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Die Jungfräulichkeit Marias

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von opti, 1. März 2008.

  1. opti

    opti Guest

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    Ich habe da ein kleines Problem. Vielleicht kann mir dabei jemand helfen. Und zwar geht es um die Jungfräulichkeit Marias, der Mutter Jesus, während und nach der Geburt. In einem Artikel wird behauptet:

    In 1964, however, the Second Vatican Council decided against proclaiming Mary's virginity during and after birth as an article of faith. Too many Catholics were tormented by doubts about it.

    Ich habe es wie folgt übersetzt:

    1964 jedoch, entschied sich das Zweite Vatikanische Konzil gegen die Verkündigung von Maria's Jungfräulichkeit während und nach der Geburt, als einen Glaubensgrundsatz. Zu viele Katholiken waren in diesem Punkt von Zweifeln geplagt worden.

    Ich habe nun schon sehr lange im Internet nach dieser Entscheidung des Vatikanischen Konzils gesucht, aber nichts gefunden. Kann mir jemand sagen, ob es wirklich solch einen Glaubenssatz des Vatikanischen Konzils von 1964 gibt und wo ich ihn finden kann, denn der offizielle Glaubenssatz der katholischen Kirche sieht ja in etwa wie folgt aus:

    Maria „ist Jungfrau geblieben, als sie ihren Sohn empfing, Jungfrau, als sie ihn gebar, Jungfrau, als sie ihn trug, Jungfrau, als sie ihn an ihrer Brust nährte. Allzeit Jungfrau.“ (Augustinus von Hippo)
     
  2. Lobkowitz

    Lobkowitz Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Juni 2003
    Beiträge:
    3.278
    Ort:
    Wien
    ich glaube der artikel irrt hier die jungfräulichkeit marias ist eines der wichtigsten katholischen dogmen..
    alles liebe
    thomas
     
  3. opti

    opti Guest

    Man sollte aber nicht die "Unbefleckte Empfängnis" und die Jungfräulichkeit während und nach der Geburt verwechseln. Nach der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis wurde die Gottesmutter Maria von jedem Makel der Erbsünde bewahrt. Damit errettete Gott Maria, vom allerersten Augenblick ihres Lebens an, vor der Macht der Sünde. Eine weiterer Verbindung dieser Glaubensaussage besteht darin, dass Maria, im Unterschied zu allen anderen Menschen, am Ende ihres Lebens keiner Läuterung mehr bedarf, da diese bereits im Moment ihrer Empfängnis stattgefunden hat und Maria auch sonst während ihres Lebens keine persönlichen Sünden beging.

    Die Jungfräulichkeit wird ohnehin irgendwann aufgegeben. Offiziell heißt es, Maria wurde vom Heiligen Geist geschwängert. Wer soll denn so etwas glauben? So etwas lässt sich einfach nicht logisch vermitteln. Es ist nur ein Klammern an alten Dogmen. Zumal Maria neben Jesus noch vier weitere Söhne geboren haben soll (Jakobus, Joses, Judas und Simon).
     
  4. opti

    opti Guest

    Das große Paradoxon bei der Erklärung Maria's zur Jungfrau ist, dass seine Autoren ausschließlich zölibatäre Männer waren, die Frauen misstrauten und eine tiefe Abneigung gegen Frauen hatten. Die Abneigung der Frauen führte dazu, dass sie sich weigerten, sich ernsthaft mit dem weiblichen Geschlecht, mit der Ehe, der Geburt und der Mutterschaft, zu beschäftigen. Stattdessen idealisierten sie Maria zur Königin der Welt, die nicht mehr als Frau oder Mensch wiederzuerkennen war. Und um dieses Idealbild von Maria aufrecht zu erhalten, fingen sie an, es in Dogmen zu zementieren. Ich stelle mir gerade die Frage, warum man das tat. Ich habe das Gefühl, man wollte dadurch in allererster Linie Jesus von der Erbsünde* und von jeglichem Makel befreien. Man wollte also das ideale Bild, welches man von Jesus erschaffen hatte, nicht durch den Makel der "sexuellen Unreinheit" Maria's beschmutzen.

    *Die Erbsünde bezeichnet in der christlichen Theologie den durch die Ursünde Adam und Eva's begründeten Unheilszustand (das Essen von den verbotenen Früchten des "Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse"), in den jeder Mensch als Nachkomme Adam und Eva's hineingeboren wird und durch den er in seiner eigenen Freiheitsgeschichte (und Reinheit) vorbelastet ist.

    Aber seien wir doch einmal ehrlich. Glaubt wirklich jemand daran, dass Jesus Gottes Sohn war? Diesem Glauben kann doch nur jemand haben, der blindlings glaubt und seinen gesunden Menschenverstand dabei nicht gebraucht. Ich persönlich gehe davon aus, dass Jesus ein Mensch wie du und ich war, der selbstverständlich nicht vom Heiligen Geist gezeugt wurde, sondern von seinem Vater. Allerdings war er ein besonderer Mensch, der ernsthaft nach spirituellen Grundsätzen gelebt hat und der uns, man muss allerdings etwas genauer hinsehen, eine Menge zu sagen hat.

    Ausserdem sagt der katholische Schweizer Theologe Professor Hans Küng über Marias Empfängnis:

    „Ich bin immer der Meinung, man soll die Bibel ernst nehmen, aber eben auch genau hinsehen. Wenn man genau hinschaut, fällt auf, dass die ganze hebräische Bibel von keiner "Jungfrau" redet. Es heißt eben nicht "die Jungfrau soll gebären", sondern "eine junge Frau soll gebären", "alma" auf Hebräisch. Ich habe nichts gegen dieses Ursymbol, das bedeutet natürlich etwas. Aber man sollte es nicht als biologisches Faktum nehmen.“​
     
  5. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.061
    Ort:
    burgenland.at
    geh bitte, das ist doch nicht so schwierig!

    so viel ich weiss, war die gute nicht sehr jung, sondern so um die 24 jahre alt.
    ausserdem wegen ihres persönlichen schweigegelöbnisses wurde sie in den tempel- oder klosterdienst gesteckt und war da im niederen reinigungsdienst tätig gewesen.

    in der apostelbruderschaft war aus eitelkeit
    die tatsache des erstgeborenen von wesentlicher bedeutung.

    dagegen war im leben des josefs aber etwas weiträumigeres von bedeutung:
    er hatte die vision oder ASW von einer lichtgestalt.
    ob nun unten auf der erde aus eigenem,
    oder von oben in einer aussersinnlichen wahrnehmung,
    handelt es sich in lichtdarstellungen von personen um menschen,
    die im leben des erfahrenden besondere bedeutung bekommen werden,
    denen man sich zuwenden sollte.

    hier ist das mit dem frühen tod von josef in verbindung,
    und die vision von maria ohne deren zutun
    stellt so etwas wie eine wahrheit dar,
    noch bevor etwas sachlich oder materiell geschehen war.

    wie gesagt, maria war etwa 24 jahre, und josef etwa 22 jahre,
    als josef seine maria aus dem klösterlichen leben holte.
    greifen wir nun vor, dann war maria beim tod des nazaräners 66 jahre alt,
    während josef schon verstorben war, und damit ist maria die bestimmende
    person im benannten familienleben gewesen.

    das hatte josef zuvor erfahren,
    was im zusammenhang mit allen kindern der jüdischen familie verstanden wurde.

    auf ähnliche weise hat dann später auch der nazaräner seine jünger ausgewählt, indem er sie zuerst "gesehen" hatte und danach mit ihnen zusammengetroffen war in der sache selbst. so wie etwa philippus dies in seinen erklärungen ausführt, und die apostel als "jungfräuliche maria" bezeichnet. oder in anderen darstellungen finden wir die benennung, dass der nazaräner die apostel zu "priestern in gott" gemacht habe.
    darum war ihnen dieser zusammenhang damals so wichtig, was sich in der zeit danach verflüchtigt hatte und nach einer plausieblen erklärung verlangte.

    selbst der zusammenhang, dass josef visionär tätig gewesen ist, noch vor dem ersten sohn, und die möglichkeit im nazaräner selbst, der davor in einem solchen umfeld sein familienleben seit der frühesten kindheit verbrachte - nun, das ist wirklich etwas besonderes, wenn man es als aposteln nicht in allen besitzt.

    gleichzeitig wurde aber mit diesem zusammenhang die unzulänglichkeit des nazaräners in frühester kindheit ebenso dokumentiert, worauf so gut wie niemand ein auge werfen will. diese entwicklung in die gleiche richtung fand erst viel später statt.

    darum sage ich auch, die frage ob nun maria jungfrau oder nicht, schützt nicht davor sich indirekt mit der tatsächlich ausbrechenden missionären tätigkeit des nazaräners auseinanderzusetzen, als messias wider willens.

    aber wenn es doch die wahrheit ist,
    die sich davor aus einzelnen elementen gebildet hat,
    was möchtest du dagegen schon ausrichten?

    und ein :weihna2
     
  6. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

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    Jungfrau war ein Übersetzungsfehler, es heißt die junge Frau.
     
  7. opti

    opti Guest

    Na, ja, wer nun meint, so etwas glauben zu müssen, der soll's glauben. Der soll auch glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist. Glauben darf man gerne alles. Aber dieser Glaube bringt niemandem etwas.
     
  8. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

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    burgenland.at
    tut mir leid das sagen zu müssen,

    aber für eine 24jährige ist das relativ schwachsinnig,

    so etwas zu behaupten.


    und ein :weihna1
     
  9. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

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    3. November 2006
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    burgenland.at
    schau mal,
    ich weiss auch nicht wie sich ein ferrari fährt,
    merkwürdiger weise misse ich es auch nicht.

    aber hier in diesem fall,
    da weiss ich wovon ich spreche.

    was andere nicht behaupten können - das ist mir klar,
    weil sie zwar auf hohem wagen sitzen,
    jedoch in der sache selbst inkompetent sind.

    und ein :clown:
     
  10. Loge33

    Loge33 Neues Mitglied

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    Alle "Bibelgeschichten" sind Beschreibungen der Seele, also Bilder, Archetypen. Somit sich die physische Diskussion erübrigt. Marias junge Fraulichkeit bezeichnet ihre seelische Reinheit. Auch die Ebsünde hat im übrigen nix mit Verführung körperlich-sinnlicher Art zu tun!

    LG Loge33
     
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