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Polisches Kalkül oder nur "mangelndes Geschistswissen"?!

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Shimon1938, 27. Mai 2008.

  1. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.741
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
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    Shalom!

    Kaum vergeht ein Woche ohne dass irgendeiner Deutsche Politiker irgendwo die Verbrechen des Nazis relativiert. Es tut nicht zur Sache, dass dies öfters Politiker der "2. Reihe" tun --- schlimm ist es allemal! Noch bedauerlicher ist es, wenn führende Politiker aus der Führung der CSU dies tun. Ist das Kalkül (wegen die anstehende Landtagswahlen), oder nur Mangel an Geschichtsbewusstsein?!

    Was ist wieder Mal vorgefallen? Christa Stewens, Vizeministerpräsidentin von Bayern (CSU), hat anlässlich der 60jährigen Bestehen des Vetriebenenverbandes (Landmannschaft Ostpreußen) hat folgendes gesagt: "Die Vertreibung der Deutschen vor sechs Jahrzehnt war die größte etnische Säuberung, die es je in Europa gab." Wenn das nicht die Relativierung der Verbrechen der Nazis ist, dann weiß ich nicht, was als Relativierung gelten könnte... So lange, Politiker solche oder ähnliche Aussagen machen dürfen, ohne dass widersprochen wird und ohne, dass solche Politiker sofort aus der Politik entfernt würden, so lange muss es thematisiert werden -- auch dann wenn hier manche von Euch das als "aufwärmen" der Geschichte betrachtet !!!

    Shimon1938
     
  2. Loge33

    Loge33 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2007
    Beiträge:
    18.071
    Ich fürchte, es ist weder politisches Kalkül, noch mangelndes Geschichtswissen, sondern schlicht die gedankenlose Vermischung von Vokabeln, denn gemeint hat sie wahrscheinlich (?) etwas anderes als nun der Satz eigentlich aussagt. Passiert den bayerischen (und nicht nur denen) Hinterbänklern halt öfter als ihnen lieb ist. Da schimmert dann der eigentliche Antrieb durch... Es werden mal eben Begriffe wie groß, sauber, ethnisch verschludert.

    Mangelnde Achtsamkeit im Umgang mit den Vokabeln und ihrem Gebrauch. Ist den Verfassern selbst oft auch gar nicht bewußt, das nehme ich jetzt mal im Guten an. Klingt banal, angesichts des Themas, ich weiss. Trotzdem wirken sie entsprechend und entsprechend schleichend, was wiederum fatal ist!

    Der Effekt der Satzwirkung ist, wie man sieht, gar nicht geschmälert, nur aus dem ursprünglichen Kontext gehoben, und siehe da, endlose Strippen in die reaktionäre Richtung bestehen. Das sind dann die neuen reaktionären Pfade, die ausgelatschten.

    Es ist wie es ist, und Verantwortung ist ein Ansatz. :)

    LG Loge33
     
  3. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
    Mangelndes Geschichtsbewusstsein ist das sicher nicht. Oder sagen wir, es ist bei Politikern sicher nicht mangelndes Wissen was Daten und Fakten angeht. Die Motive können da wohl vielfältig sein, aber Kalkül steckt IMMER und bei jeder Aussage dahinter, übrigens bei jedem. Das ist ja noch nichts Schlimmes, weil Kommunikation Mittel zum Zweck ist. Ob es wirklich kühl durchdacht, oder eine Aussage aus einer Art momentanen Situation heraus gemacht wird, ist da nicht mal so wichtig. Es geht bei Politikern darum, den Zuhörern zu erzählen was sie hören wollen und das Gegenteil zu vermeiden. Das läßt sich überall beobachten und das wiederum sehe ich als das eigentliche Problem. Politiker haben eine große Angst vor der Bevölkerung. Es gibt massenweise Politiker die viel klügere Ansichten haben als sie offen sagen würden, damit sie keine Wähler verprellen.

    Was das Thema Nazi-Verbrechen angeht... Die Bedeutung eines jeden Themas sind für die Menschen verschieden. Daten und Fakten kann man objektivieren, aber nicht deren subjektive Bedeutung für die Menschen. Das ist nun mal einfach so. Man kann Bedeutung "transportieren", z.B. in dem man eine Schulklasse das Thema auch auf emotionalere Art und Weise näher bringt, etwa durch eine Doku oder sogar Einladen (vielleicht jüdischen) Zeitzeugen, aber das Prinzip ändert sich dadurch nicht. Also das jeder Mensch alles individuell interpretiert und ob und wie sehr etwas Bedeutung für jemanden hat, hängt davon ab, "was schon da ist". Ich glaube auch, das man das niemandem vorwerfen kann, weil es eben bei allen so ist.

    Und bei Politikern, die teilweise rechts auf Wählerfang gehen, muss man sowieso vorsichtig sein. Ich halte krasse Reaktionen da nicht für sinnvoll. Das mag vom emotionalen Standpunkt eines Betroffenen angemessen sein, aber wenn man auf die Wirkung schaut, wird man feststellen das es ganz konkret genau das erzeugt was man eigentlich nicht will. Entferne einen Politiker wegen einer solchen Äußerung aus dem Amt und es werden sich unzählige auf seine Seite stellen. Nimm das Beispiel "Eva Herman". Die Frau hat einfach ein paar dumme Dinge gesagt, die man bei jedem anderen übergehen würde. Die Bedeutung dessen was sie sagt/schreibt ist ziemlich bei Null (meine Meinung). Aber die Bedeutung ihrer Person hat eine riesen Debatte entfacht und in der Konsequenz hat es einige meiner Meinung nach eher nach rechts gebracht als sie vorher waren. Reine Reaktion... Sie selbst ist auf keinen Fall rechts, eben einfach etwas hohl oder hat falsch kalkuliert/provoziert, was auf das selbe hinausgeht. Aber auf der eher rechten Seite wurde sie zu einer Art "Märtyerin", eine die für die "gute Sache" kämpft. Bei Politikern wird das noch deutlich krasser ausfallen, je nachdem wie die drauf sind. Daher wäre ich mit kämpferischen Reaktionen (alles was über Argumente hinausgeht) vorsichtig.


    Nimm das Beispiel... Was glaubst Du würde passieren, wenn durchgesetzt würde, das diese Frau irgendwie "bestraft" wird... Also z.B. "Entfernung aus der Politik"... Das ist doch sowieso nicht möglich. Man kann niemanden aus der Politik entfernen. Ein Amt zu nehmen bedeutet ja nicht das eine solche Person dann weg ist. Eher das sie an Einfluss gewinnen wird. Und sie wird wieder reagieren, viele Menschen werden reagieren, es wird eine deutliche Spaltung geben, und auf beiden Seiten gehen die Menschen ein ganzes Stück weiter ins Extrem. Daran wäre nichts gut meiner Ansicht nach.

    VG,
    C.
     
  4. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    25.988
    Hi Shimon

    man muss noch ein drittes Moment in betracht ziehen: Affekt. Im Affekt sagen viele Menschen Dinge, die sie weder Glauben noch gutheissen, einfach aus der Hitzigkeit der Situation heraus

    beim ersteren geb ich dir recht - das zweite währe das gleiche wie Geschichtsrevisionismus - vorallem auch deine Wortwahl.

    lG

    FIST
     
  5. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    16.741
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
    shalom condemn, shalom fiist!

    nach eurem argumentation müsste man weder npd verbieten, noch irgendein politiker auf dem finger klopfen...einfach alles hinnehmen, egal was diese herr & frau "politiker" von sich geben? es steht deutschland wirklich nicht gut zur gesicht, das hier ein npd gibt und vom staat finazeil unterstützt wird. genauso wenig ist es gut für deutschland, dass politiker etwas so "unglücklich" formulieren dürfen, ohne die konsequenzen trage zu müssen...

    shimon1938
     
  6. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
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    Hi Shimon

    die NPD zu verbieten währe dass dümmste was man zur Zeit machen könnte... das würde die Rechtsradikalen im Untergrund zusammenschweisen, noch mehr Radikalisieren und Gewaltbereiter machen und vorallem währen sie nicht mehr so leicht auszumachen. Vorallem müssten sie sich nicht mehr an die Regeln halten und währen, da sie nichts zu verliehren hätten, alles Wagen

    Die NPD ist zwar ein Schandfleck in der Deutschen Politik, aber solange die NPD blöd genug ist, sich selber auf die Füsse zu tretten und den Rechtsradikalen Block in verschiedene Fraktionen zu spalten finde ich de NPD eigentlich ganz nützlich. Währe die NPD etwas Klüger, würde sich nicht selber Blamieren und selber aus den Ämter bugsieren, dann müsste man darüber nachdenken...

    Nun, du kannst ja auch Antidemokratische Dinge äussern, ohne dass du dafür die Konsequenzen tragen musst...

    lG

    FIST
     
  7. Tina28

    Tina28 Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2006
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    138
    Ort:
    ...schöne Aussicht hier
    ich glaube auch das es gefährlich wäre die NPD zu verbieten, es ist ja so schon schwer zu sehn wo die überall ihr Finger drinn haben und es würde die ganze Sache noch schwieriger machen!

    Auserdem hafften diese Menschen an ihrer Meinung, und Meinungen kann man "noch" nicht verbieten. Es nutzt da wirklich nur ein umdenken und "bekehren" . . . . die Frage ist nur wie !?

    Liebe Grüße Bettina
     
  8. Traysel

    Traysel Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2008
    Beiträge:
    122
    Ort:
    Mainz
    Hallo shimon1938,

    ich kann sehr gut als ausländer deine wut verstehen und würde auch gern solche leute am pranger sehen. Nur glaube ich nicht, dass das etwas ändern würde, was wird es bringen wenn man die dame aus der politik nimmt? An der tatsache wird sich nichts ändern, d.h. solange diese menschen diese denkweise haben und weiterhin so beschränkt sind kann man nicht viel ausrichten. Es wird immer menschen geben, die tatsachen verdrehen und ihre eigene wahrheit dichten. Aber wo fängt die meinungsfreiheit an und wo hört sie auf?
    Das ist nur meine persönliche, bescheidene meinung.

    LG, traysel
     
  9. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
    Ich bin auch gegen ein Verbot der NPD. Einfach deshalb, weil die sich doch selbst am besten aus dem Verkehr ziehen indem sie immer wieder beweisen das sie unfähig sind. Wenn man sie verbietet bleibt ihr Einfluss bestehen. Das Problem sind doch nicht die Politiker. Das Problem ist die Bevölkerung.
     
  10. sage

    sage Guest

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    Die NPD wird von meinen Steuergeldern mitfinanziert und dagegen habe ich etwas.
    Die Namen sind ja nun mal bekannt, bei einem Verbot der Partei würde man sicher die Möglichkeit haben, die Typen weiterhin zu observieren.
    Seltsamerweisehatte man beim Verbot von kommunistischen Parteien weniger Befürchtungen, daß sie "unterwandern" könnten.
    Ich bin für ein Verbot, das Geld, das dadurch eingespart würde, könnte man sinnvoller verwenden.
    Übrigens, hätte sich der Papst so geäußert, wären wohl mehr Anti-Postings gekommen.


    Sage
     
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