Westerwelle und die Sozialachmarozer

Werbung:
Bei einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes sehe ich vor allem die Gefahr, dass sich vornehmlich die Langzeitarbeitslosen nicht mehr zur Berufstätigkeit animieren lassen, wenn sie fürs Nichtstun das identische Geld erhalten wie manche Arbeitnehmer.
Wenn das mal kein Anreiz für vernünftige Löhne ist, von denen ein Mensch auch leben kann...

Ich finde, sinnvolle 1-€-Maßnahmen sind eine gute Einführung für arbeitsfähige Arbeitslose
Auf dass noch mehr Lohndumping betrieben werden kann. Heureka: ein Hoch auf die Ausnutzung der arbeitenden Bevölkerung :ironie:

Nein, dadurch gehen keine regulären Arbeitsplätze verloren, weil die Hartz-IV-Leute eben nur aushelfend engagiert würden.
Träum weiter. Deine Äusserungen erscheinen mir ziemlich lebensfremd. Die Realität sieht anders aus.
 
Alice, ich schließe mich Ahorn an.

Die Höhe der Steuern ist in D nicht das Problem, die Verteilung schon. (nach dem Motto "Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar". Wir hatten das aber schon, ich mag es nicht nochmal wiederholen.

Auch hatte ich darauf hingewiesen, dass es garnicht vertretbar ist die Leute zum Arbeiten zu zwingen. Vielmehr müssen sie es wollen. Das erreicht man mit angemessenen Bedingungen und Löhnen. Weil das aber nicht angestrebt wird, ist deine Befürchtung (kein Anreiz) nicht falsch. Deine Lösung allerdings verschärft das Problem.

Auf der anderen Seite, ganz ehrlich, ich arbeite nur meiner Bezahlung angemessen. Werde ich gezwungen werde ich öfters krank, werde weniger präzise sein, weniger produktiv usw. Wenn das genug so machen, wovon man ausgehen kann, schädigt das ebenfalls die Wirtschaft.

Es kann nur die Lösung über vernünftige Arbeitsbedingungen, vernünftigen Lohn und Sozialstaat funktionieren.
 
Alice, ich schließe mich Ahorn an.

Die Höhe der Steuern ist in D nicht das Problem, die Verteilung schon. (nach dem Motto "Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar". Wir hatten das aber schon, ich mag es nicht nochmal wiederholen.

Auch hatte ich darauf hingewiesen, dass es garnicht vertretbar ist die Leute zum Arbeiten zu zwingen. Vielmehr müssen sie es wollen. Das erreicht man mit angemessenen Bedingungen und Löhnen. Weil das aber nicht angestrebt wird, ist deine Befürchtung (kein Anreiz) nicht falsch. Deine Lösung allerdings verschärft das Problem.

Auf der anderen Seite, ganz ehrlich, ich arbeite nur meiner Bezahlung angemessen. Werde ich gezwungen werde ich öfters krank, werde weniger präzise sein, weniger produktiv usw. Wenn das genug so machen, wovon man ausgehen kann, schädigt das ebenfalls die Wirtschaft.

Es kann nur die Lösung über vernünftige Arbeitsbedingungen, vernünftigen Lohn und Sozialstaat funktionieren.

Ein Gewinn für die Menschen anstatt Bilanzen.
 
Mir erschließt sich Dein letzter Satz nicht.

Es gibt eine Sicht von Unten und es gibt eine Sicht von Oben - oder anders: Frosch-Perspektive integriert sich in Vogel-Perspektive und überblickt den Gesamtzusammenhang und welche Resultate sich daraus ergeben.

Vergleichbar des eigenen Leibes, in dem Zellintelligenz nicht mehr im Miteinander bleiben, sondern ins Gegeneinander fallen, und damit ihre Existenzgrundlage zerstören, lässt es sich auch auf den imaginären Organismus Menschheit übertragen.

Ja zum ersten Satz meinetwegen auch zum Zweiten (insofern sich Existenz auf den Erd"aufenthalt" bezieht), sehe nicht, was sich dir nicht erschließt.

lg
 
Auf dass noch mehr Lohndumping betrieben werden kann. Heureka: ein Hoch auf die Ausnutzung der arbeitenden Bevölkerung :ironie:

Wieso Ausnutzung? Dafür, dass jemand arbeitslos wurde und nun in dieser Lage ist, kann doch kein fremder Bürger etwas. Ein Arbeitsloser sollte sich halt bemühen, schnellstmöglich wieder Arbeit zu finden, indem er sich qualifiziert, fortbildet und seinen Willen zur Aktivität demonstriert (z. B. mit Hilfe der 1-€-Jobs). Wir leben nun einmal in einer leistungsorientierten Gesellschaft. Darüber zu lamentieren, mag vielleicht in der Freizeit mal ganz spannend und aufrüttelnd sein, verschafft aber keinen neuen Arbeitsplatz. Wandlung bedingt Handlung. Ein privates Philosophieren über scheinbare oder reale Missstände verändert nichts an der Arbeitslosigkeit des Betroffenen.

Träum weiter. Deine Äusserungen erscheinen mir ziemlich lebensfremd. Die Realität sieht anders aus.

Wieso? Hilfskräfte blockieren keine regulären Arbeitsplätze, sondern entlasten überforderte Arbeitnehmer. Was ist daran nun geträumt?
 
Die Höhe der Steuern ist in D nicht das Problem, die Verteilung schon.

Ich bin schon der Meinung, dass die aktuellen Steuergesetze dafür verantwortlich sind, dass es so viele Arbeitslose und in Armut lebende Menschen gibt. Denn wie jedem bekannt sein sollte, führen übermäßige Steuererhebungen zu Wirtschaftsrezessionen und -depressionen und damit zugleich zu einer Steigerung der Arbeitslosenzahl und Reduktion der Steuereinnahmen bzw. Maximierung der steuerlichen Ausgaben für die vermehrten Sozialleistungen.

Ich bin aber auch der Ansicht, dass rationalisierte Investitionsverhältnisse seitens des Staates dieses Problem lösen könnten. Da wir in Deutschland allerdings keine plebiszitären Rechte haben, ist es der Bevölkerung der BRD nicht möglich, die Regierung mittels einer aussagekräftigen, demokratischen Wahl zur Umkanalisierung bzw. Einsparung der Staatsausgaben zu zwingen.

Auch hatte ich darauf hingewiesen, dass es garnicht vertretbar ist die Leute zum Arbeiten zu zwingen. Vielmehr müssen sie es wollen.

Okay, und wofür sollen sie dann Gelder bekommen, wenn sie NICHT arbeiten wollen? Paulus schreibt in der Bibel: "Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen." Und ich persönlich finde es schon ziemlich dreist, wenn Menschen bewusst und willentlich auf Kosten der teilweise extrem hart arbeitenden Steuerzahler leben, ohne auch nur geringfügig etwas an ihrer Lage ändern zu wollen. Dies ist parasitär und solche Menschen sollten echt mit erheblichen Kürzungen ihrer Gelder rechnen müssen! Ist so eine amoralische Haltung auch noch finanziell zu fördern und zu untersützen? Wo landen wir denn da? In der kulturellen Dekadenz!

Das erreicht man mit angemessenen Bedingungen und Löhnen.

Aber der Staat ist nicht unsere Mutter und nicht dazu verpflichtet, uns Arbeitsstellen zu suchen. Diese Verantwortung fürs eigene Leben liegt nun einmal bei jedem selbst. Er hat sich also darum zu kümmern, dass er den Leistungsansprüchen der deutschen Wirtschaft genügt, um sich dort beruflich etablieren zu können. Wer das nicht ansieht oder will, bleibt halt Hartz-IV-Empfänger und belastet damit die Staatskasse.

Deine Lösung allerdings verschärft das Problem.

Und warum? Ich habe mich informiert und meines Wissens erfolgen 1-€-Maßnahmen immer in Kombination mit beruflichen Fortbildungsmaßnahmen. Zugleich wird ihnen für diese angebotene Hilfe des Staates noch 1€ pro Stunde als finanzieller Motivator gezahlt. Warum siehst Du diese Angebote von der Agentur für Arbeit nicht als Chance für die betroffenen Menschen an, als Möglichkeit, sich perspektivisch neu zu entwickeln? Ich verstehe es einfach nicht! Du kannst doch nicht ernsthaft Trägheit und Passivität im Lande fördern wollen, oder? Ich bin auch jeden Tag unter der Woche aktiv und gestalte meine Zukunft. Wir leben bereits ein einem der sozialsten Staaten der gesamten Welt. ALLEIN DIESE Gelegenheit sollte genutzt werden und etwas daraus aufgebaut werden!

Auf der anderen Seite, ganz ehrlich, ich arbeite nur meiner Bezahlung angemessen.

Okay, dann musst Du Dich um so einen Job bemühen! Wie es jeder Schulabgänger auch tun muss!

Werde ich gezwungen werde ich öfters krank, werde weniger präzise sein, weniger produktiv usw. Wenn das genug so machen, wovon man ausgehen kann, schädigt das ebenfalls die Wirtschaft.

Hm, da 1-€-Jobber lediglich als Hilfskraft fungieren und nicht direkt für die Wirtschaft tätig sind, wäre das nicht allzu schlimm, zumal es ja auch pädagogische Erziehungs- und Hilfsmaßnahmen von der Agentur für Arbeit gibt, sollte sich ein Betroffener sperren oder Probleme haben. Ich denke, das könnte alles besprochen werden.
 
Du schließt nicht mehr von Dir auf andere, schließt Dich aber Deiner persönlichen Umgebung an, zu der Du Dich nicht in Widerspruch und im Abseits fühlen willst?

Letztlich fühlen sich alle in ihrem wahrhaftigen Sein im Abseits und bleiben im Herzen stumm, geben sie sich nicht selber eine Stimme als das, was sie essentiell und deswegen in die Existenz gekommen sind.

Ich hab schon schöne Sätze von dir gelesen, DiaBowLow, hier schiebst du mir aber platt etwas unter, was mit mir nichts zu tun hat.
Wenn z.B. mein engerer Familienkreis pauschal nur bis zur nächsten Straßenecke gucken möchte, zwinge ich ihnen keinen Blick bis zur nächsten Stadt auf - was ich vllt. gerne mache, mache sie höchstens darauf aufmerksam, dass es möglich sein könnte, das zu tun. Kompromisse muss man nicht nur aus Abseitsgefühlen usw. schließen.
Um mir musst du dir keine Gedanken machen bzgl. des stummen Herzens.

So, jetzt geh woanders graben, oder red Tacheles, bin "Praktikerin" mit wenig Geduld für neptunische Texte, das raubt mir meine Nerven :D:)

lg, Mila & ich wünsch dir noch einen schönen Tag!
 
Werbung:

Ausgenutzt werden vor allem die schwer arbeitenden Steuerzahler, auf deren Kosten Langzeitarbeitslose leben, die überhaupt keine Intention zur Berufstätigkeit mehr in sich tragen, von denen es zumindest laut Medienberichten nicht wenige gibt.
 
Zurück
Oben