Neuanfang

Viertel

Das Karolinenviertel und das Gängeviertel. Hamburger Deern. Ein Viertele
trinken. Nur ein Viertelstündchen. Nickerchen oder Löwenschlaf? Sich gevierteilt
fühlen? Durch den Wolf gedreht. Die vier Elemente. Vier Jahreszeiten und vier edle
Wahrheiten. Vierzig magere Jahre. Viertakter und vierter Advent. So, nu isses raus.
Das musste mal gesagt werden. Besser viertel vor acht, als fünf vor zwölf. Ja
und Amen.




 
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Wendungen

Passt dir was nicht? Gehste auf die andere Seite.
Ungeahnte Möglichkeiten. Sichtweisen von hier und Sichtweisen von da.
Vor dem Vorhang und hinter dem Vorhang. Auf dieser Seite vom Spiegel ist niemand?
Das schwarze Schaf? Ist schwarz auf der uns zugewandten Seite, sagt der freundliche
Mathematiker. Wer weiß, wie weiß die andere uns nicht zugewandte Seite sein mag.
Das doppelte Lottchen. Die doppelte Moral. Doppelt gemoppelt. Und doppelt
hält besser. Ja ja, die ewigen Sprüche. Wer kann die noch hören?

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Halbzeit

Erstmal verschnaufen. Das Spiel lief gut. Niemand ist verletzt. Der
Schiedsrichter hat die Ruhe weg. Und die Werbung ist immer gut ins Bild.
Unterstützung von allen Seiten. Wieder genug Gesprächsstoff bekommen. Die
Interviews müssen sein. Auch wenn sie nur schwer zu ertragen sind. Weggucken
bringt nichts. Erstmal die Stummschaltung betätigen. Willkommen an Bord.
Jeder ist sich selbst der nächste. Wenn Ihnen was fehlt, sagen Sie
Bescheid.

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Seiltanz

Der Seiltanz ist mal wieder dran. Gratwanderungen. Entscheidungen treffen.
Entschlüsse fassen. Allen gerecht werden? Geht ja gar nicht. Guck hin, wo du gehst.
Pass auf, wo du hinwillst. Was machst du denn da? Gestrenge Mütter. Rollentausch im Alter.
Die Befehle von früher passen später gut für die alten Eltern. Die neue Zauberformel:
Ja und Amen sagen! Das spart Nerven. Das entspannt. Wenn sie das unbedingt
haben will, dann bekommst sie das eben. So einfach ist das.



 

Salbei

Heilkräuter. Klostergärten. Das uralte Wissen. Die Verwendung in Küche und Bad.
Wer kann mit wem am besten? Nicht nur bei Kräutern gefragt. Manche Menschen lassen uns
aufblühen und manche Menschen lassen uns eingehen wie den berühmten Primelpott. Die Sanften
in Sänften getragen. Der Herrscher geht zu Fuß. Das herrscht sich besser. Die Unbeherrschten
rennen im Kreis. Was bringt sie zum Anhalten? Der erhobene Zeigefinger? Eher nicht. Keine
äußere Unterstützung. Der innere Dialog. Mit dem eigenen inneren Unbeherrschten.




 

Bewegung

Morsche Knochen. Nicht so gut zu Fuß am frühen Morgen. Im Laufe des Tages
wird es besser. Nicht nur der Motor will laufen. Der menschliche Körper auch. Bewegung.
Das Erledigte gleich wegpacken bringt Bewegung. Das schmutzige Geschirr zeitnah abwaschen
ebenso. Ist was runtergefallen? Bücken und aufheben, auch wenn`s schwer fällt. Tanzende
Wollmäuse? Beizeiten einfangen. Schon wieder Bewegung. Staubsaugen ist ziemlich laut
und anstrengend, aber die Erfindung an sich ist doch recht praktisch. Das Recken
und Strecken zwischendurch nicht vergessen. Auch beim Tippen. Uahhh …



 

Spiegelei

Betrachtungsweisen. Abstempeln. Du bist ja ein Weichei und überhaupt und so.
Das Rad nochmal neu erfinden. Diesmal wird alles viel runder, wird tausendmal besser.
Den Pfusch der anderen wollen wir nicht. Ganz schön überheblich heute. Schlecht geschlafen?
Eine Laus über die Leber gelaufen? Der Vollmond nimmt doch schon wieder ab. Dem können wir
die Schuld nicht geben. Und das Wetter? Das machen wir ja selber. Vielleicht die Hormone.
Oder die böse Nachbarin. Nee, die ist längst ausgezogen. Es sind die Handwerker mit
ihrem Lärm. Einer muss ja die Schuld haben.




 

Errettung

Allen Himmeln sei Dank. Vorläufig keine Gefahr mehr. Die Selbsterkenntnis
hat gegriffen. Vorher starr in eine Richtung geblickt, nachher über sich selber
gelacht. Sich mal hier beschweren und sich mal da beschweren über irgendeine
Kleinigkeit? Die Münze wird nun umgedreht und der Blick wird frei für das, was
lobenswert ist. Für das, worüber wir uns freuen können. Wofür wir danke sagen
können. Die neue Masche heißt jetzt dankbar sein. Noch ungewohnt, ist
aber machbar. Kann gerne zur Gewohnheit werden.



 

Berechtigung

Mit welcher Berechtigung? Streitgespräche. Recht haben? Berechtigt das,
über Leichen zu gehen? Sich was rausnehmen. Das Recht, frech zu sein? Eine
Daseinsberechtigung. Die Berechtigung, anderen den Weg zu versperren? Wege
ebnen. Ruhig mal den Vortritt lassen, im Namen der Höflichkeit und im Sinne der
Rücksichtnahme. Geben statt nehmen. Sich zurücknehmen. Der Klügere gibt
nach? Die Weisheit des Alters. Werde was du bist. Die Rückkehr zum
inneren Kind. Von Herzen lachen können.




 
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Mensch

Einfach nur Mensch sein. Kein Angeber sein. Kein großes Getue.
Alles mit Geltung? Nein danke. Der Wille ist da. Hoffentlich kommt das so rüber.
Kannst dir ja nie sicher sein, wie alles bei den anderen ankommt. Die versteckten
Macken. Für einen selber unsichtbar. Die Ausstrahlung strahlt erbarmungslos vor
sich hin. Das strahlt einfach aus, ohne dich zu fragen. Nicht jedermans Sache.
Es ist wie es ist? Das schon. Aber noch ein bißchen veredeln geht immer.



 
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