Russland greift Ukraine an

Dann muss man konsequent alle Konflikte dieser Welt unterstützen.
Wo fängt das an und wo hört das auf?
Das überlegen sich die meisten grade nicht. Hauptsache, die Wucht ihrer Statements umgibt sie selbst mit Glorie. Selten so erlebt wie in dem Krieg hier..
Die Frage ist auch nicht, ob man an der Seite der Ukraine steht, selbstverständlich muss man das.
Nur wie?
Die Frage aller Fragen ist, ist Russland am Ende militärisch oder wirtschaftlich/militärisch zu besiegen. Und zwar so, dass man sie rausdrängt aus der Ukraine und sie dauerhaft nicht wiederkommen. Und die Ukraine am Ende nicht in alle Richtungen so aussieht wie Syrien oder Tschetschenien. Wie das gehen soll, ist den meisten zu realpolitsch.
Der NATO Gott sei Dank nicht, sie muss sich dazu bei jeder Entscheidung positionieren samt Risikoanalysen bei jedem Schritt.
Die Ukraine muss selbst entscheiden, wie sie diese Ergebnisse verarbeitet und wie lange sie unter welchen Bedingungen kämpfen will.
 
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Man "unterstützt" keine Konflikte, sondern positioniert sich in ihnen. Das ist ja wohl das mindeste, was man von einem wachen Mensch verlangen kann. Absolut peinlich sind die Schweiger, die Neutralen, die letztlich Gleichgültigen. Wo ein solches Schweigen hinführt: Lies dazu die Signatur von @Luca.S
Aber sie überleben zumindest.
Wie sie mit ihrem Schweigen leben, ist eine andere Sache.
Möglicherweise werden dann deshalb solche Verbrechen wie Holocaustverleugnung gern als Ausrede angenommen. "War ja doch nicht so schlimm, wie die da behaupten."
Niemöller wurde ins KZ gesteckt für sein Engagement.
Ich kenne genügend Geschichten aus dem WW II, wo Menschen, die nicht geschwiegen haben, entweder verhaftet, umgebracht oder auch sehr beliebt, einfach an die Ostfront geschickt wurden.
Viele kehrten nicht zurück.
Ob man in einer Ausnahmesituation schweigt, redet oder handelt, hängt wahrscheinlich auch etwas davon ab, ob man überhaupt zeit zum Überlegen, Abwägen hat oder einfach nur tut oder nicht.
Hinterher muss man dann mit dem, was man getan oder nicht getan hat, leben oder man wird u.U. als toter Held verehrt.
Ich weiß nicht, was das schlimmere ist und hoffe, dass ich es nicht erfahren muss.

Gruß

Luca
 
Aber sie überleben zumindest.
Wie sie mit ihrem Schweigen leben, ist eine andere Sache.
Möglicherweise werden dann deshalb solche Verbrechen wie Holocaustverleugnung gern als Ausrede angenommen. "War ja doch nicht so schlimm, wie die da behaupten."
Niemöller wurde ins KZ gesteckt für sein Engagement.
Ich kenne genügend Geschichten aus dem WW II, wo Menschen, die nicht geschwiegen haben, entweder verhaftet, umgebracht oder auch sehr beliebt, einfach an die Ostfront geschickt wurden.
Viele kehrten nicht zurück.
Ob man in einer Ausnahmesituation schweigt, redet oder handelt, hängt wahrscheinlich auch etwas davon ab, ob man überhaupt zeit zum Überlegen, Abwägen hat oder einfach nur tut oder nicht.
Hinterher muss man dann mit dem, was man getan oder nicht getan hat, leben oder man wird u.U. als toter Held verehrt.
Ich weiß nicht, was das schlimmere ist und hoffe, dass ich es nicht erfahren muss.

Gruß

Luca

du hast recht,
deswegen sind mehr bereit auf die Srasse zu gehen oder sich aufzulehnen, wenn es die Mehrheit macht,
Da fühlt man sich wieder in Sicherheit als Mensch.
 
Dann muss man konsequent alle Konflikte dieser Welt unterstützen.
Wo fängt das an und wo hört das auf?

Dann müsste man sich konsequent zumindest zu allen Konflikten dieser Welt positionieren - also mindestens dazu äußern. Wie weit das schon geschieht, wissen wir nicht, bzw. es ist auch sehr fraglich. Da gibt es wahrscheinlich einiges, was und am A... vorbei geht, wovon wir hier möglicherweise auch nichts hören. Traurig aber (wahrscheinlich) wahr.

Darauf aber rumzureiten bzw. das als Argument zu verwenden, dass wir uns auch hier raushalten sollten, ist nur Whataboutism. Denn daneben gibt es eben tatsächlich relevante Punkte in diesem Konflikt, die begünstigen dass und wie wir uns einmischen sollten. Ich wiederhole sie nochmal:

Die Ukraine grenzt direkt an die EU und ist nur zwei Grenzen von Deutschland entfernt. Dieser Konflikt findet also in großer Nähe statt.

Die Ukraine hat sich in den letzten Jahren Richtung Westen orientiert bzw. zu orientieren versucht (was Putin ganz und gar nicht mochte, was er auch immer deutlich zeigte). U.a. gibt es schon lange Ambitionen sich der EU anzunähern und letztendlich beizutreten.

Die Ukraine hat uns direkt und aktiv um Hilfe gebeten.

Diese Punkte - vor allem die letzten beiden - gebieten meiner Ansicht nach verstärkt, dass wir uns hier einmischen und der Ukrainer helfen müssen. Die Hilfe muss nicht unbedingt so aussehen, wie erbeten, aber so lange ein anderer Weg nur dazu führen würde, dass die Ukraine sich ergeben müsste und voll der Willlür Putins ausgeliefert wäre, geht es leider such nicht ohne militärische Unterstützung.
 
Man "unterstützt" keine Konflikte, sondern positioniert sich in ihnen. Das ist ja wohl das mindeste, was man von einem wachen Mensch verlangen kann. Absolut peinlich sind die Schweiger, die Neutralen, die letztlich Gleichgültigen. Wo ein solches Schweigen hinführt: Lies dazu die Signatur von @Luca.S

In die gleiche Richtung geht der Satz vom ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan:

"Alles was das Böse benötigt, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit."

Denke da bitte mal drüber nach.
Du aber auch darüber, dass Deutschland sich militärisch positioniert, in der Ukraine.
 
Deutschland hat sich militärisch gegen einen Diktator / Führer und seine Mafia positioniert, die sich im Kern wie die Nazis in den 30er verhalten. Kriegerisch in das Territorium seiner Nachbarn einfallen, einen Angriffskrieg führen, krampfhaft versuchen ein Volk auszurotten, mehr als einmal Kriegsverbrechen begangen und haufenweise Massrngräber mit unschuldigen und gefolterten Zivilisten gefüllt haben...


Glücklicherweise haben ein paar Deutsche aus der Geschichte gelernt.Wenigstens ein paar sehen das so, wie die anderen 141 Länder, die die Resolution gegen Russland unterschrieben haben.
 
Es wird mokiert, dass wir woanders wegschauen und schweigen und nichts tun.
Jetzt schauen wir Mal nicht weg, jetzt schweigen wir Mal nicht, jetzt helfen wir und es ist wieder nicht Richtig.



Sowas aber auch
 
Dabei war es doch schon immer so.
Je näher man an etwas dran ist sieht man mehr, als wenn man weiter weg ist.

Wenn der Nachbar in der Nebenwohnung seine Frau schlägt bekommen wir es eben mit und werden da eben auch aufmerksam.
Wenn irgendjemand ganz woanders seine Frau schlägt, weit weg von uns....

Aber wir müssen beim direkten Nachbarn auch nichts tun, weil wir ja bei demjenigen der weit weg ist, auch nichts tun.
(kommt irgendwie so rüber)
 
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Wenn wir an Russland, Gebiete der Ukraine abgeben, können wir Moldau gleich mit anbieten und geben
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