Red Bull - und der RB Leipzig

Natürlich ist es zynisch.
Aber ich denke, Extremsportler gehen bewusst dieses Risiko ein, es zwingt sie niemand dazu und das Sponsorgeld nehmen sie auch.
Dieses Geschäft läuft nur, weils zwei Seiten gibt.

Naja, die scheissen drauf , ob für ihre Marketingstrategie Menschen sterben oder nicht . Das wird bewußt in Kauf genommen und durch Geld und Ruhm noch gefördert . Das ist das Perverse daran .
Noch mehr Zynismus:

 
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meiner meinung nach setzen sich extremsportler grundsätzlich der gefahr des verunglückens oder gar dem tod aus...
dies geschieht auch, was man oft gar nicht glauben will, im amateursport...zb. beim freiklettern lernte ich einige kennen die unglaubliche gefahren auf sich nahmen..völlig ungesichert hohe schwierigkeitsstufen durchstiegen...ein wahnsinn wenn man ihnen zu sah...nicht gesponsort sondern lediglich wegen des eigenen adrealinkicks...wieviele stuntmans sind zb. schon um`s leben gekommen..ob gesponsort oder nicht...die formel 1 dürfte es auch nicht geben wenn man sich der gefahr bewusst ist...den sponsoren die schuld für die vielen verunglückten und toden zu geben finde ich nicht richtig...red bull zb. kann keinen stuntman/extremsportler vorgeben von was für einer höhe er springen soll..das ist schon seine sache...keiner wird gezwungen..lediglich sehr gut bezahlt...die verantwortung über mein tun habe immer nur ich...
 
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red bull hält sich nicht EINEN fußballverein, sondern etliche. in österreich, deutschland, brasilien, USA und ghana, und als nächstes steht england am programm.

bei der "gründung" von red bull salzburg 2005 wurde so vorgegangen, dass der bestehende verein austria salzburg aufgekauft (also halt die finanzierung und dafür auch gleich jegliche befehlsgewalt übernommen) und anschließend dessen name und tradition inklusive vereinsfarben zu grabe getragen und durch "red bull" ersetzt worden ist.
die dem verein zum teil seit jahrzehnten treuen fans von austria salzburg wollten das begreiflicherweise zu großen teilen nicht mitmachen und sind abgewandert, an ihrer stelle hat sich ein haufen hipster-kasperln eingefunden, der sofort wieder weg sein wird, wenns red bull nimmer freut.
red bull salzburg ist in den 11 jahren seines bestehens 7 mal meister geworden, hats aber nis heute nicht in die champions league geschafft.
in deutschland hat es red bull auf die gleiche art versucht, aber dort hat glücklicherweise kein bestehender traditionsverein die bedingungen von red bull akzeptiert. daher hat man red bull leipzig also selbst gegründet und das startrecht in einer unterliga von einem bestehenden verein abgekauft.
mit dem geld von red bull hat man sich dann natürlich ziemlich schnell nach oben gespielt.

immerhin ist die gründung von RB leipzig nicht durch die vernichtung eines bestehenden traditionsvereins erfolgt, was RB leipzig wenigstens in dieser hinsicht einigermaßen positiv von red bull salzburg unterscheidet.


austria salzburg ist übrigens von seinen alten fans neu gegründet worden und hat sich von der untersten liga wieder in die zweithöchste gearbeitet, hat aus dieser aber leider wieder absteigen müssen.
 
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austria salzburg ist übrigens von seinen alten fans neu gegründet worden und hat sich von der untersten liga wieder in die zweithöchste gearbeitet, hat aus dieser aber leider wieder absteigen müssen.

Das ist heute gerade im Fußball ein grosses Problem. Die Traditionsvereine können ohne Grosssponsor nicht mehr überleben bzw. in der Oberliga mitspielen. Schuld daran sind einerseits die überhöhten Ablösen und Gagen "internationaler" Spieler, andererseits natürlich auch die Aufwendungen der Vereine für Trainingslager, Ärzte und Therapeuten etc.
 
Das ist heute gerade im Fußball ein grosses Problem. Die Traditionsvereine können ohne Grosssponsor nicht mehr überleben bzw. in der Oberliga mitspielen. Schuld daran sind einerseits die überhöhten Ablösen und Gagen "internationaler" Spieler, andererseits natürlich auch die Aufwendungen der Vereine für Trainingslager, Ärzte und Therapeuten etc.
jetzt seh ich erst, dass du da was von mir zitiert hast und ich in dem zitat interessanterweise skadya heiss :D

bei den sponsoren gibts aber eben auch solche und solche. nicht jeder sponsor verlangt gleich, dass der verein umbenannt, die vereinsfarben geändert und jegliche entscheidungsgewalt an den sponsor abgegeben wird. und nicht jede vereinsführung agiert so charakterlos wie die damalige von austria salzburg. aber diese herren werden seither zweifellos ein finanziell sorgenfreies leben führen.... und die tatsache, dass es red bull salzburg trotzdem immer noch nicht in die gruppenphase der champions legaue geschafft hat, zeigt hat auch, dass sich nicht jeder erfolg kaufen lässt.
 
jetzt seh ich erst, dass du da was von mir zitiert hast und ich in dem zitat interessanterweise skadya heiss :D

Spannend - multiple Persönlichkeit?

bei den sponsoren gibts aber eben auch solche und solche. nicht jeder sponsor verlangt gleich, dass der verein umbenannt, die vereinsfarben geändert und jegliche entscheidungsgewalt an den sponsor abgegeben wird. und nicht jede vereinsführung agiert so charakterlos wie die damalige von austria salzburg. aber diese herren werden seither zweifellos ein finanziell sorgenfreies leben führen.... und die tatsache, dass es red bull salzburg trotzdem immer noch nicht in die gruppenphase der champions legaue geschafft hat, zeigt hat auch, dass sich nicht jeder erfolg kaufen lässt.

Grundsätzlich ist es in der SPortwlt nicht ungewöhnlich, die Farben und ggf. sogar Namen und auf jeden Fall die Werbung des Sponsors zu tragen (siehe unsere Diplom-Litfasssäulen Schifahrer). International besitzen auch Einzelne immer wieder ganze Teams - auch eine nette Mode aus den USA. Insofern sehe ich da mal am Vorgehen von Red Bull nicht so ganz etwas Ungewöhnliches.

Austria Salzburg hat halt das Problem, dass dieNationalspieler, die halt auch über die hochklassige Werbung im Fernsehen (EM, WM, Bundesliga oberste Klasse) das Geld in die Vereine bringen, hauptsächlich aus den wiener "Traditionsvereinen" genommen werden ... und damit fehlt trotz potentem Sponsor halt doch etwas Geld.
 
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Spannend - multiple Persönlichkeit?

oder vielleicht doch eher einfach ein zitierchaos deinerseits :D



Grundsätzlich ist es in der SPortwlt nicht ungewöhnlich, die Farben und ggf. sogar Namen und auf jeden Fall die Werbung des Sponsors zu tragen (siehe unsere Diplom-Litfasssäulen Schifahrer). International besitzen auch Einzelne immer wieder ganze Teams - auch eine nette Mode aus den USA. Insofern sehe ich da mal am Vorgehen von Red Bull nicht so ganz etwas Ungewöhnliches.

Austria Salzburg hat halt das Problem, dass dieNationalspieler, die halt auch über die hochklassige Werbung im Fernsehen (EM, WM, Bundesliga oberste Klasse) das Geld in die Vereine bringen, hauptsächlich aus den wiener "Traditionsvereinen" genommen werden ... und damit fehlt trotz potentem Sponsor halt doch etwas Geld.
ungewöhnlich war das bis dahin im österreichischen fußball auf alle fälle, wenn man von der - zum glück vorübergegangenen - versklavung von austria wien durch den herrn stronach absieht, aber selbst da wurde weder am wesentlichsten bestandteil des namens, noch an den vereinsfarben gerüttelt, und auch das traditionelle vereinslogo ist nicht durch das logo des sponsors ersetzt worden. was aber eben bei salzburg alles passiert ist.
und fußball, vor allem fast sämtliche fan-szenen, haben sehr viel mit tradition zu tun. im stadion von red bull salzburg wird zwar guter fußball gespielt, aber die fanszene von diesem verein besteht aus zu wesentlich teilen aus hipstern, die keinerlei stimmung erzeugen in der lage sind. da hat sich bei den spielen der neu gegründeten austria salzburg sogar in zeiten mehr abgespielt, in denen sie in irgendwelchen hirschenligen unterwegs waren. und auch sportlich seh ich für red bull salzburg auch keine allzu tolle zukunft, weil die guten spieler wird red bull in zukunft zu leipzig abkommandieren. das hat ja bereits angefangen.

ja, international besitzen auch einzelne ganze teams, aber kaum einer von denen hat es geschafft, fast sämtliche treuen fans der vereine zu vergraulen. weil man eben bewusst das oben beschriebene vorgehen vermieden hat. und es wär auch bei salzburg ein leichtes gewesen, die alten fans im boot zu behalten, mit ein bisserl kompromissbereitschaft seitens red bull. dann wär die stimmung im stadion jetzt wesentlich eher eines großklubs würdig, und man wäre höchstwahrscheinlich auch noch um einiges erfolgreicher gewesen.

trotzdem findet natürlich ziemlich flächendeckend eine überaus bedauerliche entproletarisierung, verschickimickisierung und amerikanisierung des ganzen statt. der fußball bleibt von allgemeinen gesellschaftlichen natürlich nicht ausgenommen, das ist schon klar.
 
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