Kleine Geschichten und Gedichte

So wie Du

Keiner kann es ,
so wie Du,
sprichst mich an,
im Nu.

Weiss gar nicht,
wie ich's nennen soll,
ich hab' Dich
und das Herz ist voll.

Vor Deiner Zeit,
war ich nicht ganz,
und nun zu zweit,
ist es ein Tanz.

Wie ein Kreis,
ist es für mich,
wohin ich geh',
ich finde Dich.

Ich fühle Dich,
mit Augen zu,
berührst Du mich,
komm' ich zur Ruh'.

Denk' nur an mich,
bin da sogleich,
denk' ich an Dich,
dann bin ich reich.

So wie Du.

H.A. - hier genannt Tolkien
 
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So wie Du

Keiner kann es ,
so wie Du,
sprichst mich an,
im Nu.

Weiss gar nicht,
wie ich's nennen soll,
ich hab' Dich
und das Herz ist voll.

Vor Deiner Zeit,
war ich nicht ganz,
und nun zu zweit,
ist es ein Tanz.

Wie ein Kreis,
ist es für mich,
wohin ich geh',
ich finde Dich.

Ich fühle Dich,
mit Augen zu,
berührst Du mich,
komm' ich zur Ruh'.

Denk' nur an mich,
bin da sogleich,
denk' ich an Dich,
dann bin ich reich.

So wie Du.

H.A. - hier genannt Tolkien

Wunderschön, lieber Tolkien :rolleyes::love: ....manchmal möchte ich auch unter diesen "Strahl der Muse"....:)
 
Für @MorningSun

Das Alter

Das Alter ist
in jungen Jahren,
auch manchmal
über'n Mund gefahren.

Verbal so überrollt,
war man geschockt,
hat sich gegrollt
und abgeblockt.

Und irgendwann,
wohl Jahre später,
ist dankbar man,
dem Übeltäter.

Hat Recht gehabt,
das leuchtet ein,
dann wollen wir,
mal nicht so sein.

Erkenntnis kommt,
so dann und wann,
Hauptsache ist,
dass man erkennen kann.

H.A. - hier genannt Tolkien
 
Für @MorningSun

Das Alter

Das Alter ist
in jungen Jahren,
auch manchmal
über'n Mund gefahren.

Verbal so überrollt,
war man geschockt,
hat sich gegrollt
und abgeblockt.

Und irgendwann,
wohl Jahre später,
ist dankbar man,
dem Übeltäter.

Hat Recht gehabt,
das leuchtet ein,
dann wollen wir,
mal nicht so sein.

Erkenntnis kommt,
so dann und wann,
Hauptsache ist,
dass man erkennen kann.

H.A. - hier genannt Tolkien

Oh ich danke dir, ja so ist es, überrollt, geschockt, gegrollt und abgeblockt, toll !
 
Lieber @Tolkien,
ich mag deinen Thread sehr und ich würde auch ganz gerne hier auf deiner Seite eine kleine Geschichte veröffentlichen

In diesem Sinne, liebe Grüße :)


Die Andere

Sie betrachtete sein schlafendes Gesicht und ihr Herz schlug im selben Takt, wie seine Atemzüge zu hören waren. Erschöpft sah er aus. Am liebsten hätte sie ihm diese Erschöpfung vom geliebten Gesicht geküsst, doch sie traute sich nicht. Ihre Augen konnten nicht von ihm lassen. Er war nicht der Schönste, aber ihr Herzensschöner. Kein anderer konnte diese Gefühle in ihr auslösen.

Eng umschlungen hatten sie die Nacht gemeinsam hinter sich gebracht und noch wusste er nicht, dass sie heute Morgen gehen wollte. Seine Seele war so rein und doch so verletzt. Ihr Leben würde sie für ihn geben, doch trotzdem musste sie ihn verlassen, denn die große Liebe in ihr würde ihn überrollen und dazu war er noch nicht bereit. Aber wird er jemals bereit dafür sein? Dessen war sie sich nicht sicher und sie ertrug diese Ungewissheit keinen Tag länger.

Das Schicksal hatte sie beide zusammengeführt und sie wusste, dass sie sich aus einem frühren Leben her kennen mussten. Eigentlich gehörten sie zusammen, doch sein Herz gehörte immer noch einer Anderen, trauerte um sie. Doch diese Andere hatte sein Herz tausendfach durchbohrt und beinahe vernichtet. Zugrunde gegangen wäre er fast, doch sie hatte seine verletzte Seele gefunden und aufgehoben. Heilen wollte sie ihn. Sein kaputtes Herz so gut es ging flicken und in ein neues Gewand hüllen. Ihm wieder Vertrauen schenken und neuen Liebesmut. Es war ihr auch ein Stück gelungen und sie war ein gutes Trostpflaster. Sie hatten so schöne Momente miteinander verbracht, wie sie eigentlich nur Liebende miteinander verbringen können. Wenn er sie berührt, ist sie dem Himmel so nahe und könnte in diesen Augenblicken sterben vor Glückseeligkeit. Vertraut ist er ihr, so vertraut und zugleich doch so unerreichbar. So viele Tränen hatte sie um ihn und für ihn geweint. Jetzt stand sie an einer entscheidenden Kreuzung und wusste nicht mehr welchen Weg sie gehen sollte. Sie wünschte sich so sehr den gemeinsamen Weg, doch er gab ihr kein Zeichen, dass er ihn auch mit ihr gehen möchte. Vielleicht liebte er sie auch, doch seine Angst war stärker. Vielleicht war sie nur ein Hilfsmittel um über die Andere hinwegzukommen. Ein Schmerzmittel, das betäubte.

Ihr würde kein Schmerzmittel der Welt helfen, um ihn jemals vergessen zu können, das wusste sie. Er ist die zweite Hälfte ihrer selbst und ohne ihn bleibt sie für immer unvollständig.

Viele Männer wollen sie, doch sie will nur den einen, den Einzigen. Ihre Liebe ist so groß, dass sie ihn sogar in die Arme einer anderen Frau geben könnte, wenn ihn das glücklich machen würde. Denn glücklich, ja über alles glücklich wollte sie ihn sehen.

Er drehte sich im Schlaf um und zog sie fest an sich, umklammerte ihren Körper. An ihrer Schulter spürte sie seinen Atem und sie fragte sich, welche Frau in seinen Träumen bei ihm war. In Gedanken lebten sie ein gemeinsames Leben, doch in der Realität wurde die Sehnsucht nach ihm nach jedem Zusammensein immer größer.


Auch sie hatte anderen Männern schon Schmerzen zugefügt, doch ihm könnte sie niemals wehtun. Ihr Herz würde seines nie verlassen. Wenn sie ihm all das doch nur sagen könnte. Wenn sie sich doch nur trauen würde. Doch die Angst vor seiner Ablehnung war so groß, so mächtig.
Sind sie sich doch so ähnlich in ihren Ängsten; Zwei verlassene Kinder, die einfach weggeworfen wurden, in den Mülleimer der zerbrochenen Beziehungen. Ihre Liebe mit Füssen getreten, bis die Fußabdrücke nur zu deutlich zu sehen waren, Spuren hinterließen. Sie konnte dieses leidvolle Kapitel bereits hinter sich lassen aber er war noch nicht bereit ein Neues zu schreiben. Wenn sie doch nur die Hauptfigur in seinem Liebesroman sein könnte. Nur Gutes würde er in Zukunft schreiben können, sich nie wieder so einsam fühlen müssen wie bisher. Doch seit neun Monaten war sie nur die Nebendarstellerin und das konnte sie nicht länger ertragen. Sie musste raus aus dem Film, war nicht scharf auf einen Oscar für die tragischste Figur. Dabei hatte sie bei ihm endlich ihr Zuhause gefunden, war angekommen. Er war ihr Hauptdarsteller, die Idealbesetzung, die Endlosserie.

Mein Gott, sie liebte ihn so sehr. Sein Lachen, sein Humor, sein Wesen, seine Unordnung, einfach alles an ihm. Nur in seinen Augen konnte sie sich verlieren, in seinen Körper hineinkriechen. Doch sie will ihn nicht besitzen, nur zu ihm gehören. Mit ihm Freud und Leid teilen, und doch sollen beide eigenständige Persönlichkeiten bleiben. Echte Liebe miteinander leben. Individuell bleiben und doch „Wir“ sein.

Sie hasste die andere Frau. Warum hatte diese ihn nur so in den Abgrund stürzen lassen. So tief war er gefallen und die Andere hatte nur daneben gestanden und zugeschaut. Kein Netz war gespannt, welches ihn hätte auffangen, den rasanten Aufprall hätte stoppen können. Nur zu genau erinnerte sie sich an den Morgen, als er in ihren Armen um die Andere weinte. Aber auch das hatte die wachsende Liebe in ihr nicht aufhalten können. Im Gegenteil, sie liebte ihn umso mehr für seine Empfindsamkeit. Nur ihr eigener innerer Feind, die Angst vor Verlust, konnte sie behindern, ihr weh tun, ihr den Faden der Geduld durchschneiden. Sie kämpfte schon so lange mit sich.

Am Anfang ihrer Romanze sagte er einmal, dass er nicht in sie verliebt sei und sich auch nie in sie verlieben werde. Allerdings war der Klang seiner Stimme damals so, als wenn er sich selber davon überzeugen musste, denn fühlen tat sie all die Monate über etwas anderes. Nur „schön reden“ wollte sie sich nichts. Und auch wenn sie ihn über alles liebt, sie will nicht daran zerbrechen. Zu schön waren die letzten Tage mit ihm gewesen und er kam ihr zu nahe, weckte noch mehr Gefühl in ihr. Das machte ihr Angst! Sie war bereit zu kämpfen, aber nicht gegen Windmühlen. Auch sie hatte zuviel Leid in der Vergangenheit erfahren, auch ihr Herz ist nur notdürftig zusammengeflickt und noch zu zerbrechlich. Aber für ihn war sie das Risiko einer neuen Verletzung eingegangen. Für ihn gab sie noch mal alles, denn er ist der Mann ihres Lebens…ihre große Liebe.

Sie hatte mehr Nächte mit ihm verbracht als die Andere. Er hatte einmal gesagt, dass das mit der Anderen im nachhinein mehr eine Affäre als eine Beziehung war, denn glücklich waren sie nur drei Monate miteinander, vom Winter bis zum Frühling. Sie aber hatte auch den Sommer und den Herbst mit ihm. Teilte Sonne, Regen und Schnee. Hörte ihm zu und genoss die Stille. Sie lachten und fluchten, weinten und sangen, waren klar und betrunken, ernst und infantil, beflügelt und bedrückt. Er war für sie da, wenn sie ihn brauchte. War ihr ein guter Freund als sie krank war. Egal was geschehen würde, er hat für immer und ewig einen Platz in ihrem Herzen.

Sie fing an zu weinen und die Tränen rannen still und leise über ihre Wangen. Sorgsam achtete sie darauf, dass kein einziger Tropfen seine Haut berührte, denn er sollte nicht merken, dass sie traurig ist. Es kostete sie große Anstrengung, ihre Verzweiflung im Zaum zu halten, denn ihr inneres Kind tobte wie wild und weinte ganze Wasserfälle. Der Zeitpunkt des Abschieds rückte immer näher und der Schmerz darüber machte sich in jeder Faser ihres Körpers bemerkbar. Übel war ihr, schrecklich übel. Sie hatte das Gefühl, sich gleich übergeben zu müssen.

In diesem Augenblick trachtete seine Hand nach ihrer Hand und drückte sie fest. Auch wenn sie mit dem Rücken zu ihm gewand war wusste sie, dass er die Augen geöffnet hatte. Ihr Herz klopfte bis zum Hals als er sagte: „Kommst du mit auf die Reise…..wo wollen wir hin?“ Sie antwortete: „ Irgendwohin wo es schön ist“ Da sagte er: „hier ist es doch gerade schön, oder?“ Ja, dachte sie, hier ist es schön! Nirgendwo kann es schöner sein als bei ihm und ihr war plötzlich klar, dass sie niemals würde gehen können. Nicht heute, nicht morgen, nicht am Ende ihres Lebens. Die Hoffnung stirbt zuletzt und in diesem Moment war sie wieder voller Hoffnung.
 
Lieber @Tolkien,
ich mag deinen Thread sehr und ich würde auch ganz gerne hier auf deiner Seite eine kleine Geschichte veröffentlichen

In diesem Sinne, liebe Grüße :)


Die Andere

Eine schöne Geschichte, liebe Nicolina!:)

Ich habe vorhin geschrieben, dass ich bei manchen Gedichten und Geschichten auch etwas von mir "verarbeiten" kann. Jetzt habe ich dieses Gefühl auch, dass etwas von Dir hier mit "drin steckt".

Liebe Grüße
Tolkien
 
Dann auch mal ein Gedicht von mir, vor langer Zeit geschrieben.


Aus der Ferne hör ich die Glocken...
Schwalben schreien durch die Stille...
bin ich wach, ist das mein Wille ?
dieses träumen in die Ferne, diese
träumen in dem Raum...
sitze wie einst Lilith, unterm Apfelbaum...
und die Luft ist süss und schwer...
wach sind alle Sinne...

In der Schmiede brennt das Feuer...
Adam liebt nun seine Scholle...liebt sein Werk...
wandelnd in der großen Fülle, wird er Erdenschwer...
emsig wie die Bienen, will er nun der Erde dienen.

Doch die Lilith siehts mit Graus...
war da nicht das große Auge, mit dem hellem Schein...
und jeden Morgen zieht es Kreise...
auf unaussprechliche Weise...dringt es tief bis
in das Herz hinein...

Fliegen wollte sie, wissen wollt sie, die Lilith,
ermessen den ganzen Raum...
und das mit allen Sinnen, der ewige Traum.
von der Wandlung, und vom Schweben..
sich ganz zu Gott, in die Höh erheben.

Die andere Seite von ihr, wollte nicht mehr tanzen..
Adam wollte lieber Salat pflanzen, er erfand die Dübel...
Lilith wurde nun ganz übel...
gab ihr Gott doch die Flügel...um zu schweben in dem All...
und da sie sich nicht einig waren, kam der Fall.

Wie lange hab ich wohl gesessen unterm Baum,
bis auch die letzte Faser wusste, aus dieser Traum.
Nun pflanze ich Salat, und schaff in mir neue Räume...
durch die Zeit, es geht in Richtung Ewigkeit.
Nun fliege ich nicht mehr allein, ist das nicht fein,
traf ich doch Menschen, die hatten auch Flügelein.
lind ist die Luft und duftet nach Rosen...
da hörte ich aus der Ferne, Mama wo sind meine Hosen.

L.P.
 
Dann auch mal ein Gedicht von mir, vor langer Zeit geschrieben.


Aus der Ferne hör ich die Glocken...
Schwalben schreien durch die Stille...
bin ich wach, ist das mein Wille ?
dieses träumen in die Ferne, diese
träumen in dem Raum...
sitze wie einst Lilith, unterm Apfelbaum...
und die Luft ist süss und schwer...
wach sind alle Sinne...

In der Schmiede brennt das Feuer...
Adam liebt nun seine Scholle...liebt sein Werk...
wandelnd in der großen Fülle, wird er Erdenschwer...
emsig wie die Bienen, will er nun der Erde dienen.

Doch die Lilith siehts mit Graus...
war da nicht das große Auge, mit dem hellem Schein...
und jeden Morgen zieht es Kreise...
auf unaussprechliche Weise...dringt es tief bis
in das Herz hinein...

Fliegen wollte sie, wissen wollt sie, die Lilith,
ermessen den ganzen Raum...
und das mit allen Sinnen, der ewige Traum.
von der Wandlung, und vom Schweben..
sich ganz zu Gott, in die Höh erheben.

Die andere Seite von ihr, wollte nicht mehr tanzen..
Adam wollte lieber Salat pflanzen, er erfand die Dübel...
Lilith wurde nun ganz übel...
gab ihr Gott doch die Flügel...um zu schweben in dem All...
und da sie sich nicht einig waren, kam der Fall.

Wie lange hab ich wohl gesessen unterm Baum,
bis auch die letzte Faser wusste, aus dieser Traum.
Nun pflanze ich Salat, und schaff in mir neue Räume...
durch die Zeit, es geht in Richtung Ewigkeit.
Nun fliege ich nicht mehr allein, ist das nicht fein,
traf ich doch Menschen, die hatten auch Flügelein.
lind ist die Luft und duftet nach Rosen...
da hörte ich aus der Ferne, Mama wo sind meine Hosen.

L.P.

Toll ! - ich freue mich sehr über so viel weibliche Teilnahme.:)
 
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Danke, lieber Tolkien :)

ja, du hast recht.
Es ist alles genau so passiert. Allerdings ist es schon 10 Jahre her, dass ich diese Geschichte zur Verarbeitung aufschrieb.
Wir blieben noch weitere schöne 15 Monate "zusammen" bis unser Weg zunächst beendet war.
Er ging in eine Beziehung, ich auch. Doch wir blieben immer liebevoll miteinander im Kontakt -bis heute, wenn auch dazwischen manchmal Monate ohne eine gegenseitige Meldung liegen.
Er ist schon ein Seelenpartner von mir, übrigens auch eine Jungfrau :)
Ich habe ihn sehr geliebt, doch damals war er noch nicht so weit. Er musste noch seinen Weg der Erkenntnis gehen.
Trotz meiner neuen Beziehung liebte ich ihn weiter - 8 Jahre lang. Erst dann konnte ich die Liebe auf partnerschaftlicher Ebene verlassen.

Vor ungefähr zwei Jahren war ER dann so weit, dass er auf mich zu kam und sich wohl auch eine Partnerschaft mit mir vorstellen konnte, jedenfalls machte er diese Anstalten. Doch es war zu spät. Diese Art der Gefühle waren inzwischen bei mir weg.

Ein Jahr zuvor erzählte er mir noch, dass er mich wirklich liebt. Eine Liebe, die immer bestehen bleiben wird, auch heute noch, aber eben auf einer anderen Ebene. Doch es macht die Liebe ansich nicht schlechter.
Ich weiß, dass wir immer miteinander verbunden sein werden und das ist ein schönes Gefühl.

Ich habe ihn wirklich bedingungslos geliebt damals. Das merkte ich daran, dass ich nie eifersüchtig auf seine neue Freundin war :) Ich wollte immer nur, dass er glücklich ist.
 
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