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Cochrane Metastudie (Gesundheitschecks auf dem Prüfstand)

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von Amant, 17. März 2015.

  1. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    4.089
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    Was bringen Früherkennungs-Checks wirklich? In der Cochrane Metastudie ergaben sich einige interessante Anhaltspunkte dafür, dass der regelmäßige Chech-up weniger bringt als erhofft. (Aktuelle Sendung auf 3 Sat wird sicher auch wiederholt bzw. ist in der Mediathek verfügbar.)

    "Das haben dänische Forscher des Nordic Cochrane Centre in Kopenhagen bei einer Auswertung von 14 Studien mit insgesamt mehr als 182.000 Menschen festgestellt. Es starben genauso viele Teilnehmer, die regelmäßig die kostenlosen Vorsorgeuntersuchung wahrnahmen, wie Studienteilnehmer ohne Check-up. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen, Krankschreibungen und Facharztüberweisungen sei in beiden Gruppen gleich, berichten Lasse Krogsbøll und seine Kollegen. Die Ergebnisse der in der Cochrane Database veröffentlichten Übersichtsarbeit deuten darauf hin, dass die auch in Deutschland angebotene Form der unspezifischen Check-ups nur wenig gesundheitliche Vorteile bringe."

    "Wir sagen damit nicht, dass Ärzte aufhören sollen, Tests durchzuführen, wenn sie eine bestimmte Krankheit vermuten", betont Krogsbøll. Auch gezielte Früherkennung, wie beispielsweise die Krebsvorsorge beim Frauenarzt, sei damit nicht gemeint. Aber die Auswertung zeige, dass es wenig sinnvoll sei, öffentliche Gelder dafür auszugeben, beschwerdefreie Menschen zur Rundum-Untersuchung einzuladen."

    Die Studie im Detail

    Ziel


    Die Forscher der Cochrane Collaboration wollten herausfinden, ob allgemeine Gesundheitsuntersuchungen den Patienten mehr Nutzen bieten, als sie Schaden anrichten.

    In Deutschland gibt es mit dem Gesundheits-Check-up ein solches Angebot, das jeder gesetzlich Krankenversicherte ab dem 35. Geburtstag alle zwei Jahre wahrnehmen darf. Der Unterschied zum normalen Besuch beim Arzt ist, dass es für den Check-up keinen Anlass gibt - es werden also Menschen untersucht, die sich gesund fühlen. Das Ziel ist, Krankheiten zu finden, die noch keine Symptome verursachen, aber besser behandelbar sind, wenn sie früh erkannt werden, zum Beispiel Bluthochdruck oder Diabetes.


    Ergebnis

    Schlussfolgerung

    Cochrane Review

    Schwächen der Studie (hierzu bitte die Links auf der Seite direkt anklicken)

    http://www.spiegel.de/gesundheit/di...-up-verlaengert-das-leben-nicht-a-861565.html


     
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  2. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    4.089
    Früherkennungsuntersuchungen sind sinnvoll - aber nicht immer


    "Nicht alle Früherkennungsuntersuchungen verbessern die Gesundheit. Sie können auch nutzlos sein oder gar schaden. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin. Es lohnt sich also, die Vor- und Nachteile von Früherkennungsuntersuchungen abzuwägen, bevor man sich für oder gegen eine Teilnahme entscheidet."


    Möglichkeiten der Früherkennung werden oft überschätzt


    "Krankheiten früh zu erkennen, ist erst sinnvoll, wenn sie dadurch besser behandelt werden können. Doch das ist nicht immer der Fall: Vorsorgeuntersuchungen versprechen das Vermeiden von Erkrankungen oder die Sicherheit auf Heilung und wecken dadurch Hoffnungen. Dieses Versprechen wird aber nicht immer eingelöst."


    Früherkennung kann in falscher Sicherheit wiegen


    ....

    Patientennetz


    Die Mortalitätsrate als vergleichendes Ergebnis der Probanden mit regelmäßigen Screenings und die der Kontrollgruppen ohne Screening (d.h. Arztbesuch erfolgt nur bei Anzeichen von Krankheit) in der umfassenden Metastudie weicht fast nicht voneinander ab, d.h. die Sterblichkeit mit und auch ohne Screening ist fast identisch (Cochrane).

    Wie haltet Ihr das mit Gesundheits-Checks und Vorsorgeuntersuchungen, wie Darmspiegelungen, Prostata, Mammografie Screening u.a.m.?
     
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  3. FIWA

    FIWA Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2011
    Beiträge:
    12.990
    Das sollte aber jedem bewusst sein, das eine Früherkennungsuntersuchung nur eine Momentaufnahme wiederspiegelt. Es kann schon morgen anders sein.

    Man braucht auch nicht an Krebs zu sterben, sondern kann am nächsten Tag von nem 40 Tonner überrollt werden. Das ist das Leben.


    Aber schau, Tiere kennen so keine Medizin wie unsere und verrecken normalerweise in der Botanik.
    Wir, als Menschen, haben die Medizin und leben länger, auch Tiere, die, die Tiermedizinen genießen dürfen, leben länger.
    Was sagt dir das ?

    So schlecht und unnütz ist die Medizin nicht. Wer das meint, kann natürlich auch ein Interesse dahinter haben, die Medizin schlecht zureden, was in sich aber Blödsinn wäre, denn sie wären die Ersten, die bei Wehwehchen zum Doktor rennen. :sneaky:

    Vorsorge bedeutet keine Sicherheit einen Schutz für das Leben zu haben. Auch angeblich gesund zu leben, bedeutet keinen Schutz fürs Leben, es ist auch nur eine Vorsorge und verhindert nicht den 40 Tonner oder den Treppensturz, oder, oder oder ........
     
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  4. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    4.089
    @FIWA : Stimme dir in einigem zu.

    Wer jedoch sagt, dass die Schul-Medizin unnütz wäre? Keiner. Die Metastudie spiegelt nur die Sinn- bis hin sogar Unsinnhaftigkeit der reihenweisen Früherkennungsmaßnahmen wieder. Etwas, was mir schon lange schwant, angesichts der immer neueren Screenings, die Dir/einem vom Arzt unbedingt empfohlen werden zu nutzen, ähm zu bezahlen natürlich auch.
    ;-)
     
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  5. Mipa

    Mipa Sehr aktives Mitglied

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    Ort:
    zwischen burgen, klöstern und reben
    Die mammographie finde ich sinnvoll, wenn die die mutter/grossmutter früh an brustkrebs erkrankt ist und es auf eine vererbbare problematik hinweist, vielleicht alle 2-4 jahre. Bei der darmspiegelung sehe ich es auch so ähnlich.

    Momentan erscheint mir persönlich der check des Cholesterinspiegels im blut am sinnvollsten. Hier kann schon früh unerkannt eine erhöhung eintreten und die komplikationen treten früh und vielfältig auf und können schwerwiegende probleme bereiten. Im gegenzug kann man den spiegel mit einfachen massnahmen tief halten.

    Blutdruckkontrolle (kann man ja selber durchführen) finde ich sehr sinnvoll. Ist eine einfache kontrolle und gibt nach einigen wochen messung einen sicheren aufschluss darüber, ob risiken für bestimmte Herz-kreislauf erkrankungen oder hirnschlag bestehen. Generell bin ich ein fan der blutdruckmessung, weil der bd als vitalzeichen einfach über den momentanen (gesundheits)zustand informieren und man mit seiner kenntnis schon einiges ausschliessen kann.

    Ansonsten bin ich eher für gesunde ernährung und gewichtskontrolle, als untersuchungen.:)
     
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  6. Kallisto

    Kallisto Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    1.580
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    Für die vom Gesetzgeber empfohlenen Screenings übernehmen die Kassen bzw. Bund und Länder die Kosten. Das sagt natürlich noch nichts über den langfristigen Sinn aus, aber für den Endverbraucher entstehen keine zusätzlichen Kosten.
     
  7. FIWA

    FIWA Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2011
    Beiträge:
    12.990
    Das ist aber doch für jeden Menschen irgendwie logisch. Früherkennungsmaßnahmen geben nur den momentanen Stand wieder ....... mehr nicht ........ geht auch nicht anders.

    Wenn z.B. festgestellt wird, kein Anzeichen für einen Lungenkrebs, heißt das nicht, rauche schön weiter. Es heißt auch nicht, wenn du nun aufhörst, bekommst du keinen Krebs. Und, wenn du nie geraucht hast, kannste morgen Krebs bekommen, oder eben vom 40 Tonner ........ Matsch :sneaky:

    Das sollte man aber schon wissen ......... meine ich so mal.
     
  8. puenktchen

    puenktchen Guest

    das ist der falsche Weg Geld sparen zu wollen. Da müßte meiner Meinung nach ganz woanders angesetzt werden.
    Die Vorsorgeuntersuchungen sind mM sehr sinnvoll und müßten mM sogar noch ausgeweitet werden. Einmal im Jahr ab 35 Jahren zum Arzt und eine noch viel präzisere Blutuntersuchung.

    ich bin der Meinung, daß der Allgemeinheit es ein riesiges Vermögen kostet weil viele Menschen nicht kochen können mit natürlichen Zutaten und auf gesundheittsschädliche "Helfer" in der Küche zurückgreifen oder auf viel zu salzige Fertigprodukte umsteigen.
    Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Fettleibigkeit. DAS ist es was tatsächlich die Kosten (für alle) in die Höhe treibt.
    und ich empfinde es einfach als frech, wie gestern ja schon in den großen Medien zu hören und zu sehen war, daß ein Mammographie Screening die Sterblichkeitsrate nicht mindert und angeblich bei Frauen ein Dauertrauma/ angst auslöst. Im Gegensatz zu früher, wird heute mehr operiert an der Brust, aber dadurch bleiben auch vielen Frauen ihre Brüste erhalten! und wer davor Angst oder Panik hat, geht nicht hin, kann man nicht ändern. aber wer wert auf Vorsorge legt, darf regelmässig ab 50 dorthin gehen. Und das finde ich sehr wichtig!

    Nein, niemals darf am falschen Ende gespart werden, das ist einfach nur dumm und unüberlegt!
     
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  9. FIWA

    FIWA Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    12.990
    Das ist das Entscheidende. Man kann heute das Blut so zerlegen, dass man alles findet.
    Nur, das es nicht gemacht wird, darf man den Ärzten und der Medizin damit, keinen Vorwurf machen. Es liegt halt da an der Zahlmethode der KKs.

    Nur auch dazu bedenken, totale Zerlegung des Blutes wird teuer und wird daher aus "Spaß an der Freude" nicht gemacht.

    Die Angst lebt bei Vorsorge und auch Nachsorge mit. Bei mir wird auch so zweimal im Jahr das Blut zerlegt, ein "bisschen" weiter als normal und da schwingt auch Schiss mit. Wer da sagt, nein, bei mir doch nicht, der lügt.
    Ich habe auch immer Angst vor dem Ergebnis, obwohl positiv eingestellt und das ist ganz normal. Wer keine Angst hat, hat ne Körpertemperatur von - 2 Grad.

    Fazit bleibt, wenn man das Blut generell total zerlegen würde, womit die Kosten dafür auch billiger werden würden, könnten manche Vorsorgeuntersuchungen eingespart werden, eigentlich alle.
    Aber, dem ist halt nicht so und daher bleiben dann Vorsorgeuntersuchungen und wenn ein Verdacht, oder auch nur eine Vermutung besteht, wird nachgebohrt.

    Und somit, das System ist eigentlich nicht schlecht in sich. Nur, vors Leben schützt es auch nicht und da kann jeder Tag der Letzte sein. ;):sneaky:
     
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  10. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

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    Ja, das ist Deine Meinung, aber hat die auch irgendeinen allgemeingültigen und fachlich unterlegten Gehalt oder Bestand? Außer, dass es Deine persönliche Einschätzung ist, verursacht vielleicht auch noch durch eine latente Furcht?

    Verstehst Du den Ansatz dieser Metastudie bzw. dass es dabei nicht darum geht, Geld durch eine Reduzierung der Vorsorgemaßnahmen einzusparen?

    Exemplarisch an einem Beispiel:

    "Risiko Prostatakrebs?

    Wenn man abwägen will, wie sinnvoll diese Krebs-Früherkennungsuntersuchung ist, sollte man zunächst wissen, wie häufig der Krebs ist – und wie tödlich. Ab dem Alter von 60 Jahren hat bereits rund ein Drittel der Männer Prostatakrebs. Der Anteil steigt mit den Jahren weiter an. Bei Männern ab 80 Jahren haben etwa 60 Prozent Prostatakrebs. Diese Daten stammen aus Autopsien verstorbener Männer, die aus anderen Gründen gestorben sind und die noch nicht einmal wussten, dass sie Krebs hatten! Die Zahlen variieren von Studie zu Studie, aber in einem sind sich die Experten einig: Häufig ist Prostatakrebs nicht aggressiv. Denn schaut man sich die Todesursachen an, dann sterben vergleichsweise wenige Männer an Prostatakrebs – rund drei Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum sterben rund fünf Prozent aller Männer an Unfällen, beispielsweise im Straßenverkehr und im Haushalt. Heute sterben sogar weniger Männer an Prostatakrebs als vor 15 Jahren, aber es konnte kein Zusammenhang zwischen Screening und Sterberate festgestellt werden. Denn auch in Ländern ohne Screening ist die Sterberate gesunken. Prostatakrebs ist also häufig, aber relativ selten tödlich."

    "Mögliche Nebenwirkungen der Krebstherapie

    Bevor sich Arzt und Patient nach der Krebsdiagnose für eine operative Entfernung der Prostata entscheiden, muss der Patient wissen, dass es zu gravierenden Nebenwirkungen kommen kann. Die Angaben zur Anzahl der Betroffenen variieren von Studie zu Studie allerdings stark – je nach Definition der Nebenwirkung. Zwischen 5 und 28 Prozent der Operierten haben nach dem Eingriff mit Inkontinenz zu kämpfen. 20 bis 80 Prozent sind danach impotent. Bei einigen Patienten gehen die Beschwerden mit der Zeit zurück, einige behalten sie bis zu ihrem Lebensende. Andere Patienten entscheiden sich statt für eine OP für eine Strahlentherapie. Auch hier können Impotenz und Inkontinenz als Nebenwirkung auftreten, allerdings nicht in dem Ausmaß wie bei der Operation. Durch die Bestrahlung der Prostata kann es zum Beispiel auch zu Darmproblemen wie etwa Durchfall oder schmerzhaften Entzündungen der Enddarmschleimhaut kommen – in den meisten Fällen klingen die Beschwerden einige Zeit nach der Bestrahlung ab. Bei einigen Patienten können sie jedoch chronisch werden."

    http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/krebsvorsorge-prostatakrebs100.html

    Es geht auch um das Risko Fehlalarm und daraus resultierende schwerwiegende Eingriffe, die dem Patienten u.U. mehr Schaden zufügen. Oder aber um Überdiagnosen, die in Folge der Screenings gestellt werden.

    "Andererseits führte das Screening zu einem hohen Anteil an Überdiagnosen. Die an dieser Screening-Studie beteiligten Forscher schätzen, dass bis zu 50 Prozent der Diagnosen Überdiagnosen sind."

    Eine Überdiagnose ist eine richtig erkannte Krankheit, die jedoch nicht auffällig geworden wäre, wenn man nicht nach ihr gesucht hätte. Der Mensch ist zwar objektiv krank, aber er hätte davon nichts gemerkt und er hätte unbeschwert leben können. Dass es Überdiagnosen geben muss, kann man statistisch begründen, man kann aber nicht vorhersagen, welcher konkrete Krankheitsfall eine Überdiagnose darstellt. Eine Überdiagnose bringt meist eine Übertherapie mit sich.

    Überdiagnose und Übertherapie werden als die größten Schäden von Früherkennungs-Untersuchungen angesehen.
     

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