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"Your body is a battlefield!"

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von SammyJo, 22. Juni 2009.

  1. SammyJo

    SammyJo Guest

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    Aus gegebenem Anlaß:




    http://www.evolver.at/stories/Koerperkunst_01_2009/


    Eine phantastische Vorführung (ein Akt der Kunst), wie "Mensch" entgleist immer wieder zu entgleisen droht und jegliche Grenzen und Tabus fallen lässt, wenn der Blutgeruch zu stark geworden ist. Wahrhaft mutige Menschen.


    Da sich dies auf einige aktuell laufende Themen übertragen lässt, stellt sich die Frage: Gibt es Grenzen bei der Selbstverstümmelung, Selbst- und Fremdkasteiung und zur Schau gestellten Entwürdigung, oder sollte man im Zuge der "Toleranz" alles, wirklich alles abnicken und durchreichen? Ich hoffe, daß die Zusammenhänge deutlich werden.

    :morgen:
     
  2. esoterix

    esoterix Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. März 2009
    Beiträge:
    1.436
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Das sind Folgen einer aus dem Ruder gelaufenen Gesellschaft, eines gescheiterten Projekts, das gar nicht mehr versucht Werte zu vermitteln, sondern nur noch selektiert nach brauchbar und unbrauchbar für wirtschaftliche Interessen. Wenn ich schon nichts mehr werden kann, so kann ich immer noch auffallen, egal ob positiv oder negativ. Da ersteres auch mit größtem Leistungseinsatz kaum noch möglich ist, bleibt mir halt nur noch die andere Tour. Hauptsache Aufmerksamkeit. Wenn ich dabei draufgehe, ist auch nichts verloren, denn es ist eh alles Sch....

    Und der Nervenarzt weiß auch nicht mehr wie es weitergeht...... dudummm - dudumm - dadei :gitarre:

    esoterix
     
  3. believe

    believe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2008
    Beiträge:
    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier
    Also, ich denke, wenn einer fähig ist, sich die Hände solange abzubinden, dann hat er praktisch kein Körpergefühl! Ist schon fast ein Zombie! Das hat sicher Gründe, die man u.a. auch in den Büchern von Alice Miller nachlesen kann.
    Keine Ahnung, wie man mit sowas umgeht, ich guck es mir lieber nicht an.
    Man kann sein Körpergefühl wiedergewinnen, allerdings muss man dann durch extrem viel Schmerz durch, wie viele Opfer sicherlich bestätigen werden.
    Ich denke, man sollte solche Darstellungen ächten, aber alternativ den Betroffenen immer wieder Therapiemöglichkeiten anbieten.
     
  4. SammyJo

    SammyJo Guest

    Ich möchte nochmal folgendes betonen. Hier tun sich im Grunde genommen zwei verschiedene Diskussionsfelder auf:


    1. Der künstlerische Akt an sich und seine möglichen Grenzen.

    2. Was dieser künstlerische Akt für eine Aussage beinhaltet, welche Implikationen möglich sind, wie sich diese Schlüsse auf unser Gesellschaftssystem und speziell auf (Stichwort Würde-Thread z.B.) die Medienlandschaft übertragen lässt, bzw. wie weit die Duldung und Toleranz des breiten Angebots gehen sollte.

    Vielleicht wird es jetzt klarer, was ich mit "gegebenem Anlaß" meine für die, die den Menschenwürde-Thread noch nicht gelesen haben.

    Speziell beim Abramovíc-Projekt dürfte klar werden, welche Ausuferungen denkbar sind. So und dann schauen wir uns die Filmchen, die diversen somit nochmal bei Lichte an und gucken, was passiert, wenn dem nicht Einhalt geboten, sondern es sogar noch gefördert wird.

    Sollten wir nicht dann und wann mal öfter in die Selbstkritik und in die Selbstreflexion gehen und schauen, was wir da eigentlich so machen und machen lassen und wie sich daran ergötzt wird. Oder einfach nur die Toleranzschwelle weiter und weiter und weiter und weiter stecken? Vielleicht bis hin zur echten Verstümmelung, dem echten Mord auf der Bühne, vor der Kamera?

    An Entwürdigung ist ja so ziemlich alles schon erreicht, da der Mensch jedoch "evolutionär" veranlagt ist und nach mehr und mehr fragt, muß es also Steigerungen geben, was wäre also die maximale Steigerung?

    :confused:
     
  5. ~Kaji~

    ~Kaji~ Guest


    Wow, dann gibt es sowas ja tatsächlich schon... :confused:
     
  6. SammyJo

    SammyJo Guest

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    Künstler richten ihren Blick oft auf die Brennpunkte in der Gesellschaft und nehmen dafür manchmal echt heftige Dinge in Kauf, um etwas aufzuzeigen, bewusst zu machen.
     
  7. Sadivila

    Sadivila Guest

    Hi,

    da stellt sich für mich die Frage, wenn ich an eine Grenzsituation komme, wie reagiere ich? Keine Ahnung:dontknow:
    Ich denke es ist mehr möglich als man sich selbst zugestehen möchte.
    lg
     
  8. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Körperkunst hat keinen anderen Zweck, als den Körper zu transzendieren und den beschränkten Begriff der den Mensch von "Körper" hat zu sprengen um die Möglichkeit eines Metakörpers greifbar zu machen... in einer Zeit in der Protesen und Maschinen also Verlängerung des Körpers oder als zweiten Körper über dem Körper (Raumanzug, Taucheranzug) ein Gedankengang der noch zu wenig gedacht wurde.

    Und natürlich das Gegenteil davon, den Virituellen Körper, die Absenz von Körper und einem nach eigenen Gutdünken designeten Körper in der Digitalen Welt, der wiederum den begrüff "Körper" in den engen SChranken wie er jetzt gedacht wird ad absurdum führen.


    Weiter ist das Erleben von Schmerz eine Erfahrung die den meisten Menschen heute Fehlt... Schmerz wird geflohen und damit fehlt uns eine überaus Elementare Erfahrung. Wenn man bedenkt, dass es in Friedenszeiten mehr Selbsmorde, depressionen usw gibt als in Kriegszeiten, dann kann man schnell darauf kommen, dass in einer Antiseptischen, Sterilen, Reizminimierten, zivilisierten Umwelt eben doch was fehlt... z.b. die Existentielle Elementarerfahrung...

    Insofern sind Künstler, die in ihren Körper eingreiffen, auch mit Schmerzen und uns an diesen Schmerzen Zeithaben lassen Katalysatoren, Schamanen, die zur Geisigten Gesundheit der Zivilisation an sich beitragen... so wie im Mittelalter die Flagelanten

    lG

    FIST
     
  9. Sadivila

    Sadivila Guest

    Ich mag keine Schmerzen.
    Meine Geburtsschmerzen reicht für mein restliches Leben.
    No thanks:wut1:

    lg
     
  10. SammyJo

    SammyJo Guest

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    Wenn ihr dem Link mal komplett folgend wolltet, werdet ihr feststellen, worum es bei diesen Projekten, speziell dem der Abramovic, geht bzw. ging.

    Somit ist dann auch der Bezug hergestellt, zum eigenen sadistischen Zug, der dem einen mehr, dem anderen weniger innewohnt.

    Und eben die Frage von mir gestellt, ob wir das wirklich ins Grenzenlose ausdehnen und überziehen müssen, um immer größere Kicks zu bekommen? (Verbindung zum Menschenwürde-Tret-Thread jetzt klar?)

    :morgen:
     
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