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Die Ichlosigkeit sogenannter `Erwachter`

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von rainbowrising, 14. Januar 2014.

  1. rainbowrising

    rainbowrising Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juli 2011
    Beiträge:
    2.007
    Ort:
    In den unendlichen Tiefen des SEINs
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    Die sogenannten `Erwachten` wie z.B. Ramana Maharshi, H.W.L. Poonja (Papaji), Nisargadatta Maharaj etc. erkennen, dass sie nicht NUR ihr physischer Körper, nicht NUR ihr Verstand und nicht NUR ihre Gefühle sind und ziehen dann den irrigen Rückschluss, dass Wörtchen `NUR` zu vergessen und sagen ich bin nicht mein physischer Körper, nicht mein Verstand, nicht meine Gefühle, sondern ich bin das Bewusstsein in dem all diese illusorischen Formen auftauchen und wieder verschwinden; ich bin der Wahrnehmende.

    Sie erklären also den Wahrnehmenden zur letzlich dauerhaften Wahrheit und das Wahrgenommene als flüchtige illusionäre Erscheinungen und vergessen dabei, dass sowohl `Dualität` (Trennung in Wahrnehmender und Wahrgenommenes) als auch `linearer Zeitablauf` (auftauchen und verschwinden) Spielregeln des physischen Universums sind.

    Bzgl. linearer Zeitablauf:

    Jenseits dieses Bezugssystems ist alle Zeit JETZT und in diesem ewigen JETZT ist alles schon vorhanden und das `Auftauchen` und `Verschwinden` wie es uns aus linearer Sicht erscheint ist lediglich eine Verschiebung unseres Fokus der Wahrnehmung innerhalb unseres Bewusstseins.

    Bzgl. Dualität:

    Da wir reines Bewusstsein sind, sind wir natürlich auch alle in unserem Bewusstsein auftauchenden Erscheinungen/Vorstellungsbilder - seien es nun Gedanken, Gefühle oder physische Körper. In der Erfahrung der Einheit sind wir sowohl Wahrnehmender als auch Wahrgenommenes, man könnte sagen, es gibt nur noch Wahrnehmung, nur noch Bewusstsein und keine Trennung zwischen Wahrnehmenden und Wahrgenommenen.

    Bzgl. illusionär:

    Illusionär ist ALLES. Alles-Was-Ist (Gott) als allumfassendes Bewusstsein träumt sozusagen alle Vorstellungsbilder, alle Dimensionen, um sich selbst in seinen Kreationen zu erfahren. Daher könnte man sagen, dass ALLES illusionär ist oder ALLEM die gleiche Realität innewohnt und eine Unterscheidung in real und illusionär nur eine Bewertung aus begrenzter Sichtweise ist.

    Wie seht ihr das Alles?
     
  2. 0bst

    0bst Guest

    Hallo rainbowrising, danke sehr für die Sichtweise.

    Alles außen und kein Selbst geht hier als Sichtweise durch.
    Irgendwo dazwischen ein ich.
    Das äußere Sein als irgendwie eigenes Selbst annehmen? Wie das?
    Wo ist das Schöne, die Liebe?
     
  3. kona

    kona Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2010
    Beiträge:
    5.254
    morgenschön rainbowrising :)

    ich für mich find die herangehensweise als wahrnehmende stimmig.

    nur den schluss, dass der wahrnehmende drum die wahrheit sein soll, den kann ich so nicht ziehen.
    bin auch nicht sicher, ob erleuchtete den wirklich so ziehen...
    da kenn ich mich dann aber zu wenig aus mit der gattung "erleuchteter" :D

    für mich persönlich ist das hier auf der erde sein je länger je mehr eine gelegenheit, gott zu loben
    also nicht ich wahrnehmende als wahrheit,
    sondern ich wahr-nehmende als die wahrheit (an-)nehmende.

    grüessli, und einen guten tag dir!

    kona
     
  4. taftan

    taftan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. November 2013
    Beiträge:
    13.769
    Ort:
    Hessen
    hallo,

    ich halte die dauerhafte "Ichlosigkeit" für ein Mythos.

    Das geht meines erachtens nach nicht.
    Im Zustand der Versenkung, Meditation, mag dieses: Ich bin nicht mein Körper,nicht mein "mind", nicht mein Gefühl vorhanden sein. Da mag dieses Einheitsbewußtsein vorhanden sein. Aber im interagieren mit der Welt geht das nicht.
    lg
     
  5. JohannB

    JohannB Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2013
    Beiträge:
    1.059
    Aber!!

    Zum Thema, wenn man sich nicht nur der sinnlosen Gehirnakrobatik hingeben möchte, sonder höchstes Glück erreichen möchte und dafür die Funktion des Pfades verstehen möchte, ist die Exzellente Lehrredesammlung: Formen von Selbst und Nicht-Selbst -Die buddhistischen Lehren über Anatta mehr als zu empfehlen.
     
  6. JohannB

    JohannB Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2013
    Beiträge:
    1.059
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    Wenn ich die versteckten Augen nicht schon mal gesehen hätte, würde ich sagen, "Ich hab sie noch nie gesehen, diese Augen". *schmunzel*

    Zum Glauben den Sie da hegen und halten, vielleicht hilfreich, wenn sie Hilfe (zuflucht) zur Sinnvoll halten und nicht an den Mythos, Dinge kommen von selber glauben: Vertrauen in das Erwachen

    Sein oder Nicht-Sein, ist keine Frage, kein Thema, sondern eine niedrige Fessel die man ablegen muß um den achtfachen Pfad zu erreichen.
     
  7. JohannB

    JohannB Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2013
    Beiträge:
    1.059
    Die meisten Dinge sind schon ähnlich ihrer Vermutungen in den vorhergehenden Posts durch Buddhas Worte beantwortet.

    Was dies hier betrifft, yep Volltreffer:

    Great Brahmas (Maha brahma)

    Einer der berühmtesten Bewohner des großen Brahma ist die Gottheit, deren Wahn sie dazu leitete sich selbst als den allmächtigen, allsehenden Erschaffer des Universums zu sehen (DN 11).

    Darunter die Minister, nicht minder Selbstüberzeugt und sich als Zentrum des Universums sehend.

    Sind Ergebnisse des ersten Jhanas (Vertiefung, Konzentration)
     
  8. ente

    ente Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2012
    Beiträge:
    543
    nicht ich bin..
    hinter dem letzten ich ist reines gewahrsein.
    da ist kein gedanklicher rückschluss.
    desidentifizierte wahrnehmung.
     
  9. JohannB

    JohannB Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2013
    Beiträge:
    1.059
    Das ist dann meist "arupa-loka" (Formlose Welt), da ist man dann für lange Zeit weg vom Fenster:

    Einwohner dieser Welt, sind bestehen ausschließlich aus Geist. Keinen physischen Körper habend, ist es ihnen nicht möglich Dhammalehren zu hören.

    Kann man für Äons darin verweilen, aber auch das vergeht. Und meist im anschluß dann die Ebenen des Rückschritts (Tier, Geister und Höllenbewußtsein/Welt)
     
  10. rainbowrising

    rainbowrising Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juli 2011
    Beiträge:
    2.007
    Ort:
    In den unendlichen Tiefen des SEINs
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    Das ist halt die grundlegende These, dass behauptet wird, da ist keine Person, kein Ich, das irgendetwas tun könnte, weil alles auftaucht und wieder verschwindet und alles Anhaften Leid erzeugt. Nichts-Tun können würde dann allerdings auch implizieren, dass nicht einmal die Entscheidung einen Waldspaziergang zu machen meine Entscheidung wäre, sondern etwas, das in mir auftaucht aber nicht ich bestimmt habe.
    Das ist nicht meine Meinung.


    Wenn man Meditation als etwas versteht wo man sich hinlegt oder hinsetzt und für eine gewisse Zeit den inneren Dialog anhält ok. Aber Meditation kann zu einer inneren Haltung werden, die den ganzen Tag über eingenommen werden kann; zu einer Haltung in der der Verstand nur für praktische Zwecke (Schränke bauen, Urlaubsreisen planen etc,) als Werkzeug genutzt wird und man nicht zu seinem Werkzeug, seinem Sklaven wird und ständig dem psychologischen Verstand anhaftet, der irgendwelche Geschichten (was war da alles Schlimmes in meiner Vergangenheit und was wird wohl Morgen geschehen) webt. Und dann geht das im Interagieren mit der Welt.

    Einheitserfahrung ist auch noch etwas anderes als der Zustand von Stille, Frieden und Weite in No-Mind.
     

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