Spannend - multiple Persönlichkeit?
oder vielleicht doch eher einfach ein zitierchaos deinerseits
Grundsätzlich ist es in der SPortwlt nicht ungewöhnlich, die Farben und ggf. sogar Namen und auf jeden Fall die Werbung des Sponsors zu tragen (siehe unsere Diplom-Litfasssäulen Schifahrer). International besitzen auch Einzelne immer wieder ganze Teams - auch eine nette Mode aus den USA. Insofern sehe ich da mal am Vorgehen von Red Bull nicht so ganz etwas Ungewöhnliches.
Austria Salzburg hat halt das Problem, dass dieNationalspieler, die halt auch über die hochklassige Werbung im Fernsehen (EM, WM, Bundesliga oberste Klasse) das Geld in die Vereine bringen, hauptsächlich aus den wiener "Traditionsvereinen" genommen werden ... und damit fehlt trotz potentem Sponsor halt doch etwas Geld.
ungewöhnlich war das bis dahin im österreichischen fußball auf alle fälle, wenn man von der - zum glück vorübergegangenen - versklavung von austria wien durch den herrn stronach absieht, aber selbst da wurde weder am wesentlichsten bestandteil des namens, noch an den vereinsfarben gerüttelt, und auch das traditionelle vereinslogo ist nicht durch das logo des sponsors ersetzt worden. was aber eben bei salzburg alles passiert ist.
und fußball, vor allem fast sämtliche fan-szenen, haben sehr viel mit tradition zu tun. im stadion von red bull salzburg wird zwar guter fußball gespielt, aber die fanszene von diesem verein besteht aus zu wesentlich teilen aus hipstern, die keinerlei stimmung erzeugen in der lage sind. da hat sich bei den spielen der neu gegründeten austria salzburg sogar in zeiten mehr abgespielt, in denen sie in irgendwelchen hirschenligen unterwegs waren. und auch sportlich seh ich für red bull salzburg auch keine allzu tolle zukunft, weil die guten spieler wird red bull in zukunft zu leipzig abkommandieren. das hat ja bereits angefangen.
ja, international besitzen auch einzelne ganze teams, aber kaum einer von denen hat es geschafft, fast sämtliche treuen fans der vereine zu vergraulen. weil man eben bewusst das oben beschriebene vorgehen vermieden hat. und es wär auch bei salzburg ein leichtes gewesen, die alten fans im boot zu behalten, mit ein bisserl kompromissbereitschaft seitens red bull. dann wär die stimmung im stadion jetzt wesentlich eher eines großklubs würdig, und man wäre höchstwahrscheinlich auch noch um einiges erfolgreicher gewesen.
trotzdem findet natürlich ziemlich flächendeckend eine überaus bedauerliche entproletarisierung, verschickimickisierung und amerikanisierung des ganzen statt. der fußball bleibt von allgemeinen gesellschaftlichen natürlich nicht ausgenommen, das ist schon klar.