Wallfahrt


Aufstehen

Aufstehen und losgehen. Den ersten Impuls wahrnehmen. Dem ersten Impuls
folgen. Den Verstand ausschalten. Der Verstand bleibt mal zu Haus. Die Überraschungen
lauern überall, an jeder Ecke. Die Karten befragen? Die innere Stimme befragen? Auf das hören,
was sowieso schon da ist. Was sich leise zu Wort meldet. Was gern gehört werden möchte.
Ohne großen Aufwand können wir uns bedienen, um dann selber zu dienen. Jawohl.





 
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Regen

Wie soll es wärmer werden, wenn die Menschen nicht wissen, was Regen ist ???
Der Konflikt ist das richtige Gefühl.
Draußen Bewegtheiten fühlen und einsammeln, dann bleibt das als Konflikt draußen.
Stichwort: Symbole - etwas zu symbolisieren war das Englische,
jetzt wollen sie es deutsch machen: der Konflikt ist das richtige Gefühl.

Wenn man weiß, was Regen ist,
lässt man die Leute nicht im Regen stehen.
Man lässt sie nur im Regen stehen,
wenn man wissen will, was Regen ist.

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Feinheiten

Der letzte Mohikaner? Ein letzter Schliff. Den letzten Bus noch kriegen.
Das letzte Hemd hat keine Taschen. Wer zuletzt lacht, lacht am besten?
Lachen ist gesund. Wach sein und die Dinge beobachten. Um sich greifen.
Schlechte Gewohnheiten umwandeln. Gewöhnung macht träge. Immer
wieder was neues. Tag für Tag, Morgen für Morgen, Stunde um
Stunde. Der letzte macht das Licht aus.




 

Leichtigkeit

Fuß fassen oder weitergehen? Ballast abwerfen und wieder durchblicken
können. Den Wald wieder sehen können, trotz seiner vielen Bäume. Übers Moos
laufen. Oder barfuß am Strand und die rauhen Fersen glatt schmirgeln lassen. Ersetzt
die Schrundensalbe. Die Geräuschkulisse da draußen wahrnehmen. Den Klängen
lauschen und frohgemut durch den Tag schreiten.





 

Nachtrag von Sonntag ... :)


Freiheit

Das Gebot der Stunde. Frei sein von allen Anfechtungen. Sich nicht gleich
jeden Schuh anziehen. Das Beleidigtsein will ja sonst kein Ende nehmen. All die
beleidigten Leberwürste. Verschwendung der kostbaren Lebenszeit. Den Spiegel als
Spiegel erkennen. Die vielen Spiegel, die uns vorgehalten werden als Unterstützung
wertschätzen. Praktischer geht`s nimmer, oda? Das verkürzt die anstrengenden
Grübeleien zur Frage: wer bin ich.? Einfach in die Spiegel schauen.





 

Tanz

Der Tanz um das goldene Kalb. Abschlussfeiern. Vertragsabschlüsse besiegeln.
Schluss machen mit allem. Um dann ganz woanders neu zu beginnen. Andere Zeit,
anderer Ort. Der Ballast wurde im Meer versenkt. Den Haien zum Fraß vorgesetzt.
Einen Fuß vor den anderen setzen. Keinen Schritt auslassen. Das, was ich immer
schon mal sagen wollte? Nein, das wurde längst aufgeschrieben. Aber das,
was ich immer schon mal tun wollte, das wird jetzt getan.

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Nachtrag von Montag ... :rolleyes:


Wirbel

Der Staub wirbelt immerzu. Wie gut, dass dieses Wirbeln nicht ständig sichtbar
ist. Aber die Sonne bringt es an den Tag. Der gute Vorsatz am frühen Morgen: wenn
die Sonne scheint, nicht gleich über die Staubschichten schimpfen. Staub entfernen
und sich über die Sonne freuen. Wurde soeben in die Tat umgesetzt und es war gar
nicht so schlimm. Zuerst im Bad und der Stubentisch war auch schon dran.
Siehste, geht doch.




 

Schwingung

Radiowellen. Nachricht durch den Äther. Den richtigen Sender einstellen. Es gibt sie
noch, die Sender ohne Werbung. Klassikradio ist verschollen. War auch ohne Werbung.
Die Werbung im Netz blocken. Und dann die Seiten, die von der Werbung leben. Ach,
nee. Das kann einem ja leid tun. Das Geld im Schlaf verdienen. Oder die Jobs mit
Knochenarbeit. Unter Tage. Schwarz wie die Nacht. Kann da noch die Sonne
im Herzen helfen?

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Wunder

Ein Wunder, dass es immer wieder weiter geht. Bist am Boden
und ein Engel kommt vorbei, in Gestalt einer herzlichen Nachbarin.
Oder es liegt eine weiße Flaumfeder auf deinem Weg. Oder Frau Amsel
wählt dein Balkongeländer aus, für ihren munteren Gesang. Oder es
flattert eine Postkarte ins Haus, mit zwei Eulen, die dich mit sehr
schräger Kopfhaltung fragen: Alles klar?





 
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Treibholz

Sich lange Zeit über Wasser halten. Bis man dann an Land geschwemmt wird.
Da liegt er nun, der große Wal. Wird liebevoll mit Wasser begossen, aber es reicht
nicht aus. Das weite Meer, ganz nah und doch so unerreichbar. Die Vorstellungskraft
reicht nur für die Vorstellung. Es gar nicht erst soweit kommen lassen? Manchmal
fehlt das sogenannte Sehvermögen, um die günstigen Gelegenheiten
wahrzunehmen.

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