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Veränderung ist möglich

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von DUCKFACE, 26. August 2012.

  1. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

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    Hallo!

    Mit diesem Beitrag möchte ich aufgrund einer eigenen Erfahrung persönlich bezeugen, dass auch massive Verhaltensänderungen möglich sind. Ich selbst musste jedoch erleben, dass ich erst dazu imstande war, nachdem ich das Antlitz des Todes erblickte. Es bedurfte eines traumatischen Ereignisses.

    Seit ich zwölf Jahre alt bin, befasse ich mich intensiv mit der menschlichen Gesundheit. Ich recherchierte viel im Internet, informierte mich in diversen Fach- und Sachbüchern zu unterschiedlichen medizinischen Themen. Schlussendlich erkannte ich bereits in diesem Lebensalter die Bedeutung der Ernährung als Fundament einer stabilen Gesundheit. Zwar rauchte ich niemals, trank keinen Alkohol, konsumierte auch keine Drogen und setzte mich nicht einer exzessiven UV-Strahlung aus. Trotzdem war ich hinsichtlich der ernährungsphysiologischen Aspekte stets Theoretikerin und setzte meine diesbezüglichen Erkenntnisse nie in die Tat um. Ich hielt zwar mein Idealgewicht, ernährte mich jedoch ziemlich gedankenlos. So intergrierte ich beispielsweise niemals Nahrungsmittel mit gesundheitsförderndem Potenzial in meinen Speiseplan, obwohl ich den tiefen Wunsch verspürte, dies zu tun. Auch konnte ich meinen maßlosen Konsum von Süßigkeiten kener Kontrolle unterwerfen, obschon ich auch dies eigentlich wollte. Nur dank meiner sportlichen Aktivitäten konnte ich vermutlich eine Gewichtszunahme vermeiden.

    Vor zwei Jahren suchte ich wegen eines chronischen Hustenreizes den Pneumologen, also einen Facharzt für Lungenheilkunde auf. Nachdem ich ihm meine mich seit Wochen plagende Symptomatik schilderte, führte er sofort eine röntgenologische Untersuchung durch. Während sich bei bei Lunge kein pathologischer Befund abzeichnete, erschien mein Herz ein wenig verbreitert, so dass er zur weiteren diagnostischen Abklärung eine Sonografie des Herzens durchführte. Leider fühlte er sich nicht kompetent genug, um eine valide Aussage bezüglich dieser abnormen Veränderung zu tätigen, weshalb ich noch am selben Tag zum Kardiologen überwiesen wurde. Auch dieser veranlasste nun eine Echokardiografie durch und äußerte schließlich den grausamen Verdacht eines malignen Tumors, also einer Krebserkrankung.

    Trotz der Dringlichkeit musste ich zwei Tage warten, bis die der weiteren Abklärung dienende Thorax-Computertomografie durchgeführt wurde. Danach musste ich wiederum wenige Tage auf das Resultat warten. In dieser Phase des Wartens bin ich psychisch gestorben, ich schlief mit einer emotionalen Kälte ein und erwachte mit selbiger. Ich spürte absolut nichts mehr, keine Empfindung, weder Trauer, noch Verzweiflung, noch Freude, noch Angst. Eines Abends überfiel mich plötzlich eine Panik-Attacke aus heiterem Himmel. Mir wurde schwindelig, ich erlitt einen furchtbaren Brechreiz und musste im Krankenhaus stationär therapiert werden, indem man mir ein Psychopharmakon verabreichte, das panische Ängste reduziert. Ich sah die Bilder meines Großvaters vor mir, der bereits an Lungenkrebs verstarb und fürchtete, bald genauso qualvoll zu sterben wie er.

    Als die Ergebnisse endlich vorlagen, gab es glücklicherweise eine Entwarnung. Die Verbreiterung des Herzens war tatsächlich nur eine anatomische Variation in Form einer leichten Verschiebung des Herzens. Es war also alles in Ordnung.

    Seit diesem Ereignis gelingt es mir, all meine Erkenntnisse bezüglich der menschlichen Ernährung und der Krankheitsprävention konsequent umzusetzen. Ob man mein Wissen nun als richtig oder falsch ansieht, ist hierbei nicht von Relevanz. Mir geht es in diesem Beitrag nur darum, zu belegen, dass auch erhebliche Verhaltensänderungen möglich sind, wenn die Notwendigkeit besteht und der äußere Druck keine Alternative zulässt. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt fürs Leben entschieden und den Zuckerkonsum extrem reduziert. Ich esse mehr Obst und Gemüse, lebe insgesamt bewusster, ganz unabhängig von der Lebensweise meiner Eltern, die teilweise gar nichts mitbekommen von meinem neuen Lebensstil, denn mein Vater befindet sich zumeist auf der Arbeit und auch meiner Mutter berichtete ich nur wenig von meiner neuen Lebensphilosophie. Besagte Nahrungsmittel mit antikarzinogenem Profil führe ich mir auf ganz privater Ebene zu. Nie wieder möchte ich in einer vergleichbare Situation kommen!

    Viele Grüße

    Bella
     
  2. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. November 2007
    Beiträge:
    44.846
    Ort:
    hear(hier)
    mensch bella sag das doch gleich ...:umarmen::D
    jetzt kapiert man da ein wenig mehr ...wat bei dir so geht...mensch...:D
     
  3. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.801
    Aha, du hast also durch ein traumatisches Erlebnis eine Krebsphobie samt Orthorexie entwickelt....

    Finde ich nachvollziehbaren Grund für einen krankhaften gesundes-Essen Zwang.
     
  4. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

    Vielleicht ist es ein Abwehrmechanismus, vielleicht auch einfach ein rationales Handeln. Die Interpretation meines Verhaltens mag ich jedem selbst überlassen...

    Ich möchte eine Beobachtung aus meinem familiären Umfeld anschließend: Mein Großvater war mehr als 55 Jahre starker Raucher. Auf den Hinweis, dass er seine Sucht aus gesundheitlichen Gründen beenden solle, äußerte er stets, dass er es nicht könne. Doch er irrte. Nachdem man ihm die Diagnose des kleinzelligen Bronchialkarzinoms mitteilte, konnte er seine Tabaksucht von heute auf morgen einstellen. Auf einmal schien er die Kraft dazu zu haben, obwohl er zuvor immerzu behauptete, außerstande zu sein, dem Tabakkonsum abzuschwören! Es half tatsächlich nichts, ihm Bilder von pechschwarzen Lungenflügeln zu zeigen oder auf Fakten, Statistiken und vernünftige Argumente zu verweisen! Erst, als er sein eigenes Leben bedroht und in Gefahr sah, konnte er mit seinem Suchtverhalten abschließen! Doch es war natürlich zu spät für eine Heilung/Rettung. Er verlor sein Leben unter Qualen.
     
  5. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.801

    Ich denke das kommt auf den Fanatismus an mit dem man das gesunde Essen betreibt. Ich meine, sich gesund ernähren ist ja an sich nichts schlechtes, im Gegenteil. Aber zu viel von etwas Gutem kann halt dann in sein Gegenteil umschlagen, wenn es zum Zwang, zum Lebensinhalt wird und man sich bei jedem Stück nicht erlaubter Torte oder Schnitzel (oder was man sonst so mag) schlecht, schuldig oder von Krankheit bedroht fühlt. Und wenn man sich mit langen Listen von Verboten und Geboten kasteit anstatt lustvoll zu essen.

    Mein Grossvater war auch zeitlebens starker Raucher und starb mit Mitte 70 an einem extrem schnell wachsenden, aggressiven Lungenkrebs.


    Ich denke solche rigigen Programme nach denen man lebt können auch eine Strategie zur Eindämmung von Ängsten sein. Sie binden mentale Energie und geben Struktur.
     
  6. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

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    Auch unabhängig vom Thema der Gesundheit: Warum muss man das eigene Leben so oft erst bedroht und in Gefahr sehen, damit es zu positiven Veränderungen und neuen Verhaltensweisen kommt? Warum besitzen so viele Leute erst in diesen extremen Situationen die Kraft, um mit lebensbedrohlichen Süchten oder anderen destruktiven Verhaltensmustern abzuschließen??? Warum ist der Wille oftmals nicht stark genug, obwohl man schon um die negativen Konsequenzen seiner Aktivitäten weiß? Wiegen sie sich auf emotionaler Ebene in Sicherheit? Verdrängen sie, spalten sie ab? Rationalisieren sie?

    Wie viele vorzeitige Todesfälle könnten pro Jahr verhindert werden, wenn die Menschen bereits vor dem Eintritt der theoretisch vermeidbaren Katastrophe produktive Modifikationen ihres Lebensstils vornähmen?! Ich würde vermuten: Enorm viele.
     
  7. Alcantara

    Alcantara Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Dezember 2006
    Beiträge:
    19.100
    Ort:
    in der Nähe des <3
    =DUCKFACE;3816316]
    Warum besitzen so viele Leute erst in diesen extremen Situationen die Kraft, um mit lebensbedrohlichen Süchten oder anderen destruktiven Verhaltensmustern abzuschließen??? Warum ist der Wille oftmals nicht stark genug, obwohl man schon um die negativen Konsequenzen seiner Aktivitäten weiß? Wiegen sie sich auf emotionaler Ebene in Sicherheit? Verdrängen sie, spalten sie ab? Rationalisieren sie?

    Wie viele vorzeitige Todesfälle könnten pro Jahr verhindert werden, wenn die Menschen bereits vor dem Eintritt der theoretisch vermeidbaren Katastrophe produktive Modifikationen ihres Lebensstils vornähmen?! Ich würde vermuten: Enorm viele.[/QUOTE]
     
  8. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.801

    Das ganze ist eine Kosten-Nutzen Rechnung.

    Ein hypothetischer Tod "irgendwann" ist halt nicht so ein grosser Kostenfaktor wie ein konkreter Tod der unmittelbar bevorstehen wird wenn...... Und daher auch nicht so motivierend.
     
  9. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

    Zitat aus einem Seminar über Psychohygiene und Lebensgestaltung: "Martin Luther hat einmal gesagt, dass wir mitten im Leben vom Tode umfangen sind. Wer wüsste das nicht. Und doch ist es so, dass sich der größere Teil der Menschheit um diese Einsicht herumdrückt. Dabei hilft man sich mit einem unterbewussten psychologischen Winkelzug. Sobald Besorgnis aufkommen möchte, sagt uns eine innere Stimme: 'Mir passiert schon nichts, es trifft immer die anderen.' Die Gewissheit, dass man genauso verletzlich ist wie alle anderen, wird im Innersten einfach ignoriert. Ein typisches Zeichen für diese Haltung: Wenn einem Menschen Ungemach widerfährt, wird er unweigerlich die verbitterte Frage stellen: 'Warum gerade ich?' Und gerade diese Frage macht es offenbar, dass er zuvor unbewusst die Überzeugung hatte, dass nur die anderen 'geborene Opfer' sind. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken beträgt 20-25 %. Und doch: Wenn jemand betroffen ist, fragt er 'Warum gerade ich?' Niemand fragt: 'Warum bin ich eigentlich noch nicht betroffen?'

    Beispiel: Ein Versuchsleiter legte seinen Probanden die Lebenserwartungstabellen einer großen Versicherungsgesellschaft vor. Die Teilnehmer sollten diese Tabellen zunächst durchsehen und dann sagen, wie lange sie selbst noch zu leben glauben. Obschon sie sich anhand der Tabellen ein Bild von der durchschnittlichen Lebenserwartung machen konnten, peilten die meisten mit größter Gewissheit für sich selber 10 Jahre über dem Durchschnitt an!

    Entgegen aller Wahrscheinlichkeit halten sich die meisten Menschen also für ziemlich unverwundbar. Konsequent schätzen sie dann auch die Risiken des Lebens viel zu gering ein - jedenfalls, wenn es um sie selbst geht. Das aber ist nicht ungefährlich, denn in dem Maß, wie sich der Mensch für unverwundbar hält, lässt er womöglich die gebotene Umsicht außer Acht. Er geht dann eben nicht zur Vorsorgeuntersuchung. Doch was viel schlimmer ist: Diese Haltung verhindert auch wirkungsvoll, dass Menschen sich rechtzeitig mit dem Tod auseinandersetzen.
    "

    Bei Substanzabhängigen und anderen Suchtkranken scheint der Wille zur Beendigung der Sucht allzu oft gespalten zu sein. Einerseits möchten viele die Abhängigkeit aufkündigen, andererseits existiert im Unbewussten der Wunsch, das Suchtverhalten aufrecht zu erhalten, denn es verdeckt intrapsychische Konflikte, Traumata und allgemein emotional Belastendes. Halbherzigkeit reicht offenbar nicht aus, eine Sucht, die eine psychologische Funktion besitzt, zu verabschieden. Erst, wenn die äußeren Umstände zu erdrückend werden, entscheiden sich manche aufrichtig fürs suchtfreie Leben.
     
  10. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.801
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    Sucht ist ein ganz handfester Mechanismus im Gehirn, wo das Belohnungssystem aktiviert wird durch jeden Suchtmittelgebrauch.

    Das hat wenig bis nichts mit irgenwelchen intrapsychischen Mechanismen zu tun. Wenn man ein Suchtmittel aufgibt (und sei es ein Nichtstoffliches) dann bekommt man Entzugserscheinungen. Sehr viele Racher rauchen rein NUR deshalb weil sie völlig kirre werden weil ihr Gehirn den ansonsten völlig wirkungsfreien Zigarrettenrauch nicht bekommt.

    Bei einer Droge wie Marihuana ist ja noch eine Wirkung vorhanden nach der man sich sehnen kann, wo auch eine Sehnsucht nach in diesem Fall Betäubung bedient wird, die Zigarrette hingegen hat keinerlei derartigen "wünschenswerten" Effekt und macht trotzdem süchtig.
     
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