Wenn du wirklich ernst meinst, was du hier rausscheibst, von wegen "wo liegt der Schaden den Priklopil angerichtet hat" (soll Nathascha vielleicht deiner Meinung nach noch froh sein, sein Opfer geworden zu sein?

)
Warum verdrehst du meine Worte? Du unterstellst mir bereits zum zweiten Mal etwas, was ich nicht gesagt habe. Ich sagte: "Wo liegt denn
dann der Schaden?" Ich sagte nicht "Wo liegt der Schaden?" Dass Herr P. Schaden angerichtet hat, wird wohl kaum einer hier bezweifeln.
Aber ich bleibe an diesem Punkt nicht stehen. Der angerichtete Schaden ist nun mal da. Das kann niemand rückgängig machen. Aber im Gegensatz zu dir offenbar, glaube ich fest daran, dass vollständige Heilung möglich ist. Die Vergangenheit ungeschehen machen kann niemand. Aber der Vergangenheit entwachsen und TROTZ der widrigen Umständen gesund, schön, ganz werden, ich glaube fest daran, dass das möglich ist.
Denn: Wäre es NICHT möglich, dann kämen wir nicht darum herum, jeden Menschen, der irgendwann mal Schaden erlitten hat und darum möglicherweise gefährlich für die anderen sein könnte, abzusondern und einzusperren. Oder noch besser: Ihn gleich umzubringen, das würde dann die Folgekosten ersparen. Das hiesse absurderweise, dass Opfer von Gewalt niemals Heilung erlangen könnten, und es bestünde akute Gefahr, dass sie somit die erlittene Gewalt an andere weitergeben würden, und man darum das Opfer selbst aus der Gesellschaft entfernen oder es umbringen müsste. Was sollte denn jemals noch Gutes aus einem Menschen entstehen, der irreparablen Schaden genommen hat, wenn Heilung unmöglich ist?
Es ist eine Notwendigkeit daran zu glauben, dass der Mensch nicht vollständig durch seine Vergangenheit determiniert ist, sondern dass ihm ein freier Wille bleibt - und sei dieser Wille noch so gering. Wäre es anders, so bestünde keinerlei Aussicht auf irgendeine Besserung oder Veränderung in dieser Welt. Wenn aber jeder Mensch in einem gewissen Mass seiner Vergangenheit durch den freien Willen entfliehen kann, dann besteht sowohl für einen Pädophilen als auch für sein Opfer die Möglichkeit, Leiden und für sich und andere Leiden schaffendes Verhalten hinter sich zu lassen.
brauchen wir wohl nicht mehr weiter zu diskutieren. Ehrlich gesagt, wird mir übel bei deinen Ansichten. In Griechenland war Pädophilie überhaupt nicht gefährlich und gaaaanz legitim?
Zum dritten Mal verdrehst du meine Worte. Ich schrieb "unter genau geregelten Umständen". Keineswegs war Pädophilie überall zu jeder Zeit geduldet. Anstatt mir die Worte im Mund herumzudrehen und Ansichten und Absichten zu unterstellen, die ich nicht habe, solltest du dich mal lieber darüber informieren.
Mir geht es darum: Du misst mit völlig unterschiedlichen Massstäben. Menschen mit dem Down-Syndrom dürfen nach deiner Meinung durchaus so sein, wie sie sind (mit der Ausnahme, dass sie nicht Kinder kriegen dürfen - eine entscheidende Einschränkung, wie ich meine), während Pädophile nicht so sein dürfen, wie sie sind. Das eine ist für dich eine Krankheit, das andere krankhaft. Eigentlich gehst du stillschweigend davon aus, dass Pädophile gesund sind und bloss nicht anders sein wollen, als sie sind, es aber durchaus könnten. Die Idee, dass sie womöglich nicht anders sein können, selbst wenn sie es woll(t)en, schliesst du von vornherein aus. Wenn sie aber tatsächlich nicht anders können, dann sind sie nicht als Verbrecher zu behandeln, sondern als Kranke.
Das ist ein massiver Unterschied.