Säuglingstaufe - misachtet Menschen-Rechte und -Würde

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Gestern im RBB gab es eine Sendung über Krebs, die vermutlichen Gründe und über Selbstheilungskräfte und wie diese mobilisiert werden. Die Forscher vermuten u.a., das z.B. ein starker Glaube an Gott die Selbstheilungskräfte mobilisieren kann, während wiederum eine Gemeinde, die für einen Kranken betet, diesen widerum schwächt. Ich vermute mal, weil der glaubt, er bekäme für seine kommende Reise den letzten Proviant mit auf den Weg*hüstel.....

Hoffnung und Menschen, die mit einer positiven Einstellung die Begleitung des Kranken übernommen haben, sind dagegen Gold wert. Auch die neuen, alternativen Methoden waren interessant: z.B. künstliches Fieber und Sport!

Lg
Urajup
 
Klar. Ich hatte eine ganze Horde, die auf mich aufgepasst hat - ich selbst hatte kaum noch Platz im Bett....
Das war bei mir auch so. Ich wurde damals seitens der Erwachsenen mit Plüschis überhäuft. Ich habe denen dann Namen gegeben. Bis ich Läuse aus der Schule mitbrachte, danach hatte ich wieder viel Platz. :D
 
Ich konnte nicht schlafen, wenn ich zuvor nicht allen Kindern auf der Welt ein gutes Leben gewünscht hatte. Lustiger Weise bezog ich mich dabei nie auf die Erwachsenen. Vielleicht, weil ich glaubte, die sind schon groß und können gut auf sich selbst aufpassen. :D

Mit Gott und Beten habe ich das von mir auch auch eine kurze Zeit versucht, das brachte mir aber rein gar nix.

LG
Any

Ich habe als Kind meistens nur bei wirklich "wichtigen" Anlässen gebetet, z.B. "Bitte lass mich meinen Turnbeutel wieder finden. Drei mal Danke und Gute Nacht.":D

Lg
 
Da liegt der Haken in deiner Interpretation. Nie daran gedacht, dass man auch Schlechtes bitten kann?

Ich schrieb irgendwo (wo eigentlich?) "ich vermute mal" und du fragst "nie daran gedacht, dass man auch Schlechtes bitten kann"?

Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, was du mir sagen möchtest und stehe auf dem Schlauch....:oops:

Lg
 
Das Problem ist die Fixierung der Mitgliedschaft durch die Taufe.

Es ist eben nicht die Taufe, auch nicht die Kirche, sondern nur die Eltern.
Du beschreibst/bestätigst es nachfolgend doch selbst.

Eine praktikable Lösung wäre eine Firmung mit 16 - durch die man in die Religionsgemeinschaft offiziell aufgenommen wird.

Wenn ich mich dem Diktat einer Kirche nicht unterordnen will, ist es doch egal ob Taufe als Säugling oder Firmung mit 16.
Auch wenn ich christlich getauft bin, kann ich mich doch jederzeit selbst entscheiden was ich glauben möchte.

Eine persönliche Erfahrung aus meiner Jugendzeit: Wir Kinder mußten mit Vater jeden Samstag den Rosenkranz beten. Das Wichtigste war aufzupassen wo wir sind, er hörte bewußt öfter auf und ließ ein Kind weiter beten.
Wußte es nicht weiter, bekam es Schläge.

Du bestätigst hier doch genau was ich vom ersten Post an sage: Nicht die Kirche hat Einfluss auf die Kinder, (egal ob getauft oder nicht) sondern einzig und allein die Eltern.

Deshalb auch aus meiner Kindheit persönliche Erfahrung:
Kleines Dorf (366 Einw) mit kath. Kirche denn es war Hauptdorf von 8 welche dazu gehörten. (Gemeinde)

Mutter-Familie seit Generationen ansässig... Vater Flüchtling, evangelisch, beide Eltern also Christen.
Sonntags musste jeder in die Kirche....meine Mutter ging sehr gerne, hat mich aber nie gezwungen.
Wenn der Dorfpfarrer mich bestrafen wollte, weil ich nicht im Schulgottesdienst war hat meine Mutter ihn zurecht gewiesen.
Es gab ein kurzes Gebet vor dem Essen sowie vor dem Schlafen gehen.
Die ev. Kirche war ca. 70 km entfernt, Weihnachten fuhren wir dahin denn es gab ein sehr schönes Krippenspiel, während in der kath. die Christmette sehr langweilig war.


Schulerlebnis: Kam der Herr Pfarrer, wurde zuerst der Vaterunser gebetet. Mein Tischkollege stellte sich dabei einmal hinter mich und erzählte mir einen Witz. Ich kam ins Kichern.
Ohne zu fragen warum ich lachen mußte, legte mich der Pfarrer übers Knie und versolte meinen Hintern mit dem Stab. Danach kam ein Bericht in mein Religionsheft mit der Aufforderung der Unterschrift des Vaters. Somit hatten die Schläge zu Hause seine Fortsetzung.

Einmal hat mich der Pfarrer geschlagen, sofort war meine sehr gläubige Mutter einverstanden, dass ich bei diesem Pfarrer nicht mehr den Religionsunterricht besuchen muss.
Und das in einem Dorf, in dem wir wegen meines ev. Vaters Außenseiter waren.

Natürlich waren auch meine Eltern tief gläubig. Heute würde ich sagen- sie waren das Opfer einer Religionsdikdatur.

Auch meine Eltern waren sehr gläubig, haben aber ihren Glauben gelebt, ohne sich einer Kirche unterzuordnen.

Keine Religion kann diktieren, wenn Mensch es nicht zulässt.

Als ich von zu Hause weg kam, war es für mich eine Befreiung.

Weshalb machst Du Kirche für das fehlverhalten Deiner Eltern verantwortlich??
 
Bougenvailla schrieb:
Du bestätigst hier doch genau was ich vom ersten Post an sage: Nicht die Kirche hat Einfluss auf die Kinder, (egal ob getauft oder nicht) sondern einzig und allein die Eltern.

Das stimmt nicht so ganz. Spätestens mit Schuleintritt (weiss nicht mehr, ob's im Kindergarten auch Kreuze an der Wand gibt) wird das Kind täglich mehrere Stunden mit dem Kreuz an der Wand konfrontiert. Zusätzlich gibt es natürlich auch Religionsunterricht, so lange die Schulzeit dauert. Das wären so ca. mindestens 8 Jahre.

Das macht was mit Kindern, da bleibt natürlich was "hängen", ist ja auch beabsichtigt. Wollen Eltern das nicht, müssen sie ihre Kinder abmelden. Ansonsten... "mitgehangen, mitgefangen".
 
Das stimmt nicht so ganz. Spätestens mit Schuleintritt (weiss nicht mehr, ob's im Kindergarten auch Kreuze an der Wand gibt) wird das Kind täglich mehrere Stunden mit dem Kreuz an der Wand konfrontiert. Zusätzlich gibt es natürlich auch Religionsunterricht, so lange die Schulzeit dauert. Das wären so ca. mindestens 8 Jahre.

Das macht was mit Kindern, da bleibt natürlich was "hängen", ist ja auch beabsichtigt. Wollen Eltern das nicht, müssen sie ihre Kinder abmelden. Ansonsten... "mitgehangen, mitgefangen".

natürlich @Lichtpriester werden Kinder auch und oftmals mehr als gedacht vom Aussen beenflusst.
ich habe mal gelesen das der meißte Einfluss die Freunde sogar haben, nun das mag jeder halten wie er mag.
Doch wenn ich ehrlich bin, wird ein Kind in Kindergarten und schule mittlerweile von einigen Religionen beeinflußt.
Es hat sich viellmehr vermischt und der relifionsunterricht war selbst bei mir vor 1000enden von Jahren fast schon freiwillig .
Jetzt selbst im Dorf , hier gibt es 4 verschiedne Kirchen, (eine Moschee noch nicht) aber auch das wird noch werden,
ich denke schon das es seltener wird das ein Kind auf eine Richtung beeinflußbar wird.

ich hoffe man konnte mir folgen.

flimm
 
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Das stimmt nicht so ganz. Spätestens mit Schuleintritt (weiss nicht mehr, ob's im Kindergarten auch Kreuze an der Wand gibt) wird das Kind täglich mehrere Stunden mit dem Kreuz an der Wand konfrontiert. Zusätzlich gibt es natürlich auch Religionsunterricht, so lange die Schulzeit dauert. Das wären so ca. mindestens 8 Jahre.

Hatte ja geschrieben, meine Mutter war sehr gläubig.
Bei uns hing in jedem Zimmer ein Kreuz an der Wand.
Aber dieses Kreuz hat mich nicht erzogen, sondern meine Eltern.
Als Kind hatte ich nicht nur ein Kreuz und einen kath. Pfarrer, sondern auch noch 8 kath. Ordensschwestern. (Kindergartenschwester, Handarbeitsschwester, Krankenschwester,...usw.....

Das macht was mit Kindern, da bleibt natürlich was "hängen", ist ja auch beabsichtigt. Wollen Eltern das nicht, müssen sie ihre Kinder abmelden. Ansonsten... "mitgehangen, mitgefangen".

Da bleibt nichts hängen, wenn Eltern es nicht zulassen, denn die ersten Bezugspersonen für Kinder sind Eltern.
Hängen bleibt nur dann was, wenn Eltetn versagen, die Verantwortung für ihre Kinder abgeben, andern überlassen.
 
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