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Wie Neo-Schamanen zu Guru's werden

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Erdkröte, 8. September 2013.

  1. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
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    NRW
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    Wie Neo-Schamanen zu Guru's werden in doppelten Sinne - Meister/Lehrer und Verführer. Ich selber war gerne Schüler, Faszinierter aber auch Verführter bei einem Menschen ähnlicher Prägung, aber erst mit A.Krüger (5 Monate HP-Ausbildung) bin ich aufgewacht. Alles in Allem hat mich jedoch jede Begegnung tiefere schamanische Erfahrungen, als auch persönliche Entwicklung beschert - bei mir bleibt zugleich Achtung aber auch kopfschütteln, Irritation darüber was sie von sich geben und zugegebener Maßen etwas Neid vor dem Erfolg dieser Personen.

    Ein interesantes, aufschlussreiches Interview zum Schamanimsus in der Berliner Heilpraktiker-Szene, mit einem der erfolgreichsten schamanisierenden Heilpraktiker.

    Was denkt ihr darüber ? Was macht diese Personen so erfolgreich ?

    Der alltägliche Schamanismus – Schamanismus rock around the world

    Andreas Krüger im Gespräch über Schamanismus

    Haidrun Schäfer: Hat der Schamanismus seine Wurzeln bei den Indianern und ist uns deshalb eher fremd?

    Andreas Krüger: Das ist für mich eines der gefährlichsten Gerüchte, die es gibt, weil es alle nicht-indigenen Schamanen diskriminiert und weil es definitiv historisch nicht stimmt. Wenn Schamanismus Wurzeln hätte, dann wären es afrikanische.

    Es gibt die Theorie, dass durch die Aufrichtung des tansanischen Höhenrückens ein Teil unserer äffischen Vorfahren weiterhin im paradiesischen Dschungel leben konnte, aber der andere Teil sich in der Savanne wiederfand und auf einmal mit einer feindlichen Umwelt konfrontiert wurde. Auf einmal war alles anders: Die Menschen mussten sich aufrichten, um über das Steppengras gucken zu können, sie waren gezwungen zu kämpfen und sie mussten sich verteidigen. Das war neu, denn das Leben als Bonobos bestand aus Liebe, Mangos und einer matriarchalischen, paradiesischen Lebensgemeinschaft. In dem neuen Lebensraum gab es auf einmal Säbelzahntiger und Löwen. Also fingen die Menschen an, Hecken um ihre Lager zu bauen. Diese Hecken waren aber nicht nur Abgrenzungen gegen die physische, sondern auch gegen die geistige Welt. Durch die Trennung, die die Hecken symbolisierten, ging den Menschen auch der Kontakt zu den Geistern verloren. Aber es brauchte den Kontakt zur geistigen Welt und deswegen gab es einige Auserwählte, die man die „Heckensitzer“ nannte, was sich sprachlich zu „Hexer“ wandelte.

    Es gibt keinen Unterschied zwischen Hexen und Schamanen. Das sind sprachliche Spitzfindigkeiten. Hexen machen die gleichen Dinge wie Schamanen. Mit der Verbreitung der Menschen haben sich auch die Schamanen über die ganze Welt verbreitet. Es gibt überall auf der Welt schamanische Spuren. Die wenigsten wissen, dass die Finnen eine der ausgefeiltesten schamanischen Kulturen haben. Auch bei den Walisern und Schotten finden wir eine lange schamanische Tradition.

    Warum ist so wenig über europäische Schamanenwurzeln bekannt?

    Weil da, wo die Christen am längsten waren, am wenigsten vom schamanischem Wissen erhalten blieb. Der Schamanismus ist eine erfahrungsorientierte Religion und auch die älteste Religion, die es gab und schamanische Heiler sind die ältesten Heilkünstler. Sie waren die traditionellen Heiler und Priester jedes Volkes.

    Einer der großen europäischen Schamanen ist Paul Uccusic. Er sagt von sich, dass er ein Trommler ist, der den Kontakt zwischen der alltäglichen und der nichtalltäglichen Wirklichkeit herstellt. Das ist Schamanismus. An der .....Schule sind wir eher „Starbucks-Schamanen“ – wir brauchen keine Höhlen oder Mooszelte, sondern wir machen Seelenrückholungen beim doppelten Espresso. Die Geister sind überall.

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, schamanisch zu arbeiten.

    Ja – zum einen gibt es Schamanen, die als Orakel arbeiten. Dann gibt es Schamanen, die eher als Priester arbeiten. Aber die meisten Schamanen, die ich kenne, sind beratend und heilend tätig. Ein Schamane ist immer beides: Er ist Sprachrohr der Geister, er ist Vermittler von den Geistern und auch Heiler. Er geht zu seinen Spirits, die für das Heilen zuständig sind und befragt und bittet sie, bestimmte Jobs für ihn zu machen. Eine Form des Schamanismus, ist der sogenannte Invokations-Schamanismus, d.h. der Schamane stellt seinen physischen Leib zur Verfügung, so dass der Geist des Tieres in ihn hinein invoziert. Er ruft dann dieses Wesen herbei und lässt die Wesenheit durch ihn hindurch arbeiten. Wenn jemand schamanisch arbeitet, stellt er sich als Gefäß für die geistige Welt zur Verfügung und damit rückt seine Persönlichkeit mitsamt seinen Vorstellungen in den Hintergrund.

    Kann jeder lernen, mit der geistigen Welt Kontakt aufzunehmen?

    Ich glaube, man kann lernen sich einzubilden, dass die Geister da sind. Und wenn ich mir das lange genug einbilde – wobei ein-bilden für mich ein schöpferischer Akt ist – dann sind die da. Ich bin fest davon überzeugt, dass jedes Kind ein Schamane ist. Jedes Kind lebt in dieser Geisterwelt. Jedes Kind liest schamanische Bücher, denn auch unsere Märchen haben eine tiefe schamanische Tradition. Clemens Kuby hat mal gesagt, dass wir alle Schulen abschaffen können, denn wir wissen schon alles – wir haben es nur wieder vergessen. Man muss es also nicht lernen, man muss sich nur erinnern.

    Quelle: http://andreaskruegerberlin.de/praxis/wolf-engel-neoschamanische-heilkunst/

    LG Siegmund
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. September 2013
  2. Tide

    Tide Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. September 2013
    Beiträge:
    2.911
    Was wir hier haben, ist kein Schamanismus.

    Sehr oft weiche, labernde Wohlstandsbürger, die möchten, meinen, glauben. Jeder kann Filmchens sehen, wenn er lange genug übt. Alles nur kommerzielle Hype hier.


    Das dagegen ist wahr:


     
  3. Lucia

    Lucia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Oktober 2004
    Beiträge:
    18.689
    Ort:
    Berlin
    Nachdem ich letzten Sommer das Vergnügen hatte, bei einem "Ritual" dabei zu sein, dass Hr. K. mit einer Partnerin durchführte .... ja, also ich war sehr vergnügt.... kopfschüttelnd vergnügt ... und erstaunt, wie tierisch ernst die Anwesenden diesen Zinnober genommen haben.
    Vor allem viel pseudoindianische Bezeichnungen, weshalb mich obige Abwehr von wegen "Schamanismus=Indianer" doch sehr verwundert, weil er nämlich genau das vermittelt.

    :)
     
  4. Tide

    Tide Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. September 2013
    Beiträge:
    2.911
    Erdkröte,

    ich glaube auch nicht, das diese naiven Indianerfreunde da das Problem sind, sondern das sich unter dem Begriff Schamanismus nun einfach alles ansammelt, was sonst sicher und unter Medikation verwahrt worden ist. Ganz übel sind ehemalige & gescheiterte Ritualmagier, ausgebrannte Freaks, die die Massen der Naiven abmelken wollen. Schamanismus ist gerade das Eldorado der esoterischen Kommerzgeilheit.
     
  5. Efeu

    Efeu Mitglied

    Registriert seit:
    26. November 2010
    Beiträge:
    116
    Naja, ich finde, es sind immer die Leute, die aus jemandem einen Guru machen. Leute auf der Suche, die halt glauben, es gäbe welche, die es besser wüssten. Denen noch das Vertrauen fehlt, dass sich alles im eigenen Inneren finden lässt. Sowas muss einem ja auch erstmal gesagt werden... Bloß versäumen das die meisten Gurus, sonst wären sie ja auch keine Gurus. :D

    Ich bin ganz froh, dass mir dieser A. Krüger und viele andere mit ihm bisher erspart geblieben sind, und ich gedenke, ihn recht bald wieder in der Versenkung und aus meinem Universum verschwinden zu lassen.

    Efeu
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. September 2013
  6. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2007
    Beiträge:
    4.673
    Ort:
    Bayern
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    Im Vergleich zu dem meisten anderen Bullshit, den ich diesbezüglich gelesen habe, ist das recht erträglich.

    ciao, :blume: Delphinium
     
  7. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    @Efeu,

    Ja da stimme ich dir zu. Ich war auf der Suche und Vertrauen fehlte mir, andererseits habe ich viel gelernt.

    Aber es kommt noch etwas dazu, was interessanter Weise auch den Erfolg egal mit was in unserer Gesellschaft ausmacht - es hat lange gebraucht für mich das zu erkennen. Alle erfolgreichen Lehrer die ich hatte sind ausgeprägte Selbstdarsteller, in Worten sehr versiert - heute sehe ich Narzisstische Persönlichkeitsstrukturen. Das letztere sage ich deshalb, weil ich die Erfahrung gemacht habe, wenn man das was sie sagen, was nicht stimmig ist, auch fachlich, in Frage stellt - nicht mehr den verbalen Finten folgt
    z.B. diese Abwehr plötzlich was völlig anders zu behaupten, obwohl man anders handelt - ist eine --- dann gehen diese Menschen in persönliche Angriffe über und man wird sehr schnell "verabschiedet".
    Im Nachhinein, heute, weiß ich A.K. hat auch deutlich machen wollen - mach dir eine gute Portion von meiner Selbstdarstellung zu eigen, ohne wird es schwer mit dem finanziellen Erfolg. O-Ton: Schau dir die versierten Verkäufer auf dem Fischmarkt in Hamburg an und mach es wie die.

    Vielleicht sind das meine/die eigentlichen erweiternden Grundfragen dieses Thema's. Wie bringt ihr Eure schamanische Arbeit auf die Bühne - Wie stellt ihr Euch selber dar - wo ist die Grenze ? Und was macht das mit Euch ?

    Schamanen war u.a. auch immer Schauspieler, Darsteller ! - Waren sie auch große Selbstdarsteller ? Besser wäre der Titel gewesen Schamane und Inszinierung.

    LG Siegmund
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. September 2013
  8. nizuz

    nizuz Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2008
    Beiträge:
    12.322
    willst du das rot markierte sein, dann mach es.

    ansonsten hast du dein Thema längst genannt

    ;)

    im übrigen finde ich es nicht gar so toll, hier eine Person zu thematisieren, die sich dazu nicht äußern kann, weil sie nichts davon weiß.
    Und das sage ich vor dem Hintergrund, daß ich (wir beide) selbiges auch schon bezüglich deines ersten 'Lehrers' ansatzweise hier taten.

    :)
     
  9. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    @nizuz,

    nun es ist eine Gratwanderung - für mich geht letztlich in dem ich doch was darüber schreibe etwas tiefer zu begreifen. Und wie du selber es auch erfahren hast, sind wir nämlich bei sachlicher Kritik bei ersterem Lehrer immer vor die Wand gelaufen, mit unschönen Geschichten. Auch bei zweitem hier genannten bin ich vor die rethorische Wand gerannt, bzw. er hatte jegliche Auseinandersetzung schlichtweg verweigert - außer ich wäre in seine Praxis als Klient gegangen für 120 Euro die Stunde.
    Was ich durch das schreiben und Feedback noch näher begreife ist die Narzissmus-Struktur (und den Gegenpol des Altruismus, meine Seite), welche einem mit Guru's begegnet und was diese für mich persönlich im Leben für eine Rolle spielt, wo es mich sehr gekränkt hat - ohne dass es jeh die Möglichkeit gab sich mit genannten Lehrern austauschen, denn das nächste ich Guru oben - du Schüler unten war garantiert.
    Das was ich jetzt erst begreife mit Narzissten / Guru's gibt es keinen wirklichen Austausch und keine Augenhöhe.
    Es ist wie mit vielen mächtigen Politikern, sie stehen im öffentlichen Raum, aber austauschen wirst du dich niemals wirklich können, weil diese sich nicht dazu herablassen. Und so probiere ich jetzt öffentlich etwas zu fassen, was sozusagen in der Sache des Narzisstischen an und für sich liegt und bin offen für die Antworten.

    LG Siegmund
     
  10. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

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    wo ich Wurzeln schlage
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    Was ich noch nicht so ganz verstehe: Geht es Dir mehr um die narzistischen Personen?
    Oder geht es Dir darum, wie Menschen dazu kommen, dieses Spiel mitzuspielen?
    Oder gar um die Wechselwirkung von beidem?

    Welche Rolle hast Du in deren Spiel gespielt? Welche Rolle haben sie in Deinem Leben gespielt?
    Und was macht es jetzt im Nachhinein mit Dir, dass Du es so lange nicht gemerkt hast? (Hast Du es wirklich nicht gemerkt, oder hast Du "nur" immer wieder Deine eigene Intuition abgewürgt, wenn sie sich zu Wort melden wollte?)
     

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