Ned aufregen bitte

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Macht es doch selber besser und gut ist.
Was soll das, derart auf den zerfahrenen Protest der Linken abzufahren.
Billig.
Die Linke war sich immer uneins, ständig, in der gesamten Historie.
Das ist nunmal ihr kopfiges Dilemma.

Der sogenannte Konservatismus hat genau so ein Spektrum an sich widersprechenden Meinungen
mit dem einzigen Unterschied, dass der einende Nenner immer Geld verdienen und Kapitalismus war,
und der halt funktioniert hat.
Ihr moralischer, teils blutiger Spagat zieht sich duchweg durch ihre Reihen. Sie kreischen über Putins Gewalt und Imperialismus, und ich habe keine konservativen Proteste gegen den Irakkrieg, Guantanamo etc gesehen.
Oder gegen die Angriffe auf Länder in Lateinamerika wie jünst Venezuela, um nur eins zu nennen, die Unterstützung für Südamerikas Diktaturen früher, Panama etc.
Ihr gelobtes Land ist eines, was von Rassismus, Waffengewalt, christlichem Fundamentalismus und Todesstrafen beherrscht ist.
Gegen den Islamismus kreischen sie, der christliche Fundamentalismus (Bush junior ist Methodist und sein "War on terror" gegen die "Achse des Bösen" hatte ihm Gott persönlich aufgetragen nach eingenen Angaben und hatte 1,3 Mio. Tote in 20 Jahren zur Folge) geht so durch, samt seiner Unterstützung für Trump.

Komischerweise sehe ich auch nie "moralisch gefestigte, gemäßigte, staatstragende Konservative" (diese berühmten, zahlreichen, die unseren Wohlstand sichern..), die ja nur für den Unternehmergeist und die Freiheit des Marktes kämpfen, der sich zum Wohle aller Menschen frei entfalten soll, gegen das perverse Börsenspekulantentum und Riesenkonzerne demonstrieren, die ganze Länder noch mehr verarmen lassen, die ohnehin schon arm waren.

Aber an den Linken abarbeiten, das kriegen sie immer hin.

Einfach mal die Fr****e halten und an die eigene Nase fassen, da gibt es genug zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man sagt: Die anderen sind auch nicht besser.
Als wäre das ein Satz, der etwas erklärt, statt etwas zu verdecken.
Als wäre Schuld teilbar wie Brot, als würde sie leichter, wenn man sie verteilt.
Man zeigt nach rechts, nach links, nach irgendwohin, nur nicht nach innen.
Die anderen sind auch nicht besser, sagt man, und meint: Ich möchte nichts wissen.
Denn Wissen verpflichtet.
Und Verpflichtung ist unerquicklich, sie passt nicht in die Komfortzone der Empörung.
Die Rechten, die Konservativen, die Progressiven, die Moralischen, die Unmoralischen –
sie stehen sich gegenüber wie Spiegel, die einander reflektieren,
bis niemand mehr weiß, wer angefangen hat und wer nur zurückschlägt.
Whataboutism ist keine Argumentation, sondern eine Bewegung.
Eine Fluchtbewegung.
Man läuft von der Frage weg, die man beantworten müsste,
und läuft direkt in eine andere hinein, die man nicht beantworten muss.
So wird Kritik zur Geräuschkulisse, Wahrheit zur Meinung, Verantwortung zur Option.
Man sagt nicht: Das ist falsch.
Man sagt: Die anderen sind auch falsch.
Und glaubt, damit sei alles gesagt.
Aber falsch bleibt falsch.
Auch wenn es viele sind.
Vielleicht gerade dann.
 
Ist doch in Ordnung, wenn Person A sagt: "Ich finde Raubkatzen toll."
Nur, wenn dann jemand sagt: "Die fressen Tiere, weißt du das?" dann bringt´s ja nichts, wenn A sich mega aufregt und so tun will, als stimme das nicht, denn sie fressen ja nunmal wirklich Tiere. Trotzdem kann A doch Raubkatzen toll finden. So sind sie eben. Von sich nur vegetarisch ernährenden Raubkatzen zu träumen, ist aber leider gänzlich unrealistisch. 🤷‍♀️
 
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