Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

jaja...schon klar...und weiße sind die besseren Dressurreiter...

Kann sein. Aber bei der Diskussion um schwarze Sprinter, die ja auch in der Sportwissenschaft diskutiert wird, geht es tatsächlich um "Rassismus" in dem Sinne, dass die Frage nach genetischer Überlegenheit gestellt wird. Da geht es um Hormone, es geht um Laufschwerpunkt, es geht um die Bildung von Muskelfasern usw. Das Thema wird wirklich breit und nach wie vor diskutiert. Und eigentlich kann man sagen, dass es sich dabei um Rassismus handelt... aber wenn, dann ist es sicherlich keine negative Art des Rassismus.

Hier ein Beispiel:

Weiß verliert.

Trotz der Rekordzeit des weißen Sprinters Christophe Lemaitre: Forscher nehmen an, dass Läufer afrikanischen Ursprungs immer schneller sein werden....

MEDIZIN: Weiß verliert - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/news/medizin-weiss-verliert_aid_531761.html
 
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Frau Oberlehrerin Any meldet sich zu Wort. :D

Musikuss, Du tust es schon wieder: einer Gruppe pauschal eine Fähigkeit zuweisen, nur anhand eines einzelnen Attributes und genau das ist Schwachsinn.

Es ist nicht jeder dunkelhäutige Mensch gegenüber eines hellhäutigen Menschen automatisch schneller im Sprint, weil er dunkelhäutig ist. Das hat mit der Hautfarbe rein gar nichts zu tun, sondern mit der Knochenstruktur und wie die Muskeln aufgebaut sind. Ich kann das jetzt nicht im Detail erklären, weil ich keine Sportwissenschaftlerin bin, sah das aber mal in einer Doku, wo diesem Geheimnis auf die Spur gegangen wurde.

LG
Any


Da hast Du recht. Und deshalb habe ich auch crossfire mit seinem Einwand auch recht gegeben. Aber man kann eine prozentuale deutliche Unstimmigkeit wahr nehmen und dies den jeweiligen Gruppen zurechnen. Ebenso wie bei Mann und Frau.
 
Wenn ich viele fremde Stämme, die sich vorher in Ruhe ließen, zusammenpferche, brauch ich mich nicht wundern, wenn sie aufeinander losgehen. Wer ist denn verantwortlich für die Raumdezimierung? Wer hat denn diese "Gemeinsamkeiten" geschaffen und schafft sie noch immer?

Ich kenne die Hintergründe. Das ändert aber doch nichts daran, dass Rassismus eine Rolle spielte. Es geht mir hier doch nicht um die reine Schuldfrage, sondern nur um die Tatsache, dass offenbar Menschen aller Abstammungen zu Rassismus fähig sind. Und das ist doch kein Phänomen der "Neuzeit". Rassismus gab es schon im Mittelalter und lange davor.


Beispiel:

Die griechisch-römische Antike kenne zwar keine Theorie eines biologischen Determinismus, dennoch finde sich schon früh spätestens ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. die Vorstellung, dass Menschen je nach ihrer geografischen Herkunft entsprechende Eigenschaften besitzen.[61] Nach dieser Theorie seien die Menschen im heißen Süden intelligenter, wenn auch ängstlicher und zaghafter als die Menschen im kalten Norden, die auf Grund der unwirtlichen Landschaft erfinderisch, impulsiv, wenn auch leichtsinnig seien.[62] Athen und später dann Rom hätten sich als ideale Mitte zwischen Extremen gesehen, wobei das angenehme Klima Griechenlands und Italiens als Argument gedient habe.

Proto-Rassismus gibt es nach Isaac zum einen also in diesen anthropogeografischen Vorstellungen – zum anderen hat vor allem Aristoteles (und nach ihm andere) die Ansicht vertreten, dass gewisse Menschen zum Sklavendasein geboren wurden. Es gibt gemäß dieser Ansicht Menschen höherer Ordnung und solche einer niedrigeren Ordnung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus#Altertum
 
Da nützt es auch nichts, wenn es eine Statistik gibt, die Jahrzehnte lang Bestand hat und das Verhältnis 80:20 enthält.

Das nützt auch in dem Moment nichts, wo Du die Umgebungsvariablen, z.B. die Zeitgeschichte, das Umfeld, bei der Beurteilung reiner Zahlenwerte völlig ignorierst.

In einer Zeit des Sklaverei in den USA wirst Du sicherlich statistisch belegen können, rein an Zahlen, dass die versklavten Menschen nicht lesen konnten und sie demzufolge ja dümmer waren, als Nichtsklaven oder kein Interesse an Büchern hatten.

Wenn Du nun die Information hinzunimmst, dass es ihnen oft unter Todesstrafe verboten war überhaupt lesen lernen zu dürfen, geschweige denn eine Schule zu besuchen, wirst Du zu vollkommen anderen Schlußfolgerungen gelangen.

Rasismus und Diskriminierung arbeiten aber genau mit dieser Art hirnverbrannter Unlogik, einfach tatsächliche Zusammenhänge entfernen oder auch hinzudichten, damit das erwünschte Ergebnis erreicht wird: nämlich Abwertung einer Gruppe oder Reduzierung auf ein einzelnes Attribut.

Und Du hast es hier auch getan, durch deine Beschwerde, man würde dir den Mund verbieten, weil bestimmte Wörter oder Ausdrucksweisen Menschen abwerten oder anders diskriminieren. Klar, kein Mensch kann dir verbieten ein Volltrollo zu sein, der es geil findet sich so auszudrücken, dass ganzen Gruppen von Menschen ob einzelner oder aus dem Zusammenhang gerissene Einzelfakten durch Pseudoschlussfolgerungen Fähigkeiten oder Fertigkeiten ab- oder zugedichtet werden.

Nur wird jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch dies entsprechend als diskriminierend oder rassistisch erkennen und entsprechend beurteilen können.

LG
Any
 
Da hast Du recht. Und deshalb habe ich auch crossfire mit seinem Einwand auch recht gegeben. Aber man kann eine prozentuale deutliche Unstimmigkeit wahr nehmen und dies den jeweiligen Gruppen zurechnen. Ebenso wie bei Mann und Frau.

Und wie bei den Unterschieden zwischen Männern und Frauen ist auch hier die wichtige Frage: Wie relevant ist der Unterschied? Wieder muss ich darauf verweisen, dass Unterschiede irrelevant sind, wenn sich die entsprechenden Verteilungsfunktionen stark überlappen. Da mag es im Mittelwert Unterschiede geben - sogar statistisch signifikante - aber, wenn sich eben die Verteilumngen stark überlappen ist das für die Praxis ziemlich gleichgültig.
 
Und wie bei den Unterschieden zwischen Männern und Frauen ist auch hier die wichtige Frage: Wie relevant ist der Unterschied? Wieder muss ich darauf verweisen, dass Unterschiede irrelevant sind, wenn sich die entsprechenden Verteilungsfunktionen stark überlappen. Da mag es im Mittelwert Unterschiede geben - sogar statistisch signifikante - aber, wenn sich eben die Verteilumngen stark überlappen ist das für die Praxis ziemlich gleichgültig.

In physischer/sportlicher Hinsicht sind diese Unterschiede aber offenbar relevant. Zwischen Frauen und Männern sowieso, aber anscheinend ja auch zwischen "schwarz und weiß" wenn man den Fokus auf den Laufsport richtet.
 
Und wie bei den Unterschieden zwischen Männern und Frauen ist auch hier die wichtige Frage: Wie relevant ist der Unterschied? Wieder muss ich darauf verweisen, dass Unterschiede irrelevant sind, wenn sich die entsprechenden Verteilungsfunktionen stark überlappen. Da mag es im Mittelwert Unterschiede geben - sogar statistisch signifikante - aber, wenn sich eben die Verteilumngen stark überlappen ist das für die Praxis ziemlich gleichgültig.

das hat er damals nicht verstanden, das wird er heute auch nicht verstehen....
 
Dürfen Kinder nicht wissen, daß "wichsen" früher "putzen" hieß und daß man das Wort heute nicht mehr verwendet weil es eine andere Bedeutung erhalten hat?

Doch, aber Kinderbücher mit Fußnoten zu versehen, zerstört meiner Ansicht nach das unterhaltsame Lesevergnügen.

Ich kann mich, um mal einen „umgekehrten“ Fall aufzuzeigen z.B. daran erinnern, dass ich als Kind voll Begeisterung in der Bibel meiner Oma rumgestöbert habe. Bei (aus der Mode gekommenen Formulierungen) Stellen wie „und Er wohnte seinem Weibe bei“ hab ich mir da damals auch einfach meinen eigenen vorpubertären Reim drauf gemacht (sie sind in eine gemeinsame Wohnung gezogen oder so ähnlich :lachen:) und wäre niemals wirklich auf die Idee gekommen, das könnte was mit Sex zu tun haben.

Ich besitze zwar keine brandaktuelle Bibelausgabe des 21. Jahrhunderts, weiß also bloß, dass die Christen z.B. heute vom „Bösen“ statt vom „Übel“ erlöst werden wollen – könnte mir aber vorstellen, dass „selbst“ darin heute Sex als Sex bezeichnet wird und nicht mehr als „Beiwohnen“.
 
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In physischer/sportlicher Hinsicht sind diese Unterschiede aber offenbar relevant. Zwischen Frauen und Männern sowieso, aber anscheinend ja auch zwischen "schwarz und weiß" wenn man den Fokus auf den Laufsport richtet.

Das mag durchaus für einige Unterschiede so sein. Aber eben bei weitem nicht für alle, die gerne hervorgehoben werden.

Wir haben eben nicht nur Mittelwerte von Gruppen, die sich unterscheiden - teilweise sogar statistisch signifikant - sondern innerhalb der Gruppen gibt es eben auch eine Streubreite. Wenn man die in den eigenen Überlegungen nicht mit einbezieht, fällt man sehr leicht auf diverse statistische Stolperfallen rein. Und, wenn die Streubreiten in den einzelnen Gruppen größer ist als der Unterschied der Mittelwerte, macht es wenig Sinn, hier von einem Unterschied zu sprechen.

Ob das für den Laufsport zutrifft, weiß ich nicht - und es ist mir auch relativ egal. Mag sein, mag aber auch nicht sein.

Und eine weitere Frage, die dann immer zu stellen ist, wäre: Woran liegt es? Ist die eine Gruppe biologisch bevorzugt im entsprechenden Merkmal, oder gibt es da noch andere Ursachen?
 
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