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Philosophie - Evolution

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Aurodael, 30. November 2010.

  1. Aurodael

    Aurodael Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2004
    Beiträge:
    457
    Ort:
    Karlsruhe
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    Der Mensch ist eine Species die von allen anderen am höchsten entwickelt ist. Nicht umsonst streben wir danach immer mehr zu haben, egal was es sein mag. Es ist deshalb so weil wir mehr Ansprüche stellen und die Perfektion suchen. Nenne es Gott oder Erleuchtung oder einfach diese Fülle die jeder für unmöglich und unerreichbar hält. Glück ist ein Gefühl und kommt aus dem Herzen. Während du Glück bei einem schön gemalten Bild empfindest fühlt ein Millionär das Gleiche bei Zuwachs seiner Bilanzen. Es ist absolut das gleiche Gefühl. Aber wenn wir ein Ziel erreicht haben kommt schon bald der Gedanke was wir jetzt wieder tun sollen um erneut glücklich zu werden. So geht es immer weiter weil der Mensch einfach so entwickelt ist. Er will seine Grenzen sprengen. Nie wird er zufrieden sein, es seitdem er findet sein wahres ICH in sich selber. Ich hatte selber einige interessante Erfahrungen damit als ich meditierte und in eine gewaltige innere Tiefe hineingezogen wurde. Dieses Gefühl ist der Wahnsinn und übertrifft alles bei weiten.

    Eigentlich suchen wir alle genau danach nur in einer noch gewaltigeren und intensiveren Ausführung. Unbewusst suchen wir die ganze Zeit nach unserem wahren Selbst, aber es ist nicht so einfach zu realisieren, es ist beinahe unmöglich. Und so irren wir durch unsere Gedankenlabyrinte, verfangen uns ständig in unseren eigenen Gefühlen und Wünschen die manchmal wie Gift sind und kommen kaum aus diesem Sumpf heraus. Je mehr Wünsche und Leidenschaften der Mensch hat desto mehr rennt er Dingen und Träumen hinterher bis er irgendwann niedergeschlagen ist und aufgibt. Die älteren Menschen sind oft gleich gestrickt. Ich habe denen zugesehen und fand etwas Schönes heraus. Sie sind einfach zufrieden mit dem Moment, mit dem Hier und Jetzt. Sie können dasitzen und beobachten ohne was zu sagen und sind zufrieden. Mir scheint es dass sie intuitiv irgendwann erkennen dass dieses Gerenne keinen Sinn hat und sich daher beruhigen. Sieht nach dem Ende eines Kampes aus, ganz klar. Aber dieser Kampf ist nicht verloren sondern eher gewonnen. Wenn das Gerenne aufhört kommt die Ruhe, die Gelassenheit und eine Art Gleichmütigkeit. Nach dem Motto: "soll doch geschehen was will, mir egal".

    Die Wissenschaft hat was erkannt. Bis zu dem 13ten Lebensjahr ist unsere Zirbeldrüse stark aktiv. Diese ist dafür zuständig uns die ganze Zeit kindliches Glück zu vermitteln. Dann aktiviert sich die Hypophyse, die Zirbeldrüse degeneriert sich und stellt schließlich ihre Arbeit ein. Wir werden anspruchsvoller und wollen dann Dies und Das. Die Rennerei beginnt. Dann schließlich werden wir älter und so ab den 60ger kehrt der Prozess wieder um und die Hypophyse degeneriert sich, die Zirbeldrüse fängt wieder an voll zu arbeiten. Dann wird die Rennerei zur Ruhe und wir sind wieder glücklich. Folglich ist unser Leben ein riesen Lernprozeß der uns in verschiedene Erfahrungen stürzt. Und was ein Yogi bzw der der meditiert zu erreichen versucht ist die Aktivierung dieser Zirbeldrüse im mittleren Alter damit das Glück unendlich ist. Das mache ich nun seit mehr als 10 Jahren und bin immer erfolgreicher geworden. Aber es sind immer so ganz kleine Schritte.

    Selbstverständlich wird der Mensch im allgemeinen durch sein Streben nach mehr geleitet, worauf sich dieses Glücksgefühl, wie du es beschrieben hast wirklich bei jeden anders äußert. Aber auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die sich ihr Glück soweit außer Reichweite gesetzt haben, dass es ihnen unmöglich ist, dieses jemals zu erreichen. Das sind die Menschen, die von Natur aus zwar nicht pessimistisch, jedoch melancholisch sind. Ihnen geht es nicht wirklich darum das Glück zu finden, sondern jedes andere Gefühl auf den Weg dahin in sich aufzunehmen und etwas draus zu machen. Sei es nun etwas kreatives, oder einfach nur ein Ziel was man nie verliert um sich vielleicht selber nicht zu verlieren.

    Ich glaube nicht das alle Menschen nach ihren wahren Selbst, ihren einzigen wirklichen Ich suchen, dafür ist die ganze Gesellschaft an sich zu oberflächlich. Nur Menschen denen der Konsum und dieses nichtssagende alltägliche streben nach mehr Macht, Geld und was weiß ich denn, zuwider ist, die schauen tiefer und suchen nach dem wahren Sinn, der hinter allen Dingen steht. Dabei sei es nun mal dahin gestellt, ob es ihn wirklich gibt, oder ob er auch einfach nur ein Illusion ist, damit man etwas hat, nachdem man suchen kann.

    Der Sache mit der Suche und dem Labyrinth ist eigentlich nicht wirklich etwas hinzuzufügen, der Mensch verwirrt sich gerne mal, und sei es nur in seinen Gedanken, Wünschen und hat dann die Hoffnung, dass es irgendwo eine verwandte Seele gibt, die ihm die Hand reicht.

    Dieses Gefühl der "Alten" kenne ich. Nur ist es bei mir eher aus Hilf-, Hoffnungslosigkeit und Gleichgültigkeit entstanden. Es gibt halt Momente, da ist einen alles zu viel und man will sich einfach nur fallen lassen, keine Gedanken mehr haben und der ganze Müll soll einen in Ruhe lassen. Okay, es ist nicht wirklich so, dass man in diesen Momenten am Ende seiner Reise angekommen ist, es ist eher so eine Art Verschnaufpause.

    Die Wissenschaft ist so eine Sache für sich. Ich hab es mir einfacher erklärt. Mit dem ersten Sex fangen die Ansprüche an zu steigen und alles wird wirklich kompliziert. Denn sind wir doch einmal ehrlich, im ersten Teil des Lebens, nachdem die Kindheit ihr Ende nimmt, ist der Mensch bestimmt von dem Wunsch seinen Partner zu finden.

    Zum Thema Meditation und allem was damit zusammen hängt, das ist etwas, was viele Menschen als Blödsinn für sich selber sehen, klar, sie wissen nichts damit anzufangen. Klar mögen sie etwas von anderen Lehren gehört haben und auch wissen das bestimmte Glaubensgemeinschaften ihre Ruhe und Stärke aus sich selber ziehen, aber sie sind einfach gestrickt, schauen nicht tiefer und tun somit alles was ihnen unlogisch erscheint, als Humbug ab. Es gibt Menschen die haben da auch keine Tendenzen, versuchen eher alles aus sich selber zu ziehen, ohne zu meditieren oder ähnliches, und zwar aus dem einfachen Grund, weil sie erstens die Ruhe in ihren Umfeld nicht haben um Ruhe zu finden und zweitens weil sie vielleicht viel zu ungeduldig sind. Zu diesen Menschen gehöre ich übrigens. Klar könnte man nun sagen, wäre es nur ein Vorteil für mich, wenn ich lernen würde auf diese Art meine innere Ruhe zu finden. Aber mal ehrlich, jeder Mensch versucht es auf seine eigene Art, wenn er es denn dann versuchen sollte.

    Es gibt so viele verschieden Arten von Menschen, einfach gestrickte, tiefschauenden, welche die mit sich selber niemals klar kommen, resignierte, frustrierte, welche die nichts ernst nehmen und nur in den Tag hineinleben, kurzum, wir alle unterscheiden uns im Denken, Fühlen und im Betrachten der Sachen, was ja auch gut ist. Was für den einen richtig erscheint, hat für den andern weder Hand noch Fuß. Und aus diesem Grund ist es meiner Meinung nach auch nicht wirklich möglich, die "erfüllte" Beziehung zu einem anderen Menschen aufzubauen. Man gibt zwar dem anderen ein Teil von sich selber, öffnet sich, aber es ist doch meistens nicht so, dass das was man gibt vom anderen so empfunden wird, wie von einen selber. Meiner Meinung nach kann der Mensch, gerade durch sein immer nach mehr streben, gar nicht auf einen anderen Menschen, der nicht in jeder Hinsicht dieselbe Einstellung hat, eingehen. Klar, bis zu einen gewissen Maße schon, aber nicht bis zu 100%. Und diese 100% wären für mich die absolute Erfüllung in einer Beziehung. Ich weiß, ich mag nun ein wenig vom Thema abgekommen sein, aber für mich gehört es alles irgendwie zusammen, auch wenn ich weiß, dass du eigentlich auf etwas Anderes hinaus willst. Es ist jetzt ja nun auch nicht so, dass man aus der Beziehung zu anderen Menschen nichts gewinnt. Jeder Umgang mit anderen ist eine Art Bereicherung für einen selber, man zieht Erfahrung daraus, wird sich seiner Selbst vielleicht bewusster, wenn man erkannt, wie andere "ticken", man versucht auch jeden im Umfeld einen Teil seiner selbst näher zu bringen, man will sich mitteilen.

    Ich habe keine Ahnung, was der eigentliche Sinn des Lebens ist, oder des Daseins, aber ich denke, sobald man diesen für sich selber gefunden oder erkannt hat, hat man entweder etwas von sich selber verloren, oder gefunden, das hängt wieder stark von der Persönlichkeit des Einzelnen ab.
     
  2. Aurodael

    Aurodael Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2004
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    457
    Ort:
    Karlsruhe
    Ein Dialog zwischen mir und einer sehr tiefsinnigen Person :)
    Der letzte Drittel war quasi eine Antwort auf meine Thematik. Ich lasse absichtlich aus wo ihr Dialog beginnt aber man sieht es bei genauerem Lesen schon recht deutlich.

    Interessante Unterhaltung, wie ich meine...

    Viel Vergnügen beim Lesen.
     

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