Traum vom Mann mit schwarzer Kutte

Muckelpu

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Guten Abend.

Ich hoffe, dass ich meinen Beitrag jetzt in die Untergruppe von "Träume" gesetzt habe.

Ich möchte euch von meinem Traum erzählen, den ich vor ca 1,5 Jahren hatte und der mich immer noch sehr beschäftigt:

Ich liege seitlich auf meiner rechten Seite und schlafe. Vor mir ist noch ein halber Meter Platz, bis zur Wand. Im Traum merke ich, dass plötzlich ein Mann mit schwarzer Kutte vor mir steht. Über dem Kopf eine Kapuze. Er sah aus, wie ein Mönch. Sein Gesicht konnte ich nicht erkennen. Im Traum werde ich wach und erschrecke mich; schaue ihn an. Plötzlich ruft er sehr laut meinen Vornamen und spricht irgendetwas auf lateinisch. Ich bin vor Schreck wach geworden.
Zur Info: Mein damaliger Ehemann und ich schliefen gemeinsam im Bett.

Ca. 2 Monate später habe ich herausgefunden, dass mein Ex-Mann mich betrügt. War es eine Warnung ? Aber die Erklärung wäre mir zu einfach. Deshalb Frage ich euch. Was haltet Ihr von diesem Traum ? Hatte jemand schon Mal einen ähnlichen Traum ?

Lieben Dank

Steffi
 
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Renate Ritter

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War es eine Warnung ? Aber die Erklärung wäre mir zu einfach.
Welche Erklärung vermutest du denn? Da der Traum schon 1,5 Jahre her ist, sollte sich die Erklärung bzw. die verborgene Info gezeigt haben in deinem Leben, und ich hoffe für dich, dass sich da was „gezeigt“ hat. Und zwar in deiner eigenen Auseinandersetzung, wie und warum eure Ehe auseinander gegangen ist. Da ist nie nur einer der Verursacher...

Ein Mensch mit Kapuze, die das Gesicht verbirgt, wird immer als Bedrohung empfunden, auch dann, wenn nichts Bedrohliches geschieht.
Also zeigte das Traumbild schon mal an: Achtung, sei aufmerksam.
Weiter symbolisiert der Mensch, der sich mit einer Kapuze verhüllt, dass er ein Wissen hat, das verhüllt ist, das (noch) nicht gezeigt bzw. gesagt wird. Das unterstreichen dann auch die lateinischen Worte, die er spricht. Du verstehst lateinisch recht wahrscheinlich nicht.

Aber der Mann mit Kapuze ist kein Fremder, der dir im Traum eine Botschaft bringen will. Er ist ein Aspekt von dir. Du verhüllst dein Gesicht und damit dein Wissen vor dir selbst. Dass dein Mann dich betrügt, das war schon länger entschieden bevor es dann zur Wahrheit wurde.

Wenn dein Mann dich betrügt, dann ist das ein Geschehen, an dem ihr beide beteiligt seid. Also auch du hast dazu beigetragen... auch wenn du jetzt vielleicht protestieren willst.
Nicht nur er schiebt dich zurück, du ihn auch. Du auf geistig-emotionaler Ebene, er schafft dann den Fakt.

Und genau dieser unsichtbare, ungesagte Zusammenhang das hat sich hinter der Kapuze versteckt.
 

Muckelpu

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Guten Morgen. Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe immer vermutet, dass da was ist. Du hast damit Recht. Nur was ich dann aufgedeckt habe, hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Er hat mich 7 Jahre lang betrogen - aber leider nicht mit Frauen. Eine Trennung war deshalb unausweichlich, weil er auf diese Neigung nicht verzichten kann. Deshalb widerspreche ich Dir, dass dazu immer 2 gehören.
(Ich habe auch jetzt nach unserer Trennung die Hölle auf Erden)
Lateinisch verstehe ich. Dieser Mann in der Kutte (im Nachhinein bin ich davon überzeugt, dass es mein verstorbener Opa war) sprach sehr undeutlich, sodass ich nichts verstehen konnte.
 

Renate Ritter

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Danke, @Muckelpu, für dein Feedback.
Das klingt aber so, als ob du deinen Traum recht gut selbst deuten kannst und ihn auch schon gedeutet hast.
Was willst du denn noch lesen dazu?

Wenn es dein verstorbener Opa war, der dir eine Botschaft übermittelt hat, dazu kann dir doch sowieso niemand was Genaueres erzählen. Und wie ich schon sagte, nach 1,5 Jahren sollte sich eine verborgene Info gezeigt haben im Leben.
 

Lichtspektrum

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Hi Steffi,


wie verstehe ich deinen Traum???? Unsere Träume greifen mit höchst unterschiedlicher Motivation in unsere Lebensvorstellungen ein. Mal als Warntraum massiv oder weniger massiv, mal mit Hinweisen auf die Zukunft befrachtet, mal mit Hinweisen zu erforderlichen Korrekturen der eigenen Verhaltensstrukturen, mal mit Korrektur zu erfolgten Einschätzungen oder Bewertungen und äußerst selten mit speziellem Handlungsauftrag ( vielleicht eine Einladung abzulehnen, einem Traum-Zuspruch zu folgen oder, oder, oder ). Und dies alles geschieht oft eingebettet in Kritik an uns, ups.


Ich lächel immer wenn ich Menschen im Dialog begegne die in ihren Träumen fest glauben, kritiklosen Zuspruch erhalten zu haben.. Wer keine deutliche Kritik an sich in seinen eigenen Träumen erkennt hat nach meinem Verständnis die wahre Traumbotschaft noch nicht erfaßt. Was also könnte es an Korrekturaufforderungen in deinem Einaktertraum geben????

Ganz offensichtlich ist es kein Warntraum, nur eine Situation überrascht dich und zwar im Bett, in deinem eigenen Bett. Der eigene Mann taucht in dieser Situation nicht auf, er ist von deiner Seele in dieser Traumhandlung als unwichtig entfernt worden. ABER es taucht ein fremder Mann, ein Mönch auf. Damit ist die erste Botschaft deines Traumes schon wie die Katze aus dem Sack gelassen. Ein fremder Mann hat solche geistigen Energien, dass er bis zu dir ins Bett und in deine Traumwelt hinein mühelos eindringen kann. Dieser Mönch hat also so lange gewartet mit dem Einsatz seiner geistigen Energie bei dir, bis er sicher war, er ist dir überlegen. Und er spricht dich nicht in deiner Muttersprache an, sondern setzt den Dialog nach Nennung deines Namens mit Latein fort. Er zwingt dich also gedanklich das von ihm Gesagte für dich zu übersetzen in deine Muttersprache. Und er weiß, dass dir dies deshalb schwer fällt, weil du verstandesmäßig noch nicht eingestimmt bist auf die Mitteilungssprache der spirituellen Energien einzugehem.

Dieser Traum ist also eine Machtdemonstration eines fremden Mannes in deinem Traum über dich und auch über deine Traumwelt UND auch über deinen Mann. Und dann läßt dich deine Seele erwachen ohne dass du nach deinem Mann als Hilfe gerufen hast..........

Jetzt dürfte durch diesen Traum klar sein, dass deine Traumbotschaft lauten könnte, dass dein Mann schon seit sehr vielen Jahren immer stärker von einem anderen Mann so eine Art fremdbestimmt ist, spirituell von einem übertreibenden Mönchen immer stärker gesteuert worden ist. Vielleicht begann alles vor 7 Jahren. Was hättest du folgerichtig nach dem Erwachen aus diesem Traum wirklich tun sollen, können und müssen????

Na klar, der Frage zu folgen, wer soviel Energie hat in deine Traumwelt einzudringen und dir seine Überlegenheit ungestraft demonstrieren darf. Die Ortung dieser menschlichen Gedankenquelle hätte dich auf die richtige Spur gebracht und hätte deinen Mann traumsymbolisch betrachtet zurückholen können, sogar noch zu dieser Zeit. Dies ist ein spiritueller Deutungsversuch zu deinem Traum. Für die psychologische Verständnisbrille und Opa-Hinweis sehe ich keinen wirklich in sich schlüssigen Handlungsraum aufbaubar.......

Nichts muß an dieser Sichtweise stimmen, entscheide du.......
 

VariaBell

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Er sah aus, wie ein Mönch.
... und sprach in lateinischer Sprache. Ein Mönch verbirgt der Welt sein Gesicht unter der Kapuze und ist ein Einzelgänger, was weltliche Beziehung anbelangt, er hat nur Beziehung zu Gott und mag ein Vertreter der Weisheit sein.

Taucht er im Traum einer Frau auf, so weist er wohl darauf hin, dass ihre Beziehung kein Gegenüber mehr hat, dort eine Leere ist oder in eine fallen würde, denn die Figur des Mönchs symbolisiert ja nicht, was der Ehemann weltlich praktiziert.
 

Lichtspektrum

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Welche Frage an die Träumerin will diese Mönchskleidung wirklich aufwerfen???? Dazu brauchen wir nur in die Richtung der Kath. Kirche zu schauen, hier gibt noch Mönche zahlreich zu finden und in einigen Klöstern wird vermutlich auch noch die Messe hin und wieder in Latein zelebriert. Soweit die Realität.

Traumsymbolisch ist diese Mönchskleidung für Kenner jedoch als Hinweis auf Übertreibungen in zahlreichen Bereichen der mit dieser Möchskutte bekleideten Person zu verstehen. Man braucht bei diesem Symbol nicht einmal eine Aufzählung zu starten. In der Kath. Kirche ist die Aussperrung der Frauen vom Priesterdienst festes Kirchengesetz. Und dort wo solch eine Einstellung zur Frau wie in der Kath. Kirche herrscht, dort fühlen sich ganz offensichtlich Mönche sehr wohl, vermute ich. Diese Kutte läßt also ahnen, dieser Mönch steht keinesfalls alleine, sondern er ist auch zu einer gewissen Folgschaft seiner Glaubensbrüder verpflichtet..... Und so ein Mönch lebt meistens in einem Kloster mit einem Klostervorsteher, der alle Aktivitäten zu starten vermag, die ihm sinnvoll erscheinen. Der Abt bestimmt, die Mönche gehorchen........

Halten wir also fest, traumsymblisch wird im geschilderten Traum ein Eheman auf die Dauer von starken spirituellen, übertreibenden Energien und Glaubensvorstellungen eingefangen. Wo ist also ein realer Mann, eine reale Freundschaft zu finden, die energiereich und mit „Mönchseinstellung“ auf einen Ehemann eingewirkt hat. Diese Frage könnte so der Traum gestellt haben. Und die Folgefrage wäre, was kann von der Ehefrau beim Erkennen dieses Problemes getan werden........

So richtig frei scheint mir also so ein Mönch trotz Kutte auch nicht zu sein, er hat einen Menschen, einen Abt, dem er zu Gehorsam sich verpflichtet hat........................
 
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Lagerfeuer

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Und was spricht dagegen dass es eine Art spiritueller Lehrer ist .

Dieses Bild des Mönches in einer Kutte scheint ein universales, religionsübergreifendes Symbol zu sein, auch einigen anderen schon erschienen, mir auch, ich dachte da immer an eine Art spirituellen Geheimbund, weiss aber nichts über ihre Absichten und wäre vorsichtig wenn er sich mir gegenüber nicht verständlich ausdrücken würde.

Wobei das Unterbewussein oder Seelenbewusstsein eh keine Probleme mit anderen Sprachen hat.

LG
 

Susi Sommer

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Guten Abend Muckelpu,

du wurdest von meinen Vorrednern schon gut beraten. Ich habe für dich noch eine andere Variante.

Du liegst auf deiner rechten Seite, die handelnde Seite. Bis zur Wand ist noch etwas Platz. Die Wand symbolisiert die Schwelle vom Diesseits zum Jenseits, zur geistigen Welt, aus der nicht nur die Träume geboren werden. Den Mann mit der schwarzen Kutte nennst du selbst einen Mönch.

Der Mönch ist dein Wegbegleiter, dein geistiger Freund und Helfer oder auch spiritueller Lehrer, wie Lagerfeuer schon schrieb. Er ruft dich beim Namen und sagt dir etwas auf Lateinisch. Lateinisch ist die Sprache der Mönche und Priester. Die lateinische Botschaft könnte ein Hinweis auf deinen damaligen Mann gewesen sein, denke ich aber nicht, denn den erwähnst du nur zur allgemeinen Info, ganz zum Schluss.

Ich denke ehr, dass dein Mönchsfreund dich darauf aufmerksam machen wollte, hinzuhören (mit sehr lauter Stimme deinen Namen gerufen), der Stimme deiner Seele zu lauschen und den Platz zur Wand zu überwinden, damit du dich mit Dingen der geistigen Welt befassen kannst (handeln, rechte Seite). Diesbezüglich wäre zu überlegen, was du gerne machen würdest. Was könntest du den ganzen Tag tun?

Möglicherweise warst du selbst in einem früheren Leben ein Mönch. So wäre es möglich, dass dein Wissen der Vergangenheit wieder erobert werden will. Die spirituelle Seite ist auf jeden Fall angesprochen.
 
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VariaBell

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Auf der Bergspitze thront die Uni meiner Stadt.
Taucht er im Traum einer Frau auf, so weist er wohl darauf hin, dass ihre Beziehung kein Gegenüber mehr hat, dort eine Leere ist oder in eine fallen würde, denn die Figur des Mönchs symbolisiert ja nicht, was der Ehemann weltlich praktiziert.
Er zeigt in Sachen Beziehung zwar ein Loch, aber es stellt sich in einem nächsten Schritt, der darüber hinausreicht, noch die Frage, was die Träumerin denn tun sollte, statt nach Beziehung zu suchen. Darauf geht Susi Sommer ein:

Ich denke ehr, dass dein Mönchsfreund dich darauf aufmerksam machen wollte, hinzuhören (mit sehr lauter Stimme deinen Namen gerufen), der Stimme deiner Seele zu lauschen und den Platz zur Wand zu überwinden, damit du dich mit Dingen der geistigen Welt befassen kannst (handeln, rechte Seite). Diesbezüglich wäre zu überlegen, was du gerne machen würdest. Was könntest du den ganzen Tag tun?
 
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