Ziviler Ungehorsam - was darf (Klima-)Aktivismus?

Das Eine hat für mich aber absolut nix mit dem Anderen zu tun.

Nicht?

Ob diese allgemeine Bewegungsfreiheit blockierenden, Kunst und Kultur beschmierenden, vollgekleisterten Narrenhände – später wirklich mal als Helden in die Geschichte eingehen werden, wird eh nur die Zeit erweisen können.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht zu Helden werden, denn das sind sie nicht.

Ebenso wenig ist ein Volker Wissing ein Held, wenn er selbst einfache kleine Klimaschutzmaßnahmen in seinem Sektor ablehnt und so die Klimaziele sehenden Auges stärker reißt als für ihn möglich umsetzbar wäre. Er glaubt damit die Freiheit zu verteidigen im Irrglauben, dass Freiheit nur durch Individualverkehr mit Vrbrennermotoren zu erreichen wäre...

Die Klimakleber erzeugen Staus, behindern den Verkehrsfluss und tragen so dazu bei, dass Rettungsfahrzeuge u.U. nicht schnell am Ziel sind. Das sind Straftaten, die der Tat und Schuld angemessen bestraft gehören, und ich schätze unser Rechtssystem hoch genug ein, da ausgewogene und differenzierte Entscheidungen zu treffen. Wir leben immerhin nicht in einer Diktatur mit drakonische Willkürjustiz, die die Klimaaktivisten auf diese Weise in der Geschichte zu Märtyrern machen könnte...

Die Regietungen weltweit tragen mit ihrem Unvermögen sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen und eine Infrastruktur zu schaffen, die für alle Menschen ein klimafreundliches Leben einfacher und günstiger macht, dazu bei, dass der Klimawandel deutlich stärker zuschlagen wird, als möglich gewesen wäre. Wie können wir das ahnden? Wie können wir Volker Wissen beispielsweise zur Verantwortung ziehen?
 
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Bei dem Geld, was von „großzügigen Spendern“ verballert wird, könne man stundenlang im TV Werbeslot kaufen und Infomaterial senden.

Leuten auf den Sack zu gehen, ist in jeder Situation, die schlechteste Alternative, wenn man was erreichen will.
Machen wir uns nichts vor, egal in welcher politischen und/oder gesellschaftlicher Farbe protestiert wird, die Akteure im Rampenlicht sind häufig nicht die schnellsten Zahnräder im Getriebe.

Für das Geld, was da sinnlos und unnötig verballert wird, könnte man Leute bezahlen, die den ganzen Tag nicht anderes machen, als Politiker auf Schritt und Tritt zu folgen und bei jedem TV-Interview im Hintergrund ein Schild hochhalten mit Infos zum Thema Klimawandel. Postwurf-Sendungen, Telefonanrufe, WhatsApp Nachrichten. Gebt mir genug Geld und Leute und ich treibe die Gesellschafft in die Verzweiflung. :D

Lustige Vorstellung, und solltest Du das Geld kriegen, wäre ich gerne mit dabei.

Aber ich glaube, das wäre auch nicht zielführend. Das Thema ist doch seit den 1970er Jahren zumindest den interessierten Menschen bekannt und seit den 1990er Jahren allgegenwärtig. Kürzlich wurde bei der ARD das Format "Wissen vor 8" durch "Klima vor 8" ersetzt. Ob das gut war... immerhin ist die Wissenschaft groß und interessant genug, als dass nur dieses Thema interessant wäre; und es ist leider auch nicht das einzig wichtige.

Ich glaube nicht, dass wir mehr Aufklärung brauchen, ich glaube wir brauchen andere, bessere Aufklärung. Wir brauchen (und haben teilweise) Konzepte zum sozial gerechten Klimaschutz, der für alle Menschen einfach umsetzbar und günstig wird, und wir brauchen die Kommunikation, dass mit solchen Konzepten das Leben nicht mit viel mehr Mühen und viel mehr Kosten verbunden wäre. Wir brauchen eine Kommunikation, die aufzeigt, dass es auch ohne dif vegane, sozialistische Öko-Diktatur gehen kann, die einige Klimaschuzzgegner und Klimafakten-Leugner als Schreckgespenst an die Wand malen. Wir brauchen eine Kommunikation, die nicht den moralischen Zeigefinger erhebt: "Du bist böse, wenn Du Auto fährst.", sondern eine, die sagt und aufzeigt: "Schsu mal, so könnte ein Leben ohne viel Individualverkehr such gut funktionieren ohne große Abstriche in der Mobilität machen zu müssen."

(Ein Kommunikations-Ideal, an dem auch die Klimakleber kläglich scheitern btw).
 
Nicht?



Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht zu Helden werden, denn das sind sie nicht.

Ebenso wenig ist ein Volker Wissing ein Held, wenn er selbst einfache kleine Klimaschutzmaßnahmen in seinem Sektor ablehnt und so die Klimaziele sehenden Auges stärker reißt als für ihn möglich umsetzbar wäre. Er glaubt damit die Freiheit zu verteidigen im Irrglauben, dass Freiheit nur durch Individualverkehr mit Vrbrennermotoren zu erreichen wäre...

Die Klimakleber erzeugen Staus, behindern den Verkehrsfluss und tragen so dazu bei, dass Rettungsfahrzeuge u.U. nicht schnell am Ziel sind. Das sind Straftaten, die der Tat und Schuld angemessen bestraft gehören, und ich schätze unser Rechtssystem hoch genug ein, da ausgewogene und differenzierte Entscheidungen zu treffen. Wir leben immerhin nicht in einer Diktatur mit drakonische Willkürjustiz, die die Klimaaktivisten auf diese Weise in der Geschichte zu Märtyrern machen könnte...

Die Regietungen weltweit tragen mit ihrem Unvermögen sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen und eine Infrastruktur zu schaffen, die für alle Menschen ein klimafreundliches Leben einfacher und günstiger macht, dazu bei, dass der Klimawandel deutlich stärker zuschlagen wird, als möglich gewesen wäre. Wie können wir das ahnden? Wie können wir Volker Wissen beispielsweise zur Verantwortung ziehen?
Nö! – Bei denen trifft für mich nicht mal der Begriff „Symbolpolitik“ den Polizeiknüppel auf den Demonstrantenkopf.
Dagegen ist ja selbst Wissings Deutschlandticket eine grandiose realpolitische Glanzleistung, find ich. :weihna1
 
Nö! – Bei denen trifft für mich nicht mal der Begriff „Symbolpolitik“ den Polizeiknüppel auf den Demonstrantenkopf.

Die Metapher verstehe ich irgendwie nicht...

Dagegen ist ja selbst Wissings Deutschlandticket eine grandiose realpolitische Glanzleistung, find ich. :weihna1

... wozu er mühsam überredet werden musste. Hoffen wir, dass es seinen Zweck erfüllt und der ÖPNV dadurch attraktiver wird.
 
Lustige Vorstellung, und solltest Du das Geld kriegen, wäre ich gerne mit dabei.

Aber ich glaube, das wäre auch nicht zielführend. Das Thema ist doch seit den 1970er Jahren zumindest den interessierten Menschen bekannt und seit den 1990er Jahren allgegenwärtig. Kürzlich wurde bei der ARD das Format "Wissen vor 8" durch "Klima vor 8" ersetzt. Ob das gut war... immerhin ist die Wissenschaft groß und interessant genug, als dass nur dieses Thema interessant wäre; und es ist leider auch nicht das einzig wichtige.

Ich glaube nicht, dass wir mehr Aufklärung brauchen, ich glaube wir brauchen andere, bessere Aufklärung. Wir brauchen (und haben teilweise) Konzepte zum sozial gerechten Klimaschutz, der für alle Menschen einfach umsetzbar und günstig wird, und wir brauchen die Kommunikation, dass mit solchen Konzepten das Leben nicht mit viel mehr Mühen und viel mehr Kosten verbunden wäre. Wir brauchen eine Kommunikation, die aufzeigt, dass es auch ohne dif vegane, sozialistische Öko-Diktatur gehen kann, die einige Klimaschuzzgegner und Klimafakten-Leugner als Schreckgespenst an die Wand malen. Wir brauchen eine Kommunikation, die nicht den moralischen Zeigefinger erhebt: "Du bist böse, wenn Du Auto fährst.", sondern eine, die sagt und aufzeigt: "Schsu mal, so könnte ein Leben ohne viel Individualverkehr such gut funktionieren ohne große Abstriche in der Mobilität machen zu müssen."

(Ein Kommunikations-Ideal, an dem auch die Klimakleber kläglich scheitern btw).

Es ist nicht nur Aufklärung. Es gibt ja schon die Technologien, für Energiegewinnung, für Recycling, für Energiesparen. Schon in den 90ern wurde ein Kühlschrank Namens "Green Freeze" erfunden, der mit der Energie einer Kerze zu betreiben war.
Es gibt bereits alles, was nötig wäre, aber immer wenn etwas erfunden wird, wird das Patent sofort aufgekauft von Konzernen mit genügend Geld und verschwindet in einer Schublade.
 
Nach meinem Dafürhalten ist da ein harter Kern zu einer fanatischen, vermeintlich heilsbringenden Sekte mutiert.

Ob es denen allen wirklich um Klimaschutz geht, ist mehr als fraglich.
Sonst würden sie nicht mit allen erdenklichen Mitteln versuchen, die Menschen gegen sich aufzubringen, wo es eigentlich dringend notwendig wäre, so viele Menschen wie möglich für ihr Anliegen zu überzeugen.

Ich fürchte, hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und eher das Gegenteil von Akzeptanz und Überzeugung erreicht.
 
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Nach meinem Dafürhalten ist da ein harter Kern zu einer fanatischen, vermeintlich heilsbringenden Sekte mutiert.

Ob es denen allen wirklich um Klimaschutz geht, ist mehr als fraglich.
Sonst würden sie nicht mit allen erdenklichen Mitteln versuchen, die Menschen gegen sich aufzubringen, wo es eigentlich dringend notwendig wäre, so viele Menschen wie möglich für ihr Anliegen zu überzeugen.

Ich fürchte, hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und eher das Gegenteil von Akzeptanz und Überzeugung erreicht.
Das Gleiche gibt es ja auch im Tierschutz. Militante Tierschützer, die Tiere aus Farmen "retten", diese dann mehr oder weniger ein paar Tage später elendig an einem anderen Ort verrecken, weil sie nie gelernt haben, in der Wildnis zu überleben.
 
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