Westerwelle und die Sozialachmarozer

Das Problem des Sozialschmarotzertums ist ein sehr, sehr und nochmals sehr ernstes Problem. Es kann aber gelöst werden. Das Zauberwort heißt hier: drastische Kürzung der Bezüge.

Laut Focus verdient ein Bundestagsabgeordneter 10.729 Euro monatlich. Hinzu kommt noch eine Pension, je nachdem, wie lange die Sozialschmarotzer in dem Schuppen rumgehangen haben.

http://www.focus.de/politik/deutschland/diaeten/abgeordneten-diaeten_aid_28416.html

Klar ist der Begriff des "Sozialschmarotzers" sehr hart, aber angesichts dessen, was ein Bundestagsabgeordner den lieben langen Tag so macht, nämlich:

- ein paar Stündchen im Plenarsaal abhängen und Zeitung lesen
- Unmengen von Kaffee saufen in der Bundestagskantine
- ab und zu mal dämlich quatschen ins Mikro


durchaus angemessen.

Das kann sich durch einige wenige Handgriffe ändern

1. Pension streichen
2. Die monatlichen Bezüge auf realistische 1000 Euro runterkürzen.

Und schon sind alle zufrieden und glücklich. Wir Steuerzahler, weil nun ein Haufen Kohle frei wird für sinnvolle Dinge (etwa eine Anhebung der Hartz IV-Bezüge) und auch die Politiker, die sich dann nicht mehr den schmerzlichen Vorwurf des Sozialschmarotzertums anhören müssen und dann wieder innerlich ausggelichen einschlafen können.

Manche Dinge können so einfach sein.

:)

Klingt nach Ritchie Rich :D :thumbup:
 
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Das Problem des Sozialschmarotzertums ist ein sehr, sehr und nochmals sehr ernstes Problem. Es kann aber gelöst werden. Das Zauberwort heißt hier: drastische Kürzung der Bezüge.

Laut Focus verdient ein Bundestagsabgeordneter 10.729 Euro monatlich.

Du weißt aber auch, dass die Politiker eine enorme Verantwortung tragen, der sie nachkommen müssen, um z. B. die komplexen politischen Interaktionen zu delegieren, oder? Das hört sich bei Dir so an, als könne man die letzten Penner in den Bundestag setzen und dadurch die gleichen Ergebnisse erzielen. Das jedoch ist definitiv falsch.

Aber ich stimme Dir im Großen und Ganzen bezüglich der Einsparungen dennoch zu: Auch an den stetig steigenden Diäten der Politiker kann erheblich gespart bzw. diese Gelder sozialer investiert werden. Das ist ja keine Frage. Gleiches gilt für bürokratische Beamte. Ich hätte nichts dagegen, die ganzen Staatssekretäre mit ihren Büros zum Teufel zu jagen, um die jährlich für sie ausgegebene halbe Milliarde einzusparen.

Unabhängig davon ist allerdings die Hartz-IV-Satz-Regelung zu betrachten, denn eine Erhöhung dieser Sätze wäre auf vielen Ebenen kontraproduktiv, wie ich doch schon erklärte. Eine derartige Erhöhung würde z. B. den allgemeinen Steuerzahler vermehrt belasten und die Animation zum Arbeiten bei den Hartz-IV-Empfängern reduzieren. Warum sollten sie bspw. einen Beruf ergreifen, bei dem sie nur unwesentlich mehr verdienen als dieser maximierte Hartz-IV-Satz betrüge? Mit dieser Einstellung präsentieren sich manche Menschen übrigens tatsächlich öffentlich im Fernsehen. So geht es nicht.

Wenn ich deutsche Finanzministerin wäre, würde ich das gesamte Steuersystem und die Investitionen umstrukturieren. Arbeitsfähigen Arbeitslosen könnte ich auf diese Weise eine produktive und lohnenswerte Tätigkeit verschaffen und nachweislich Arbeitsunwilligen würde ich die Gelder streichen.
 
Laut Focus verdient ein Bundestagsabgeordneter 10.729 Euro monatlich.

Und im Übrigen: "Die Spanne ist beträchtlich: Bundestagsabgeordnete bekommen 10 000 Euro monatlich, einige Bundesländer hingegen zahlen ihren Parlamentariern nur ein recht bescheidenes Gehalt." (Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/diaeten/abgeordneten-diaeten_aid_28416.html).

In diesem Artikel wird die Höhe der Diäten auch verfassungsrechtlich begründet. Eine Erklärung dafür habe ich bereits selbst geliefert: die intensivere Verantwortung der Politiker. Bitte immer sachlich und vor allem faktisch bleiben. Ansonsten siegt nur Polemik.
 
Moin Alice94,

Wenn du mal groß bist, kannst ja dafür sorgen, daß Eltern solch ein hohes Gehalt kriegen, weil sie Verantwortung für Kinder haben.
Desweiteren könntest dafür sorgen, daß alle so ein hohes Gehalt kriegen, weil sie Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen haben.
Und zwar unabhängig davon, wie gut sie die tragen. Das ist bei Bundestagsabgeordnetengehältern schließlich auch nicht die Frage.

LG Nightingale
 
Du, das mag ja stimmen. Ich müsste mich darüber informieren, was ich bisher nicht getan habe.
Das solltest Du mal tun...

Aber selbst wenn es nicht genug Arbeitsplätze gibt, so ist dies doch vielmehr ein Grund, sich gerade intensiv zu qualifizieren und weiterzubilden, um seine Chancen auf einen Arbeitsplatz in der Leistungsgesellschaft zu erhöhen. Aus diesem Grunde ist es auch sinnvoll, das Abitur zu absolvieren, anstatt sich mit einem Hauptschulabschluss abzufinden, denn es ist unbestritten, dass die Arbeitnehmer nach ihrer beruflichen Qualifikation und Qualität ausgewählt werden. Wenn es nun zu wenig Arbeitsplätze gibt, ist es am vernünftigsten, wenn man dafür sorgt, dass man mittels einer guten Ausbildung zu denjenigen gehört, die aufgrund ihrer Kompetenzen einen Arbeitsplatz erhalten! Doch leider wird von vielen das Umgekehrte praktiziert: Sie leben Resignation und Passivität, was letztlich stark kontraproduktiv wirkt, wie ich schon ausführte. Neben der beruflichen Fortbildung ist selbstverständlich auch die autonome Jobsuche relevant.
Und dann qualifizieren sich alle immer mehr und immer mehr - und dennoch werden dabei viele Millionen Menschen auf der Strecke bleiben, obwohl sie sich qualifiziert und weitergebildet haben.
Denn mehr Jobs gibt es dadurch auch nicht....

Und mal ehrlich: wofür braucht ein Lagerarbeiter Abitur? Oder ein Fliessbandarbeiter?
Oder ein Strassenkehrer, eine Verkäuferin, eine Zahnarzthelferin?
ist es wirklich wichtig, dass diese Menschen wissen, wie man Gleichungssysteme mit mehreren Variablen löst?
 
Nur hat eine zum Scheitern verurteilte Theorie wenig Nutzen. Der wahre Kommunismus ist im Ergebnis nahezu identisch mit einer sozialen Marktwirtschaft. Beides bleibt aber Utopie, denn den besseren Menschen gibt es nicht. Unser heutiges Wirtschaftssystem weist zu 70 - 100% die Elemente der freien Marktwirtschaft auf. Ich sehe natürlich Kritikwürdiges an diesem System, aber halte es dennoch für das idealste, das wir erreichen können. Alles andere ist kläglich gescheitert und illusorisch. Die Welt ist halt nicht das Paradies.

die freie Marktwirtschaft in Reinform geht am Menschen vorbei, sie ist unbarmherzig, unmenschlich und kalt.
Kranke, Alte und Familien mit Kindern bleiben auf der Strecke. Ebenso Menschen, die nicht genügend Ellbogendenken haben.
Eine Gesellschaftsform, die Egoismus fördert, kann ich nicht gutheissen.
 
Du weißt aber auch, dass die Politiker eine enorme Verantwortung tragen, der sie nachkommen müssen, um z. B. die komplexen politischen Interaktionen zu delegieren, oder? Das hört sich bei Dir so an, als könne man die letzten Penner in den Bundestag setzen und dadurch die gleichen Ergebnisse erzielen. Das jedoch ist definitiv falsch.
okay, dann gestehen wir ihnen eben 1.200 Euro/Monat zu. Wir sind ja nicht so - unter Fachkompetenz verstehe ich jedoch was anderes als am Volk vorbeizuregieren.

Wenn ich deutsche Finanzministerin wäre, würde ich das gesamte Steuersystem und die Investitionen umstrukturieren. Arbeitsfähigen Arbeitslosen könnte ich auf diese Weise eine produktive und lohnenswerte Tätigkeit verschaffen und nachweislich Arbeitsunwilligen würde ich die Gelder streichen.
Glücklicherweise bist Du nicht Finanzministerin. Auf soziale Unruhen habe ich in meinem Land nämlich keine Lust.
 
Eine Erklärung dafür habe ich bereits selbst geliefert: die intensivere Verantwortung der Politiker. Bitte immer sachlich und vor allem faktisch bleiben. Ansonsten siegt nur Polemik.

Stimmt. Die ganz, ganz dolle Verantwortung. Die hatte ich ganz vergessen. Super Argument. :banane:

Allerdings: Wenn nun das Ausmaß der Verantwortung als Kriterium für die Bezahlung herhalten soll, dann fordere ich eine Erhöhung des Gehaltes von Tierpfegern auf 20.174 Euro pro Monat. Denn, nur mal angenommen, irgendeiner von denen die Tür zum Tigerkäfig aus Versehen offen läßt - nicht auszudenken, was für eine Katastrophe da passieren könnte.

Das gleiche gilt für Busfahrer. Bei jeder einzelnen Busfahrt hat ein Busfahrer mehr Verantwortung für das Wohl und Wehe seiner Fahrgäste als alle Politiker zusammen im Jahr.

Für wen haben Politiker eigentlich Verantwortung? Für sich selbst, okay, wenn es um die Erhöhung der Diäten und sog. "Beraterverträge" (auf klar deutsch: Bestechungsgelder) geht. Diese Verantwortung nehmen sie allerdings sehr intensiv und gewissenhaft wahr, das ist wohl richtig.

:)

Man schaue:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682089,00.html
 
Werbung:
Das Problem des Sozialschmarotzertums ist ein sehr, sehr und nochmals sehr ernstes Problem. Es kann aber gelöst werden. Das Zauberwort heißt hier: drastische Kürzung der Bezüge.

Laut Focus verdient ein Bundestagsabgeordneter 10.729 Euro monatlich. Hinzu kommt noch eine Pension, je nachdem, wie lange die Sozialschmarotzer in dem Schuppen rumgehangen haben.

focus.de/politik/deutschland/diaeten/abgeordneten-diaeten_aid_28416.html

Klar ist der Begriff des "Sozialschmarotzers" sehr hart, aber angesichts dessen, was ein Bundestagsabgeordner den lieben langen Tag so macht, nämlich:

- ein paar Stündchen im Plenarsaal abhängen und Zeitung lesen
- Unmengen von Kaffee saufen in der Bundestagskantine
- ab und zu mal dämlich quatschen ins Mikro


durchaus angemessen.

Das kann sich durch einige wenige Handgriffe ändern

1. Pension streichen
2. Die monatlichen Bezüge auf realistische 1000 Euro runterkürzen.

Und schon sind alle zufrieden und glücklich. Wir Steuerzahler, weil nun ein Haufen Kohle frei wird für sinnvolle Dinge (etwa eine Anhebung der Hartz IV-Bezüge) und auch die Politiker, die sich dann nicht mehr den schmerzlichen Vorwurf des Sozialschmarotzertums anhören müssen und dann wieder innerlich ausggelichen einschlafen können.

Manche Dinge können so einfach sein.

:)



Unbedingt zu unterstreichen, dieser Vorschlag.

Und das Video des Bundestagsabgeordneten Stiegler, der die Dinge ja knallhart auf den Punkt bringt, hat mich auch gleich noch an zwei Themen erinnert, die ganz wichtig auch an dieser Stelle mal gesagt werden müssen:


"Die Rente" und die "Finanzkrise"!






Bittere Pillen!​
 
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