TABUTHEMA: Kindersex und Gewalt

Richtig, das ist reine Definitionssache. Angenommen, die inzwischen berühmte junge Frau entwickelt sich in der Zukunft durch günstige Umstände und Hilfe zu einer geistig, seelisch, körperlich völlig gesunden Person, die aufgrund ihrer Erlebnisse überdies die Kraft und Sensibilität besitzt, anderen Missbrauchsopfern eine grosse Hilfe zu sein - wo liegt denn dann der Schaden, den der Herr P. angerichtet hat? Nehmen wir an, sie schafft das - und das hoffen wir doch wohl alle für sie - dann hat sich sogar aus dem ärgsten und schlimmsten etwas Positives entwickelt.

Und noch was: Bei den Griechen war Pädophilie unter genau geregelten Umständen durchaus erlaubt. Dort fand das niemand gefährlich.

Wenn du wirklich ernst meinst, was du hier rausscheibst, von wegen "wo liegt der Schaden den Priklopil angerichtet hat" (soll Nathascha vielleicht deiner Meinung nach noch froh sein, sein Opfer geworden zu sein? :nudelwalk ) brauchen wir wohl nicht mehr weiter zu diskutieren. Ehrlich gesagt, wird mir übel bei deinen Ansichten. In Griechenland war Pädophilie überhaupt nicht gefährlich und gaaaanz legitim? Na bist du vielleicht auch dafür, dass es wieder so wird wie im "guten alten" Griechenland? Wäh.
 
Werbung:
Die Gewalt wird immer schlimmer,
ich denke in der Gesellschaft läuft einiges schief!

Menschen, die Kindern so etwas antun
sind extrem krank und gestört!

Was sind das für armselige Gestalten, die Kindern Gewalt antun!!!
 
Wenn du wirklich ernst meinst, was du hier rausscheibst, von wegen "wo liegt der Schaden den Priklopil angerichtet hat" (soll Nathascha vielleicht deiner Meinung nach noch froh sein, sein Opfer geworden zu sein? :nudelwalk )
Warum verdrehst du meine Worte? Du unterstellst mir bereits zum zweiten Mal etwas, was ich nicht gesagt habe. Ich sagte: "Wo liegt denn dann der Schaden?" Ich sagte nicht "Wo liegt der Schaden?" Dass Herr P. Schaden angerichtet hat, wird wohl kaum einer hier bezweifeln.

Aber ich bleibe an diesem Punkt nicht stehen. Der angerichtete Schaden ist nun mal da. Das kann niemand rückgängig machen. Aber im Gegensatz zu dir offenbar, glaube ich fest daran, dass vollständige Heilung möglich ist. Die Vergangenheit ungeschehen machen kann niemand. Aber der Vergangenheit entwachsen und TROTZ der widrigen Umständen gesund, schön, ganz werden, ich glaube fest daran, dass das möglich ist.

Denn: Wäre es NICHT möglich, dann kämen wir nicht darum herum, jeden Menschen, der irgendwann mal Schaden erlitten hat und darum möglicherweise gefährlich für die anderen sein könnte, abzusondern und einzusperren. Oder noch besser: Ihn gleich umzubringen, das würde dann die Folgekosten ersparen. Das hiesse absurderweise, dass Opfer von Gewalt niemals Heilung erlangen könnten, und es bestünde akute Gefahr, dass sie somit die erlittene Gewalt an andere weitergeben würden, und man darum das Opfer selbst aus der Gesellschaft entfernen oder es umbringen müsste. Was sollte denn jemals noch Gutes aus einem Menschen entstehen, der irreparablen Schaden genommen hat, wenn Heilung unmöglich ist?

Es ist eine Notwendigkeit daran zu glauben, dass der Mensch nicht vollständig durch seine Vergangenheit determiniert ist, sondern dass ihm ein freier Wille bleibt - und sei dieser Wille noch so gering. Wäre es anders, so bestünde keinerlei Aussicht auf irgendeine Besserung oder Veränderung in dieser Welt. Wenn aber jeder Mensch in einem gewissen Mass seiner Vergangenheit durch den freien Willen entfliehen kann, dann besteht sowohl für einen Pädophilen als auch für sein Opfer die Möglichkeit, Leiden und für sich und andere Leiden schaffendes Verhalten hinter sich zu lassen.
brauchen wir wohl nicht mehr weiter zu diskutieren. Ehrlich gesagt, wird mir übel bei deinen Ansichten. In Griechenland war Pädophilie überhaupt nicht gefährlich und gaaaanz legitim?
Zum dritten Mal verdrehst du meine Worte. Ich schrieb "unter genau geregelten Umständen". Keineswegs war Pädophilie überall zu jeder Zeit geduldet. Anstatt mir die Worte im Mund herumzudrehen und Ansichten und Absichten zu unterstellen, die ich nicht habe, solltest du dich mal lieber darüber informieren.

Mir geht es darum: Du misst mit völlig unterschiedlichen Massstäben. Menschen mit dem Down-Syndrom dürfen nach deiner Meinung durchaus so sein, wie sie sind (mit der Ausnahme, dass sie nicht Kinder kriegen dürfen - eine entscheidende Einschränkung, wie ich meine), während Pädophile nicht so sein dürfen, wie sie sind. Das eine ist für dich eine Krankheit, das andere krankhaft. Eigentlich gehst du stillschweigend davon aus, dass Pädophile gesund sind und bloss nicht anders sein wollen, als sie sind, es aber durchaus könnten. Die Idee, dass sie womöglich nicht anders sein können, selbst wenn sie es woll(t)en, schliesst du von vornherein aus. Wenn sie aber tatsächlich nicht anders können, dann sind sie nicht als Verbrecher zu behandeln, sondern als Kranke.

Das ist ein massiver Unterschied.
 
Datenerfassung aller Pädophilen und deren Überwachung, von mir aus auch einen Chip einpflanzen und sie auf Schritt und Tritt beobachten.
Sobald sie auffällig werden, wegsperren.
Von mir aus auch die Pädophilie als Seuche deklarieren und die bagage unter Dauerquarantäne nehmen, schließlich sind sie ja irgendwie krank.



sage

Nach groben Schätzungen wird jedes dritte Mädchen und jeder 10. Junge missbraucht.

Wenn das auch nur zur Hälfte stimmen würd, wieviel Pädophile gäbe es dann (nicht alle Pädohpilen missbrauchen Kinder)?
Wer soll diesen Aufwand arbeitsmäßig und finanziell stemmen?
Die straffällig gewordenen Täter sind viel viel weniger wie die Spitze eines Eisbergs.
Wir sprechen hier von einem Gesellschaftlichen Problem von sehr großem Ausmaß!
Nicht von irgend welchen verrückten Außenseitern.
Durch Stigmatisierung tritt nur Stagnation ein. Dadurch kommen wir nicht zu heilsamen Lösungen.

Es gilt, sich nicht von dem, was man nicht ändern kann, bannen zu lassen und den Blick der Zukunft entgegen zu richten: Wie schaffen wir es, dass Menschen damit anders umgehen können wie bisher?
 
Also leugnest du, bzw. zweifelst an, dass von Pädophilen Gefahr ausgeht? Das gibts ja nicht....Das ist als reine Definitionssache, ob von einem Herrn Priklopil tatsächlich Gefahr ausgeht? :escape:

wo willst du denn da anfangen und wo aufhören ? ich las jetzt gerade eine Zusammenfassung von Berichten mißhandelter Kinder. Bei dem einen war der Vater aus der Drogenszene - bei dem anderen waren die Eltern Sozialhilfeempfänger, beim dritten war die Mutter in Psychiatrischer Behandlung, beim vierten Kind waren beide Eltern Alkoholiker und beim fünften waren es die netten Leute von nebenan ...

Bei Kindesmißbrauch in der Familie sind es alle Familienstrukturen quer Bett: mal der eigene ganz normale Familienvater (nix pädophil zb.), der Onkel, der Stiefvater, der Bruder oder Freunde und Bekannte - aus allen Schichten von ganz unten bis ganz oben ...

Wenn du die alle wegsperren willst als potentielle Täter ... dann werden wir in Zukunft unsere Kinder nur noch in der Retorte zeugen können, weil alle Männer und ein Großteil der Frauen auf irgendwelchen Inseln festhockt :) ;)

Ich finde ihr habt euch da ein wenig festgebissen, hm ?
 
Was, wenn jemand solche Phantasien hat, Sie davon wissen läßt und dann Ihre Lebensgefährtin gegen deren Willen zur Auslebung seiner Phantasien mißbraucht?
Was für kreative Gewaltphantasien du dir immer ausdenkst. Viel Spass damit.

Würden der herr einen Pädophilen mit seinen Kiddis allein lassen, so einen Typen als Babysitter engagieren?
Aber aus deiner bizarren, irrealen Phantasiewelt wieder in die Wirklichkeit zu
finden, das fällt dir anscheinend schwer. Das muss man trainieren.

Ich hab eine Idee, das wäre mal ein Anfang:

such doch mal durch deine Tageszeitung nach Anzeigen wie "pädophiler
Mann sucht Arbeit als Babysitter".

Na, welche hast du gefunden? Komm, erzähl mal.

Aber nicht wieder gewaltphantasieren! Das zählt nicht.

LB
 
Dass kann ich kpl. Unterstreichen liebe Sage! Denn diese Männer sind nicht Therapierbar!

Wieviel Liebe beinhaltet denn der Mißbrauch von Kindern??? Wir reden die ganze Zeit von den Tätern, die zu "Opfern" gemacht werden, was passiert mit den Kindern, die diesen Greuel erleben mußten? Wie verarbeiten sie dieses grausame Erlebnis ... es sind Kinder, die einfach in die Zukunft entlassen werden, Therapie hin oder her. Die Seele ist zerstört und wer repariert ihren seelischen Schaden?!?**

Ich habe eine gute Bekannte, ihr Onkel hat sie sexuell Mißbraucht als Kind. Er hat sie mit Süsigkeiten gelockt und sich von ihr befriedigen lassen, über mehrere Jahre hinweg. Als das eines Tages aufflog, sie hat sich ihrer Mutter anvertraut, ***hat ihr die Mutter die Schuld zugewiesen und da sie eh das ungeliebte Kind war, wurde sie von der ganzen Familie mit Mißachtung bestraft.**** Sie ist heute über 40 Jahre alt und hat immer noch kein Selbstwertgefühl, hat Schuldgefühle ohne Ende und noch heute wird sie von ihrer Familie gemieden. Für das sie eigentlich keine Schuld hatte, extrem grausam oder ???
Oder war sie der Täter, denn schließlich ging sie ja auf das Angebot ein ???
Da bin ich ja mal gespannt auf Eure Feedbacks!

Du hast das Kind beim Namen genannt:

zu**Logischerweise hab ich mit dem Thema zu tun, sonst hätte ich den Thread nicht eröffnet: ich wurde als 8 jähriges Kind von 2 Männern sexuell mißbraucht, habe das Thema in über 20 Jahren Therapie aber "aufgearbeitet" - was geblieben ist, ist eine Abscheu gegenüber anderen Männern, -was mir mittlerweile egal ist-, früher hatte ich den Ehrgeiz das ganz heilen zu wollen um meinen inneren männlichen Teil zu heilen.

zu *** ich bin heute noch froh, dass ich mich meinen Eltern aus Angst sie könnten mir die "Schuld" zuweisen nicht anvertraut habe, habe das Thema in meiner ersten Beziehung mit 18 Jahren und später mit diversen Therapeuten und spirituellen Lehrern erläutert.

zu **** Logischerweise entsteht in so einer Familie schon der Nährboden, der Kinder so sein läßt, dass sie sich solche Umstände anziehen und dann auch noch glauben, dass ihnen so etwas passieren muß, weil sie so "irgendwie" und "wie auch immer" sind. Erst als Erwachsener, gereifter, ethisch und moralisch denkender Mensch kann man sich von solchen Mustern befreien, wenn man das Glück hatte den "richtigen Leuten" für so etwas zu begegnen.

Peter
 
Was macht eine Gesellschaft mit Mitgliedern, die einen natürlichen (!) Drang verspüren, Sex mit Kindern zu haben?
Ihnen helfen, ein würdiges Leben zu führen. Wenn sie Hilfe benötigen.

Früher wurden Menschen mit dem Down-Syndrom vom Staat per Zwang kastriert.
Früher wurden Pädophile zusammen mit Behinderten, Schwulen
und Juden erschossen und vergast.

Menschen sind immer noch Menschen, auch dann, wenn sie pädophil sind.
Aha.
Ich würde noch weiter gehen: selbst dann, wenn sie Esoteriker
sind, sind es mmer noch Menschen! Wir sollten auch diese
vermeintlichen Unholde noch als menschliche Wesen ansehen.

IdS
Le Baron
 
Und noch was:
Die Zahl pädophiler Erwachsener mit tiefen Komplexen von Schuld und Scham für ihre Neigung, die ihr ganzes Leben kein einziges Mal straffällig werden und ein gegen aussen normales Leben führen, während sie innerlich zerrissen sind, dürfte weitaus höher liegen, als die Zahl straffällig gewordener Pädophiler.
Ja. Danke für diese Aussage. Das dürfte nicht nur so sein, das ist so.

Es gibt keine Anzeichen, dass Pädophile eher zu Gewalt neigen,
als die Gesamtbevölkerung. Und nochmal, weil die Inquisitorinnen
hier sowas natürlich penetrant überlesen:

Der Anteil pädophiler Täter am sexuellen Missbrauch von Kindern wird auf
2 bis 10 Prozent eingeschätzt (Kinsey-Report, Lautmann, Brongersma, Groth).
Der restliche Teil sind Täter, die sexuell primär auf Erwachsene ausgerichtet
sind.


(Wikipedia)

Wer's einfach nicht rafft, dem erzähle ich es gerne nochmal:

90 bis 98% der Täter von sexuellem Kindesmissbrauch sind NICHT pädophil.

Ist daran noch irgendetwas unklar?

Es muss brutal und entwürdigend sein, zu erkennen, dass einen Kinder sexuell erregen, und sich gleichzeitig dafür zu hassen, dass man sowas zu denken wagt.
Also, von Kindern sexuell erregbar zu sein, ist kein hinreichendes Anzeichen
von Pädophilie, denn viele Männer können von Kindern sexuell erregt werden,
obwohl sie auf Erwachsene ausgerichtet sind. Von Frauen vermute ich das
gleiche.

Ich habe auch eine etwas andere Vorstellung vom Selbstbild eines Pädophilen.

Für ihn/sie ist seine/ihre sexuelle Orientierung vollkommen natürlich und
selbstverständlich. Und damit keinerlei Anlass zum Selbsthass.

Die gesellschaftliche Ächtung, die Pädophile erfahren und ihre Erkenntnis,
niemals im ganzen Leben erfüllte Sexualität zu erfahren, könnte wohl eher zu
Verbitterung und Vereinsamung führen.

Gruss
LB
 
Werbung:
Nach groben Schätzungen wird jedes dritte Mädchen und jeder 10. Junge missbraucht.

Und wie hoch ist die Dunkelziffer? Wie viele Kinder trauen sich nicht von ihrem Missbrauch zu sprechen, sich Erwachsenen anzuvertrauen weil sie eingeschüchtert werden oder sich schämen, oder ihnen nicht geglaubt wird, der Täter in Schutz genommen wird, weil er doch der "liebe, fürsorgliche" Onkel ist?
 
Zurück
Oben