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Was ist Gnade?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von ping, 22. Mai 2011.

  1. ping

    ping Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2011
    Beiträge:
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    Ort:
    Rheinland
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    Was bedeutet dieses Wort für Euch?
    Es ist wohl etwas, worauf ich keinen Einfluss habe, was mir zuteil wird.
    Es scheint, als wäre Gnade etwas Willkürliches. Ist sie das?
    Wird uns allen Gnade zuteil, und wir erkennen es nur nicht?
    Oder können wir sie nicht annehmen und tun deshalb so, als gäbe es sie nicht?
    Geht Gnade von etwas aus oder geschieht sie oder beides?
    Erleben nur wenige Menschen Gnade, weil sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen?
    Eure Meinungen dazu würden mich sehr interessieren.
     
  2. mdelajo

    mdelajo Guest



    Diese Frage bzw. der gesamte Kontext deiner Eingangs-Frage ist wirklich spannend, wow!

    :)
     
  3. morgenröte

    morgenröte Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2011
    Beiträge:
    1.881
    Ort:
    Wien
    Gnade ist für mich so etwas ähnliches wie Vergebung, bedingungslos und kann jedem zuteil werden.
    Willkürlich ist sie dann wenn wir wissen wer sie erteilt doch wer tut dies?
    Ich denke sie wird jedem zuteil nur ist es Auslegungssache ob wir sie als solche erkennen und so Gnade, Gnade werden lassen.
     
  4. mdelajo

    mdelajo Guest

    mmh, ist also interpretiert, gell?


    willkürlich ist es, wenn du weisst, wer sie erteilt?? wie kommst du auf diese sicht?



    ja, du denkst es, wie ich vermutet habe.

    :)
     
  5. morgenröte

    morgenröte Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2011
    Beiträge:
    1.881
    Ort:
    Wien
    :zauberer1
    Na wer erteilt dir die Gnade? Weisst du es? Wenn du es nicht weißt wie kannst du dann wissen ob sie willkürlich ist?
     
  6. ping

    ping Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2011
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    Rheinland
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    Woher Gnade kommt, lässt sich wohl nicht so eindeutig erfassen, es sei denn, es ist ein Mensch, der uns Gnade erweist.

    In einem theistischen Weltbild kommt Gnade von Gott, aber das ist so wenig erfassbar, dass es vielleicht deshalb nicht als Gnade erkannt wird.

    Wie ist es denn z.B. im Buddhismus? Auch da gibt es doch so etwas wie Gnade. Woher kommt sie?
    In einem Bewusstsein, das sich als "Allselbst" All-ein s begreift, käme Gnade nicht von außen, da es diese Trennung ja nicht gibt.
    Es erscheint nur uns so, weil wir uns in der Regel eher als getrennt erleben.
    Oder ist das ein Trugschluss?
    Kann auch ein "erleuchteter" Mensch Gnade erleben?
    Könnte Jesus Gnade erfahren?

    Existiert Gnade nur, wenn wir sie als solche erkennen/erleben?
    Oder ist sie unabhängig davon?

    In meinem Verständnis ist sie wohl eine sehr tiefgreifende und alles verändernde Erfahrung, die nicht jeder Mensch erlebt.
    Wenn das so ist, warum erleben sie dann nur bestimmte Menschen, und offenbar unabhängig davon, wie sie ihr Leben leben?

    Es gibt doch bestimmt viele Menschen, die offen und in Demut und Dankbarkeit Gnade annehmen würden, die sie aber trotzdem nicht erfahren.

    Ich finde das alles ziemlich verwirrend.
     
  7. mdelajo

    mdelajo Guest


    Ja, ich weiß es. Jedoch, meine Frage lautete, wie du auf diese Sicht kommst. Also explizit diese:



    Hier stellst du eine Frage und einen Satz später gehst du in eine Feststellung über, daß es "Auslegungssache" ist.

    Das ist inkongruent und wird es wird viel geplappert, daher meine Nachfrage. Selten, daß jemand sagt: "Ich weiß es nicht, aber ich finds raus." Oder gar nichts sagt, aber was wären die Threads dann.

    :morgen:
     
  8. ping

    ping Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    5.586
    Ort:
    Rheinland
    Möchte das "offenbar" in "scheinbar" ändern, da ich das eigentlich nicht beurteilen kann.
     
  9. maria45

    maria45 Guest

    Lao Tse schreibt dazu im 13. Kapitel des Dao De Jing:

    Gnade ist beschämend wie ein Schreck.
    Ehre ist ein großes Übel wie die Person.
    Was heißt das: »Gnade ist beschämend wie ein Schreck«?
    Gnade ist etwas Minderwertiges.
    Man erlangt sie und ist wie erschrocken.
    Man verliert sie und ist wie erschrocken.
    Das heißt: »Gnade ist beschämend wie ein Schreck«.
    Was heißt das: »Ehre ist ein großes Übel wie die Person«?
    Der Grund, warum ich große Übel erfahre, ist,
    daß ich eine Person habe.
    Habe ich keine Person,
    was für Übel könnte ich dann erfahren?

    Darum: Wer in seiner Person die Welt ehrt,
    dem kann man wohl die Welt anvertrauen.
    Wer in seiner Person die Welt liebt,
    dem kann man wohl die Welt übergeben.


    Gnade wird in christlichem Sinne als etwas hohes angepriesen, das zu erlangen wünschenswert ist.
    Im daoistischen Sinne ist Gnade minderwertig. Ich finde den Spannungsbogen zwischen diesen beiden Sichten gut.
    Gnade entspricht der Ebene 58.
    Das ist die Ebene vor oder nach der 57, und vor oder nach der 59.
    Die 57 kündet vom sich ständig wandelnden Wandel des Lebens wie die Griechen es mit "panta rhei" - "alles fließt" beschreiben.
    Und mitten in diesem Fluss des Lebens gibt es einen Angler mit einer Angel und der fischt den Fisch aus dem Wasser - wie ein Schreck. Lao Tse schaut von dieser Seite her auf die Gnade. Gnade als plötzliches Erleben, als völlig unbeeinflussbar. Man kann sie verlieren, man kann sie erlangen - aber ohne eignes Dazutun.
    Im christlichen Sinne schaut man von der 59 her, der Ebene von Hindernissen. Die Schuld vor Gott ist das größte Hindernis, und es wird nur durch die 58 aus dem Weg geräumt, das ist die göttliche Gnade. Aus dieser Sicht ist die Gnade unbedingt erlangenswert.

    Und ja, ich erlebe Gnade als etwas, das allen zuteil wird, die sich danach ausstrecken, nur nicht immer so, wie man meint, dass sie kommen müsste.
     
  10. ping

    ping Sehr aktives Mitglied

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    Versteht Lao Tse Gnade im Sinne von begnadigen, gnädig sein, Gnade vor Recht ergehen lassen? So dass der, der Gnade erfährt, erniedrigt wird, bzw der Gnädige sich erhöht? Eine unangenehme Abhängigkeit?
    Oder eher als etwas, was einen nur völlig aus dem Konzept bringt, verwirrt, den natürlichen Lauf der Dinge unterbricht, Lernaufgaben vorzeitig beendet?

    Und was kann man aus christlicher Sicht tun, um Gnade zu erfahren?
    Was ist die Schuld vor Gott?
    Das, was ich im tiefsten Inneren meines Herzens bereue?
    Und was heißt bereuen? Wenn ich gern anders gehandelt hätte, es aber nicht konnte, weil ich schwach war, und das auch weiß, bereue ich es dann wirklich? Oder ist das dann eher Bedauern /Betrauern?
     
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