Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

Es gibt aber auch Weiße, die sich mangels Geld nicht aussuchen können, wo sie wohnen. Manche sind sogar obdachlos.

Daß man ohne moos keine Villa mieten kann...ist doch wohl klar...aber daß z.B. ein schwarzer professor nicht auf´s Klo gehen darf, weil da "whites only" dransteht....daß ist Rassismus...oder daß er nicht in ein bestimmtes Villenviertel ziehen darf, obwohl er sich´s finanziell leisten könnte...weil die Weißen das verbieten...oder der weiße Farmer das maultier seines schwarzen Nachbarn vergiftet..."weil so ein Nigger nicht mehr haben darf als ein guter Weißer"...


Sage
 
Werbung:
Du bist näher an der Basis und an Kindern als etliche andere Mitschreiber. Insofern kann es da schon zu Unverständnissen kommen.

Wenn ich meine Tochter reden höre... ich hätte früher für *Alter* noch eine gedonnert bekommen. Heute sagte sie das soo gedankenverloren und aber auch vollkommen gelassen, dass jedwede grobe Reaktion meinerseits total unpassend wäre.
Ich kann dann in Ruhe sagen, was das Wort zu meiner Zeit bedeutet hat- tat ich auch mal. Da kam ein "Mama, das ist doch schon so lange her!" Soll heissen: sie will sich zwar meine Erinnerung anhören, aber nicht assoziieren.

Und ich denke, genau darum gehts im Prinzip: es wird unterstellt, dass alle dieselben Assoziationen zu einem bestimmten Wort haben müssten- dem ist aber absolut nicht so.
Und ganz ehrlich, wer das nicht kapiert, hat die Zeit verpennt und kommt auch draussen gar nicht mehr klar.

Wer mich so anredet, hat schon verkackt...und sollte sich, wenn er/sie was von mir will, eines höflichen Tons befleissigen...und in solch einer respektlosen und benimmlosen welt muß ich auch nicht klarkommen...spätestens, wenn die "Alder"sager ins Berufsleben eintreten...werden sie lernen müssen, sich anders auszudrücken...von daher...lieber früher mit Benhmen und Respekt anfangen...als es dann the hard way lernen zu müssen...


Sage
 
Hier in Hamburg gibt es Stadtteile, besonders im Randgebiet, da werden Migranten oder ausländisch aussehende Leute rausgemobbt - auch an Schulen deren Kinder.

Und da ist es auch fast unmöglich, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder zu mieten, das habe ich auf Wohnungssuche schon häufiger erlebt, dass sogar die Nationalität abgfragt wurde und der eine oder andere Makler dann erwähnte, so im Nebensatz, man solle sich "wegen diesen Interessenten" keine Sorgen machen, die würde der Vermieter nicht annehmen und "aber man darf von Gesetz wegen nicht diskriminieren, also haben Sie da jetzt nicht gehört."

Ich rede jetzt nicht von Anno 1800, sondern wir waren zuletzt vor drei Jahren auf Wohnraumsuche.

Wer meint, es gibt keinen gelebten Rassismus, irrt sich gewaltig. Welche Wörter in Kinderbüchern benutzt werden oder in Kinderreimen hat darauf, glaube ich, auch keinerlei Einfluss.

LG
Any
 
Wer mich so anredet, hat schon verkackt...und sollte sich, wenn er/sie was von mir will, eines höflichen Tons befleissigen...und in solch einer respektlosen und benimmlosen welt muß ich auch nicht klarkommen...spätestens, wenn die "Alder"sager ins Berufsleben eintreten...werden sie lernen müssen, sich anders auszudrücken...von daher...lieber früher mit Benhmen und Respekt anfangen...als es dann the hard way lernen zu müssen...


Sage

Nö, es gibt Männer gehobenen Alters in angesehenen Berufen, die ihre liebsten Kollegen herzlich nach dem Urlaub mit den Worten "Alder, schön, daß Du wieder da bist!" begrüßen und kurz den Arm nehmen (mein Chef macht sowas, aber eher mit Männern, engste Kolleginnen nennt er gern und herzig mal "Olle" und NIEMAND würde auf die Idee kommen, daß da was negatives mitschwingt ... ).

Es kommt immer drauf an, wer was in welchem Zusammenhang zu wem sagt!
Aber es soll Leute geben, die da wirklich nicht differenzieren können ... .
 
Hier in Hamburg gibt es Stadtteile, besonders im Randgebiet, da werden Migranten oder ausländisch aussehende Leute rausgemobbt - auch an Schulen deren Kinder.

Und da ist es auch fast unmöglich, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder zu mieten, das habe ich auf Wohnungssuche schon häufiger erlebt, dass sogar die Nationalität abgfragt wurde und der eine oder andere Makler dann erwähnte, so im Nebensatz, man solle sich "wegen diesen Interessenten" keine Sorgen machen, die würde der Vermieter nicht annehmen und "aber man darf von Gesetz wegen nicht diskriminieren, also haben Sie da jetzt nicht gehört."

Ich rede jetzt nicht von Anno 1800, sondern wir waren zuletzt vor drei Jahren auf Wohnraumsuche.

Wer meint, es gibt keinen gelebten Rassismus, irrt sich gewaltig. Welche Wörter in Kinderbüchern benutzt werden oder in Kinderreimen hat darauf, glaube ich, auch keinerlei Einfluss.

LG
Any

Da stimm ich dir zu.

Keiner hat abgestritten, daß es Rassismus gibt und daß dem entgegengewirkt werden muß.
Aber nur über das Ändern von Wörtern andert man keine Einstellung - das kann genau das unerwünschte Gegenteil auslösen.
 
Moin Ireland,

ja, innerhalb einer abgeschlossenen Gruppe, da bin ich bei dir.

In der Öffentlichkeit, wo Du nicht wissen kannst, ob es alle auch so locker nehmen wie Du es dann tust, nein. Das ist dann auch Rassismus, wenn wer, auf den ein Schmähbegriff passt, passiv daneben steht und das mitbekommt.

Stell dir vor, da sitzen ein paar Jugendliche, türkische Moslems, die haben nämlich auch ihre "speziellen Freunde", unter anderen dunkelhäutige Menschen. Es saß da auch ein dunkelhäutiger Mensch in der Nähe. Die Jungs "witzelten" in Richtung: "Ja, bin ich denn dein Ni****r, ey Alter, kauf dir einen N****r, wenn du einen Sklaven brauchst ..." *tuschel tuschel - lach lach... (man mag sich denken, die meinten man könne sich die dunkelhäutige Person, die einen Sitz weiter saß, einkaufen, das war offensichtlich).

Für mich ist das keine lustige Gruppe, die sich auf Spaßbegriffe geeinigt hat, sondern Rassismus in der Öffentlichkeit.

Das zu erkennen hat mit Achtsamkeit und Respekt zu tun - imho.

LG
Any
 
Moin Ireland,

ja, innerhalb einer abgeschlossenen Gruppe, da bin ich bei dir.

In der Öffentlichkeit, wo Du nicht wissen kannst, ob es alle auch so locker nehmen wie Du es dann tust, nein. Das ist dann auch Rassismus, wenn wer, auf den ein Schmähbegriff passt, passiv daneben steht und das mitbekommt.

Stell dir vor, da sitzen ein paar Jugendliche, türkische Moslems, die haben nämlich auch ihre "speziellen Freunde", unter anderen dunkelhäutige Menschen. Es saß da auch ein dunkelhäutiger Mensch in der Nähe. Die Jungs "witzelten" in Richtung: "Ja, bin ich denn dein Ni****r, ey Alter, kauf dir einen N****r, wenn du einen Sklaven brauchst ..." *tuschel tuschel - lach lach... (man mag sich denken, die meinten man könne sich die dunkelhäutige Person, die einen Sitz weiter saß, einkaufen, das war offensichtlich).

Für mich ist das keine lustige Gruppe, die sich auf Spaßbegriffe geeinigt hat, sondern Rassismus in der Öffentlichkeit.

Das zu erkennen hat mit Achtsamkeit und Respekt zu tun - imho.

LG
Any

Da habe ich auch nichts gegen gesagt. :)

Und auch in diesen Gruppen gibt es oftmals so feine Differenzierungen der Kontaktaufnahme und des "gegenseitigen Abcheckens", die für uns Außenstehende nicht einmal wahrnehmbar, geschweige denn nachvollziehbar sind.

Ich habe schon oft Situationen erlebt, die mich in die "Achtung"-Haltung versetzten, für die jeweilige Gruppe jedoch Ausdruck der Zusammengehörigkeit waren - umgekehrt natürlich genauso (da ging die Post wegen Wörtern ab, die ich als "harmlos" empfand)!
 
Daß man ohne moos keine Villa mieten kann...ist doch wohl klar...aber daß z.B. ein schwarzer professor nicht auf´s Klo gehen darf, weil da "whites only" dransteht....daß ist Rassismus...oder daß er nicht in ein bestimmtes Villenviertel ziehen darf, obwohl er sich´s finanziell leisten könnte...weil die Weißen das verbieten...oder der weiße Farmer das maultier seines schwarzen Nachbarn vergiftet..."weil so ein Nigger nicht mehr haben darf als ein guter Weißer"...


Sage

Danke Sage, deshalb sage ich ja das Rassismus System hat und es ein grosser Unterschied ist, ob ein dunkelhäutiger gegen eine Weissen Vorurteile hat oder umgekehrt. Für den Weissen wirkt es sich nicht auf seinen Alltag aus, er kann trotzdem noch Arbeit oder eine Wohnung finden.
Auch hier in Deutschland werden Bewerbungen nach Foto oder Nachname aussortiert, Rassismus wirkt sich auf die ganze Lebensqualität der Betroffenen aus. Wenn das Wort so gebraucht wird, dass Rassismus von beiden Seiten kommen kann, negiert man diese Tatsachen jedoch.

Noch mal von meinem Link von gestern abend:

QUOTE Weiße können sich in der Regel aussuchen, wann sie sich an einen Ort begeben, an dem sie nicht die Definitionsmacht besitzen und wann sie ihn wieder verlassen. Sie sind nicht gezwungen, sich in Strukturen zu begeben oder Medien zu konsumieren, in denen Weiße diskriminiert werden.
Auf der Position zu beharren, dass Weiße Rassismuserfahrungen machen, bedeutet eine Relativierung und Verharmlosung von Rassismuserfahrungen von PoC.
Das Reden über eigene Diskriminierungserfahrungen kann eine Strategie von Weißen sein, von ihren Privilegien abzulenken und die eigene privilegierte Position als „normal“ zu betrachten. ENDQUOTE
__________________
 
Nö, es gibt Männer gehobenen Alters in angesehenen Berufen, die ihre liebsten Kollegen herzlich nach dem Urlaub mit den Worten "Alder, schön, daß Du wieder da bist!" begrüßen und kurz den Arm nehmen (mein Chef macht sowas, aber eher mit Männern, engste Kolleginnen nennt er gern und herzig mal "Olle" und NIEMAND würde auf die Idee kommen, daß da was negatives mitschwingt ... ).

Es kommt immer drauf an, wer was in welchem Zusammenhang zu wem sagt!
Aber es soll Leute geben, die da wirklich nicht differenzieren können ... .

...und er hat nix dagegen, wenn Ihr ihn duzt und auch Alter oder Oller nennt?
Mein nur...gibt auch Chefs, die ihre Sekräterin mal "blöde kuh" nennen...und sie sagt dann, daß der es ja nicht so meint...würde mich aber interesieren, wie er reagieren würdce, wenn er nen Termin vergißt und sie ihn "Blöder Ochse" nennt....


Sage
 
Werbung:
...und er hat nix dagegen, wenn Ihr ihn duzt und auch Alter oder Oller nennt?
Mein nur...gibt auch Chefs, die ihre Sekräterin mal "blöde kuh" nennen...und sie sagt dann, daß der es ja nicht so meint...würde mich aber interesieren, wie er reagieren würdce, wenn er nen Termin vergißt und sie ihn "Blöder Ochse" nennt....


Sage

Wir duzen uns alle schon immer.
"Blöde" oder "Dusselige" Kuh" nenne ich meine liebste Kollegin, mit der ich schon seit knapp 20 Jahren zusammenarbeite und natürlich ist mein Chef für mich "Alder" (ich schätze ihn ungemein, sonst würde ich den Ausdruck nicht verwenden).
Wenn jemand einen Termin vergißt o.ä. (Fehler passieren überall, wo gearbeitet wird) ist das kein Problem (ich habe noch nie jemanden erlebt, der das absichtlich und/ oder bösartig tat).
Kannst Du Dir vorstellen, daß es Arbeitsstellen gibt, wo man sich in jeder Hinsicht rundum einfach nur wohlfühlt (und wenn man das für alle Kollegen hinbekommt, werden Reglementierungen und Sanktionen u.ä. fast automatisch völligst überflüssig)?
Gibt es! :)
 
Zurück
Oben