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Faydit
Guest
so hat wohl ein jeder seine Erfahrungen und seine Fünkchen im Inneren. Lustig, daß die so auseinanderklaffen können.
Ja. Wobei zwei konträre Meinungen sich wohl immer noch näher sind, zumindest um einen (themen-)Kern kreisend, so wie zwei Atome um ein zentrales Atom, als der in Proportion dazu unendlichen Leere rundherum. Platz dafür ist wohl genügend vorhanden.
was ist "Gott" für dich, wenn du sagst, daß etwas außerhalb von Gott existiert?
Ich habe nicht gesagt, dass etwas außerhalb von Gott existiert. Das stimmt schon. Davon geht dieser Ansatz ja auch aus. Gott ist sozusagen der Kern, der Lebensfunke. das einzige, das Luzifer und seine gefallenen Engel eben nicht - so gesehen kopieren, nachahmen konnten, können. Und so gesehen ist auch jedes Wesen in diesem Falluniversum einerseits als materielles, materiegebundenes Wesen ein Kind Luzifers, aber durch die göttliche Seele auch ein Kind Gottes'. Nicht entweder - oder, sondern beides zugleich.
Aber auch bei Jesus ist nicht automatisch alles göttlich, sondern es gibt Wege zu Gott und Wege weg von Gott. Ebenso wie die alles-ist-Gott-Erfahrung als Erleuchtungserfahrung wohl wenig mit dem rationalen quadratisch-praktisch-gut-Lippenbekenntnis der West-Esos zu tun hat. Ist ein wenig, wie wenn sich Kinder als ihre Lieblingsstars verkleiden, den iPod einschalten und ihre Idole faken. Hat einen bestimmten Sinn, eine bestimmte Berechtigung, hat aber mit dem Original eben so gut wie nichts zu tun.
Abgesehen davon, daß du noch keine Aussage zu deinem Begriff von Magie gemacht hast.
Ich habe keine Ahnung von Magie. Im weistesten Sinn ist es aus meiner Sicht wohl jede Art von Manipulation, Beeinflussung. Ein Handeln gegen das Wohl eines anderen, eines Gemeinwohls oder einer, sagen wir höhere Absicht. Ganz platt, wenn auch naturgemäß vage: Gott ins Handwerk zu pfuschen. Und das inkludiert dann natürlich auch das, was wir in unserer Gesellschaft als ganz normale alltagliche "Übergriffe" aller Art erleben. Kann sich aber natürlich auch in andere Bereiche und Ebenen erstrecken. Die Art Magie, auf die ich mich hier bezog ist die, die sich Energien bedient die nicht aus dem "Magier" selbst kommen, sondern die er kanalisiert. Beginnend bei der Trivialversion á la Bestellung ans Universum.
Ich streite ja nicht ab, dass es funktioniert, funktionieren kann. Ist wohl aus meiner Sicht eher ein ethisch-weltanschauliches Problem.
Das Nur- und alles-ist-Gott-Modell, wie man in der Realität sieht, führt mangels Angst vor Konsequenzen, und weil ohnehin alles kommt und (ver)geht und niemand für etwas verantwortlich ist, am wenigsten für sich selbst, zu Wurstigkeit, Acht- und Achtungslosigkeit im Umgang mit anderen und der Umwelt. Und ist damit paradoxerweise wesentlich luziferischer. Zumindest so wie es derzeit zumeist gelebt wird. Was auch klar ist, wenn die Schatten aus der Tiefe des Unbewussten agieren. Denn die sind ja trotzdem da.
Das duale Modell führt zumindest zu genauerem Beobachten und mehr Wach- und Achtsamkeit. Auch im Abschätzen von Konsequenzen. So wie man früher auf der Jagd einerseits Jäger war aber auch sehr schnell zum Gejagten werden konnte. Es wird damit ein wenig intensiver, was passiert. Aber auch wertvoller.
An der Schlacht der Engel im Innen führt ohnehin kein Weg vorbei. Und wenn man nach dem wie innen so außen geht, ist es eben auch aus dieser Perspektive so stimmiger. Wir sind nunmal duale und nicht androgyne Wesen. Wie aus dieser Sicht die gesamte Schöpfung auch.