife aber sehr gut jede andere Haltung zu dem schrecklichen Vorfall......
 
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Die Meinung, die ich geäussert habe, stammt von einem jüdischen Freund, den ich auf diesen Anschlag ansprach, ihm mein Mitgefühl ausdrückte.
Er selber sagte mir, das er es nicht richtig findet, dass so viel über den Täter und nicht über die Opfer geredet wird und bat mich, meine Aufmerksamkeit und mein Mitgefühl, den Opfern zuzuwenden und nicht dem Täter.
Er sagte mir, dass es egal sein sollte, ob die Opfer Kinder, Wehrlose, Schwächere, Weiße, Farbige, Christen oder Juden seien.

Diese Meinung habe ich mir zu eigen gemacht, denn ich verstehe, worauf er hinaus will, begreife aber sehr gut jede andere Haltung zu dem schrecklichen Vorfall......

Sicher ist das wichtig. Ich habe die Nachricht zuerst von jüdischen Freunden erfahren. Die Reaktion auch von direkt in Halle anwesenden Juden war mehrheitlich die Frage, ob sie noch sicher in Deutschland leben können. Sie sehen das als klares Indiz des Rechtsrutsches in Deutschland. Bedenke: Christliche Kirchen brauchen keinen Polizeischutz, jüdische Synagogen aber schon. Allein schon diese Tatsache zeigt die politische Schieflage.
 
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