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Der Papst in München...

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Frater 543, 11. September 2006.

  1. Frater 543

    Frater 543 Guest

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    ...und hier redet keiner drüber?


    Hmm, wundert mich!

    Wie findet ihr das Spektakel? Wie findet ihr es, dass der Zirkus 50 Mio € kostet?
    Habt ihr einen besonderen Bezug zum Papst, weil er Deutscher ist?

    Oder redet keiner drüber, weil es alle nur...äääh...peripher tangiert, um es mal vornehm auszudrücken? :party02:
     
  2. Default

    Default Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2006
    Beiträge:
    196
    Hier ein Kommentar dazu aus der Süddeutschen Zeitung, zu finden unter:

    Forum
    Diskutieren Sie mit!

    In Zeiten des Papstbesuchs wird viel über den Glauben diskutiert. Viele Menschen treten aus der Kirche aus, sagen aber von sich, sie sind gläubig. Kann man ohne Kirche glauben?
    sueddeutsche.de/,tt1l19/muenchen/special/409/83326/index.html/muenchen/artikel/166/85081/article.html

    Identifik(a)tion

    Wenn ich mich öffentlich - sogar als zahlendes Mitglied - zu einer bestimmten Gruppe bekenne, dann muss ich mir gefallen lassen, dass man mein Einverständnis mit den Handlungen dieser Gruppe und ihrer Führer voraussetzt. Oder warum sonst wird Günter Grass wegen seiner zeitweiligen Mitgliedschaft in der SS als junger, naiver Mensch jetzt so heftig angegriffen? Ich war als junger, naiver Mensch glühend katholisch und habe sogar Religionspädagogik studiert, aber das Missionieren verging mir mit der Entwicklung meines autonomen Denkens und Gewissens. Die katholische Kirche erwartet nicht nur, dass sich ihre Mitglieder mit ihr identifizieren, nein, mentale Unterwerfung wird verlangt. Selber Denken und autonomes Gewissen sind auch heute noch unerwünscht, wie man an prominenten und gar nicht mal radikalen oder demagogischen Kirchenkritikern wie Hans Küng gesehen hat. Ich bin schon mit 24 aus der Kirche ausgetreten, weil ich mich geschämt habe, als ihre Anhängerin angesehen zu werden, denn das hätte bedeutet, dass ich ihre völkermordende Vergangenheit, ihre gegenwärtige volksverdummende und teilweise auch -verhetzende Propaganda, ihre politischen Machtspielchen und Andienungen, ihre lebensfeindliche, rückwärtsgerichtete Grundeinstellung und ganz besonders ihre Frauenfeindlichkeit, mit einem Wort: ihre Gottlosigkeit gutheiße. Die gesparte Kirchensteuer spende ich lieber direkt für Bedürftige, denn das scheinheilige Engagement der katholischen Kirche für die Armen steht doch sowieso nur auf dem Papier. Noch niemals hat sie etwas von ihren unermesslichen Kunstschätzen den Armen zu Liebe verkauft. ... Ich denke, dass ungemein viele "Gläubige" aller Religionsgemeinsschaften denselben sowieso nur aus Angst vor Repressalien oder gesellschaftlichen Nachteilen oder aus purer Denkfaulheit angehören. Die geforderte Identifikation ist Fiktion. Mit der Suche nach Wahrheit hat das nichts zu tun. ... Ich bin eigentlich sehr religiös, und gerade deshalb bin ich kein Mitglied der Kirche. Aber ob eine andere Gruppierung mit weniger mystischem Brimborium religiöse, d.h. ethische Erziehung leisten könnte, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Das sehen wir ja schon daran, dass der Ethikunterricht in den Schulen kläglich versagt und dass Sekten so viel Zulauf von autoritäts- und brimboriumssüchtigen Entwicklungsrückständlern haben. Die Kirchen sind unvollkommener Ausdruck unvollkommer Gesellschaftsformen, das macht sie nicht besser, aber mich lässt es resignativ denken. Ich kann nicht die ganze Gesellschaft ändern, nur mich selber. Und wenn Millionen Menschen anfangen würden, selber zu denken, hätte es der Papst mitsamt seinen Höflingen sehr schwer.
     
  3. groovehunter

    groovehunter Mitglied

    Registriert seit:
    9. November 2004
    Beiträge:
    388
    Ort:
    Augsburg
    peripher tangiert triffts genau hihi
    nebenbei: wieviel es kostet ist nicht wichtig, Geld ist ja nicht real. Daß viele Leute ihn so anhimmeln ist halt doof, in der Zeit könnten sie selber bißchen nachdenken (oder besser gesagt vordenken)
    flo
     
  4. Frater 543

    Frater 543 Guest

    @Default Spiegelt diese Lesermeinung auch Deine Meinung wieder?

    @groovehunter Ja, das Nachdenken, habe ich das Gefühl fällt einigen dort etwas schwer, bzw. wie schon erwähnt das "Selberdenken".
    Das Geld ist nicht real? Das musst Du mir erklären! :confused: Ich glaube 50 Mio. könnten irgendwo in Afrika zu durchaus realem Essen werden?!
     
  5. sage

    sage Guest

    Nee, dann lieber Robbie "Schw.a. d. Hose" Williams anhimmeln.
    Wenn es heutzutage nicht so viele durchgeknallte Gewaltverbrecher gäbe, wäre es nicht notwendig für die Sicherheit des Pabstes so viel Geld auszugeben.


    Sage
     
  6. Default

    Default Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2006
    Beiträge:
    196
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    Geld tangiert mich auch nur peripher, zumindest solange ich noch genug habe, um die nächste Miete zu bezahlen......

    Bund für Geistesfreiheit hält Kosten für Besuch von Benedikt XVI. in München nicht für gerechtfertigt. Ein Gespräch mit Assunta Tammelleo

    ....Laut der Süddeutschen Zeitung kostet der Papstbesuch 20 Millionen Euro. Ist diese Zahl realistisch, und wer muß dafür aufkommen?

    Der Papstbesuch wird sicherlich soviel kosten wie der Weltjugendtag in Köln. Damals waren es 150 Millionen Euro. Jetzt liegen allein die Kosten für den Einsatz von 5000 Polizisten nach offiziellen Angaben bei 50 Millionen. Für den übrigen Aufwand können wir weitere 50 Millionen rechnen. In den offiziellen Rechnungen nicht enthalten sind Kosten, die Privatpersonen oder Gewerbetreibenden entstehen, weil die Räume um München und Regensburg einen Tag lang gesperrt sind. Dazu kommen Kosten durch die Verschiebung des juristischen Staatsexamens in Regensburg oder einen weiteren Ferientag für die Schulkinder. Das verursacht zwar keine unmittelbaren Auslagen, doch rechnerisch spendet damit der Freistaat Bayern 0,53 Prozent des Unterrichtsetats ohne Gegenleistung. Überwiegend müssen die steuerzahlenden Bürger für die Kosten des Papstbesuches aufkommen. Der Chef der Polizeigewerkschaft hat erklärt, es wäre billiger, allen Pilgern einen Zug zur Messe nach Rom zu zahlen. Das könnte dann die katholische Kirche bezahlen.

    Sind diese Ausgaben für so einen hohen Besuch denn nicht gerechtfertigt. Immerhin will der Papst doch vielen Menschen Trost spenden?

    Keineswegs. In Zeiten von Hartz IV und Studiengebühren und anderen finanziellen Engpässen ist das schon arg viel für das Oberhaupt einer der vielen möglichen Weltanschauungen. Der Papst steht zudem für ein Gedankengut, das ein demokratischer Mensch im 21.Jahrhundert nicht teilen kann.......
    jungewelt.de/2006/09-06/057.php

    freundliche Grüße
     
  7. Alana Morgenwind

    Alana Morgenwind Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Februar 2005
    Beiträge:
    6.744
    Ort:
    Bayern
    ich finds eher peinlich, wie die Leute da jubeln usw. und wenn der Papst in seinen Roben dann lieblich lächelnd winkt. Schon allein die Amtstracht finde ich einfach nur an der Realität vorbei.

    liebe Grüsse
     
  8. Jeroen

    Jeroen Mitglied

    Registriert seit:
    3. Juni 2004
    Beiträge:
    709
    Ort:
    D-326xx
    Hallo Alana,

    richtig...

    Schaut euch doch mal für längere Zeit das Gesicht des Papstes an. Ist das
    eine Person die voller Glück und Liebe ist?? Ich sehe da leider nicht mehr als
    ein gemeines Lächeln und was dahinter steckt möchte ich erst gar nicht wissen.
    Aber vielleicht interpretiere ich ein bisschen zuviel hinein...

    Liebe Grüße,
    Jeroen
     
  9. endorphinder

    endorphinder Guest


    ich find es gut und wichtig,dass der papst nach muc bzw.a`ötting,marktl,und regensburg kommt.weil es vermutlich das letzte mal sein wird,es ist quasi eine reise "back to the roots" für ihn. er ist sehr klug.ich mochte ihn auch schon als kardinal.obwohl ich mit meiner meinung auf verlorenen posten stand,und teilweise immer noch stehe,klar.

    sehr wohl kann ich aber mit diversen sichtweisen der katholischen kirche nichts anfangen-rolle der frau in der kirche(warum keine pfaffin?),aidsprävention,die absetzung von einigen "befreiungstheologen"der südamerikanischen gemeinden etc.-aber ich fühle mich gut,und identifiziere mich mit meinem katholischen glauben voll und ganz.

    soll aber nicht heissen,dass ich zum missionar werde.naja,irgendwann vielleicht wer weiss.


    wie denkst du über die reise des benedikt,fr 543?....ich kanns mir ja ungefähr vorstellen;)
     
  10. Frater 543

    Frater 543 Guest

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    Du kannst es Dir vorstellen? :D Wir kennen uns doch gar nicht! ;)

    Ich kann verstehen, dass er nun als Papst zurück in die Heimat will. Er ist ja auch nicht mehr der jüngste und ich denke schon, dass ihm das wichtig war.

    Ich bin nicht unbedingt begeistert über den Personenkult, der da im Moment meiner Ansicht nach betrieben wird, wobei ich das Gefühl habe, dass das dem heiligen Vater auch nicht immer recht ist.

    Auch ich halte ihn für einen sehr gebildeten und intelligenten Mann, aber er ist nicht der Papst, den ich mir gewünscht habe. Ich sage das, obwohl ich nicht katholisch bin und eher Kirchenkritiker, denn Befürworter.
    Ich konnte mich jetzt seitenweise über die katholische Kirche auslassen, aber das lasse ich mal.

    Habe mich gerade an anderer Stelle in diesem Forum ein wenig darüber ausgelassen, wo es darum ging, ob der Vatikan Esoterik akzeptiert.

    Ein anderer Dorn im Auge sind mir die schon angeprochenen Kosten. Da hab ich mich aber bei George W. Bush eigentlich noch mehr aufgeregt. :D

    Ok, du hast vielleicht richtig gedacht. Ich bin kein Freund der Institution "Katholische Kirche" und kein Freund des "Vertreters Gottes auf Erden". <--Amtsanmaßung :)

    LG,

    Frater 543
     
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