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Evidenzen für die Wirksamkeit alternativmedizinischer Verfahren?

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von Lamia1, 3. Juli 2015.

  1. Lamia1

    Lamia1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2014
    Beiträge:
    1.123
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    Evidenzen für die Wirksamkeit alternativmedizinischer Verfahren?

    Hiermit möchte ich insbesondere die Sympathisanten von komplementärmedizinischen Methoden höflich bitten, einmal positive Phase-III-Studien - und damit klinische Wirksamkeitsnachweise - für die diversen alternativmedizinischen Therapievarianten vorzulegen.

    Meines Wissens konnte sich in wissenschaftlichen Untersuchungen bisher nur die Akupunktur in der Schmerztherapie bewähren. In diesem Kontext wurde jedoch zugleich die der Akupunktur zugrunde liegende Theorie der Meridiane falsifiziert, denn es scheint für die Erzielung des Behandlungserfolges absolut irrelevant zu sein, ob die Nadeln nun direkt in die Akupunkturpunkte gestochen werden oder nicht. Vermutlich spielt bei der analgetischen Effektivität der Akupunktur mitnichten die Deblockierung der Lebensenergie eine kausale Rolle, sondern vielmehr die Stimulation peripherer Nerven, die eine Emission von Endorphinen - schmerzstillende Neurotransmitter - induziert. Diese Wirkung könnte zugleich einen eventuell anwesenden Placebo-Effekt forcieren.

    Dass in manchen Fällen auch die Osteopathie konstruktiv sein kann, wurde mir zugetragen. Für die Präsentation konkreter Studien wäre ich dankbar.

    Ich bedanke mich insgesamt.
     
  2. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.532
    http://flexikon.doccheck.com/de/Phase-III-Studie

    Hauptaugenmerk für diese Studien sind Medikamente.

    Für Verfahren, wo es keine Medikamente zu entwickeln braucht, werden diese teuren Studien gewiss nicht in Auftrag gegeben, die seitens des Gesetzgebers hingegen bei Medikamenten vorgeschrieben sind.

    http://www.aerzteblatt.de/archiv/66809/Wissenschaftliche-Bewertung-osteopathischer-Verfahren
    VIII.2 Wirksamkeitsnachweise
    Zwei von der Kommission beauftragte Gutachter (siehe Anhang) kommen zum Schluss, dass für einige Bereiche der osteopathischen Befunderhebung und Therapie sowie bestimmter Techniken bereits eine relevante Zahl wissenschaftlicher Arbeiten vorliegt. Dies betrifft insbesondere die Aspekte der „Osteopathie“, welche weitgehend in die „Manuelle Medizin“ eingeflossen sind. Für diesen Bereich fand einer der Gutachter bei restriktiver Suche in der Datenbank Medline insgesamt 62 als thematisch relevant zu bezeichnende Einträge, welche also tatsächlich die Wirksamkeit osteopathischer Behandlungsformen thematisieren. Verschiedene dieser Studien und Metaanalysen belegen die Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen bei einer Reihe unterschiedlicher Gesundheitsstörungen. Ein wesentlicher Teil der Literatur ist nach Aussagen der Gutachter nicht in öffentlich zugänglichen Datenbanken gelistet. Auch sei in den letzten Jahren eine deutliche Intensivierung der klinischen Forschung nach allgemein üblichen Standards zu verzeichnen gewesen. Grundsätzlich ist festzustellen, dass einigermaßen zuverlässige Aussagen zur Wirksamkeit/Effektivität osteopathischer Behandlungen nur zu wenigen Erkrankungsbildern vorliegen. Daraus ist insgesamt zu folgern, dass für die Anwendung bestimmter, hauptsächlich „parietaler“ (= manualmedizinischer) und in geringerem Maß „viszeraler osteopathischer Techniken“ Hinweise für die Wirksamkeit nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin vorliegen. Für „kraniosakral-osteopathische“ Aspekte ist das nur sehr eingeschränkt der Fall. Angemerkt sei, dass viele Vertreter der „Osteopathie“ den Anspruch erheben, die Wirksamkeit hänge von der Beherrschung aller drei Teilbereiche der „Osteopathie“ durch den Therapeuten ab. Öffentlich zugängliche Publikationen zu Indikationen oder Effektivität einer solchen Herangehensweise fehlen jedoch.


    Mit dem gewünschten Vorlegen von Studien wird es wohl eher schwer werden.

    LG
    Any
     
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  3. Waldkraut

    Waldkraut Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2011
    Beiträge:
    2.152
    Ort:
    Wald
    Davon mal abgesehen, dass das hier ein Esoterikforum ist und wir hier nicht irgendwelche Wirksamkeiten beweisen müssen.
    Wenn die Threaderstellerin das braucht, warum auch immer, ist sie hier am falschen Platz.
    Beweisen muss der, der solche Verfahren entwickelt und nicht derjenige, der sie nutzt.

    LG
    Waldkraut
     
  4. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.271
    ich leg mich hin.....ich bin der Beweis, dass Homöopathie und Kinesiologie mich gesund gemacht haben, aber wissenschaftlich kann ich das nicht belegen, das brauch ich nicht, da ich mein Beweis bin.

    Aber ich hab noch weitere Beweise die man in Natura sehen kann....

    Wer Beweise sucht ist auf dem Weg....da wünsch ich Dir erhellende Erkenntnisse...:)
     
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  5. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    18.909
    Ort:
    Hamburg
    Gibt es, wenn überhaupt, dann nur vereinzelt. Stattdessen viel Gerede, warum gute wissenschaftliche Methodik (Vergleichsstudien, Verblindung, Randomisierung etc.) für Behauiptung XYZ nicht notwendig oder angebracht wäre...
     
  6. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
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    18.909
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    Bzgl. Homöopathie gibt es immer wieder mal Leute, die behaupten da gute Studien zu haben, die die Wirksamkeit belegen sollen. Hier http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/blog/ werden diese Studien kritisch durchleuchtet.
     
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  7. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.532
    Eben drum ist sich dann an die Erfinder/Entwickler der Methoden zu wenden. :)

    LG
    Any
     
  8. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Wien
    Also irgendwie mißfällt mir alleine der Ton in der Anfrage, auch wenn sie vordergründig höflich formuliert ist. Von mir wird daher zu den Studien nichts kommen.

    Es gibt ausreichend Studien und Metastudien - und Onkel Google hilft gerne dabei sie zu finden. Und jeder der entweder im medizinischen Bereich arbeitet und hier Verbindungen hat, hat sicher mehr Zugang zu Studien aus dem klinischen Bereich als jeder Esoteriker.

    Was das Thema Akupunktur betrifft, so ist die Erfahrung leider genau aus dem klinischen bzw. ärztlichen Bereich, dass die Leute nicht einmal die tatsächlichen Behandlungspunkte finden. Das ist genau wieder die Ecke, wo klinische Studien schief gehen, weil hier mit mangelhafter Ausbildung versucht wird Energiearbeit zu machen. Eine derartige Studie kann daher die Theorie der Meridiane nicht plausibel falsifizieren (abgesehen davon, dass das nur eine einzige Studie ist, die hier immer zitiert wird, und diese eben unter falschem Setting durchgeführt).
     
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  9. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    18.909
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    Hamburg
    Was würde denn diese Theorie der Meridiane "plausibel falsifizieren", wenn eben diese Theorie selbst schon äußerst unplausibel ist?

    Und gehst Du ebenso kritiasch mit Studien um, die Deine Dir lieb gewonnenen Behandlungsmethoden zu stützen scheinen würden? Oder sind die dann in Deinen Augen absolut wasserdicht, und drüfen nicht mehr hinterfragt werden was Plausibilität und methodische Mängel angeht?
     
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  10. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

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    16. September 2010
    Beiträge:
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    Anevay hat den Begriff Phase-III-Studien schon zurecht kritisiert, wenn auch aus dem falschen Grund.
    Phase III bezieht sich auf die Phase im Rahmen eines Zulassungsverfahren. Die meisten alternativmedizinischen Praktiken oder Mittel brauchen gar nicht erst zugelassen werden, und die wenigen, bei denen es der Fall ist (Homöopathika z.B.) müssen keinen Wirksamkeitsnachweis erbringen, daher auch keine Phase-III. Richtigerweise spricht man einfach von einer Studie zur therapeutischen Wirksamkeit oder einfach von einem Wirksamkeitsnachweis.

    Es gibt einen Mann namens Edzard Ernst, der sich sehr kritisch mit diesem Thema auseinandersetzt. Er prüfte sorgfältig verschiedenste alternativmedizinische Methoden und hat sie ohne Bias bewertet. Die Ergebnisse sind dir aber anscheinend vertraut, Akupunktur kann gut helfen, über Placebo hinaus, aber die Theorie dahinter ist de facto widerlegt. Es hilft also das Anpieksen der Nerven und nicht irgendwelche Energieflüsse. Osteopathie ist großteils Schwachsinn und hilft begrenzt bei schwach ausgeprägten Rückenproblemen. Gerade wegen seiner sehr fundierten Kritik an der Homöopathie ist Edzard Ernst ins Visier diverser Pharmafirmen gekommen, die mehrere verleumderische Blogs aufstellten, um seine Arbeit zu diskreditieren. Das ganze flog später mal auf, daraufhin haben sich die meisten Geldgeber zurückgezogen.
     
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