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Der Hindu Pantheon

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Pfeil, 8. August 2016.

  1. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Her habe ich mal ein grobe Übersicht des Hindu Pantheons erstellt:

    Hindu Hierarchie.gif

    Die Oberste Schicht bildet Gott/Göttin. Er/Sie ist gleichzeitig auch alle anderen Wesen, das wird an vielen Stellen der Veden bestätigt. Dass Gott sowohl eine männliche wie weibliche Seite hat ist schon lange bekannt, nämlich Krishna und Radha. Feministinnen können also auch gerne weiterhin eine oberste Göttin verehren.

    Die nächste Schicht wird von der Dreiheit der Götter (Trimurti) Vishnu, Brahma und Shiva gebildet, wobei auch jeder eine "bessere Hälfte" hat. Der Erhalter Vishnu ist mit Glücksgöttin Lakshmi verheiratet. Erschaffer Brahma mit Saraswati, der Göttin der Weisheit. Zerstörer Shiva mit Parvati, die verschiedene Namen hat, darunter auch Shakti, darum habe ich hier mal "Kraft" eingesetzt.

    Darunter kommen eine ganze Reihe Halbgötter wie Indra, den wir bereits als den vermutlichen Gott der Bronzezeit identifiziert haben, der bei den Juden als Jahwe, den Germanen als Thor, den Römern als Jupiter und den Griechen als Zeus bekannt ist oder war. In dieser Schicht können wir vielleicht auch die "Erzengel" des Christentums vermuten.

    Dann kommt die Schicht der Devas (Engel) von den denen es schon eine stattliche Anzahl geben dürfte.

    Und dann folgt die breite Masse der individuellen Seelen.

    Was dabei auffällt: Sexfeindlich ist der Hinduismus definitiv nicht. Die obersten Götter sind alle verheiratet und sie haben auch Sex. Es gibt da die wildesten Geschichten. Auch bei den vier religiösen Prinzipien heisst es ausdrücklich keine unzulässige Sexualität. Mit Betonung auf unzulässig. Das heisst man soll guten Sex mit den von der Natur vorgesehenen Partnern haben, nicht irgendwelchen Quatsch praktizieren.
     
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  2. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Mit der Darstellung habe ich ein bisschen ein Problem, weil sie rein bildlich einzelnen Devas einzelne Seelengruppen zuordnet. Da beisst sich die hierarchische Darstellung mit den Eigenschaften ... da ja, wie im christlichen konkreter ausgeführt ... alle göttlichen Eigenschaften ja in jeder Seele inkarnieren. Wird das im Hinduismus anders gesehen?
     
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  3. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Das ist völlig richtig, auch im Hinduismus wird es so gesehen, dass sich alle Eigenschaften in jeder Seele inkarnieren, in verschiedenen Anteilen.

    Auch die Hierarchie wird durchaus nicht immer so gesehen. Rama etwa müsste wohl mit seiner Gattin Sita fast auf der gleichen Ebene wie Krishna erscheinen, er kommt in der Darstellung aber nicht vor. Für viele Inder ist Shiva der höchste Gott oder Kali, wiederum ein anderer Name seiner Gattin.

    Man kann es auch so sehen wie in der Politik, mal ist Bill Clinton Präsident, mal auch seine Gattin Hillary Minister oder Präsident oder andere aus dem Umkreis. Für die einfache Seele sind alle oberen Götter Gott ziemlich nahe.
     
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  4. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Der Einflussbereich Vishnus erstreckt sich auf das gesamte Universum, also mindestens Gigaparsecs (Milliarden Lichtjahre). Unser Einflussbereich dagegen erstreckt sich auf einen winzigen Bereich auf dem Planeten Erde, dem dritten der Sonne, einem kleinen Fixstern am Rand der Galaxis Milchstraße.

    Wer mal versucht hat sich Lichtgeschwindigkeit vorzustellen, wird bemerkt haben, dass das gar nicht geht. Wenn man eine Lampe anknipst ist das Licht im gleichen Moment schon Kilometer weit weg. Das geschieht nach unserem Verständnis gleichzeitig. Dass das Licht eine gewisse Zeitspanne braucht um eine Stecke zurückzulegen liegt ausserhalb unseres Erfahrungsbereichs, das können wir uns nicht vorstellen, es geht zu schnell.

    Ebenso können wir uns ein Lichtjahr (etwa 10 Billionen km) nicht wirklich vorstellen. Solche gewaltigen Entfernungen kommen in unserem Alltag nicht vor.

    Nehmen wir an, ein Mensch wird 100 Jahre alt und wandert jeden Tag 50 km. Dann legt er in seinem Leben 100 x 365 x 50 = 1.825.000 km zurück. Dann hätte er 10.000.000.000.000 / 1.825.000 = 5.479.452, etwa den 5 millionsten Teil eines Lichtjahres zurückgelegt, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe. Man würde also etwa 5 Millionen Leben brauchen um ein Lichtjahr zu durchwandern. Für ein Gigaparsec entsprechend das Milliardenfache.

    Das nur um deutlich zu machen, dass die obersten Götter in ganz anderen Dimensionen sind als wir. In Dimensionen, die unser Vorstellungsvermögen bei Weitem sprengen.
     
  5. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Die hinduistische Götterhierarchie entwickelte sich im Laufe der Zeit von 33 vedischen Göttern über hunderte Göttern in den Puranas zu Millionen Göttern des Tantra. Die werde ich jetzt nach und nach alle aufzählen, insbesondere da es viele dieser Informationen noch gar nicht in Deutsch gibt.

    Nach meinem Weltbild, übereinstimmend mit dem hinduistischen, war am Anfang, beim Urknall, nur Gott da in der Form als Maha-Vishnu und tat einen Atemzug. Dieser Atemzug ist eine andere Bezeichnung für den Urknall.

    Er hat sich dann immer weiter aufgespalten. Zunächst in Brahma, Shiva, und weitere Formen von Vishnu. Dieser Aufspaltungs- und Teilungsprozess ging immer weiter. So kam es zu Begriffen wie "Ashta Lakshmi" (achtfache Lakshmi) die die Teilung von Lakshmi in acht Hauptteile bezeichnet. Weiter fortgeführt steckt heute in jedem Menschen ein winziges Stück von Lakshmi, bei manchen mehr, bei anderen weniger.

    Das heisst, am Anfang war der Geist da, aus ihm hat sich die Materie verdichtet. Nicht wie bei der materialistischen Theorie der "Ursuppe", aus dem sich zufällig Leben gebildet hätte, das dann irgendwann Bewusstsein bekommen und die Götter geschaffen hätte.

    So komme ich genau zu dem umgekehrten Schluss: Nicht wir Menschen haben die Götter geschaffen, sondern wir sind das Ergebnis des Atemzugs von Maha-Vishnu und der folgenden Teilung der Götter.

    Maha-Vishnu teilt sich in seine weibliche Hälfte Lakshmi und weitere Formen.

    Die achtfache Lakshmi teilt sich auf in folgende Formen:
    • Adi Lakshmi oder Maha Lakshmi, die ursprüngliche Glücksgöttin.
    • Dhana Lakshmi, regiert über das Geld.
    • Dhanya Lakshmi, wacht über die Landwirtschaft.
    • Gaja Lakshmi, gibt Reichtum an Vieh.
    • Santana Lakshmi, schenkt Nachkommen.
    • Veera Lakshmi, verleiht Mut im Kampf.
    • Vijaya Lakshmi, gibt Sieg.
    • Vidya Lakshmi, Göttin der Weisheit, Kunst und Wissenschaft.
     
  6. Xonolil

    Xonolil Aktives Mitglied

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    Gewitter und Blitze sind auch eine Art von Energieaustausch zwischen Erde und Himmel. Sind diese eurer Meinung nach zulässig?

    Und viele Arbeiter bei Unternehmen und Unternehmensberatungen kennen die Begriffe "Landwirtschaft, Vieh, Kampf" gar nicht mehr.
    Glücklicherweise kenne sie den Begriff "Kampf" nicht mehr, sonst wären sie unfähig in ihren Beziehungen zu ihrem Geschäftspartner.
     
  7. Holztiger

    Holztiger Sehr aktives Mitglied

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    http://vedanta-yoga.de/alle-indischen-gotter/

    Vortrag anhören, lesen und staunen - Situation überdenken xD
     
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  8. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Natürlich sind Gewitter zulässig. Darin sahen die Mensch seit alters her das Wirken Indras, des Blitzeschleuderers. Und in dem Donner hörten sie seinen Zorn.

    Gerade in modernen Unternehmen wird ganz ordentlich gekämpft. Und ob sie Landwirtschaft und Vieh noch kennen, es gibt sie.
     
  9. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Danke für den schönen Link. Die oben genannten acht Formen von Laksmi kommen dort gar nicht vor. Ich aber werde eine komplette Liste bringen.
     
  10. Holztiger

    Holztiger Sehr aktives Mitglied

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    Bemühe dich nicht um eine komplette Liste, das ist Unsinn. All die Millionen Götter muß man garnicht aufzählen, das ist unmöglich und auch unnötig um das Prinzip dieses P. zu erfassen.

    Alles Sein entspringt der namenlosen, formlosen Schöpferkraft Brahman und sämtliche Götter sind eine göttliche Ausdrucksform, gleich all den Göttern, Halbgöttern, Geistern und Menschen.

    Im alten Indien waren die Menschen dem göttlichen Wesen näher (*) als im Westen, weil sie sich leichter mit dessen Ausdruck im Alltag persönlich identifizieren konnten.
    Wir befinden uns hier allerdings in einer Umbruchsphase, in der diese alten Werte keinen Bestand mehr haben.

    (*näher im Sinne von ja das bin ich und nicht oh dort ist Gott, dem ich huldigen muß)
     
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