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Wenn einem die eigene Mutter das Glück nicht gönnt ...

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Sunset77, 18. März 2011.

  1. Sunset77

    Sunset77 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2011
    Beiträge:
    1.825
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    Hallo,

    ich bin Neu hier und suche Rat in folgender Situation.

    Ich litt vor gut 3 Jahren an heftigen Angst- und Panikattacken und ich habe mich deshalb in die Händer eine Kinesiologin gegeben, die mit mir eine Familienaufstellung gemacht hat.
    Dabei wurden verdrängte Erlebnisse meiner Kindheit und Jugend wachgerufen, welche sich durch meine Angst- und Panik unbewußt gezeigt gaben.

    Nach 2 Jahren Psychokinesiologe habe ich an Selbstbewußtsein, Selbstvertrauen und Verständnis für meine Mutter erarbeitet, welche mir und meiner Schwester die Kindheit mit emotionaler Erpressung und Androhung von Selbstmord seit frühester Kindheit das Leben nicht leicht gemacht hat.
    Meine Angst und Panikattacken sind nicht mehr aufgetreten :)

    Seither versuche ich im Interesse meines Sohnes eine neue Basis für mich und meine Mutter (66) zu finden.

    Leider ohne Erfolg, wie ich gestern im Gespräch mit meiner Schwester erfahren mußte, hat meine Mutter kein gutes Haar an mir gelassen.

    Ich bin voller Wut und Traurigkeit, daß meine eigene Mutter mir mein Glück immer noch nicht gönnt und sich freuen würde wenn mein Mann mich verlassen würde, so wie sie von unserem Vater verlassen wurde.
    Und das obwohl wir schon 10 Jahre glücklich verheiratet sind.

    Für mich ist im Moment Distanz die einzige Möglichkeit mein inneres Gleichgewicht zu halten, und doch sträube ich mich da ich ihr damit weh tue, ist das nicht grotesk?

    Wer hat einen Rat?

    Liebe Grüße,
    Sunset
     
  2. Kartenfan

    Kartenfan Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. September 2010
    Beiträge:
    2.383
    Hallo Sunset, :winken5:

    es tut mir sehr leid zu lesen, dass Du so eine schlechte Erfahrung mit Deiner Mutter machen musstest. Ich kann Dir nur sagen, dass es wirklich viele Mütter gibt, die so sind - das ist sehr traurig aber leider wahr. Habe über diese Problematik schon mit einigen Frauen gesprochen und es ist wirklich erschreckend, wie vielen es so ergeht. Kennst Du das Buch "Schneewittchen - der Mutter-Tochter-Konflikt"? Ich fand es sehr gut. Ganz wichtig finde ich für Dich, dass Du weißt, dass es nicht an Dir liegt, sprich: Du nichts getan hast, weshalb Deine Mutter so auf Dich reagiert. Es liegt einzig an ihr. Es gibt tatsächlich Mütter, die ihren (erwachsenen) Töchtern das eigene Glück nicht gönnen. Meist sind es Mütter, die mit ihrem Leben selbst unzufrieden sind, meinen sie hätten irgendwas im Leben versäumt und dann mit Eifersucht reagieren. Zum Glück sind nicht alle Mütter so, aber das ist natürlich kein Trost, für die, die sich mit dem Problem konfrontiert sehen. Aber es ist vielleicht ein kleiner Trost für Dich zu wissen, dass Du mit diesem Problem nicht alleine bist.

    Dass Du Distanz von Deiner Mutter brauchst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ist mit Sicherheit wichtig für Deine psychische Gesundheit. Klar ist es ein innerer Konflikt, weil Du einerseits weißt, dass Dir ihre Nähe nicht gut tut (was nach all dem vollkommen verständlich ist), gleichzeitig willst Du Deiner Mutter aber auch nicht weh tun. Das ist das Gewissen, was die Töchter immer drückt. Aber wo bleibt das Gewissen der Mütter? Wo steht geschrieben, dass man seine Tochter schlecht behandeln darf? Aber meistens ist es ja so, wenn man dann die Mütter darauf anspricht, dann streiten sie alles ab, nach dem Motto: ich meine es ja nur gut. Es wird auch schon mal gerne unterstellt, man sei zu empfindlich. Dann meldet sich das schlechte Gewissen erst Recht, weil alles bagatellisiert wird. Das ist echt nicht ganz einfach.... :confused:

    Liebe Grüße :)
     
  3. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.875
    Ort:
    An der Nordsee
    Bist du dicher, dass ihr das "weh tut", wenn sie doch sonst kein gutes Haar an dir lässt und dir alles erdenklich Schlechte wünscht?

    Du musst für dich klären, was dir wichtiger ist: Soll es ihr nicht weh tun, oder soll es dir nicht weh tun?

    Einen von beiden trifft es wohl (wobei ich mir bei ihr da nicht wirklich sicher bin) und wenn du geklärt hast wer dir näher steht, dann weißt du auch was du zu tun, wie du dich zu verhalten hast.

    Ich gehe mal davon aus, wenn dir ein anderer, nicht verwandter Mensch begegnen würde, der derart böse, hinterhältig und neidisch wäre, dann wüsstest du sofort wie du dich zu verhalten hättest.

    Wieso können Verwandte - und vor allem Eltern - sich ohne Konsequenzen so benehmen????

    R.
     
  4. peterle

    peterle Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juni 2008
    Beiträge:
    2.771
    Ort:
    halle
    ein ähnliches familiäres problem hat meine partnerin auch.

    es ist wunderbar, dass du (d)eine lebensbasis gefunden hast.
    du kannst deinem sohn/ deinen kindern helfen nicht diesem druck ausgesetzt zu sein bzw ihnen helfen in einem anderen familienhaus groß zu werden, aber deine mutter wirst du leider nicht ändern können.

    daran kannst du viel eher wieder zerbrechen.


    wieso sie sich so benehmen können?
    weil sie selber hilflos sind!

    sie stecken in einem loch/ korsett und kommen nicht raus.
    es muss schon reflektiert werden können um den folgeumfang in gänze zu erfassen, dafür fehlt meistens bereits die neutralität.

    und wer ist schon selber beteiligt/ mitverantwortlich an einer misere...
     
  5. Sunset77

    Sunset77 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2011
    Beiträge:
    1.825
    Hallo,

    Danke für die Antworten!


    @ Kartenfan

    Sie versteht mich einfach nicht, ich habe oft das Gespräch gesucht und ihr ruhig und mit gewählten Worten zu verstehen gegeben wie tief sie mich verletzt und gedemütigt hat.
    Sie kann es nicht verstehn bzw. fühlen, sie wäre auch nicht in Liebe groß geworden und es habe auch keinen gekümmert.

    @ Ruhepol

    Ja stimmt, hast mich erwischt, mich selbst zu schützen habe ich erst in den letzten gut 2Jahren in der Therapie gelernt, ich habe meine Mutter immer geliebt obwohl es alles andere als liebevoll war. Vermutlich muß ich meine eigne Selbstliebe noch stärken bevor ich wirklich zu diesem Schritt fähig bin.

    Ich habe gestern zu meinem Mann gesagt, wenn eine Freundin oder Bekannte sich so verhalten würde, würde ich jeglichen Kontakt abbrechen, ohne Reue.

    Ich denke durch die emotionale Erpressung welche sie wirklich seit frühester Kindheit angewendet hat (bin jetzt 33), hat sich bei mir eine eigene Form von "Abhängigkeit" bzw.
    besser gesagt (falsche) Schuldgefühle ihr gegenüberentwickelt. Diese Muster zu durchbrechen ohne dabei in die Kindheitsrolle zu fallen erscheint mir noch recht schwierig.

    Leider kenne ich niemanden, zumindest niemanden der es zugeben würde, welcher an so einer unterkühlten Mutter-Tochter-Beziehung lebt.
    Meine Schwiegermutter ist das volle Gegenteil, schwierig für mich diesen Spiegel zu akzeptieren und erkennen zu müssen das ICH meine Mutter nicht ändern kann und das auch nie von meiner Mutter bekommen werde.

    Meine Persönlichkeitsarbeit ist in dieser Hinsicht wohl noch nicht abgeschlossen.

    Schöne Grüße,
    Sunset
     
  6. Sunset77

    Sunset77 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2011
    Beiträge:
    1.825
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    Hallo Peterle,

    Ich weiß, daß sie es nicht leicht hatte; lieblose Partnerschaft, einsam, überfordert mit den Kindern usw.

    Das kann ich auch verstehen und TEILWEISE auch nachvollziehen wie es soweit gekommen ist. Wir haben auch schon öfter darüber gesprochen und natürlich trägt auch mein Vater den Anteil ihrer Verbitterung.
    Das sie nach diesen Jahren der Therapie (habe sie immer mit einbezogen) kein Handlungsbedarf an sich sieht und nach wie vor die Schuld mir (damals um die 5 Jahre) gibt, benötigt keiner weiteren Worte.

    Übrigens ist mein Sohn auch der Hauptgrund wieso ich mich an die Persönlichkeitsarbeit
    gemachte habe, um ihm liebevoll und offen begegnen zu können.

    Schöne Grüße,
    Nna
     
  7. skardi

    skardi Mitglied

    Registriert seit:
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    114
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    Steiermark
    Liebe Sunset,
    ich kann dich nur zu gut verstehen. Ich habe diese Situationen auch alle erlebt. Unverdrossen habe ich den Kontakt zu meiner Mutter immer und immer gesucht und bis heute nur bedingt gefunden. Jedes Mal ( wir wohnen ziemlich weit auseinander), wenn ich sie besuche oder mit ihr telefoniere, bin ich enttäuscht und leer. Jetzt liegt sie im Sterben, sie wird gehen, ohne dass sich unsere Situation ändern wird. Ich bin unendlich traurig, dass ich sie verliere, obwohl ich sie ja nie besessen habe. Doch ich werde aus meiner inneren Kraft heraus, damit umgehen können (müssen). Ich habe während meines Lebens gelernt, meine Lasten zu tragen und wenn ich bereit dazu war, fand sich immer ein Plätzchen zum Abstellen. Ich hoffe, dir ein bisschen Mut gemacht zu haben und wünsche die viel Kraft. skardi
     
  8. Sunset77

    Sunset77 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2011
    Beiträge:
    1.825
    Hallo Skardi,

    das tut mir wirklich sehr leid.
    Ich hätte dir sehr gewünscht, daß ihr noch die Möglichkeit habt die Situation in Liebe aufzulösen um dann loszulassen.

    Ja, das ist eines meiner (hoffentlich bald alten) Muster, welches ich nur allzu gut kenne.

    Das hört sich stark und zugleich sehr verletzlich an, das berührt mich sehr.

    Schöne Grüße und Danke,
    Sunset
     
  9. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
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    5.652
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    dort, wo es schön ist
    Hallo Sunset,

    egal mit welcher Methode du an dir und deiner Beziehung zu deiner Mutter arbeitest: Sie wird so bleiben wie immer.

    Durch Fam.aufstellungen habe ich gelernt zu sehen, dass mich meine Mutter liebt, auch wenn dies nur geringe Momente sind, doch sie sind vorhanden. Und diese wenigen Momente kann ich nun auch schätzen. Die Mehrheit der Zeit ist sie wie immer zu mir und die negative Seite zeigt sich immer wieder. Zu akzeptieren, dass eine Mutter so ist wie sie ist, ist ganz schön schwer. Und es lohnt sich, denn so wird man frei und erwachsen. Ist nicht mehr abhändig von Liebesbeweisen der Eltern.

    Ich wünsche dir alles gute, Pluto
     
  10. Sunset77

    Sunset77 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. März 2011
    Beiträge:
    1.825
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    Hallo,

    Ja, du hast recht. Ein Teil von mir, hat immer noch die Hoffnung auf mehr, obwohl das sicher absurd ist und ich mir selbst was vormache.

    Ich schätze ich muß noch weiter an mir arbeiten um sie so annehmen zu können, wie sie nunmal ist.

    Schöne Grüße,
    Sunset
     
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