Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

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Wie wäre es einfach mit: Mensch? Oder fühlt sich irgendwer durch diesen Begriff diskriminiert?
Ich möchte weder "Weisse" noch "Europäerin mit ost- und westeuropäischen Wurzeln" genannt werden, sondern einfach nur "Mensch".
Ich kann allerdings nicht verhindern, dass mich Menschen mit anderen Ansichten "Weisse" nennen. Wenn ich mich nun wegen diesem Wort diskriminiert fühle, ist das natürlich mein Problem (und nicht deren).

Etwas anderes ist es natürlich, wenn ein Mensch aufgrund seines Aussehens (oder sonstewas) wirklich diskriminiert wird. Dann muss das angesprochen werden.

Ich denke, wenn man sich an Begrifflichkeiten aufhängt, besteht die Gefahr, dass die real-existierenden rasstistischen Gegebenheiten übersehen werden.

ich hab kein Problem, auf individuelle Wünsche einzugehen. Schwierig wirds, wenn man mit Gott und der Welt verkehrt. Mein Freundeskreis ist überschaubar und step by step gewachsen, deshalb leicht die einzelnen Wünsche händelbar.

Mensch ist unser aller gemeinsamer Nenner. Unbestritten. Auch Hitler, Stalin und Idi Amin Dada sind Menschen.
 
Wenn Du das schaffst, ist das prima. Die Realität sieht leider oft anders aus. Lehrer fördern unbewusst eher Kinder der Oberschicht. Ich merke das auch an mir selbst: Ich hatte mal einen schwarzen Kollegen; ich habe meistens mit ihm Englisch gesprochen, obwohl er auch fließend Deutsch spricht (neben 6 weiteren Sprachen) und ich das auch wusste. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich da unbewusst und subtil aber sehr festgemeißelt das Vorurteil in meinem Kopf "Scharz => Spricht kein Deutsch".

Ich hatte bisher noch nie ein Problem mit Ausländern, egal welcher Hautfarbe.
Und was Du schilderst, da brauchst Du Dich nicht unkorrekt vorkommen, da entschuldigt man sich und gut ist s.

Geh mal in eine Schwarzen-Bar in Amerika, da wirst Du dann auch angestarrt.
Das ist völlig natürlich.

Es passiert dann auch schnell, dass Leuten dadurch ein wirklicher Nachteil entsteht.

Kann passieren, klar, wer ist schon perfekt.
Das sich jemand verletzt fühlt, kann ich gut nachvollziehen. Der ehemalige Kollege, von dem ich weiter oben sprach, ist in Südafrika aufgewachsen und hat die Appartheit teilweise miterlebt - Supermärkte mit getrennten Eingängen für Schwarze und Weiße, und ähnliches waren da an der Tagesordnung. Ich kann gut verstehen, dass sich jemand leichter beleidigt fühlt, wenn er das erlebt hat - denn in vielen Fällen hatte er damals damit Recht.

Richtig, aber das ist seine eigene Biografie, darauf kannst Du nicht Rücksicht nehmen und auf Eier laufen, weil irgend jemand ein Trauma haben könnte.

Das habe ich einmal in einem Forum erlebt. Habe wie hier auch etwas deutlich meine Meinung gesagt, wurde aber nie verletzend. Diese Meinung passte aber einer Frau nicht, sie wurde ausfallend und beleidigte mich. Ich zog dann etwas an und wurde deutlich. Daraufhin flippte sie total aus. Ich dachte, ich habe es mit einer Verrückten zu tun und setzte sie auf die Ignorierliste. Dann bekam ich eine Kurznachricht von einer anderen Frau, die mir erklärte, ich müsse das verstehen, die andere hatte zu diesem Thema als Kind ein Trauma erlebt.

Das tat mir dann zwar leid, aber ich wusste, ich habe nichts unrechtes gesschrieben. Und ein Thema deshalb auszusparen, weil jemand traumatisiertes damit verbindet, geht auch nicht.


Was ist denn ein "normaler Umgang" damit? Wo unterscheiden sich Deiner Ansicht nach ein normaler Umgang mit Rassismus? Wo ziehst Du die Grenze? Welches Verhalten würdest Du nicht mehr tollerieren?

In der Regel wie ich es dann sagte: Ein respektvoller, freundlicher und vor allem natürlicher Umgang.

Ich bin damit bisher IMMER gut gefahren.

Damit wirst Du KEINES der möglichen Probleme auch nur einschränken, die ich angesprochen habe. Du kannst auch höflich und "respektvoll" jemandem ablehnen, weil Dein Vorurteil ist: "Der kann das nicht, weil er zur Untergruppe X gehört."

Das kann möglicherweise passieren, aber da hilft nur Erfahrung und Aufklärung. Denn ein Vorurteil entsteht nicht durch Begriffe, sondern durch ein bestimmte Ansicht, wodurch auch wieder Begriffe geprägt werden.
 
Man sagt ja auch "heterosexuell".

"Man" sagt nicht heterosexuell. Das wird nur "dann" abverlangt, wenn es um Papiere geht, doch in Gesprächen über solche Themen kommen sehr selten solchartige Begriffe.

Da heißts dann Homo oder Hetero, Lesbisch oder Schwul oder Transe und anderes (Das ist keine Spitzfindigkeit sondern weils kürzer und nicht so schwerlastig ist)
 
Wenn Du das schaffst, ist das prima. Die Realität sieht leider oft anders aus. Lehrer fördern unbewusst eher Kinder der Oberschicht. Ich merke das auch an mir selbst: Ich hatte mal einen schwarzen Kollegen; ich habe meistens mit ihm Englisch gesprochen, obwohl er auch fließend Deutsch spricht (neben 6 weiteren Sprachen) und ich das auch wusste. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich da unbewusst und subtil aber sehr festgemeißelt das Vorurteil in meinem Kopf "Scharz => Spricht kein Deutsch".
Kenne ich von mir wirklich nicht.



Es passiert dann auch schnell, dass Leuten dadurch ein wirklicher Nachteil entsteht.
Ja... aber das lange nicht nur wegen Hautfarbe oder Herkunft. Nimm alleine das Thema Schönheit. Es ist bekannt, das eher gutaussehende Menschen leichter einen Job bekommen. Oder Vorurteile über Dicke... keine Disziplin usw. Oder Männer die eher klein sind haben es auch nicht immer leicht. Es gibt tausende Möglichkeiten um Menschen auf irgendeine Art auszugrenzen.


Das sich jemand verletzt fühlt, kann ich gut nachvollziehen. Der ehemalige Kollege, von dem ich weiter oben sprach, ist in Südafrika aufgewachsen und hat die Appartheit teilweise miterlebt - Supermärkte mit getrennten Eingängen für Schwarze und Weiße, und ähnliches waren da an der Tagesordnung. Ich kann gut verstehen, dass sich jemand leichter beleidigt fühlt, wenn er das erlebt hat - denn in vielen Fällen hatte er damals damit Recht.
Ja.. klar. Aber das ist ja nicht nur bei Menschen so die derart Extremes erlebt haben. Es ist bei allen so. Jeder hat gewisse Schwachpunkte. Manche sind mit weniger und manche mit mehr "seelischen Verletzungen" durchs Leben gekommen und manche hat es extrem hart erwischt. Und das meiste davon ist unsichtbar.

Aber was das Thema Ausländer betrifft, war ich immer der Ansicht das ich es auch nicht richtig finde, jemanden wegen seiner dunklen Haut zu behandeln als sei er ein rohes Ei. Ich habe mal als Kind erlebt wie ein türkischer Freund von mir von eher links eingestellten Eltern eines anderen Freundes so behandelt wurde als sei er gerade aus irgendeinem Nazi-Lager befreit worden... als habe er irgendein schlimmes Schicksal. Und die waren ganz sicher nicht rassistisch, aber sie behandelten ihn eben auch nicht normal weil sie eben auch ne Menge Ideologie im Kopf hatten.
 
Also, ich nicht, und da gibt es bestimmt noch mehr, die dieses Nationalistische satt haben....was auch ne versteckte Form der "rassistischen Abgrenzung" darstellt.

Ich auch nicht, ich finde es aber total in Ordnung wenn jemand auf seine Nationalität hinweist, es sei den er will damit sagen dass seine Nationalität anderen überlegen ist.
 
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Zitat von Condemn: Ja... aber das lange nicht nur wegen Hautfarbe oder Herkunft. Nimm alleine das Thema Schönheit. Es ist bekannt, das eher gutaussehende Menschen leichter einen Job bekommen.

Also, ich habe auch viele Nachteile erlebt.;-)

Man könnte ja gerechtigkeitshalber den Turban für ALLE einführen.
 
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