Was der Kurs unter anderem zum Stichwort "Erkenntnis" sagt: (z.B. im Textbuch Kapitel 3 ... III Wahrnehmung und Erkenntnis ... Absätze 1 und 2)
1. Bisher haben wir die Wahrnehmung betont und sehr wenig über die Erkenntnis gesagt. Der Grund dafür liegt darin,
dass die Wahrnehmung in Ordnung gebracht werden muss, bevor du irgend etwas erkennen kannst. Erkennen heißt
gewiss sein. Ungewissheit bedeutet, dass du nicht erkennst. Erkenntnis ist Macht, weil sie gewiss ist, und Gewissheit ist
Stärke. Wahrnehmung ist etwas Vorübergehendes. Als ein Attribut des Glaubens an Raum und Zeit ist sie entweder der
Angst oder der Liebe unterworfen. Fehlwahrnehmungen erzeugen Angst, und wahre Wahrnehmungen fördern die
Liebe, aber keine von beiden bringt Gewissheit, weil jede Wahrnehmung sich verändert. Deshalb ist sie nicht
Erkenntnis. Wahre Wahrnehmung ist die Grundlage für die Erkenntnis, Erkennen aber ist die Bejahung der Wahrheit
und liegt jenseits aller Wahrnehmungen.
2. Alle deine Schwierigkeiten rühren von der Tatsache her, dass du weder dich selber noch deinen Bruder oder GOTT
wiedererkennst. Wiedererkennen heißt »wieder erkennen« - was implizit besagt, dass du einst erkanntest. Du kannst auf viele Arten sehen, weil Wahrnehmung Deutung beinhaltet, und das bedeutet, dass sie weder ganz noch beständig ist.
Das Wunder ist eine Art des Wahrnehmens und daher nicht Erkenntnis. Es ist die richtige Antwort auf eine Frage, du
fragst aber nicht, wenn du erkennst. Illusionen in Frage stellen ist der erste Schritt zu ihrer Aufhebung. Das Wunder -
oder die richtige Antwort - berichtigt sie. Da Wahrnehmungen sich verändern, ist ihre Abhängigkeit von der Zeit
offensichtlich. Wie du zu irgendeiner gegebenen Zeit wahrnimmst, bestimmt das, was du tust, und Handlungen müssen
in der Zeit stattfinden. Erkenntnis ist zeitlos, weil Gewissheit nicht zweifelhaft ist. Wenn du aufgehört hast, Fragen zu
stellen, dann erkennst du.