Romantische Liebe ist asozial^^

Gitti1

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Eine provokanter Satz, nicht wahr?

Wie kommt es dazu?

These ---- Die Aussage: „Ich liebe dich“, ist keine Gefühlsbegründung,
sondern eine Erwartungshaltung.

Wir erwarten von der Liebe zunächst, dass der Partner uns auch liebt. Das ist ja die zentrale Voraussetzung. Im Regelfall sagen wir ja: „Ich liebe dich“, weil wir auf den Satz warten: „ich Dich auch.“ Wir wollen eigentlich eine Bestätigung haben. Und weiter ist „Ich liebe dich“ deswegen nicht einfach eine Gefühlsäußerung wie z.B. „Der Kaffee schmeckt mir.“, weil ich wäre dann an den Satz am nächsten Tag gar nicht mehr gebunden.

Aber der Satz „Ich liebe Dich“ impliziert zugleich das Versprechen „Ich liebe Dich auch morgen.“ Und „Ich werde alles tun, was zu einer Liebe dazu gehört.“. Wenn Du jetzt morgen einen Autounfall hast, dann werde ich Dich pflegen und mich um Dich kümmern.

Das ist alles in dem Satz enthalten. Es ist nicht einfach ein Gefühlsausdruck wie „geil“ oder „wow“ o.ä., sondern das ist ein ganz, ganz komplexes Versprechen.


Zur Asozialität:

Die Liebe hat heute in der Gesellschaft einen Stellenwert, den sie nie zuvor, soweit bekannt, in der Menschheitsgeschichte zuvor gehabt hat.
Es hat noch nie so viele Liebesserien im Fernsehen gegeben (und auch kein Fernsehen btw.), und es wurde noch nie soviel darüber geredet, es war noch nie so ein wahnsinniges Thema.


Aber,

gemeint ist

die Liebe zwischen Frau und Mann.


Und die Liebe zwischen Frau und Mann heißt in Definition:
Ich und Du.
Und niemand sonst.

Liebe – romantische Liebe – ist exklusiv. Sie schließt die Anderen aus.
Das Ideal ist nur ein (1) Anderer....


Und dieses Ideal kriegt schon eine enorme Gefährdung, wenn dann Kinder kommen. Weil es dann nicht mehr die Zwei (2) sind, es ist dann nicht mehr der Kern der romantischen Liebe ---
dann verlagert die Frau einen großen Teil der Emotionen auf die Kinder, der Mann wird dann meistens nicht damit fertig oder die Frau verhält sich plötzlich ganz anders... ist wie ausgewechselt ---

und plötzlich geht das romantische Konzept der Liebe nicht mehr auf.


Das heißt,

je mehr romantische Liebe wir haben, desto schlechter ist es im Regelfall mit der
Nächstenliebe und mit
der Fürsorge
bestellt.

Noch nie hat sich eine Gesellschaft sowenig auf die Nächstenliebe und so stark auf die romantische Liebe konzentriert,

weil

die romantische Liebe

bei uns heute an die Stelle der

Religion

getreten ist.


Die romantische Liebe soll meinem Leben Sinn geben.
Und nicht mehr die Großfamilie, die Gemeinschaft, die Gesellschaft, sondern die romantische Liebe.


Und dadurch hat sie auch was Asoziales:

>>> sie schließt die Anderen aus.


In Liebe seelenverwandt,

Eure Gitti.
 
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Ne1e

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These ---- Die Aussage: „Ich liebe dich“, ist keine Gefühlsbegründung,
sondern eine Erwartungshaltung.

Wir erwarten von der Liebe zunächst, dass der Partner uns auch liebt. Das ist ja die zentrale Voraussetzung. Im Regelfall sagen wir ja: „Ich liebe dich“, weil wir auf den Satz warten: „ich Dich auch.“ Wir wollen eigentlich eine Bestätigung haben.

wieso sagst du wir , wenn du ich sagen willst?
 

Gitti1

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Oh, das ist wohl meiner guten Erziehung geschuldet.

Ich gehe davon aus, dass etwas, was ich denken kann und was zudem sozialisiert, gesellschaftlich beobachtbar ist, ich auch einem anderen Subjekt zuzugestehen vermag.


Eure Gitti.
 

gloria66

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was ist dran asozial seine kinder zu lieben,die romantische liebe führt zur fortpflanzung,warum sind die kinder bei dir nicht zugehörig sondern die sprengenden.versteh ich nicht.liebt man freunde nicht weil man in zweisamkeit lebt,familie unwichtig?
 

FIST

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25.985
Oh, das ist wohl meiner guten Erziehung geschuldet.

Ich gehe davon aus, dass etwas, was ich denken kann und was zudem sozialisiert, gesellschaftlich beobachtbar ist, ich auch einem anderen Subjekt zuzugestehen vermag.


Eure Gitti.

ist es nicht eher schlechte Erziehung von sich auf andere zu schliessen :confused:
 
B

Brummbär

Guest
Eine provokanter Satz, nicht wahr?

Wie kommt es dazu?

These ---- Die Aussage: „Ich liebe dich“, ist keine Gefühlsbegründung,
sondern eine Erwartungshaltung.

Wir erwarten von der Liebe zunächst, dass der Partner uns auch liebt. Das ist ja die zentrale Voraussetzung. Im Regelfall sagen wir ja: „Ich liebe dich“, weil wir auf den Satz warten: „ich Dich auch.“ Wir wollen eigentlich eine Bestätigung haben. Und weiter ist „Ich liebe dich“ deswegen nicht einfach eine Gefühlsäußerung wie z.B. „Der Kaffee schmeckt mir.“, weil ich wäre dann an den Satz am nächsten Tag gar nicht mehr gebunden.

Aber der Satz „Ich liebe Dich“ impliziert zugleich das Versprechen „Ich liebe Dich auch morgen.“ Und „Ich werde alles tun, was zu einer Liebe dazu gehört.“. Wenn Du jetzt morgen einen Autounfall hast, dann werde ich Dich pflegen und mich um Dich kümmern.

Das ist alles in dem Satz enthalten. Es ist nicht einfach ein Gefühlsausdruck wie „geil“ oder „wow“ o.ä., sondern das ist ein ganz, ganz komplexes Versprechen.


Zur Asozialität:

Die Liebe hat heute in der Gesellschaft einen Stellenwert, den sie nie zuvor, soweit bekannt, in der Menschheitsgeschichte zuvor gehabt hat.
Es hat noch nie so viele Liebesserien im Fernsehen gegeben (und auch kein Fernsehen btw.), und es wurde noch nie soviel darüber geredet, es war noch nie so ein wahnsinniges Thema.


Aber,

gemeint ist

die Liebe zwischen Frau und Mann.


Und die Liebe zwischen Frau und Mann heißt in Definition:
Ich und Du.
Und niemand sonst.

Liebe – romantische Liebe – ist exklusiv. Sie schließt die Anderen aus.
Das Ideal ist nur ein (1) Anderer....


Und dieses Ideal kriegt schon eine enorme Gefährdung, wenn dann Kinder kommen. Weil es dann nicht mehr die Zwei (2) sind, es ist dann nicht mehr der Kern der romantischen Liebe ---
dann verlagert die Frau einen großen Teil der Emotionen auf die Kinder, der Mann wird dann meistens nicht damit fertig oder die Frau verhält sich plötzlich ganz anders... ist wie ausgewechselt ---

und plötzlich geht das romantische Konzept der Liebe nicht mehr auf.


Das heißt,

je mehr romantische Liebe wir haben, desto schlechter ist es im Regelfall mit der
Nächstenliebe und mit
der Fürsorge
bestellt.

Noch nie hat sich eine Gesellschaft sowenig auf die Nächstenliebe und so stark auf die romantische Liebe konzentriert,

weil

die romantische Liebe

bei uns heute an die Stelle der

Religion

getreten ist.


Die romantische Liebe soll meinem Leben Sinn geben.
Und nicht mehr die Großfamilie, die Gemeinschaft, die Gesellschaft, sondern die romantische Liebe.


Und dadurch hat sie auch was Asoziales:

>>> sie schließt die Anderen aus.


In Liebe seelenverwandt,

Eure Gitti.

bis zu einem gewissen Teil kann ich dich verstehen. Aber was verstehst du den unter "romantischer Liebe?"


Und kann, sollte nicht eine Beziehung zwischen Mann u. Frau auch von dieser Nächstenliebe geprägt sein, das schliesst sich ja nicht aus, oder? Vor allem, wenn zwei Menschen diese Nächstenliebe tätig leben wollen, u. sich gerne haben, .. hm.. dann spricht überhaupt nix gegen eine Partnerschaft, im Gegenteil.
 
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Brummbär

Guest
Wenn jemand zum anderen sagt "Ich liebe dich" kann es auch sein, das es die wahre Empfindung des Inneren spiegelt, und derjenige sich noch mehr freut, wenn der andere dies erwidert. Ist das schlimm? Nein. Den wer will schon von seinen Kindern hören, das sie ihn hassen?? Erhofft u. erwartet man nicht auch, das die Kinder einem liebhaben, u. wenn nicht, tut man dann nicht alles, damit es wieder besser wird?..
Also, wenn man seine Kinder wirklich liebt, u. dies sagt, dann ist doch klar, das es jedem Elternteil wohlwollender zumute ist, wenn die Kinder diese Liebe auch erwidern, als wenn sie das nicht tun.

Wobei ich meine, das man doch weniger von Liebe sprechen, sondern sie tätig leben soll, den dann erspart man sich das "Ich liebe dich" - den wie oft sagt man "ich liebe dich" u. handelt doch so, als ob man den anderen gar nicht liebt?
 
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