Sind Dogmen christlich?

Syrius

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Ein Dogma ist etwas, das man glauben und akzeptieren muss, obwohl man dazu keinen Bezug hat und auch der Vernunft verschlossen bleibt. Mit Dogmen zwingt man die Menschen dieses oder jenes zu glauben, es sind so gesehen Machtmittel. Wir wissen jedoch, dass sich Glaube nicht erzwingen lässt, denn es ist widersinnig, etwas unter Strafandrohung glauben zu müssen; darin liegt religionsspezifisch überhaupt kein Wert – im Gegenteil: Glaubenszwang blockiert das Weitersuchen und die religiöse Entwicklung.

Dogmen führen die Menschen nicht hin zu Gott, zum Licht, zum Leben, sondern sie können sie nach und nach sogar ins Gegenteil abdrängen – hin zur Finsternis und zur totalen Unfreiheit und Perversion; denken wir an die Kreuzzüge, an die Hexenverbrennungen, an die Inquisition und die Skandale der jüngeren Zeit. Man war im Dienste der Finsternis und verkaufte es als den Willen Gottes!

Wer sich einer Sache sicher ist und in ehrlicher Absicht Menschen hin zu Gott führen will, der stellt keine Dogmen auf. Wer Dogmen aufstellt, verrät damit seine Schwäche, Angst und Unsicherheit.

In Glaubensdingen sind Zwang und Drohungen fehl am Platz! Jeder Mensch ist für sein Denken und Handeln persönlich verantwortlich!

Drohungen sind nie Sache Gottes und eine ewige Verdammnis gibt es nicht – wer damit droht, handelt im Auftrag der Finsternis. Gott ist der Vater der Liebe und Güte.
 
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Ein Dogma ist etwas, das man glauben und akzeptieren muss, obwohl man dazu keinen Bezug hat und auch der Vernunft verschlossen bleibt. Mit Dogmen zwingt man die Menschen dieses oder jenes zu glauben, es sind so gesehen Machtmittel. Wir wissen jedoch, dass sich Glaube nicht erzwingen lässt, denn es ist widersinnig, etwas unter Strafandrohung glauben zu müssen; darin liegt religionsspezifisch überhaupt kein Wert – im Gegenteil: Glaubenszwang blockiert das Weitersuchen und die religiöse Entwicklung.

Dogmen führen die Menschen nicht hin zu Gott, zum Licht, zum Leben, sondern sie können sie nach und nach sogar ins Gegenteil abdrängen – hin zur Finsternis und zur totalen Unfreiheit und Perversion; denken wir an die Kreuzzüge, an die Hexenverbrennungen, an die Inquisition und die Skandale der jüngeren Zeit. Man war im Dienste der Finsternis und verkaufte es als den Willen Gottes!

Wer sich einer Sache sicher ist und in ehrlicher Absicht Menschen hin zu Gott führen will, der stellt keine Dogmen auf. Wer Dogmen aufstellt, verrät damit seine Schwäche, Angst und Unsicherheit.

In Glaubensdingen sind Zwang und Drohungen fehl am Platz! Jeder Mensch ist für sein Denken und Handeln persönlich verantwortlich!

Drohungen sind nie Sache Gottes und eine ewige Verdammnis gibt es nicht – wer damit droht, handelt im Auftrag der Finsternis. Gott ist der Vater der Liebe und Güte.
Dogmen sehe ich nicht pauschal negativ. Es gibt eine Gefahr der Beliebigkeit, da wird geglaubt, was man sich wünscht zu glauben. Da macht man es sich zu einfach. Reifen kann man am Konflikt, selten am Wunschdenken- es sei denn, dieser wird zum Konflikt :D
Das vorgegebene Glaubensbekenntnis der Kirche ist ein Dogma. Die eigene Entwicklung kann daran -konfliktfreich- reifen , zum Beispiel an der Jungfrauengeburt und was eigentlich dahinter steckt. Es braucht erstmal die Form, die Anleitung gibt, danach brüchig werden darf und zu einer größeren Form wird, bis diese wiederum zerbricht. Anschließend wird es nach und nach esoterisch.
Es gibt soviel Spinner in der Esoterik, weil sie meinen sie wären Freidenker. Tatsächlich leben sie nur ihren Wahn. Genau deswegen sind die Leitlinien eines Dogmas erstmal gute Leitplanken, bis sich daraus eine Reife entwickelt, die darüber hinausgeht und das Dogma mit Wissen und geistiger Reife füllt.
 
:unsure:

Man sollte nicht vergessen, dass die christlichen Dogmen eigentlich zum Erhalt der Lehre beigetragen hatten. Ohne diese Dogmen, hätte sich das Christentum schon längst in sich selbst aufgelöst. Dass es da auch gelegentlich zu Auswüchsen kam, dürfte wohl keine Frage sein.

Merlin
 
Dogmen sehe ich nicht pauschal negativ. Es gibt eine Gefahr der Beliebigkeit, da wird geglaubt, was man sich wünscht zu glauben. Da macht man es sich zu einfach. Reifen kann man am Konflikt, selten am Wunschdenken- es sei denn, dieser wird zum Konflikt :D
Das vorgegebene Glaubensbekenntnis der Kirche ist ein Dogma. Die eigene Entwicklung kann daran -konfliktfreich- reifen , zum Beispiel an der Jungfrauengeburt und was eigentlich dahinter steckt. Es braucht erstmal die Form, die Anleitung gibt, danach brüchig werden darf und zu einer größeren Form wird, bis diese wiederum zerbricht. Anschließend wird es nach und nach esoterisch.
Es gibt soviel Spinner in der Esoterik, weil sie meinen sie wären Freidenker. Tatsächlich leben sie nur ihren Wahn. Genau deswegen sind die Leitlinien eines Dogmas erstmal gute Leitplanken, bis sich daraus eine Reife entwickelt, die darüber hinausgeht und das Dogma mit Wissen und geistiger Reife füllt.
Interessante Gedanken.

Kannst Du mir sagen, wo Du ein Dogma als gute Leitplanke auf dem Weg siehst - auf dem Weg zur Wahrheit ??

Sind Dogmen nicht eher Sackgassen?
 
:unsure:

Man sollte nicht vergessen, dass die christlichen Dogmen eigentlich zum Erhalt der Lehre beigetragen hatten. Ohne diese Dogmen, hätte sich das Christentum schon längst in sich selbst aufgelöst. Dass es da auch gelegentlich zu Auswüchsen kam, dürfte wohl keine Frage sein.

Merlin
Huhu und guten Abend,
Dogma ist vom Mensch gemacht und daher immer fehlbar.
Ich kann mir auch sehr gut vorstellen daß Umschreibungen oder Kürzungen frühester Texte aus politischen Gründen durch Dogmatisieren nachträglich als zwingend richtig eingeführt worden sind.
Mutmaßt
der F.
 
:unsure:

Man sollte nicht vergessen, dass die christlichen Dogmen eigentlich zum Erhalt der Lehre beigetragen hatten. Ohne diese Dogmen, hätte sich das Christentum schon längst in sich selbst aufgelöst. Dass es da auch gelegentlich zu Auswüchsen kam, dürfte wohl keine Frage sein.

Merlin
Lieber Merlin,

das ist eine interessante Behauptung.
Auf den ersten Blick hin würde ich jetzt eher sagen, ohne Dogmen und ohne geld- und machtgierige Kirche wäre das Christentum heute sehr viel weiter.

Die Dogmen haben die Entwicklung aufgehalten: ohne die 'heiligen Kriege', die Inquisition oder den Glaubenszwang wären wir alle sehr viel weiter - die Freiheit im Denken hätte sich frei entfalten können.

Es ist erst 250 Jahre her, da hat in der ländlichen Gegend bei Luzern der Sulzig Joggi (Jakob Schmidlin) die Bibel gelesen und wird deswegen verhaftet und hingerichtet. Das Vermögen natürlich von der Kirche eingezogen und Frau und Kinder mit nichts als den Kleidern an die Grenze gestellt.

Nur weil er die Bibel las - hätte die Kirche auf ihr Machtgehabe und Elitengetue verzichtet und mehr Nächstenliebe gepflegt, wäre sowas nie geschehen.

Kannst Du das auch irgendwie begründen, dass die Dogmen zum Erhalt beigetragen haben resp. dass es ohne Dogmen kein Christentum mehr gäbe?

lg
Syrius
 
Ein Dogma ist etwas, das man glauben und akzeptieren muss, obwohl man dazu keinen Bezug hat und auch der Vernunft verschlossen bleibt. Mit Dogmen zwingt man die Menschen dieses oder jenes zu glauben, es sind so gesehen Machtmittel. Wir wissen jedoch, dass sich Glaube nicht erzwingen lässt, denn es ist widersinnig, etwas unter Strafandrohung glauben zu müssen; darin liegt religionsspezifisch überhaupt kein Wert – im Gegenteil: Glaubenszwang blockiert das Weitersuchen und die religiöse Entwicklung.

Dogmen führen die Menschen nicht hin zu Gott, zum Licht, zum Leben, sondern sie können sie nach und nach sogar ins Gegenteil abdrängen – hin zur Finsternis und zur totalen Unfreiheit und Perversion; denken wir an die Kreuzzüge, an die Hexenverbrennungen, an die Inquisition und die Skandale der jüngeren Zeit. Man war im Dienste der Finsternis und verkaufte es als den Willen Gottes!

Wer sich einer Sache sicher ist und in ehrlicher Absicht Menschen hin zu Gott führen will, der stellt keine Dogmen auf. Wer Dogmen aufstellt, verrät damit seine Schwäche, Angst und Unsicherheit.

In Glaubensdingen sind Zwang und Drohungen fehl am Platz! Jeder Mensch ist für sein Denken und Handeln persönlich verantwortlich!

Drohungen sind nie Sache Gottes und eine ewige Verdammnis gibt es nicht – wer damit droht, handelt im Auftrag der Finsternis. Gott ist der Vater der Liebe und Güte.
…. und Dogmen sind daher unchristlich!
 
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:unsure:

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass hier manche nicht wissen, um was es da eigentlich geht. Es geht da zum Beispiel um das Wesen Gottes, Jesus und dem Heiligen Geist. So auch die Rolle Marias, die Taufe und das Glaubensbekenntnis usw.

Leider gibt es auch Beispiele, wie das Zölibat oder die Unfehlbarkeit des Papstes. Letzteres wurde 1870 von Papst Pius IX. beschlossen und nur einmal 1950 von Papst Pius XII. in Anspruch genommen.

Unabhängig davon haben sich auch reformierte Konfessionen einigen Dogmen angeschlossen.

Dogmen sind also nicht generell von Übel.

Merlin
.
 
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