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Was ich tue ist immer richtig

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von emze, 15. Januar 2012.

  1. emze

    emze Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2012
    Beiträge:
    149
    Ort:
    Berlin
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    :reden:

    Ich bin mit Begriffen wie richtig-falsch, gut-böse immer vorsichtig, weil diese stets relativ u. subjektiv sind. Es sind schwammige, fließende, sich ständig oft opportunistisch wandelnde Begriffe, die sich den Normen und Maßstäben der jeweiligen Gesellschaftsstruktur anpassen.
    Es gibt für mich hierzu nur eine allzeit gültige Verallgemeinerung, die ich ohne ein >ich denke< einschränke und mit >es ist so< untermauere:
    ALLES wodurch anderen Lebewesen aus niederen, menschlichen Beweggründen, die nicht notwendigerweise dem Überleben oder Erhalt der eigenen Art dienen, Schaden zugefügt wird, ist falsch bzw. böse.

    Ich denke, die meisten anderen subjektiven Zuordnungen dieser Begriffe erfolgen aus in uns schlummernden Konditionierungen/Programmierungen, deren Ursprung in ferner Vergangenheit liegt, und die sich seither von Generation zu Generation in wachsender Verschärfung in uns eingraben und sich ihren festern Platz in unserem Unterbewusstsein erobert haben.

    Daraus entstand der Nährboden aus dem jener übermächtige, allwissende, unser tägliches Handeln beherrschende >man< hervorgegangen ist. Und >man< weiß immer was gut und richtig, böse und falsch ist. Niemand hat ihn je gesehen, dennoch knechtet er uns alle. Der Nachname von >man< ist übrigens >Gesellschaft< :D

    Ich denke aber, dass diese Programmierung unseren wahren Wesenskern zwar überlagern, aber nicht ganz und gar durchdringen kann, denn sobald ein Gedanke ausgesprochen unsere Lippen verläßt, oder in der Umsetzung durch Taten nach außen tritt, wird er vom Individuum als richtig angesehen, unbehelligt von der Konditionierung und dem was >man< dazu sagen würde.

    In dem Moment, in dem ich, was auch immer, tue, bin ich der Überzeugung es sei für mich im Hier und Jetzt richtig, sonst würde ich es ja nicht tun. Das >ich< möchte ich hier nicht nur auf mich bezogen verstanden wissen, sondern auf jeden, der sich auf diesen Gedankengang einlassen möchte.

    Und je stärker die eigene Überzeugung, desto fruchtloser sind alle Versuche von vermeintlichen oder tatsächlichen Besserwissern, mich von meiner Absicht abzubringen. Denn auch wenn andere diese nun als falsch ansehen, bleibt sie für mich in dem Moment dennoch richtig. Andersdenkende gibt es schließlich immer, denn…..

    ……es kann passieren was will,
    es gibt immer einen der es kommen sah ;)
    Fernandel frz. Filmschausp. 1ß03-1971​

    Alles schön und gut. Solange es sich um private und persönliche Angelegenheiten handelt, von denen andere nicht betroffen sind, lässt sich letztlich leichthin sagen, … ich hab dich gewarnt, aber wenn du meinst, dann tu was du nicht lassen kannst.
    Doch wie ist das, wenn es um richtig oder falsch in Bereichen geht, in denen sich die Masse Mensch weitgehend einig ist? Beispiel, kriminelle Handlungen.

    Wieviele Millionen mal wurde jener Satz bereits aus inbrünstiger Überzeugung gesprochen, „Ich hatte keine andere Wahl“ nachdem derjenige gelogen, betrogen, gestohlen oder gemordet hat?!

    Selbst der Extremfall, ein Mord, vielleicht gerade der ganz besonders, geschieht, (wenn wir reine Habgier mal ausklammern) in vielen Fällen aus einer tiefen, unerträglich gewordenen Verzweiflung heraus, sodass dieser Mord in dem Moment, im festen Glauben keine andere Wahl zu haben, das einzig Richtige zu sein scheint.
    Wo ist die Grenze von Milde und Verständnis, für Lug, Trug und Mord?

    Ab wann würdet ihr z.B. sog. mildernde Umstände oder die Tat als sog. minder schweren Fall, gelten lassen, unabhängig von den hierfür im Gesetz festgelegten Kriterien?

    LG
    emze:)
     
  2. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    81.897
    Ort:
    ...wo ich zuhause bin........
    Also aus reiner Überzeugung kann der Mensch wahlos töten etc. usf. mit der Erwartungshaltung ein milderndes Urteil klingt dass nicht ein bischen überzogen.

    Ein Mord bleibt ein Mord egal aus welchen Beweggründen auch immer!
     
  3. nufaro13

    nufaro13 Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2010
    Beiträge:
    902
    Nun, nicht jeder Mord ist auch ein Mord, oder?
    Auch ein Mord ist Auslegungssache.
    Ich wäre da jedenfalls sehr vorsichtig. Spätestens nachdem ich den (historischen Roman) Der König muss sterben, von Mary Renault, gelesen habe, bin ich der Überzeugung, dass nicht jeder Mord ein Mord sein muss. Selbstverständlich habe ich mir vorher auch Gedanken über das Thema gemacht und die verschiedenen Euthanasiefälle in den Medien rollen es immer wieder auf.

    D.h. nicht, dass man wahllos und unbestraft töten darf, aber dass manche Morde doch keine Morde sind, weil sie in Liebe und Verzweiflung geschehen.

    nufaro13
     
  4. FlamingStar

    FlamingStar Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2011
    Beiträge:
    1.359
    Seh ich absolut nicht so.
    Soldaten morden, weil sie dazu gezwungen werden
    Andere morden aus Notwehr
    Es wird gemordet, weil man so derart provoziert wird
    Es wird aus Rache gemordet
    im Gegensatz zu:
    Mord wegen Geld
    Mord als Auftrag
    Mord aus Eifersucht
    Mord aus Religionswahn

    Man sollte nicht alle Morde(nden) in einem Topf werfen!
    Zugrunde liegt aber allen Morden die Unbewusstheit
     
  5. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

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    Wenn ich aus Liebe töten darf klingt nach einem Freibrief den zum Glück nicht viele Menschen auch umsetzen.
     
  6. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

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    Ich kann Krieg und private Natur trennen du nicht?
     
  7. Signe

    Signe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2011
    Beiträge:
    1.530
    das ist so nicht richtig

    das wovon Du teilweise sprichst, ist - das selbst ein Mord im übergeordneten Sinne für die Evolution eines Menschen wichtig sein kann.
    Er tut das, was er immer macht - er sammelt Erfahrungen.

    Im irdischen Sinne trifft Deine Aufteilung zu - unsere Beurteilung ist von Bedeutung.

    Ohne Beurteilung ist ein Mord ein Mord - und niemand sagt, daß derjenige nicht die Konsequenzen dafür tragen soll.
    Doch in jedem Fall von Unbewußtheit zu sprechen halte ich für sehr wage.
     
  8. daway

    daway Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    6.985
    Ort:
    würd ich mich hier äussern weil ich in gewissen fällen keine kriminelle handlung sehe wär ich nach dem terrorparagraphen ja schon selbst terrorist und kriminell weil ich eine kriminalisierung in frage stellen würde ... also ähm .... pssst

    aber schau auf mein profil ... dann kannst dus dir glaub ich eh denken was ich da jetzt genau meine

    grüße liebe
    daway
     
  9. FlamingStar

    FlamingStar Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2011
    Beiträge:
    1.359
    Du hast aber selbst geschrieben: "Mord bleibt ein Mord, egal aus welchen Beweggründen"

    Aha. Morde braucht man, um Erfahrungen sammeln zu müssen? Und es ist wichtig, in Kriegen zu morden? Oder Auftragsmord?
    irdischer Sinn. Welcher sonst?
    Nicht in jedem Fall. Aus Notwehr morden ist nichts schlechtes, da soll ich noch bestraft werden?
    Das ist- ausser zum Überleben- auch die einzige Berechtigung eines Mordes.
    Ich nicht. Selbst ein Soldat ist unbewusst, eine Marionette. Sonst würde er den Wehrdienst verweigern. Ein Auftragskiller ist unbewusst, sonst könnte er sowas nicht machen.
    Auch ein Mord aus Notwehr ist unbewusst, aber berechtigt.
     
  10. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    81.897
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    Ich dachte dabei an private Beweggründe warum auch immer ein Mensch tötet, es wurden schon Menschen umgebracht wegen einer handvoll Münzen.

    Ja, im Krieg mussten auch viele Menschen sterben nur mal so weil sie ein anderes Naturell besaßen.
    Gibt es hierfür von deiner Seite auch ein milderndes Urteil?
     
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