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Materialismus

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Wallhall, 31. Oktober 2004.

  1. Wallhall

    Wallhall Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2004
    Beiträge:
    174
    Ort:
    Zürich
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    Hallo meine Lieben

    schon wieder ist das Jahr weit fortgeschritten, und die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Da stösst man auf eine Frage, die alljährlich wieder für Diskussionen sorgt. Soll man zu Weihnachten Geschenke machen oder nicht? Ist es spirituell zu vertreten, hunderte von Franken (Euro) auszugeben für Güter, die man eventuell gar nicht braucht?

    Mich würde wunder nehmen, wie ihr dieses Problem für euch selber löst und wie ihr es spirituell seht.

    Dies meine ich jedoch nur als ein einstieg in eine grundsätzlicherer Materialismusdiskussion. Kann man spirituelles engagement überhaupt mit den vielen Gütern vereinbaren, die jedEr von uns um sich anhäuft? Sollte man nicht für ein spirituelles Leben die Materie, die einem umgibt auf ein absolutes Minimum reduzieren? Lenkt die Materie letztlich nicht nur von wesentlicheren, geistlichen Inhalten ab? Kann man nach Gütern der Materie süchtig werden?

    Wie seht ihr das?
     
  2. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    ich denk es spielt keine Rolle wie viel Materie Du um Dich hast
    nur ob Du an Ihr hängst, wie Du Dich "ohne" fühlst..wie abhängig das "ich" davon ist
    meine Freunde sind es gewohnt das sie "einfach so" was bekommen aber nicht an best Tagen (Weihnachte Geburtstag) da wird es dann uU nur ein Anruf
    ich miste einmal im Jahr aus..und trenne mich von Dingen wenn sie sich anhäufen..das hängt auch damit zusammen das ich im (normalerweise) Modus von 1 1/2 bis 2 Jahre umziehe..ich wll das nicht immer alles mitschleppen...
    LG
     
  3. Yojo

    Yojo Mitglied

    Registriert seit:
    21. April 2004
    Beiträge:
    327
    Ort:
    Nähe Nienburg/Weser
    Regina's Worte treffen den "Nagel auf den Kopf". Nicht Askese, sondern Loslösung ist gefragt.

    Wunderschön hierzu eine Meditation über folgenden Satz aus dem Quran oder auch der Bibel:

    "Eher geht ein Kamel durch das Nadelör, als daß ein Reicher ins Himmelreich gelangt".

    Das Nadelör ist das Nachttor in die Karawanserei. Es ist genauso groß, daß ein Kamel durchpaßt. Ein unbeladenes, wohlgemerkt. Da die Kamele des Reichen aber schwer bepackt zu sein pflegen, muß der Reiche draußen bleiben. Es sei denn, er könnte sich von seinem Reichtum lösen, und "unbepackten Kameles" das geborgene innere der Oase (Karawanserei) betreten....

    Alles Liebe von Yojo
     
  4. akutenshi

    akutenshi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2004
    Beiträge:
    2.209
    für mich ist mit ein zauber des weihnachtsfestes dass man sich gedanken macht und versucht das perfekte geschenk für jemanden zu finden.. dabei kommt es nicht darauf an wie teuer es ist, sondern, dass es zu jemandem passt.. eines der geschenke, an denen ich am meisten hänge ist ein foto, dass ich vor 2 jahren von meiner damals besten freundin bekommen habe..

    ich denke die geschenke zu weihnachten sind schon ok.. nur sollten es die richtigen sein.. ich bin ja schon wiedermal schwer am nachdenken wer von mir was bekommt.. es muss schon eine aussage haben..
     
  5. Wallhall

    Wallhall Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2004
    Beiträge:
    174
    Ort:
    Zürich
    Hallo ihr Lieben

    @Regina
    du postulierst ein Nicht-anhaften. Aber es kommt auch auf die persönliche Lebensweise an. Ein ich sag mal "aktiver" mensch kann viel mehr materielle Güter um sich anhäufen, als ein vielleicht etwas "passiverer".

    Eine persönliche frage. Gefällt dir deine Wohnung nach kurzer Zeit jeweils nicht mehr, oder wiso ziehst du so häufig um? Musst du aber nicht beantworten wenn du nicht willst.

    @Yoyo
    Du siehst es wie Regina. Dein Beispiel vom Kamel, deutet aber eher auf eine Bescheidene (nicht gerade Armut) Lebensweise hin (Nur das unbeladene Kamel passt durchs Nadelöhr).

    @tenshi
    Wichtig ist deiner Meinung nach, dass man sich mit der Person, die man beschenkt auseinandersetzt. sich Gedanken macht, was zu dieser Person wirklich passt. finde ich schön, das könnte aber auch (wies Regina macht) auch unter dem Jahr passieren.
     
  6. akutenshi

    akutenshi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2004
    Beiträge:
    2.209
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    stimtm vollkommen.. passiert bei mir auch unter dem jahr.. wenn ich zufällig etwas sehe das zu jemandem, den ich kenne, sehr gut passt nehm ich es meistens mit.. aber weihnachten hat eben noch diesen speziellen zauber.. den hatte es für mich immer.. da das christkind bei mir sehr lange gekommen ist.. dieser zauber nicht zu wissen von wem das geschenk ist.. das ist bei uns daheim noch heute so, dass derjenige selbst draufkommen muss von wem er was bekommen hat und meine kleinen geschwister beim auspacken zu sehen - das ist jeden euro wert, den das geschenk gekostet hat!
     
  7. Wallhall

    Wallhall Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2004
    Beiträge:
    174
    Ort:
    Zürich
    Hallo tenshi

    das stimmt, der schönste Moment ist zu sehen, wie jemand (sei es ein Kind oder ein Erwachsener) das geschenk auspackt. die neugierde und die strahlenden Augen, überzeugen wirklich.

    Du erwähnst den brauch vom Christkind. Ein höchst heidnischer, aber nicht desto trotz höchst befriedigender Brauch (vorallem für Kinder). Ich habe mich gerade gefragt, wer alles diesen brauch kennt. Ich meine welche (Religions)Gemeinschaften. Gibts etwas vergleichbares wie das Christkind z.B. im Buddhismus. Oder im Islam? die Liste liesse sich noch um andere (Religions)Gemeischaften fortsetzen.
     
  8. akutenshi

    akutenshi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2004
    Beiträge:
    2.209
    ich hab keine ahnung.. aber es ist als kind doch toll wenn man gesagt bekommt dass das chistkind alles sieht und so.. ich hab als kind auch immer wunschzettel geschreiben und beim fenster hingelegt und das "christkind" hat sie dann geholt.. mein kleiner bruder bekommt jetzt auch ein müllauto fom christkind.. das sagt er schon seit anfang september.. bin schon gespannt drauf wie er augen machen wird wenn das müllauto dasteht..
     
  9. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    ich zieh um, weil ich nicht ständig durch die selbe Tür marschieren will
    :D
    wo hast denn das her?
    meine Freundin macht grad Ihren Doktor, studiert ein zweites Fach, spielt in einen Orchester, übt 2 x die Woche Ihren Sport aus (Kunstlauf) und geht 1x die Woche tanzen
    Sie besitzt so wenig das Du es in einem VW Käfer unterbringst...

    LG
     
  10. Yojo

    Yojo Mitglied

    Registriert seit:
    21. April 2004
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    Nähe Nienburg/Weser
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    @Walhall,

    Ja, ich denke schon, daß das Bewußtsein, (nur das unbeladene Kamel paßt durchs Nadelör), eine Tendenz auslösen kann, bescheiden zu leben, was persönlichen Luxus anbelangt. Aber es ist dennoch auch für reiche Menschen möglich, das Himmelreich zu betreten. Sie müssen nur jederzeit, das Herz vom Besitz losgelöst haben. Und das ist, "je reicher, desto schwer".
    Wie schwer es wirklich ist, sehe ich an folgendem Zitat von Bahá'u'lláh:

    Also Hut ab vor dem wahrhaft Reichen der losgelöst ist von seinem Reichtum. Das schwierige ist auch, wie gehe ich damit um, daß es meinen Brüdern und Schwestern schlecht geht und ich lebe in Saus und Braus.... Daraus erwachsen mir als Reichem Menschen Pflichten. Und dies sind geistige Pflichten.

    Im Islam gibt es NAW-RUZ, das Sonnenwendfest im Frühjahr, am 21. März, wo man sich besucht und beschenkt. Auch dieses Fest NAW-RUZ ist uralt, also sogenannten heidnischen Ursprungs.

    Bei den Quechua-Indianern (Inka) in den Anden gibt es eine Gestalt, die an Nikolaus erinnert. Sie beschert die Kinder.

    In der Bahá'i-Religion hat der Kalender 19 Monate a 19 Tage, als 361 zusammen. Die 4 bzw. 5 fehlenden Tage, "eingeschobene Tage" genannt, sind dem gegenseitigen sich besuchen und beschenken gewidmet. (26. Februar bis 1. März)

    Buddhismus weiß ich auch nicht... aber, ich denke schon auch.

    Es hat auf jeden Fall etwas schönes, auch die Kindheitserinnerungen an Weihnachten bergen großen Reichtum...

    Alles Liebe von Yojo
     

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