Wie teuer ist die Menschenwürde - oder .....

  • Ersteller Ersteller SammyJo
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Bulli bitte, Du kennst doch den Begriff Fetisch oder? Und solange es auf Freiwilligkeit beruht kann sich jeder sexuell austoben wie er will. Und keiner hatt das Recht jemanden wegen seiner sexuellen Ausrichtung anzugreifen.

Was für Dich unverständlich ist leben nunmal Andere und umgekehrt ist es genauso.

Man muss gewisse Dinge nicht verstehen, das Zauberwort ist Toleranz und solange ich damit nicht konfrontiert werde, kann mein Nachbar gerne seine Frau jeden Abend ans Bett fesseln, knebeln und ihr den Hintern mit einer Neunschwänzigen versohlen - wenn er und sie darauf stehen, dann sollen sie es tun.

Wichtig ist es dass sie andere damit nicht belästigen, hinter der verschlossenen Tür kann jeder seine Sexualität leben und ich schließe Mißbrauch usw aus, ich setze hier die Freiwilligkeit der Paare voraus.
 
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:rolleyes:
Ah ja. Weil es ein paar sexuell Frustrierte gibt, ist es mit der Menschenwürde vereinbar, Frauen in Pisse und Wichse halb zu ertränken. Bestechende Logik.
Wenn Die Frauen das selber wollen weil es sie anturnt und sie diese art von Sex wollen oder aber sie sich dafür entschieden haben selbiges für Geld mitzumachen weil sie zumindest kein Problem damit haben, ja es ist mit der Menschenwürde, dem Selbstbestimmungsrecht und der persönlichen Freiheit vereinbar!!

:rolleyes:
Ja ja, wenn deine Mutter, Schwester, Tochter, Freundin beschlösse, sich von 150 Pennern vollpissen und vergewaltigen zu lassen, dann fändest du das höchst kunstvoll... Ich seid allesamt so eine scheinheilige Bande von Heuchlern.

Wenn sie es selbst wollen und das beschließen kann ich da nichts gegen machen, es wäre deren freie Entscheidung.
Es sind erwachsene Menschen mit dem recht auf sexuelle selbstbestimmung!!

Wobei ich dann die Beziehung zu meiner Freundin abbrechen würde... ich bin zu besitzergreifend um damit zu leben das sie mich mit 150anderen Männern betrogen hat.

Ob es sich dabei um Kunst, Pornographie oder Pornographische Kunst handelt... das ist Meinungssache.
Erstmal müsste es ja jemand in irgendeiner Form festhalten, ob nun bildlich oder in anderer Form.

Aber sach mal, warum schreibst Du:" Von 150 Pennern...", ist es etwas anderes wenn eine Frau von 150 Pennern vergewaltigt und angepisst wird oder von 150 Bankern??

Sind Penner jetzt irgendwelche Untermenschen in Deinen Augen?? Doch sehr bedenklich...

:rolleyes:
Was hat er denn gelernt. Früher fand er es geil, Ausländer zu erniedrigen. Jetzt findet er es geil, Frauen zu erniedrigen. Ich finde, er ist ganz der alte geblieben.

Das einzige was ich von Fist hier lese ist das er sich für die persönliche Freiheit von Menschen und deren Sexuelle Selbstbestimmung einsetzt.
Du erniedrigst Frauen in dem Du ihnen diese Recht absprichst.

:rolleyes:
...es ein paar sexuell Frustrierte...

Der einzige der hier sexuell frustriert ist das bist Du selbst. Entweder findest Du Sex bei dem man die Vorhänge auflässt, das Licht an und der nicht unter der Bettdecke stattfindet als krank... oder aber Du bist neidisch weil andere Leute es schaffen guten gewissens das auszuleben wovon Du nur träumst...
Aber was solls, so merkbefreite Leute wie Dich muss es auch geben, über wen könnte ich sonst lachen:D
 
Mal eine Frage an SammyJo, ob ich es richtig verstanden habe: die 100 - 150 Männer, vergreifen sich gleichzeitig an der Frau, oder? Es geht hier nicht darum, das es nacheinander geschieht, im Verlauf von Wochen, sondern einiger weniger Stunden?! Kann mich schwach daran erinnern, sowas schon mal gelesen zu haben, war wahrscheinlich auch in der einstigen Diskussion.
 
Mal eine Frage an SammyJo, ob ich es richtig verstanden habe: die 100 - 150 Männer, vergreifen sich gleichzeitig an der Frau, oder? Es geht hier nicht darum, das es nacheinander geschieht, im Verlauf von Wochen, sondern einiger weniger Stunden?! Kann mich schwach daran erinnern, sowas schon mal gelesen zu haben, war wahrscheinlich auch in der einstigen Diskussion.


Ja,

an einem "Drehtag". Bis zu 150 Männer und mehr, eine Frau kniet aufgebockt auf einem Podest, es gibt zwei "Anbläserinnen", so daß jeweils zwei Männer vorne und hinten durchstarten können.

Oder es wird vorne der Mund aufgedrückt und aus einer Schale Urin und Sperma reinlaufen gelassen währenddessen. Wenn sie sich verschluckt, hat sie halt Pech gehabt und muss es vom Boden dann auflecken. Oder der Kopf wird in ein Pissbecken mit Urin und Sperma brutal an den Haaren ziehend, drücken und zerren im Wechsel eingetaucht bis kurz vorm Ertrinken.

Wen ich das so lese hier vor dir, würde ich sagen, daß der Spruch: "Oh, jetzt melden sich die Angepissten" erst eine richtige Bedeutung für mich bekommt. Übrigens Leute, mit Sexualität hat das nichts mehr zu tun, falls ihrs immer noch nicht gemerkt habt. Weder der Konsum der Filme, noch die Teilnahme daran. Eher mit Geisteskrankheit.

Nebenbei möchte ich noch sagen, daß einige wirklich gebrochen sind hinterher.

Mir klar, daß sie - da es im Vertrag steht - so schauspielern müssen, als daß sie das geil finden, es gelingt bald aber nicht mehr. Es spritzt Blut, Schleimhäute sind nicht ewig strapazierbar und auch sonst, naja.

In der Schweiz sind die Filme verboten übrigens. Ja, die wissen wohl, was da wirklich abgeht.
 
Ja,

an einem "Drehtag". Bis zu 150 Männer und mehr, eine Frau kniet aufgebockt auf einem Podest, es gibt zwei "Anbläserinnen", so daß jeweils zwei Männer vorne und hinten durchstarten können.

Oder es wird vorne der Mund aufgedrückt und aus einer Schale Urin und Sperma reinlaufen gelassen währenddessen. Wenn sie sich verschluckt, hat sie halt Pech gehabt und muss es vom Boden dann auflecken. Oder der Kopf wird in ein Pissbecken mit Urin und Sperma brutal an den Haaren ziehend, drücken und zerren im Wechsel eingetaucht bis kurz vorm Ertrinken.

Wen ich das so lese hier vor dir, würde ich sagen, daß der Spruch: "Oh, jetzt melden sich die Angepissten" erst eine richtige Bedeutung für mich bekommt. Übrigens Leute, mit Sexualität hat das nichts mehr zu tun, falls ihrs immer noch nicht gemerkt habt. Weder der Konsum der Filme, noch die Teilnahme daran. Eher mit Geisteskrankheit,

Nebenbei möchte ich noch sagen, daß einige wirklich gebrochen sind hinterher.

Mir klar, daß sie - da es im Vertrag steht - so schauspielern müssen, als dasß sie das geil finden, es gelingt bald aber nicht mehr. Es spritzt Blut, Schleimhäute sind nicht ewig strapazierbar und auch sonst, naja.

In der Schweiz sind die Filme verboten übrigens. Ja, die wissen wohl, was da wirklich abgeht.


Dann habe ich es richtig in Erinnerung gehabt. Hatte mich einst schon zutiefst entsetzt, obgleich ich diese Bilder nie gesehen habe, lediglich von gelesen. Hätte es mir angesehen, wäre ich wohl selbst traumatisiert worden. Ich kann daran auch echt nichts tolles finden, und normal finde ich es schon gar nicht. Meine Vorstellungskraft reicht auch nicht dazu aus, daß jemand daran Spaß hat (außer die Horde Männer, sicherlich). Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Wenn Partner und Partnerin Fesselspiele machen, oder jemand eine Domina ausfucht oder einen Swingerclub besucht - das ist doch ganz was anderes.

Werden die Männer für diese Videos eigentlich auch bezahlt? Wieviel bekommt eine Frau für sowas? Weißt Du, wie leicht sie dafür zu haben ist? Für ein paar Hunderter wird es doch niemand tun?! Es sei denn, die Frau ist sehr verzweifelt und in einer ganz erbärmlichen Lage. Oder sie wurde manipuliert, daß sie am ende selbst denkt, sie tut was ganz tolles.

Kann mich noch erinnern, daß es auf solchen Veranstalltungen auch schnell mal zur Entgleisung kommt, und die "geile Horde" nicht mehr aufzuhalten ist. Es werden wohl kaum Sicherheitskräfte vor Ort sein, die eingreifen, wenn es arg zu heftig wird, oder?

Das sind wirklich Abgründe, die es meiner Meinung nach nicht geben müßte. Frage mich, wie der Typ auf solche Ideen kommt - sicher verkauft er das Ganze als Videos???

:escape:
 
Man muss gewisse Dinge nicht verstehen, das Zauberwort ist Toleranz und solange ich damit nicht konfrontiert werde, kann mein Nachbar gerne seine Frau jeden Abend ans Bett fesseln, knebeln und ihr den Hintern mit einer Neunschwänzigen versohlen - wenn er und sie darauf stehen, dann sollen sie es tun.

Wichtig ist es dass sie andere damit nicht belästigen, hinter der verschlossenen Tür kann jeder seine Sexualität leben und ich schließe Mißbrauch usw aus, ich setze hier die Freiwilligkeit der Paare voraus.
Absolut kein Problem. Was die Leute in ihren Schlafzimmern (oder sonstwo) veranstalten, geht mich nichts an. Aber Thompson produziert ja gewissermaßen für die Öffentlichkeit. Und daher nehme ich mir natürlich das Recht, meinen Senf dazuzugeben. Selbst wenn wir den (wie ich finde unwahrscheinlichen) Fall annehmen, dass eine Frau es anregend findet, sich von wildfremden Kerlen vollpissen zu lassen, bleibt der Umstand, dass der Film letzten Endes verkauft wird an ein Publikum, das sich an der Erniedrigung dieser Frau ergötzt.

Es kam ja die Frage, wo man eigentlich die Grenze ziehen will. Die Frage finde ich gut. Wo zieht man denn die Grenze? Ist tatsächlich alles erlaubt, was vordergründig freiwillig geschieht? Es gibt zahlreiche Experimente, die beweisen, wie leicht es ist, einen Menschen "freiwillig" etwas tun zu lassen, was er eigentlich gar nicht will. Die Securitate hat diese "Kunst" soweit perfektioniert, dass ihre Häftlinge einander folterten und ermordeten.

Straßenkinder in Osteuropa. Die prostituieren sich vollkommen freiwillig. Sie fangen mit 5 oder 6 Jahren an und verrecken mit 15 oder 16 an AIDS. Selbst schuld?

Wer kennt denn nicht das Gefühl, sich einfach mal mit den falschen Leuten eingelassen zu haben oder sich schlicht in einer wichtigen Entscheidung vertan zu haben, weil man in seinem jugendlichen Leichtsinn nicht die ganze Situation überblicken konnte. Ich hatte durchaus schon desöfteren Schwierigkeiten damit, mich von Menschen loszusagen, mit denen ich eigentlich nichts zu tun haben wollte, und die mir irgendwie dennoch ständig auf die Pelle gerückt sind. Man entscheidet da nicht immer rational und sagt: lass mich in Ruhe, das ist nicht was ich will. Man fühlt sich verpflichtet, man will nicht verletzen, man fragt sich, ob man sich vielleicht wieder irrt. Es sind weniger als ein Prozent der Menschen, die mit einem IQ >= 130 zur Welt kommen, und denen man vielleicht ausreichende Weitsicht unterstellen kann. Alle anderen haben diese Weitsicht im Allgemeinen nicht. Jedenfalls nicht in jeder Lebenslage.

Die Depression ist der schlagendste Beweis, dass es Menschen gibt, die nicht "so können, wie sie wollen", obwohl sie dem äußeren Anschein nach vollkommen in Ordnung zu sein scheinen. Man kann dieses Phänomen also nicht einfach als unbegründet abtun. Wer kennt denn nicht den typischen "Klassen-Trottel", der förmlich darum bettelt, gedemütigt und manchmal sogar verdroschen zu werden. Soll man wirklich davon ausgehen, dass das völlig normal ist? In was für ein Gesellschaft würden wir denn leben, wenn wir, anstatt dem Klassen-Trottel zu helfen, seine tagtägliche Erniedrigung als amüsante Anekdote in einer kunterbunten Welt abhaken? Wie fühlt sich eine Mutter, deren Kind sich in der Schule "freiwillig" zur Sau machen lässt? Was soll man ihr sagen? Shit happens?

In was für einer Gesellschaft will man denn leben? In einer Gesellschaft, die jede erdenkliche Perversität hinnimmt, ohne auch nur eine Sekunde zu hinterfragen und alles und jedes mit der wohlfeilen "Freiwilligkeit" zu banalisieren? Genau in einer solchen Gesellschaft wollten die ersten Menschenrechtler eben nicht leben. In einer solchen Gesellschaft wollten auch die französischen Revolutionäre nicht leben. Deshalb beschränkt sich der Begriff der Menschenwürde eben nicht, wie hier fälschlich immer angeführt, auf die unumschränkte Verfügungsgewalt über den eigenen Körper, sondern nimmt immer auch bezug auf einen, zugegeben etwas metaphysischen, Wert des Menschen an sich. Es sollte nicht zuletzt ein Mechanismus geschaffen werden, der verhindert, dass eine aufgeklärte (und daher potenziell säkulare) Menschheit in die völlige Borniertheit und Stumpfheit abrutscht.
 
Ja,

an einem "Drehtag". Bis zu 150 Männer und mehr, eine Frau kniet aufgebockt auf einem Podest, es gibt zwei "Anbläserinnen", so daß jeweils zwei Männer vorne und hinten durchstarten können.

Oder es wird vorne der Mund aufgedrückt und aus einer Schale Urin und Sperma reinlaufen gelassen währenddessen. Wenn sie sich verschluckt, hat sie halt Pech gehabt und muss es vom Boden dann auflecken. Oder der Kopf wird in ein Pissbecken mit Urin und Sperma brutal an den Haaren ziehend, drücken und zerren im Wechsel eingetaucht bis kurz vorm Ertrinken.

Wen ich das so lese hier vor dir, würde ich sagen, daß der Spruch: "Oh, jetzt melden sich die Angepissten" erst eine richtige Bedeutung für mich bekommt. Übrigens Leute, mit Sexualität hat das nichts mehr zu tun, falls ihrs immer noch nicht gemerkt habt. Weder der Konsum der Filme, noch die Teilnahme daran. Eher mit Geisteskrankheit.

Nebenbei möchte ich noch sagen, daß einige wirklich gebrochen sind hinterher.

Mir klar, daß sie - da es im Vertrag steht - so schauspielern müssen, als daß sie das geil finden, es gelingt bald aber nicht mehr. Es spritzt Blut, Schleimhäute sind nicht ewig strapazierbar und auch sonst, naja.

In der Schweiz sind die Filme verboten übrigens. Ja, die wissen wohl, was da wirklich abgeht.


Wie ich schon, weiter oben, geschrieben habe kenne ich ein paar Damen die solche Filme drehen. Einige haben auch schon solche "gang Bang" Szenen gedreht wie Du sie hier beschreibst... manche würden es wieder tun, andere nie wieder... den Frauen wird oft eine menge Geld geboten und die Teilnahme ist freiwillig... die Frauen bestimmen in der Regel selbst wie weit sie in den Filmen gehen wollen. Die einen lassen sich auf Analverkehr ein, die anderen nicht, mehrere Partner oder auch nicht, Sperma Schlucken oder auch nicht, Urin oder eben nicht...

Das es Frauen gibt die nach so einem Film gebrochen sind kann ich mir gut vorstellen, genauso gibt es Frauen die versucht haben als Prostituierte zu arbeiten und dieses einfach nicht verkraftet haben.

Da würde ich aber behaupten das die Verlockung des Geldes dafür gesorgt hat das Frau sich da selbst falsch einschätzt.
 
Absolut kein Problem. Was die Leute in ihren Schlafzimmern (oder sonstwo) veranstalten, geht mich nichts an. Aber Thompson produziert ja gewissermaßen für die Öffentlichkeit. Und daher nehme ich mir natürlich das Recht, meinen Senf dazuzugeben. Selbst wenn wir den (wie ich finde unwahrscheinlichen) Fall annehmen, dass eine Frau es anregend findet, sich von wildfremden Kerlen vollpissen zu lassen, bleibt der Umstand, dass der Film letzten Endes verkauft wird an ein Publikum, das sich an der Erniedrigung dieser Frau ergötzt.

Es kam ja die Frage, wo man eigentlich die Grenze ziehen will. Die Frage finde ich gut. Wo zieht man denn die Grenze? Ist tatsächlich alles erlaubt, was vordergründig freiwillig geschieht? Es gibt zahlreiche Experimente, die beweisen, wie leicht es ist, einen Menschen "freiwillig" etwas tun zu lassen, was er eigentlich gar nicht will. Die Securitate hat diese "Kunst" soweit perfektioniert, dass ihre Häftlinge einander folterten und ermordeten.

Straßenkinder in Osteuropa. Die prostituieren sich vollkommen freiwillig. Sie fangen mit 5 oder 6 Jahren an und verrecken mit 15 oder 16 an AIDS. Selbst schuld?

Wer kennt denn nicht das Gefühl, sich einfach mal mit den falschen Leuten eingelassen zu haben oder sich schlicht in einer wichtigen Entscheidung vertan zu haben, weil man in seinem jugendlichen Leichtsinn nicht die ganze Situation überblicken konnte. Ich hatte durchaus schon desöfteren Schwierigkeiten damit, mich von Menschen loszusagen, mit denen ich eigentlich nichts zu tun haben wollte, und die mir irgendwie dennoch ständig auf die Pelle gerückt sind. Man entscheidet da nicht immer rational und sagt: lass mich in Ruhe, das ist nicht was ich will. Man fühlt sich verpflichtet, man will nicht verletzen, man fragt sich, ob man sich vielleicht wieder irrt. Es sind weniger als ein Prozent der Menschen, die mit einem IQ >= 130 zur Welt kommen, und denen man vielleicht ausreichende Weitsicht unterstellen kann. Alle anderen haben diese Weitsicht im Allgemeinen nicht. Jedenfalls nicht in jeder Lebenslage.

Die Depression ist der schlagendste Beweis, dass es Menschen gibt, die nicht "so können, wie sie wollen", obwohl sie dem äußeren Anschein nach vollkommen in Ordnung zu sein scheinen. Man kann dieses Phänomen also nicht einfach als unbegründet abtun. Wer kennt denn nicht den typischen "Klassen-Trottel", der förmlich darum bettelt, gedemütigt und manchmal sogar verdroschen zu werden. Soll man wirklich davon ausgehen, dass das völlig normal ist? In was für ein Gesellschaft würden wir denn leben, wenn wir, anstatt dem Klassen-Trottel zu helfen, seine tagtägliche Erniedrigung als amüsante Anekdote in einer kunterbunten Welt abhaken? Wie fühlt sich eine Mutter, deren Kind sich in der Schule "freiwillig" zur Sau machen lässt? Was soll man ihr sagen? Shit happens?

In was für einer Gesellschaft will man denn leben? In einer Gesellschaft, die jede erdenkliche Perversität hinnimmt, ohne auch nur eine Sekunde zu hinterfragen und alles und jedes mit der wohlfeilen "Freiwilligkeit" zu banalisieren? Genau in einer solchen Gesellschaft wollten die ersten Menschenrechtler eben nicht leben. In einer solchen Gesellschaft wollten auch die französischen Revolutionäre nicht leben. Deshalb beschränkt sich der Begriff der Menschenwürde eben nicht, wie hier fälschlich immer angeführt, auf die unumschränkte Verfügungsgewalt über den eigenen Körper, sondern nimmt immer auch bezug auf einen, zugegeben etwas metaphysischen, Wert des Menschen an sich. Es sollte nicht zuletzt ein Mechanismus geschaffen werden, der verhindert, dass eine aufgeklärte (und daher potenziell säkulare) Menschheit in die völlige Borniertheit und Stumpfheit abrutscht.

Lieber Bulldackel,

ich gebe gerne zu, dass nicht alles, was Du schreibst, meine Zustimmung findet.

Aber für dieses Posting gebührt Dir meine größte Hochachtung :thumbup:

lg
Sunny
 
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