sesto sento schrieb:
Also die ersten paar Male bin ich in der Gruppe mit einem Lehrer gereist, er meinte dann mal, dass ich mich zu stark von Dingen inspirieren lasse, welche mir Angst einflössen. Da hat er wohl recht, ich geh manchmal zu stark auf gewisse Dinge zu die mir eine unbegründete Angst machen, so eine Art Urangst oder wie man das nennt.
Das mit den Türen war nie so ein grosses Problem, ich muss einfach ausdrücklich sagen, dass ich zurück will, dann sind sie auch nicht im Weg. Sie sind auch nicht immer geschlossen.
Alleine reise ich eigentlich nicht so gern, keine Ahnung warum... ich träume irgendwie lieber.
Ich war übrigens vor ein paar Jahren ein paar Sitzungen bei einem Psychiater und dort stellten wir fest, dass ich sehr schnell beginne Gesichter zu sehen (oder einzubilden). Also immer wenn sich zwei Kreise nebeneinander befinden und so augen-ähnlich aussehen, kann ich schnell ein Gesicht darin sehen, liegt vielleicht an meine Anacardium-Problem.
liebe Grüsse
Auf schamanischen Wegen darf man alles verändern, was zu verändern ist. Insbesondere den Umgang mit Angst. Jede spirituelle Praxis will uns nur zu einer anderen Bewußtseinsstufe in der Wahrnehmung unseres realen Universums führen und uns vermitteln: Habe keine Angst und Tu was Du willst! Wenn Dir die Gesellschaft in der Du lebst verändern willst, dann verändere sie! Es geht darum, persönliche Macht als Mitglied einer Gemeinschaft zurück zu gewinnen. Der Rest ist individueller Weg auf dem Pfad einer Lehre außerhalb der Essenz, die alle Lehren eint (die universale Ebene, das Einheitsbewußtsein).
Das Wort "Einbilden" ist mir aufgefallen. Es geht offensichtlich um Bildung bei diesem Wort. Wir kennen Bildung als Aufnehmen von Wissen aus vielen, vielen Quellen. Wenn wir z.B. uns bilden über Schamanismus, dann können wir tausenderlei Bücher oder auch menschliche Quellen in Form von inneren und äußeren Lehrern und MitschülerInnen bemühen. So bilden wir uns- aus "vielen". "Vielenbildung" könnte man das nennen.
Eine solche "Vielenbildung" macht nur Sinn wenn man weiß, daß man eine Unmenge von Meinungen und Erfahrungen wird aufnehmen müssen, um aus diesem Sammelsurium von theoretischem und Erfahrungswissen anderer irgendwann in die Universalität der Bewußtseinsebene zu gelangen. Das dauert ewig, könnte man sagen.
Man könnte auch klug vorgehen und der Vielenbildung gar keine so große Bedeutung beimessen und die Bildung auf die göttliche Ebene wo alles Eins ist zurückführen: die sog. "Einbildung".
Die Bilder und Worte, die sich uns im Rahmen der Einbildung vermitteln, sprechen eine universale Sprache- die Energie dieser Erlebnisse dringt in die Energiesysteme von Geist und Körper und Seele ein und bewirken in jedem Menschen die "gleichen" Schwingungen. Bei der "Vielenbildung" ist das ganz anders: derjenige, der eine Erfahrung erzählt, hat ein ganz anderes energetisches Verständnis für seine Erfahrung als derjenige, der sich die Geschichte anhört und die Worte nur in den Geist aufnimmt. Würde man aber sich seine Einbildungen erzählen, dann wäre klar was ein Bär ist, was ein Gesicht ist, was Angst ist etc. Nur kommunizieren wir heute vielerorts noch nicht so, aber das wird sich wohl ändern, wie man sagt.
Einbildung "eint". Vielenbildung "differenziert" und Bildung ist wie malen. (Man muß schauen, daß man sich nicht von schlechten Malern malen läßt- ich erinnere mal daran, daß viele Eltern heute nicht mehr empfinden, daß ihre Kinder in den Schulen ausreichend gefördert werden und das die Vielenbildung in der Schule den Kindern oft viel zu langweilig ist und die Kinder zappelig unbd agressiv macht. Da wird das öde Rumsitzen schon geübt, das man dann später vor der Glotze fortführt. Ich erinnere auch noch einmal daran, daß das tollste, was Du heute eigentlich so erleben kannst ist, einmal die heutigen Kinderspiele zu "transformieren" und mit einer Kalaschnikow in die quiekende, zappelnde Matrix im Schulgebäude zu ballern- "die rote Farbe ist geil und wenn bisher keiner zugehört hat, dann wird man danach schon mit mir sprechen...")
Liebe Grüße, Christian