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Sein oder nicht sein - Spiritueller Diebstahl?

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Dverg_, 28. Februar 2016.

  1. Dverg_

    Dverg_ Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. November 2015
    Beiträge:
    281
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    Hallo,

    ich beobachte seit geraumer Zeit den Trend einiger schamanischer Tätiger, den skandinavischen Raum mit seiner Spiritualität für sich zu entdecken. Ich vermute, dass dies noch weiter voranschreiten wird (was früher Tuva für viele Suchende war, wird künftig vielleicht Fennoskandinavien sein?). Was mich allerdings wundert ist, dass die Stimmen die sich ansonsten über den kulturellen Raub an indigenen Völkern aussprechen, nicht wahrnehmbar sind.

    Kultureller Raub beginnt dort, wo spirituelles Kulturgut eines indigenen Volkes von Fremden kommerzialisiert wird. Streng genommen gehören dazu auch Anbieter wie die FSS, denn das was als Skelett verkauft wird, ist eigentlich ein schamanischer Frankenstein.

    Ist es akzeptierter Joiks zu singen und eine Sami-Trommel zu tragen, als Mesadas durchzuführen und Ei-Limpias anzubieten? Wo zieht ihr die Grenze?

    Gruß,
    Dverg
     
    heugelischeEnte gefällt das.
  2. Amarok

    Amarok Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Dezember 2014
    Beiträge:
    5.938
    Ich für mich sehe viele Parallelen und Schnittstellen, zwischen dem "nordischen" bzw (durch Sami am Leben gehaltenen) Spirituellen Praktiken, insbes. "Schamanismus", und eben den Dingen, die hier, in "unserer" Kultur (für meine Gebiet german. Stämme) gemacht wurden.
    Viele Lappen, so weiss ich von norwegischen Bekannten, sehen sich als eine Art "Traditionsbewahrer" UNSERER europäischen, früheren Wurzeln; eben auch weil sie so ziemlich die letzten sind, die noch einen Teil der alten Bräuche kennen.
    Meine pers. Grenze zieh ich immer dann, wenn Menschen beginnen, anderes nachzuäffen, oder sich "verkleiden" um möglichst "authentisch" oder "ehrbar" rüberzukommen. Da isses mir auch Schnuppe, was wer da wie (meist schlecht) kopiert; oder wenn ganze Völker durch solche Spielereien an den Rand der Auslöschung getrieben werden.

    Joik bspw. mag ich sehr. Beinahe identische Lautsprache wird auch bei der Runenarbeit verwendet.
    Das Jodeln ist auch eine Art des "Joik" (gibt ne sehr interessante Untersuchung aus dem musikalischen Bereich dazu..).

    Ganz genau betrachtet ist fast 95% des hier bekannten "Schamnismus" in irgendeiner Form kultureller Raubbau.
    Oder eben Wolpertinger-Spielerei.. Ich hab bisher nur sehr sehr wenige iwie kennengelernt, die wirklich IHR Ding machen, und sich von keienr "Tradition" oder sonstwas einen Rahmen geben lassen, oder siehe oben, irgendwas kopieren.
    Solche Freigeister und Verrückten sind mir zigmal ehrbarer und stimmiger, als achsoviele "Wunderschamansis" aus Hintertütenhausen.
     
  3. .:K9:.

    .:K9:. Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2015
    Beiträge:
    2.349
    Ich raube all das, an was ich mich eh erinnere. Das kann unabhängig von meinem Wohnort sein. Manches ist mir fremd und unverständlich, manches nahe.
    Abgesehen davon mischen sich Kuluren hüben wie drüben und mancher Gott mutiert zu einem anderen oder soll nun Dämon sein.
    C'est la vie. Mein Benutzerbild ist auch ein Mutant.

    Was immer ehrlich ist, ist die Wirkung.
     
  4. Waldkraut

    Waldkraut Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2011
    Beiträge:
    2.152
    Ort:
    Wald
    Hallo @Dverg_

    Das mit dem "Raubbau", insbesondere deine angeführten Beispiele, verstehe ich nicht ganz.
    Was du beschreibst sind Bezeichnungen/Namensgebungen für Praktiken die es so bei uns auch schon immer gab, nur wurden sie anders genannt und nicht direkt als schamanisches Werkzeug bezeichnet.

    Ich sehe das so, dass das ganze "schamanisieren" hier bei uns erst Mode geworden ist, weil dieses fremdmystische Bild einer anderen Kultur für einen Außenstehenden sehr Erfurcht einflößend ist und damit natürlich was ganz besonderes ist.
    So bedient man sich an deren Namen ohne zu merken, dass die Grundsubstanz bei uns genauso vorhanden ist.

    Joiks - dieses Tönen gibt es ja heute immernoch, z.B., wie wandervogel schon schrieb, das Jodeln, getönt wurde bei Ritualen schon immer auf verschiedene Weise, oder es wurde zu Trancezwecken genutzt.

    die Trommel - genau das gleiche, die gibts und gabs auch überall, nur sind wir halt heute noch mehr globalisiert und was ist dabei auch das Disign einer anderen Kultur zu nutzen, unsere Disigs gefallen denen vllt auch und so ist das nun mal wenn man tauscht-getauscht wurde ja auch schon immer.

    Das Mesada-Ritual - genau das selbe, solche Reinigungs- und Heilrituale wurden bei uns auch gemacht, hat nur keiner "Mesada" genannt. Es ist ein Beispiell für eine typische Gruppenzeremonie - nur hießen/heißen unsere Heiler nicht Curanderos.

    das Eilimpia - hat meine Oma schon so gemacht, aber keiner wäre auf die Idee gekommen zu sagen sie ist eine Schamanin, das waren früher eben unsere Kräuterweiber (die ja auch andere Dinge als Kräuter benutzt haben). Diese Eierheilungen habe ich schon als Jugendliche gemacht, fand das als normal, hatte damals null Plan dass das was "schamanisches" sein könnte.

    usw.

    unter Kulturraub verstehe ich schon nochmal was ganz anderes. So z.B. wenn ein Volk und oder dessen Lebensraum zu Grunde gerichtet wird um Profit draus zu schlagen.
    Da denke ich eher an die Pharmaindustrie die sich an der Pflanzenmedizin der Exoten bedient.

    LG
    Waldkraut
     
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  5. Dvasia

    Dvasia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. August 2012
    Beiträge:
    6.466
    Ort:
    Jodeln...Ritual....Trance?
    Meines Wissens nach gilt das Jodeln als Mittel um von Berg zu Berg zu kommunizieren.....also ziemlich unspirituell.
    Gibt es irgendwelche Quellen zu dem was ihr sagt?
     
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  6. Amarok

    Amarok Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Dezember 2014
    Beiträge:
    5.938
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    "Jodeln" selber, ist schon richtig. Das diente der "Kommunikation" zwischen den Berghütten.
    Die reine Technik dahinter, ob Du nun Joik nimmst, Jodel, oder auch Chaossprache, Lautmantras etc.... hatten bzw haben alle immer den selben Zweck, Energie in Form von Ton auszudrücken, und Trancen herbeizuführen.
    Solche Sachen sind ja kein Gesang im klassischen Sinne, es ist eine Arbeit mit Tönen und Stimme... Onomatopoetik (in etwas abstrakter Form).
    Du kannst mit allenmöglichen Lauten und Sprachtechniken in Kombination arbeiten, wenn es Dir zusagt...

    Davon ganz ab und anderer Kontext: Joik kann man nicht singen oder "lernen" oder nachahmen. Joik ist ein Lebensgefühl... (Zitat u.a. von Berit G. ; dem Gitarrero von Mari Boine; und S. Goolvey. allesamt Lappen bzw Frau Goolvey ist sogar ne Sami Heilerin... weiss aber nicht merh ganz genau ob sie so hiess bzw geschrieben wird... Hatte dazu in nem anderen Thread mal was geschrieben als Bekannte aus Norwegen bei ihr und Familie waren...)
     
  7. Waldkraut

    Waldkraut Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2011
    Beiträge:
    2.152
    Ort:
    Wald
    ja stimmt, das Jodeln diente als Kommunikationsmitel, auch heute noch bei alten Bergbauern. Habe mich erst vor einiger Zeit mit einem alten Senner unterhalten, der mir erzählte, dass er so zu seinem Nachbarn "gerufen" hat, um sich zu verständigen wann wer zu wem auf die Alm/Hof kommt.
    Unspirituell finde ich es desewegen aber nicht. Es ist ja genau genommen eine natürliche, naturnahe "Sprache" und zumindest der Senner mit dem ich sprach, ist weitaus spiritueller als so mancher, den ich kennen lernte und sich als "Schamane" bezeichnet. Von ihm habe ich schon einiges erfahren dürfen, was den Kontakt mit der Natur betrifft.
    Habe noch einen netten Link dazu gefunden:
    Jodeln-Ursprung und Tradition

    Aber das Tönen selbst, vom Jodeln abgesehen, ist im schamanischen Kontext (wenn man es so bezeichnen mag) ein Klangwerkzeug, früher und heute auch.
    Bestes Beispiel sind die Gebets"mantren" (wobei sie eben hier keiner Mantra genannt hätte), bestimmte Laute eben im bestimmten Zusammenhang. Dabei unterscheiden sich die Vokale nicht grundlegend von den Mantren anderer Kulturen.
    Du kannst das auch selbst testen, zelebrieren um es nachzuempfinden, hast du vielleicht sogar unbewußt schon öfter getan.
    Die Kotaktaufnahme zu Naturgeistern z.B. gelingt mit dem Tönen recht gut, wichtig ist natürlich die Intension dahinter. Du kannst damit außerdem Harmonie oder auch Chaos erzeugen, je nachdem was du für Klänge aus deiner Kehle hervor bringst.
    Die Stimme als Trancemittel zu nutzen ist dabei wahrscheinlich die älteste Methode.

    LG
    Waldkraut
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. März 2016
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  8. Dverg_

    Dverg_ Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. November 2015
    Beiträge:
    281
    OT

    Hallo,

    ich bitte es mir nachzusehen, ich werde in den kommenden Wochen schwer Zeit finden um Beiträge hier zu verfassen. Normalerweise bedarf es derartigen Informationen nicht, da ich aber den Thread kürzlich erstellt habe, wollte ich es erwähnt wissen.

    Gruß,
    Dverg
     
  9. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
    Was ich nicht verstehe.
    Sind wir nicht alle Teil des gleichen Bewusstseinsfeldes, indem dem der es kann Energie und Wissen gleichermassen zugänglich sind ?
    Es ist immer irgendwie lustig sich darüber zu streiten wo genau sich Energie-Informationsfeld 1 und 2 voneinander abtrennen lassen, wo genau der Stacheldraht befestigt wird, vor allen Dingen auch warum.

    Habt ihr gehört, die Sonnenbesitzer wollen künftig eine Steuer für die Benutzung des Sonnenlichts einführen ?
    Ihr dachtet wohl nicht das ginge dauerhaft umsonst ?
    Eine Welt wo jeder Zugang zu den gleichen Ressourcen hat, das ist doch sicher eine utopische Vision, die wir strikt ablehnen müssen ?
    (y)
     
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  10. curcuma

    curcuma Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    381
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    Da bin ich ganz deiner Meinung. Schamanismus ist ein Kulturgut wo es kein Patent braucht. Wenn hier von Kulturraub gesprochen wird, dann frage ich, was genau stehle ich dem Schamanen z.B. in Südamerika oder in Skandinavien ? - Seine Verbündeten?
    Ich bin nicht mal Konkurrenz für ihn !
    Auf der anderen Seite finde ich es lächerlich Schamanen aus fernen Ländern nach zu äffen. Müssen die "Spirits" solcher "Nachahmer" auf Rituale einer uns fremden Kultur zurückgreifen. Haben die Verbündeten solcher "Schamanen" keine eigenen Lösungen parat?
    Was man sich halt immer fragen muss, haben solche Leute überhaupt Zugang zur geistigen Welt, oder ist es nur Kasperltheater um Geld zu machen.
     
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