Westerwelle und die Sozialachmarozer

Wie ist das mit den vielen indirekten Steuern?
Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, etc.

Ähm, ich weiß, dass es europäische Nationen gibt, in denen die Einkommensteuersätze deutlich niedriger sind als in Deutschland. Dafür überschreitet dort z. B. die Mehrwertssteuer unsere Mehrwertssteuer in Deutschland. Dies gilt meines Wissens insbesondere für manche skandinavische Länder.

Dieser Effekt wird bei der Einführung des von mir modifizierten Kirchhof-Modells jedoch nicht eintreten, weil jenes System nicht auf einer Umverteilung der Steuereinnahmen basiert, sondern vornehmlich auf Einsparungen auf Seiten des Staates.

Wie bei Kirchhoff wird hier bewußt ausgeklammert, das die breite, unterbezahlte Bevölkerung erheblich höhere Anteile ihres erwirtschafteten Vermögens ausgeben muß, nur um am Leben zu bleiben.

Kannst Du das mit konkreten Zahlen belegen, bitte? In meinen Berechnungen haben auch stets weniger gut verdienende Menschen von dieser neuen Steuerreform profitiert. Rechnerische Beispiele habe ich ja nun schon mehrfach genannt.
 
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ich glaube mal, wer da profitiert, ist wohl keine Frage :wut1: :tomate:

Ähm, dass die Prozentwerte bei den Wohlhabenden höher ausfallen als bei geringer Verdienenden, ist schon klar. Das ist aber ursprünglich nicht durch dieses System verursacht, sondern durch die Tatsache, dass die gut Situierten bereits vorher ein höheres Kapital besaßen, das sie sich gewiss hart erwirtschafteten in den meisten Fällen.

Aber das ist auch eher sekundär positioniert. Es geht primär darum, dass die steuerpflichtigen Bundesbürger ein leicht verständliches, einfaches Steuersystem vorliegen haben, an dem sie sich orientieren können und das Irrtümer, Betrügereien und Steuervergünstigungen durch einen unfairen Trickreichtum ausschließt. Außerdem beachte man die vielzähligen positiven Folgen der Anwendung dieses Steuersystems, das uns aus der Wirtschaftskrise führen kann. Nicht zu vergessen, dass auch die wenig Verdienenden von DIESEM System gegenüber dem jetzigen erheblich profitieren würden!!!!
 
Ähm, dass die Prozentwerte bei den Wohlhabenden höher ausfallen als bei geringer Verdienenden, ist schon klar. Das ist aber ursprünglich nicht durch dieses System verursacht, sondern durch die Tatsache, dass die gut Situierten bereits vorher ein höheres Kapital besaßen, das sie sich gewiss hart erwirtschafteten in den meisten Fällen.

Aber das ist auch eher sekundär positioniert. Es geht primär darum, dass die steuerpflichtigen Bundesbürger ein leicht verständliches, einfaches Steuersystem vorliegen haben, an dem sie sich orientieren können und das Irrtümer, Betrügereien und Steuervergünstigungen durch einen unfairen Trickreichtum ausschließt. Außerdem beachte man die vielzähligen positiven Folgen der Anwendung dieses Steuersystems, das uns aus der Wirtschaftskrise führen kann. Nicht zu vergessen, dass auch die wenig Verdienenden von DIESEM System gegenüber dem jetzigen erheblich profitieren würden!!!!

Welchen Profit 0,6 % entlastung bei 10.000 Euro sind 60 Euro ..... wow
Knapp 10 % Entlastung bei 1 Mille sind 100.000 Euro

Du hast vollkommen Recht, daß ist eine gnadenlose Entlastung :tomate: und so eine Vereinfachung :tomate:
 
Hm, wie ich schrieb, habe ich das Kirchhof-Steuermodell modifiziert. Ich übernehme zwar seine Grenzbeträge von 10 000€ und 20 000€, aber fordere nur eine steuerliche Abgabe von 20% vom Einkommen ab jährlichen 20 000€. Auch bin ich der Meinung, dass für den Bereich zwischen 10 000€ und 20 000€ ein anderes Progressionsverfahren angewandt werden sollte als im Kirchhof-Modell. Ansonsten stimme ich mit seinem Modell weitgehend überein. Ich halte es für außerordentlich sozial, wie es kaum ein anderes Steuersystem jemals war. Die Gründe dafür lauten unter anderem:

- Gleichheit vor dem Gesetz
- Transparenz und leichte Nachvollziehbarkeit des Steuerrechts für jeden Bürger
- Vermeidung von Missbräuchen des Steuersystems (z. B. mittels spezieller Steuertricks)
- soziale Berücksichtigung der Bedürftigen
- entschwundene Enteignung gut Situierter
 
Ansonsten stimme ich mit seinem Modell weitgehend überein. Ich halte es für außerordentlich sozial, wie es kaum ein anderes Steuersystem jemals war. Die Gründe dafür lauten unter anderem:

Ja, sag ich doch, du hast vollkommen Recht, dat Dingsbums ist ganz sozial

gehen wir also zu denen mit bis zu 20.000 Euro Jahreseinkommen, die bekommen eine Entlastung von 0,6 %, was bei den Steuerpflichtigen dieser Klasse dann eine Entlastung von
258,84 Millionen bedeutet

bei denen mit 1 Mille Jahresverdienst, werden ja gleich sozialgerecht 9,2 % entlastet, was dann mal gleich für alle Steuerpflichtigen dieser Klasse, dann mal eben eine Entlastung von

1,012 Milliarden ausmacht.

Klar, das ist vollkommen gerecht, nennt man auch Umverteilung von Unten nach Oben :tomate:

Daumen hoch für Dich, du hast es richtig erkannt. Sozial gerecht!
 
Hallo

Alice94 schrieb:
Ähm, ich weiß, dass es europäische Nationen gibt, in denen die Einkommensteuersätze deutlich niedriger sind als in Deutschland. Dafür überschreitet dort z. B. die Mehrwertssteuer unsere Mehrwertssteuer in Deutschland. Dies gilt meines Wissens insbesondere für manche skandinavische Länder.

In den skandinavischen Ländern sind die Spitzensteuersätze mit bis zu 56% viel höher als in Deutschland. Wie auch die Staatsquote in den meisten von ihnen. Genau das, was du nicht willst.

Vor allem aber beantwortest du Telas' sehr berechtigte Frage nicht. Leute mit geringem Einkommen müssen einen viel größeren Anteil davon für Dinge ausgeben, die mit indirekten Steuern belegt sind. Wer mit 24.000 € im Jahr ein Familie ernährt, muss fast sein gesamtes Einkommen direkt wieder in den Konsum stecken. Für Essen, Kleidung, Strom, Heizung, Benzin usw. zahlt er Mehrwert- und Mineralösteuer. Dadurch gehen im Schnitt noch einmal rund 10% seines Verdienstes an den Staat. Dieser Anteil steigt, je niedriger das Einkommen. Macht das alleine deine Idee der pauschalen Besteuerung nicht schon ungerecht? Von den ganzen Freibeträgen mal ganz zu schweigen. Die lohnen sich auch erst richtig, wenn man genug verdient. Willst du die abschaffen? Käme ja deinem Vorhaben der Vereinfachung entgegen.

Und was ist mit den Sozialversicherungsbeiträgen? Du bist doch für Pauschalisierung. Dann willst du sicher auch die privaten Krankenvericherungen auflösen und alle den selben Anteil ihres Einkommens in die gesetzliche einzahlen lassen. Überhaupt hast du hier das gleiche Problem wie bei den indirekten Steuern. Der Geringverdiener wird durch Sozialabgaben prozentual viel höher belastet, als der Reiche.

Wenn du so für Gerechtigkeit durch Gleichbehandlung bist, wie wäre es dann mit Sozialversicherungsbeiträgen auf alle Arten von Einkommen? Warum nur auf Löhne und Gehälter und nicht z.B. auf Kapitalerträge?


Gruß
McCoy
 
Zumindest sollte man Gewerkschaften dringend steuerpflichtig machen. Für den Staat wäre dies eine zusätzliche steuerliche Einnahmequelle von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr, die letztendlich den normalen Steuerzahler mitentlastet. Gewerkschaften tragen übrigens in hohem Maße zur grassierenden Arbeitslosigkeit bei!

Tja, damit trittst du ja voll in die Fußstapfen von Guido, der nicht müde wird, die Gewerkschaften als "die wahre Plage in Deutschland" zu bezeichnen. Vermutlich willst du später auch in diesem Verein mitmischen, deine Thesen gehen samt und sonders in diese Richtung.


Ich finde die Ausfälligkeiten von Westerwelle gegen die Gewerkschaften und gegen Hartz-IV-Empfänger gut, weil dann noch der letzten Knalltüte klar wird, wessen Geistes Kind diese Welle ist und welchen Interessen dieser Verein namens *FDP* sich verpflichtet fühlt.
 
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Nein, das ist für mich keine logische Kombination. Sicherlich gilt das Prinzip der Selbstverantwortung, denn wenn sich ein Erwachsener nicht um sich selbst sorgt, wer tut es denn dann? Höchstens Menschen, die von Deiner persönlichen Unsicherheit und Deiner mangelnden Übernahme von Verantwortung zu Deinem Schaden profitieren wollen!
Hast Du schon mal was von sozialer Verantwortung gehört?
Was ist mit den Alten? den Kranken? den Kindern? Wer kümmert sich um diese? Wie können sie sich ernähren?
Oder glaubst Du, dass man nur genug willensstark sein muss, um weder krank zu werden, noch Kindern zu bekommen oder alt zu werden?
Sorry, aber spätestens, wenn Du selber alt wirst, wirst Du merken, dass Du dann nicht mehr so gut kämpfen kannst wie Du es vorher konntest. Du wirst langsamer, Deine Reaktionsfähigkeit lässt nach, Du bist nicht mehr so belastbar wie jüngere Menschen.
Was ist, wenn Dir ein Unfall passiert? Und Du deswegen nicht mehr arbeiten kannst? Sollen wir Dich in diesem Fall verhungern lassen, nur weil Du es selbst nicht mehr hinbekommst, Dich alleine zu ernähren?
 
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