Westerwelle und die Sozialachmarozer

Hm, wie ich schrieb, habe ich das Kirchhof-Steuermodell modifiziert. Ich übernehme zwar seine Grenzbeträge von 10 000€ und 20 000€, aber fordere nur eine steuerliche Abgabe von 20% vom Einkommen ab jährlichen 20 000€. Auch bin ich der Meinung, dass für den Bereich zwischen 10 000€ und 20 000€ ein anderes Progressionsverfahren angewandt werden sollte als im Kirchhof-Modell. Ansonsten stimme ich mit seinem Modell weitgehend überein. Ich halte es für außerordentlich sozial, wie es kaum ein anderes Steuersystem jemals war. Die Gründe dafür lauten unter anderem:

- Gleichheit vor dem Gesetz
- Transparenz und leichte Nachvollziehbarkeit des Steuerrechts für jeden Bürger
- Vermeidung von Missbräuchen des Steuersystems (z. B. mittels spezieller Steuertricks)
- soziale Berücksichtigung der Bedürftigen
- entschwundene Enteignung gut Situierter
Sozial heisst für Dich also:
- Entlastung der gut Situierten
- weitere Umverteilungen von unten nach oben
In der Quintessens also: die Armen finanzieren die Reichen. Das ist natürlich sehr sozial gedacht. Wirklich. Ich bin begeistert. :ironie:

Sozial heisst doch eher, dass diejenigen, denen es möglich ist, diejenigen, die nicht soviel haben, unterstützen. Und nicht umgekehrt.
Oder wie definierst Du sozial?
 
Werbung:
Ein Arbeitnehmer, der im Monat 2 000€ Brutto verdient, erhält im Jahr ein Brutto-Gehalt von 24 000€. Damit fällt er nicht mehr in den Bereich der Steuervergünstigung meines Systems, da er damit über 20 000€ im Jahr verdient. Es wären also exakt 20% Steuern von seinem Einkommen zu erheben. Das Resultat wäre, dass sein Netto-Jahresgehalt bei der Anwendung meines Steuerrechts 19 200€ betrüge, gemäß dem derzeitigen Steuersystem jedoch lediglich 15 600€. Dies ergibt eine Differenz von 3 600€, was konkret bedeutet, dass dieser Arbeitnehmer unter der Anwendung meines steuerlichen Systems im Monat genau 300€ mehr zur Verfügung hätte. Möchtest Du seinen finanziellen Gewinn wirklich negieren oder bagatellisieren? Ich denke, einem Menschen, der ein nach meiner Auffassung eher geringes monatliches Einkommen von 2 000€ Brutto hat, könnte von monatlichen 300€ zusätzlich sehr profitieren.

Ohne es genau zu kennen, glaube ich dir gerne, dass dein Modell gerechter ist, als das heutige. Versuch ruhig, es einzubringen...

Wieso ohne Leistung? Die meisten Manager und Direktoren haben jahrelang universitär studiert und sich weiter- und fortgebildet, um anschließend mühevoll etwas Selbstständiges aufzubauen, wofür sie dann eine massive Verantwortung tragen. Das halte ich für nicht gerechtfertigte Unterstellungen Deinerseits.

Die meisten Akademiker haben das. Und nun? Sie rackern auch pausenlos und verdienen gerade soviel, dass es einigermaßen reicht. Eine Ausnahme bilden hier hauptsächlich die angestellten der Finanzbranche, die durch Tricksereien mit Geld überhäuft werden, je skrupelloser, desto mehr. Auch manchen Chefarzt zähle ich längst zu dieser Kategorie, weil ihre Pupillen das € -Zeichen tragen. Solche Leute rieche ich gegen den Wind. Auch ich habe mir eine Selbständigkeit aufgebaut, bis ich erkennen musste, dass ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln keine Chance hatte. Unternehmern, die ihre Firma durch eigene Leistung aufgebaut haben, gönne ich jeden Gewinn. Mein Zorn trifft nur die Schmarotzer, die bereits mit der Absicht angetreten sind, sich über andere zu erheben, aus diese herabschauen und mit ihren Statussymbolen protzen, während sie selbst keine Verantwortung tragen.

Wegen der Gleichheit vor dem Gesetz und der strukturellen Einfachheit halber wird ab einem Jahreseinkommen von 20 000€ nach dem gleichen Steuersatz besteuert, das ist korrekt. Du darfst aber nicht vernachlässigen, dass der ProzentWERT der Abgaben allerdings ein gänzlich anderer ist. Mathematisch gesehen, ist eine steuerliche Entrichtung von 20% von 10 000€ gleichwertig mit einer Versteuerung von 20% von 100 000€, weil der Grundwert ein anderer ist, nach welchem sich folgerichtig der Prozentwert richtet. Das Ergebnis ist natürlich nicht identisch, dennoch sind beide Rechnungen letztlich gleichWERTIG.

Das gleichwertig zu sehen, ist in höchstem Maße asozial. 20000€ Jahreseinkommen reicht in etwa zur durchschnittlichen Lebensführung, sollte also steuerfrei bleiben. Dann kommt ein Bereich, der in der Tat von der individuellen Leistung abhängt, der moderat staigend besteuert werden sollte. Dann aber, ab einem Einkommen von mehr als ca, 10000€/ Monat hat es nichts mehr mit eigener Leistung zu tun, sondern mit schierem Besitz, der Ausbeutung von Manpower anderer und einiger anderer Effekte. Hier sollte der Steuersatz deutlich ansteigen. Dass das schwer durchzusetzen ist, versteht sich von selbst.

Das verstehe ich nun nicht. Ein Verdiener, der ein Brutto-Jahresgehalt von mehr als 20 000€ hat, bekommt von jedem Euro 80%, also ganz trivial 80 Cent. Das gilt ab diesem Einkommen für alle Menschen gleichermaßen.

Wie bitte? Betrachten muss man hier das Brutto/Netto-Verhältnis, also einschließlich aller Sozialabgaben. Außerdem sprach ich von relativen Änderungen: In diesem "normalen" Bereich, muss der AG ca. 2,20 zusätzlich hinlegen, damit ein Euro mehr beim AN ankommt. Oder anders ausgedrückt: Von jeder Lohnerhöhung profitiert hauptsächlich Staat, nämlich ca. 53%. Wir arbeiten inzwischen statistisch von Neujahr bis weit in den Juli hinein für den Staat. Und der ist trotzdem pleite.

Wenn die CDU-FDP-Koalition endlich dieses neuartige Steuersystem einführen würde, bräuchten die Politiker keine Kredite aufzunehmen, um z. B. die im Wahlprogramm versprochenen Steuersenkungen zu realisieren. Denn durch das neue Steuerrecht erhöhen sich letztlich die staatlichen Steuereinnahmen automatisch und der Staat käme sogar in die Lage, sich langfristig der Staatsschuld zu entledigen, OHNE die Steuern für den Einzelnen zu erhöhen!

Schön gedacht, aber es hat keine Chance (wie alle anderen Ideen auch), kommt außerdem zu spät. Der Crash ist nicht mehr zu verhindern.

Nein, das ist für mich keine logische Kombination. Sicherlich gilt das Prinzip der Selbstverantwortung, denn wenn sich ein Erwachsener nicht um sich selbst sorgt, wer tut es denn dann? Höchstens Menschen, die von Deiner persönlichen Unsicherheit und Deiner mangelnden Übernahme von Verantwortung zu Deinem Schaden profitieren wollen!

Das Prinzip der Selbstverantwortung kann nur greifen, wenn die Rahmenbedingungen dies hergeben. Aber das tun sie nicht! Wir sind als Einzelne derart entmündigt und von Vorschriften eingeschränkt, dass dies allenfalls noch für das Privatleben gilt. Im wirtschaftlichen Bereich sind alle Claims abgesteckt, selbst der Meresboden und die Mondoberfläche sind bereits verhökert (auch wenn dies offiziell gar nicht möglich ist). Der Knochen ist längst abgenagt.


Der gesunde Egoismus ist keinesfalls zu verwerfen, sondern dringend notwendig. Nach meiner Überzeugung entspringt der dem uns allen innewohnenden Trieb nach Leben, nach Selbstfürsorge, nach Fortpflanzung und Selbsterhaltung. Jeder menschliche Seele möchte schlussendlich reifen, gedeihen, sich entfalten und einfach nur leben! Dafür bedarf es aber der eigenen Initiative, welche diese Lebensräume erschließt und gestaltet. Übernimm Verantwortung für Dich und DEIN Leben! Sorge für Dich!

Nein, Alice! Irrtum! So geht es nicht. Langer Lebensweg hat mich gelehrt, dass wir uns als einen untrennbaren Teil des Ganzen verstehen sollten. Mir liegt primär das Wohlergehen meiner Mitgeschöpfe am Herzen. Dadurch sorgen sie auch aus völlig freien Stücken für mich. Ich habe mich anvertraut, will eigentlich nichts mehr erreichen und bekomme dadurch alles! Natürlich müssen wir zunächst die Verantwortung für uns selbst übernehmen. Aber das ist ein Thema für sich, ein schwieriges dazu. :)

Dies ist keine Aufforderung zum Nihilismus, denn der rational denkende Mensch erkennt, dass die Menschheit nur in einer stabilen Kultur mit sozialer Struktur überdauern kann. Menschen brauchen einander, um ein Gegenüber zu haben, um zu überleben, um erfüllt zu sein. Menschen sind soziale Wesen, keine Einzelgänger. Aus dieser Erkenntnis resultiert demnach eine intakte Moral, die eine weitgehende Absicherung dieses sozialen Systems gewährleistet!

Richtig. Nur: Was ist intakte Moral? Die Standard-Botschaft lautet: Nimm dir, was du kriegen kannst, zeige es und sei stolz auf dich! Das ist aber genau das Gegenteil.

Zumindest sollte man Gewerkschaften dringend steuerpflichtig machen. Für den Staat wäre dies eine zusätzliche steuerliche Einnahmequelle von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr, die letztendlich den normalen Steuerzahler mitentlastet. Gewerkschaften tragen übrigens in hohem Maße zur grassierenden Arbeitslosigkeit bei!

Ach du meine Güte, bist du neoliberal programmiert.....

lg esoterix
 
Hast Du schon mal was von sozialer Verantwortung gehört?
Was ist mit den Alten? den Kranken? den Kindern? Wer kümmert sich um diese? Wie können sie sich ernähren?

Weil unser Grundgesetz den Sozialstaat vorschreibt, wurden für diese bedauernswerten Menschen soziale, pflegende, helfende Institutionen eingeführt, die von der Allgemeinheit steuerlich getragen werden. Das finde ich sehr in Ordnung. Und da jeder Mensch der BRD einmal in diese Notlage kommen kann und auch sonst von dem Sozialstaatprinzip profitiert, plädiere ich dafür, dass sich jeder steuerpflichtige Mensch an der Aufrechterhaltung dieser sozialen Strukturen beteiligt. Ein Steuersatz von 20% ab einem Brutto-Einkommen von 20 000€ pro Jahr ist so sozial wie kein anderes Steuersystem!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! JEDER Steuerzahler erhält also wertvolle Gewinne und ist nicht mehr zum eisernen Sparen gezwungen, was sich deutlich vorteilhaft auf seine Lebensqualität auswirkt!

Wer den hohen Status des deutschen Sozialsystems für sich beansprucht, soll sich der Gerechtigkeit halber auch bereitwillig an seiner Finanzierung beteiligen. Ich denke, das ist nicht zu viel verlangt.
 
Das ich wohl die Kurklinik bei 6 Wochen Aufenthalt von den 40.000,00 finanzieren sollte, hab ich ja nun verstanden.

Nun hab ich die Energieversorgung gekündigt. Hab noch nicht ganz alle durch mit anrufen.

1. ca. 230,00 € Was ist Stromsteuer ?

- Das ist für den Zählerkasten, der bei Ihnen hängt. Das ist wie eine Art Miete, die uns der, der den Kasten aufgehängt hat, berechnet.

2. ca. 590,00 € Was sind Kosten der Netznutzung und Messung, ...?

Das wird uns von Ihrem Grundversorger in Rechnung gestellt und wir führen das an die RWE ab.
Der ist Neztbetreiber in Ihrer Region.


3. Bei RWE die Frage zu 2. nochmal, und warum berechnen Sie das?
Das können Sie doch den Kunden zugute kommen lassen.

- Evtl. haben Sie aber auch einen städtischen Grundversorger.


....

Da ruf ich noch an. Obwohl es den angeblich erst seit 2008 gibt.
 
Schaut Euch bitte einmal dieses Diagramm an: http://www.myimg.de/?img=modelle6d68e.jpg

Sicherlich werdet Ihr feststellen, dass sich das Steuerprogramm der CDU/CSU in der Komplexität und Kompliziertheit kaum von dem aktuellen diffusen und intransparenten Steuersystem unterscheidet. Noch immer existieren die Steuerklassen I - VI und 54 Steuergesetze mit wiederum ca. 3 400 Paragraphen und Artikeln. Vor allem der Trickreichtum ist hier verheerend.

Ich habe das in dieser Darstellung ebenfalls aufgeführte Kirchhof-Modell nun modifiziert und dabei gleichzeitig humanisiert: Während Kirchhof einen einheitlichen Grenzsteuersatz von 25% vom Einkommen fordert, erwarte ich lediglich einen Steuersatz von 20%. Auch die Progressionen für den Bereich zwischen einem Jahresbruttoeinkommen von 10 000€ und 20 000€ differenzieren sich: Nach meiner Regelung sind Menschen, die 10 000€ oder weniger im Jahr einnehmen, gänzlich von der Steuerzahlung befreit. Ab 10 001€ bis 15 000€ sind dann 10% Steuern zu entrichten. Ab 15 001€ bis 20 000€ sind 15% steuerlich abzugeben. Alle Brutto-Jahresgehälter, die über 20 000€ liegen, sind anschließend um 20% zu versteuern. Diese Gesetzgebung ist weder in der Einfachheit noch in der Sozialität zu überbieten, finde ich. Es werden Bedürftige besückrichtigt, Geringverdiener entlastet und Wohlhabende nicht mehr staatlich enteignet. Allen Menschen bleibt mehr Geld vom Brutto-Einkommen zum persönlichen Investieren und zur Optimierung der eigenen Lebensqualität. Zugleich dürfen auch die äußerst positiven Effekte für die Wirtschaft, die Arbeitslosenzahlen und die allgemeinen Steuereinnahmen des Staates nicht außer Acht gelassen werden. Der Pfad führt langfristig aus der Wirtschaftskrise und baut die Staatsverschuldung von 1,9 Billionen Euro ab - auf einem gerechten, sozialen und effizienten Wege.

Man überlege sich Folgendes: Von den Zinserträgen meines Wachtumssparens muss ich regulär 25% Abgeltungssteuern zahlen. Abgesehen von einer temporären Sperrfrist bringen sichere Geldanlagen bei der Bank keine Nachteile mit sich und es erfordert keinerlei Anstrengung, die Zinsauszahlungen zu erhalten.

Bei hart erwirtschafteten Einkünften dagegen werden Steuersätze von bis zu 42% erhoben. Ist DAS nicht ungerecht? Kapitalerträge, für deren Gewinn keinerlei Arbeit verrichtet werden muss, werden mit 25% besteuert, während Einnahmen, für die man schwer und mühevoll arbeitete, mit 35% oder sogar 42% besteuert werden. Ist das sozial und gerecht? Wie befreiend und angenehm ist angesichts dessen die Vorstellung eines einheitlichen, gleichen Steuersatzes von 20%?!
 
Sozial heisst für Dich also:
- Entlastung der gut Situierten
- weitere Umverteilungen von unten nach oben
In der Quintessens also: die Armen finanzieren die Reichen. Das ist natürlich sehr sozial gedacht. Wirklich. Ich bin begeistert. :ironie:

Sozial heisst doch eher, dass diejenigen, denen es möglich ist, diejenigen, die nicht soviel haben, unterstützen. Und nicht umgekehrt.
Oder wie definierst Du sozial?

Ich weiß nicht, welches Steuersystem Du mit Deinen Aussagen gerade kritisierst. Meins in jedem Falle nicht, denn dass die Armen die Reichen finanzieren, ist völliger Unsinn und nicht Teil meines modifizierten Steuerrechts.

Jeder berufstätige Bundesbürger entrichtet von seinem Einkommen 20% an Steuern, wobei die Armen sogar noch eine absolute Steuerfreiheit genießen. Wegen des höheren Grundkapitals der Wohlhabenden ist der Wert ihrer steuerlichen Abgaben sogar noch wesentlich größer als der von den weniger gut Verdienenden. Was behauptet Du da eigentlich? Hast Du das neue Steuersystem denn auch verstanden?
 
Ich weiß nicht, welches Steuersystem Du mit Deinen Aussagen gerade kritisierst. Meins in jedem Falle nicht, denn dass die Armen die Reichen finanzieren, ist völliger Unsinn und nicht Teil meines modifizierten Steuerrechts.
Wenn Deine Theorie in die Praxis umgesetzt werden würde, würden die Armen die Reichen finanzieren.
Wenn Du das nicht verstanden hast, dann ist ein Denkfehler in Deinem System. Ich bin nur froh, dass Du nichts zu melden hast. Mach erst einmal Deine Schule fertig, mach ne Ausbildung, wenn Du einen Platz bekommst und dann gehe arbeiten.

Vielleicht verstehst Du ja dann, wovon wir hier reden. Doch solange Dir die Praxis fehlt und man dies Deinen Argumenten anmerkt, wirst Du wohl niemanden mit mehr Lebenserfahrung überzeugen können.

Hast Du das neue Steuersystem denn auch verstanden?
Zum Glück ist dieses System nicht neu, denn noch existiert es in der Praxis nicht. Frage an Dich: hast Du unsere Argumente (nicht nur meine, es gibt noch ein paar sehr gute hier, die nicht von mir kommen) verstanden?
Mir scheint es nicht so, von mir aus darfst Du weiter in Deiner kleinen Welt träumen - doch bitte posaune Deine unreifen Gedanken nicht im Web herum - Du könntest es später bereuen.
 
Wenn Deine Theorie in die Praxis umgesetzt werden würde, würden die Armen die Reichen finanzieren.
Wenn Du das nicht verstanden hast, dann ist ein Denkfehler in Deinem System.

Auf meine Gegenargumente dazu hast Du nicht reagiert, sondern nur polemisiert. Begründe es, bitte. Alle Steuerzahler erfahren steuerliche Entlastungen durch das erneuerte Steuerrecht. Die Reichen zahlen insgesamt höhere Steuerbeträge als Mittelständler. Wieso finanzieren also die Armen, welche sogar von der Steuer gänzlich befreit sind, die Wohlhabenden und nicht umgekehrt? Erkläre es, bitte.

Ich bin nur froh, dass Du nichts zu melden hast. Mach erst einmal Deine Schule fertig, mach ne Ausbildung, wenn Du einen Platz bekommst und dann gehe arbeiten.

Ja, ich bin dabei und auch nicht ohne Erfolg. Ich bekenne, dass es auch in meiner Klassengemeinschaft und im Bekanntenkreis Einwände gegen diese Ideen zum Steuersystem gibt, aber ich bin gleichzeitig der Meinung, diese scheinbaren Gegenpositionen entkräftet zu haben.

Vielleicht verstehst Du ja dann, wovon wir hier reden.

Das finde ich schon ziemlich dreist, zumal Du diese impertinente Bezichtigung nicht begründest.
 
@Alice

dann noch einmal ganz ganz langsam zum mitverfolgen.

Wenn gleichzeitig alle entlastet werden, wäre es gut. Gleichzeitig alle gleich, nicht unten um 0,6 % und oben um 9,2 %.
Nur, auch das muss finanziert werden, denn diese Steuereinnahmen fehlen irgendwo, sind wir uns da einig ? Also woher nehmen, wenn die oben ja nicht mehr belastet werden sollen, ah so ...... von der breiten Masse, womit die unten denen oben die Entlastung finanziert.

Hat es nun gerappelt, egal wie du entlasten willst, muss dafür die Kohle her und die ist nur von der breiten Masse zu holen. Was wiederum bedeutet, der breiten Masse bringt keine Entlastung was, da sie, sie selbst finanzieren muss.

Wären alle Pläne und Modelle umgekehrt, also unten drastische Entlastung und oben nur geringfügig, dann würde es gehen und zwar dahingehend, dass die breite Masse entlastet ist. Aber, das will man gar nicht!
 
Werbung:
Wenn gleichzeitig alle entlastet werden, wäre es gut. Gleichzeitig alle gleich, nicht unten um 0,6 % und oben um 9,2 %.

Wie kommst Du darauf? Geringverdienende werden mehr entlastet, da sie nämlich nur um 10% - 15% steuerlich BELASTET werden, alle Besserverdienenden dagegen jedoch um 20%.

Nur, auch das muss finanziert werden, denn diese Steuereinnahmen fehlen irgendwo, sind wir uns da einig ?

Nein, denn in diesem System sind alle Restriktionen und Verluste bereits berückstichtigt. Es fehlen keine Einnahmen. Mit einer Besteuerung von 10% - 15% im Bereich zwischen 10 000€ und 20 000€ und mit einer Versteuerung von 20% ab einem Jahreseinkommen von 20 000€ sind ALLE staatlichen Kosten gedeckt. Es muss nichts steuerlich kompensiert werden, im Gegenteil müsste sich langfristig sogar noch ein Juliusturm an Staatsgeldern ergeben. Ein einziges Mal ist dies der BRD seit Beginn ihrer Existenz gelungen und zwar zu einer Zeit, als die Regierung lediglich 10% Steuern vom Einkommen eines jeden berufstätigen deutschen Bürgers verlangte.

Und selbst wenn es das von Dir vermutete geldliche Defizit tatsächlich GÄBE, was keineswegs der Fall ist, wäre die Annahme, die Bedürftigen müssten dafür aufkommen, durch die Definitionen dieses neuen Steuermodells selbst ausgeschlossen. Ich finde, hier wird sehr viel Strohmann argumentiert: Ein falsches, unzulängliches Modell wird von den Kritikern kreiert und anschließend bemängelt. Vorgegeben wird dabei, dass mit dieser Kritikführung das eigentliche, echte Steuer-Modell zu Recht beanstandet worden sei.

Also woher nehmen, wenn die oben ja nicht mehr belastet werden sollen, ah so ...... von der breiten Masse, womit die unten denen oben die Entlastung finanziert.

Wie gesagt: Falsch. Und selbst wenn es nötig WÄRE, hätten die Armen Steuerfreiheit. Da gäbe es nichts zu holen. Aber das ist eben auch gar nicht notwendig.
 
Zurück
Oben