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mein Horoskop?

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Schneckeneimer, 21. Oktober 2003.

  1. Namo

    Namo Guest

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    Hallo liebe Muna,
    ich denke die Liebe zu realisieren ist so wertvoll, wie in der Wahrheit zu sein, aber weder wissen wir meist, was das bedeutet, Liebe zu sein, noch was es bedeutet Wahrheit zu sein. Jeder hat einen anderen Grad des Bewusstseins und jeder Schritt aus der Lieblosigkeit ist so wertvoll, wie ein Schritt aus der Unwahrheit.

    Ich denke auch, dass es wichtig ist, nicht nur dem Sehnen nach Liebe nachzugehen, sondern sich die eigene Wirklichkeit der Unvollkommenheit zu betrachten; das wird Dir als Löwe-Ascendent schwerfallen, aber nur das wirkliche Sein dessen, was man ist, mit all seinen Mängeln kann die Konflikte im Bewusstsein lösen, die dadurch entstanden sind, dass es eine Diskrepanz zwischen einem Ideal gibt und der eigenen Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist wahr und nicht schön, wie Lao=Tsu sagte.

    Niemand kann diese Diskrepanzen auflösen durch andere oder dass ein anderer sie auflöst. Eine liebe Seele mag eine grosse Gnade sein, sie zu kennen, aber nur das selbst Liebe sein, auch ohne, das eine liebe Seele anwesend oder da ist, ist von Bedeutung. All dieses kann man wohl (mühsam/leidvoll) lernen in einer sog. Liebes-Beziehung, weil wohl jeder seine Unvollkommenheit mitbringt. Und diese Unvollkommenheit drückt sich meistens aus in einer Lieblosigkeit oder dem Meiden der Wahrheit. Aber nur durch das Wahrnehmen und Erkennen dieser Unvollkommenheiten durch das Bewusstsein, dass durch sein Sehnen um die Vollkommenheit weiss, kann man das Bewusstsein durch seine Aufmerksamkeit in der Liebe erhalten, und es nicht in der nur emotionalen Körperbewusstheit belassen.

    Es gibt ein wundervolles Gedicht aus Mesopotamien, das über 4500 Jahre alt ist. Es ist hat einen Prolog und ist auf zwölf Tontafeln erhalten. Es beschreibt den Weg des menschlichen Bewusstseins, das aus dem körperlichen Bewusstsein und dem ewigen - unsterblichen - seelischen Bewusstsein besteht, von seiner urfleischlichen tierischen Lust, ohne irgendein spirituelles Bewusstsein, bis hin, zu dem Suchen und Entdecken der unsterblichen spirituellen Seele. Es ist das Gilgamesch Epos. In diesem Gedicht ist der Weg der suchenden - und findenden - Seele des Menschen ausgehend von seinem Körperbewusstsein als Märchen/Epos beschrieben.

    Der Prolog des Gilgamesch Epos war übrigens die Vorlage für die Geschichte in der Genesis 2 der Hebräischen Bibel, in der dem Menschen sowohl der Weg des fleischlichen körperlichen 'Bewusstseins' frei ist, als 'das Leben' (HWH = EVA = Chavvah), 'Der Baum des Lebens', (Etz Chayyim), 'Der Garten der Freude' (Gan Eden), aber auch der freie Weg als 'Der Baum der Erkenntnis', der als das Bewusstswerden der ewigen unsterblichen Seele verstanden werden kann - nur eine Seele kann erkennen - ein Körper nicht.

    Warum sag ich das alles? :) Nun, in deinem Horoskop befindet sich der aufsteigende Mondknoten im 8. Haus und der absteigende Mondknoten im 2. Haus. Damit wirst Du in diesem Leben mit diesem Thema - dem Sterben des 'Fleischlichen' und dem Erwachen des Spirituellen - auch in der Liebe - konfrontiert. :) Vielleicht hast Du ja auch noch verblasste Erinnerungen aus deinen letzten Leben in Bezug auf dieses Thema (?).

    Ich denke meine Erfahrungen sind meine Erfahrungen und sie nutzen niemandem ausser mir. Die spirituellen Prinzipien und die spirituelle Ordnung kann man nicht über den Verstand lehren, sie sind aber für jeden gleich erfahrbar und erkennbar, wenn man ihnen in der Stille des eigenen Inneren zuhört.

    Ich denke viele Erscheinungen im Bewusstsein sind selbst erzeugt. Natürlich kann man mit der Seele etwas wahrnehmen, auch Seltenes und Wunderbares, aber es nutzt nichts, wenn das Bewusstsein dabei eitel, stolz und überheblich bleibt - ich denke nicht dass das auf dich zutrifft, nein, - erst wenn das Ego-Bewusstsein verschwindet, und die Seele direkt wahrnimmt, lässt sich erkennen, welche Dinge eine Wirklichkeit haben und welche nicht. :)

    Liebe Grüsse und
    Alles Liebe für Dich

    Namo
     
  2. lieber namo,
    vielen dank für deine ausführlichen und pointenreichen antworten. ich bin nicht sicher, dass ich alles verstanden habe, möchte auf einige thesen? doch näher eingehen. (ich weiss leider nicht, wie man forums-texte einfügt, falls da einen trick gibt)

    "Ich denke auch, dass es wichtig ist, nicht nur dem Sehnen nach Liebe nachzugehen, sondern sich die eigene Wirklichkeit der Unvollkommenheit zu betrachten; das wird Dir als Löwe-Ascendent schwerfallen, aber nur das wirkliche Sein dessen, was man ist, mit all seinen Mängeln kann die Konflikte im Bewusstsein lösen, die dadurch entstanden sind, dass es eine Diskrepanz zwischen einem Ideal gibt und der eigenen Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist wahr und nicht schön, wie Lao=Tsu sagte. "

    diese urliebe die ich meine, ist nicht die liebe zwischen liebespaaren. eher die liebe die eltern für ihre kinder haben. vielleicht sogar noch stärker. bin keine mutter, kann es nicht genau definieren. aber eltern lieben ihre kinder meist vorbehaltlos.

    selbstverständlich ohne die gegenwart zu vernachlässigen halte ich das SEHNEN für einen wichtigen bestandteil im leben. es bringt mich voran, lässt mich fragen stellen, llässt mich neue neue kräfte entfalten, macht kreativ (meistens jedenfalls). führt mich auf wege die ich ohne das sehnen nicht gefunden hätte. im übrigen auch in dieses forum, die reinkarnation ebenfalls. bei dieser erfahrung ging es nicht um gefühle die ich vermisse, da sie mir nicht entgegengebracht wurden. vielmehr habe ich das erlebte als eine weitere gefühlserfahrung war genommen die ich noch nicht kannte. es kamen noch andere gefühle vor die ich so nicht kannte, aber für einen kurzen augenblick waren sie da. ob die geschichte etwas tatsächlich erlebtes aus einem früheren leben gewesen kann ich nicht beurteilen, aber ich nehme es als gegeben hin.doch letztendlich ist das thema des fisches doch mitfühlen zu können (und zu lernen sich nicht darin zu verlieren).

    ein schönes und schweres thema oder? :winken5:


    "wenn das Bewusstsein dabei eitel, stolz und überheblich bleibt - ich denke nicht dass das auf dich zutrifft..."

    ich glaube, dass ich noch weit davon entfernt bin mein bewustsein nicht eitel, stolz und überheblich zu nennen. das kannst du gerne schreiben. aber hey, an aufgaben wächst man ;)

    kannst du vielleicht zu den mondknoten mehr schreiben? darf ich dich noch einmal um das horoskop bitten. ich verstehe leider nicht wie das zu bewerten ist. vielleicht geht es auch nicht intensiver zu beschreiben. es fehlt mir an erfahrung denke ich. ich spüre , dass ich durch dich und die beiträge von anderen hier im forum viel lernen kann. vielen dank dafür.

    spaziere mit dir in meinem wundervollen garten
    muna
     
  3. Namo

    Namo Guest

    Liebe Muna,
    wenn Du unter dem Beitrag auf den Knopf ganz rechts klickst, auf dem Zitat steht, dann enthält im Schreibfenster den Text als Zitat, eingebunden durch zwei Befehle ‚quote’ , die jeweils in einer eckigen Klammer stehen, wobei das zweite ‚quote’ mit einem ‚slash’ Zeichen ‚/’ beginnt und damit das Ende des Zitats bestimmt. Diese Zitat Befehle kannst Du auch selbst einfügen und damit den Text bestimmen den Du zitieren möchtest.
    ja, ich weiss, was Du meinst, aber noch (kaum) eine Mutter ist Mutter geworden, ohne dass sie ihre Erfahrungen mit der männlichen Sexualität gemacht hat. Und was ist der Unterschied für die Mutter, wenn ein Mann an der die Brust saugt oder ein Baby? Diesen Unterschied kann nur der erkennen, der die Erfahrung damit selbst gemacht hat. Es geht immer darum, bewusst Erfahrungen zu machen und zu erkennen; dass dabei physisches Leben weiter gegeben wird, als Substrat für neu geboren Seelen, die auch ihre Erfahrungen machen wollen/müssen ist ein Trick der physischen Natur - aber ohne diese gegenseitige Anziehung, das Verstehen wollen des anderen, würden wir nicht nach dem Suchen, das Du beschrieben hast.
    Du sagst es. :)
    Lao=Tsu sagt: ‚Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr.’ - Viele astrologische Deutungen betonen die Begabungen des Geborenen und loben ihn; das hört jeder gern. Meine Deutungen tun weh, und ich hoffe sie sind auch wahr. Das sind sie sicher nicht immer, aber ich denke, es hilft niemandem wirklich, wenn er belogen wird. Meine Erfahrung ist, dass die Deutungen erst mal in die Ecke geschmissen werden, bis man sich traut sie nach Monaten noch einmal zu lesen. Dann sagen viele, dass sie die Strukturen im eigenen Ich besser erkannt haben, vor allen Dingen die, die man selbst noch nicht wahr genommen hat, oder nicht wahrnehmen wollte. Der Blick in den Spiegel ist nicht immer angenehm. Ich kann das hier ruhig sagen, ich verfolge keinerlei kommerzielle Interessen. Wenn Du möchtest, dann schicke ich Dir die ganze Analyse per e-mail. Es geht ja immer darum den eigenen Charakter zu verstehen, den man bekommen hat, und darum, ihn der Seele bewusst zu machen. Schicke mir bitte eine PN (Persönliche Nachricht) in dies Forum und dann bekommst Du den ganzen Text. OK?
    Ich habe auch einen guten Eindruck von den Menschen in diesem Forum, denen ich hiermit auch danken möchte für ihre wundervollen Gedanken.
    Das ist lieb von Dir, Muna, Ich habe leider keinen Garten, nur viele schöne Blumen auf unserem Balkon. Ich bin 60 und dass Du mit mir altem Knacker spazieren gehst, ist wirklich lieb :) . Für unseren Spaziergang in deinem Garten habe ich noch ein Gedicht von Rumi:

    "Wenn Du nicht munter den Garten der Liebe führst,
    nimm Dir einen Moment Zeit um zu sehen warum das so ist.
    Warum liebst Du nicht? Warum wirst Du nicht geliebt?
    Sei intelligent im Leben, sei mutig und löse Dich von Überfüllung,
    das schützt dich vor dem Geschmack und dem süssen Geruch der Liebe.
    Erlaube dem Zauber seine Magie zu betreiben und bringe deine Seele in den Garten.
    Wenn Du meinst, dass Du nicht willentlich dort hin möchtest,
    dann lass Dich wenigstens von deinem Herz und deiner Seele führen.
    Warte nicht. Mach' es jetzt."

    Ich bin oft beschäftigt mit den Dingen der physikalischen Ordnung der Natur, der Logik und der Disziplin. Aber so schön diese Dimension auch ist, ohne die andere Dimension ist das Leben leer. Giordano Bruno, den die Kirche lebendig verbrannt hat, weil er sich nicht vor ihrer Macht beugte, sagte:

    "Alle wahre Philosophie ist zugleich Musik oder Poesie und Malerei. Wahre Malerei ist zugleich Musik und Philosophie. Wahre Poesie ist eine Art göttlicher Weisheit und Malerei. Poesie, ist wie Musik, Malerei und die Liebe alles dasselbe.“

    Dies ist wohl der Grund, dass ich hier gerne die Gedanken von Menschen zitiere, die etwas vermitteln können, das man dann auch im Selbst erkennen kann. Manchmal male ich ...

    Danke für Deine Zeilen.

    Alles Liebe

    Namo
     
  4. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2003
    Beiträge:
    55.283
    Ort:
    Wien
    Lieber Namo,

    könnt ich wohl auch vielleicht so ein Horoskop haben - oder ist macht das zuviel Arbeit?

    Geboren, am 21.6.1964, um 5.54 Uhr, in Fürstenfeld, Steiermark


    Alles Liebe
    Mandy
     
  5. jazzman

    jazzman Guest

    lieber namo ich muss dir einfach mitteilen dass ich deine art zu schreiben einfach obergediegen finde .... du vermittelst wissen erfahrung und geistreiches in einer art die einen leser fesselt und gebannt auf den bildschirm starren lässt gepaart mit dem nötigen witz und der unvermeindlich wichtigen seriosität....



    grüssle jazzman
     
  6. Namo

    Namo Guest

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    Lieber Jazzman,

    ich habe leider kein Spendenkonto zum einblenden ;) , aber mir würde es auch Freude machen, über die vielen Erfahrungen, die alle hier mit validen astrologichen Deutungen gemacht haben zu sprechen.

    Ich habe im Forum auch schon über andere Themen geschrieben - Spiritualität / Religion / Karma ist hier eng verwandt mit der Astrologie - , aber auch da würde es mir Freude machen darüber zu sprechen, 'Dialoge zu führen' :) .

    Danke für deine lieben Zeilen

    Namo
     
  7. lieber jazzman,
    ich kann mich dem nur anschliessen.

    die beiträge sind wirklich sehr interessant machen es für mich allerdings nicht leicht mit der beantwortung.

    namo´s fundierten zitaten-wissen habe ich nix entgegen zusetzen. was sie umso interessanter machen ;)

    muna
     
  8. Seelenfluegel

    Seelenfluegel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. August 2003
    Beiträge:
    1.716
    Ort:
    Donnersbergkreis
    @Namo,

    Bezueglich Deiner Beitraege: hier kann ich den Anderen beiplichten!
    Gut und liebevoll geschrieben, kontruktiv....ich mag sie gerne lesen :)

    @Muna

    Liebe ist eins der schwierigsten Themen.

    Liebe ist meiner Meinung nach nicht, "geliebt zu werden". Die Motivtion, geliebt werden zu wollen entspringt einem Beduerfnis, welches menschlichen Charakters ist. Liebe ist allerdings ohne Beduerfnis, weil Liebe IST.

    Beduerfnisse ziehen Erwartungen nach sich. Die Liebe erwartet nicht.


    Hier ein Auszug aus meiner Homepage ueber das Thema "Liebe":

    -------------------------------------------------------------------------------
    Etwas über die Liebe



    Liebe ist ein Phänomäen. Liebe ist schwer beschreibbar, denn sie findet jenseits des Begreifbaren statt. Trotzdem kann man die Liebe in ihrer mannigfaltigen Ausdrucksform erfassen, denn sie ist überall. Sie kennt keine Grenzen. Wenn wir in Resonanz mit ihr sind, erkennen wir sie.
    Liebe will verströmen, vereinen, verschmelzen, Grenzen öffnen. Liebe erwartet nicht, sie ist nicht eigennützig, sie beansprucht nichts, vergibt alles, wertet nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist ohne Bedingung. Liebe IST.

    Liebe ist äusserst kraftvoll, sie ist göttliche Essenz. Durch ihr Verströmen, Vereinen und Verschmelzen will sie Grenzen öffnen. Liebe ist an ihren Attributen erkennbar.

    Leider wird heute die Liebe sehr oft missinterpretiert. Die drei häufigsten Ansichten in Bezug auf die Liebe sind die Gleichstellung der Sexualität mit Liebe, die Reduzierung der Liebe auf Gefühl und Partnerschaft und die Gedankenbrücke, welche die Liebe in einem Atemzug mit Leid und Hass in Verbindung bringt.
    Wohl ist es so, das Liebe in der Zuneigung, in der Liebe zum Partner (und Eltern, Tieren und Sonstiges) zum Ausdruck kommt, aber dies sind lediglich Auswirkungen der Essenz der Liebe. Die Liebe spüren wir auf der Gefühlsebene, bzw. auf der emotionalen Ebene, aber Liebe ist nicht gleich Gefühl oder Emotion.

    Was Liebe und Leid betrifft, so kann man nur sagen, dass der Leidende meint, es habe mit Liebe zu tun, aber es ist nicht Liebe. Es ist Leid. Das Leid hat etwas mit Abtrennung zu tun, aber auch mit Projektionen, die sich nicht erfüllen.

    Liebe und Hass: Hass ist in den Schatten gefallene Liebe. Das Gefühl des Hasses ist eine Verbundenheit mit dem Objekt des Hasses. In Wirklichkeit hasst man alles, was man in sich selbst nicht leiden kann. Hass ist eine Projektion. Bringe Liebe in Dir zum verströmen und die Projektion wird sich auflösen.

    Liebe und Sexualität: man spricht oft von “Liebe machen”. Nun, was hier auf körperlicher Ebene geschieht, ist in der Tat Auflösung und Verschmelzung. Der körperliche Akt funktioniert aber auch ohne Liebe. Wenn die Liebe zum körperlichen Akt reduziert wird; sie wird zum Trieb degradiert. Ihre Essenz geht dabei verloren. Wenn Sexualität in Liebe geschieht, so wird das Erlebnis eines Paares ins Göttliche erhoben. Es ist etwas sehr Intimes, Vertrautes. Ein Paar, das in Liebe ist, wird auch in Liebe körperlich miteinander verschmelzen wollen. Wenn wahre Liebe zwischen den Partnern ist, so werden sich auch beide der Einmaligkeit ihres sexuellen Erlebens bewusst.

    Liebe und Wille: der eigene Wille kann nur dann zum göttlichen Willen werden, wenn man die wahre Liebe über alles - auch über den eigenen Willen - walten lässt und sich ihr hingibt. Die bedingungslose Liebe ist das, was uns leitet und uns im Sinne des Göttlichen handeln lässt.

    Partnerschaftliche Liebe

    Verliebt sein, Gefühle für jemanden empfinden, verrückt nach jemandem sein….was geht hier vor? Diese Aspekte werden im allgemeinen für Liebe gehalten. Scheinbar unerklärbar.

    C.G.Jung prägte den Begriff “Animus” und “Anima”. Anhand dieser Begriffe ist es möglich, zu beschreiben, was beim Verlieben und den damit einhergehenden Emotionen und Gefühlen wohl passiert.

    Zum Verliebtsein: Wir als Gesamtkomplex "Mensch" sind männlich UND weiblich. Jeder trägt den gegengeschlechtlichen Anteil im Schatten, also in sich. Der Animus ist der innere, unbewusste, männliche Anteil der Frau, die Anima der innere, unbewusste, weibliche Anteil des Mannes.
    Im Aussen haben Animus und Anima unmittelbaren Einfluss auf die Partnerwahl.
    Der gegengeschlechtliche Anteil wird unbewusst auf den potentiellen Partner projiziert. Diese Projektion wirkt auf unsere emotionale Ebene. So enstehen die Gefühle zum Partner. Umso mehr das Bild des Partners oder potentiellen Partners dem Animus, bzw. der Anima entspricht, desto stärker sind die Gefühle und umso emotionaler die gespürte Verbindung. Die Projektion lässt uns diese Anziehungskraft spüren, die stark wie ein Magnet sein kann. Sie hilft uns, einander energetisch zu verbinden, zusammen zu schwingen.

    So betrachtet wären die Gefühle Projektion liebevoller Emotionen von sich zu sich selbst (nämlich zum eigenen Animus, bzw. Anima) über den Umweg des Partners oder potentiellen Partners, welcher Projektionsfläche ist.

    In der realen Partnerschaft bleibt diese Projektion erst einmal bestehen. Wenn Paare anfangen, sich unüberwindlich zu streiten, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Beteiligten langsam ihre Projektion voneinander zurückziehen. Man nimmt dies als Persönlichkeitsveränderung des Partners wahr und wahrscheinlich folgt, wenn die Unterschiede zu gross werden, oder beide ihre Resonanz zueinander nicht mehr finden, irgendwann die Trennung.

    Zum einseitigen Verliebtsein: Es gibt das Phänomen, das man sich verliebt, der andere sich aber nicht. In diesem Fall ist die Projektion einseitig. Die eine Person erkennt seinen Animus, bzw. Anima im “Objekt” des Verliebtseins; die andere Person, das “Objekt”, hat aber keine Interesse, weil sie keine Entsprechung empfindet; also nicht projeziert.
    Oder der Fall, wenn der eine mehr liebt, als der andere: hier ist die Projektion des Einen stärker als die des Anderen.


    © SEELENFLÜGEL, 2003

    ------------------------------------------------------------

    lg
    Chris
     
  9. Namo

    Namo Guest

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    Danke lieber Chris,
    ich empfinde auch immer eine Freude durch deine Beiträge; man merkt sie kommen aus der Seele, einer bewussten Seele.

    Ich habe deine Gedanken über die Liebe gelesen. Natürlich ist der spirituelle Aspekt bedeutsam, aber es gibt wohl auch ein spirituelles Bewusstsein das sich durch Frauen offenbart (wie sich auch spirituelles Bewusstsein beim Mann durch Aussagen offenbaren kann). Neben den wunderbaren 'Liedern Salomon's' aus dem Alten Testament der Hebräischen Bibel, in der eine Frau über die Liebe und ihre Erwartungen spricht, gibt es einen Text, den man unter den gnostischen Texten in Nag Hammadi aus dem zweiten Jahrhundert stammend - von einer Frau verfasst - gefunden hat.

    Das Verständnis der Frauen über die Liebe ist m.W. einfach anders, - für sie gibt es keinen wertenden Aspekte, wie er von den Männern der Religionen eingefordert wurde und noch immer wird. Sie sprechen zu uns und wir hören ihnen (oft) nicht wirklich zu. Und Antworten haben wir meist nicht:

    Die Göttin und Ihre Liebe für die Menschen.

    Bronte (NHC VI,2) 100 - 200 A.D. Nag Hammadi, The Thunder: Perfekt Mind

    "Vollkommene Aufmerksamkeit"

    Ich wurde ausgesandt von der Kraft.
    Und ich bin zu denen gekommen, die an mich denken.
    Und ich wurde bei denen gefunden, die nach mir suchen.
    Schaut mich an, die ihr an mich denkt!
    Und ihr Hörer, hört mich!
    Ihr, die ihr auf mich wartet, nehmt mich bei euch auf!
    Und verbannt mich nicht aus eurem Gesichtskreis!
    Und laßt weder eure Stimme mich hassen noch euer Hören!
    Seid nicht unwissend über mich, überall und jederzeit!
    Seid auf der Hut!
    Seid nicht unwissend über mich!
    Denn ich bin die Erste und die Letzte.
    Ich bin die Geehrte und die Verachtete.
    Ich bin die Hure und die Heilige.
    Ich bin die Frau und die Jungfrau. Ich bin die Mutter und die Tochter.
    Ich bin die Glieder meiner Mutter.
    Ich bin die Unfruchtbare, und viele sind ihre Söhne.
    Ich bin die, deren Hochzeiten zahlreich sind, und ich habe keinen Ehemann genommen.
    Ich bin die Hebamme und die, die nicht gebiert.
    Ich bin der Trost meiner Wehen.
    Ich bin die Braut und der Bräutigam.
    Und es ist mein Ehemann, der mich gezeugt hat.
    Ich bin die Mutter meines Vaters
    und die Schwester meines Ehemannes, und er ist mein Ursprung.
    Ich bin die Sklavin dessen, der mich gezeugt hat.
    Ich bin die Herrscherin über meinen Ursprung.
    Aber mein Vater ist der, der mich gezeugt hat vor der Zeit, an einem Tag der Geburt.
    Und er ist mein Ursprung in der Zeit, und meine Kraft stammt von ihm.
    Ich bin der Stab seiner Kraft in seiner Jugend, und er ist die Stütze meines Alters.
    Und was immer er will, das widerfährt mir.
    Ich bin das Schweigen das unerreichbar ist und der Gedanke dessen Erinnern zahlreich ist.
    Ich bin die Stimme, deren Klang zahlreich ist und das Wort dessen Erscheinung zahlreich ist.
    Ich bin das Aussprechen meines Namens.
    Warum liebt ihr mich, die ihr mich haßt, und haßt die, die mich lieben?
    Ihr, die ihr mich verleugnet, bekennt mich und ihr, die ihr mich bekennt, verleugnet mich.
    Ihr, die ihr die Wahrheit über mich sagt verbreitet Lügen über mich,
    und ihr, die ihr über mich Lügen verbreitet habt, sagt die Wahrheit über mich.
    Ihr, die ihr mich kennt, seid unwissend über mich, und die,
    die mich nicht gekannt haben, sollen mich erkennen.
    Denn ich bin die Erkenntnis und die Unwissenheit.
    Ich bin die Scham und die Offenheit.
    Ich bin schamlos; ich bin schamhaft.
    Ich bin der Krieg und der Frieden.
    Gebt acht auf mich!
    Ich bin die, die verachtet ist, und die Große.
    Achtet auf meine Armut und meinen Reichtum.
    Seid nicht hochmütig zu mir, wenn ich auf die Erde geworfen bin,
    ihr werdet mich finden in denen, die kommen.
    Und schaut nicht auf mich herab in den Dreck,
    und verlaßt mich nicht, wenn ich ausgestoßen bin,
    und ihr werdet mich in den Königreichen finden.
    Schaut auch nicht auf mich herab,
    wenn ich geworfen bin unter die Verachteten und in die niedrigsten Orte.
    Und lacht nicht über mich.
    Und werft mich nicht hinab zu denen, die Mangel haben in ihrer Hartherzigkeit.
    Ich aber, ich bin barmherzig, und ich bin grausam.
    Seid auf der Hut!
    Haßt nicht meinen Gehorsam,
    und liebt nicht meine Enthaltsamkeit!
    In meiner Schwachheit laßt mich nicht im Stich!
    Und fürchtet euch nicht vor meiner Kraft!
    Denn warum verachtet ihr meine Furcht und verflucht meinen Ruhm?
    Ich aber bin die, die in jeglicher Furcht ist, und die Stärke in einem Zittern.
    Ich bin die, die schwach ist, und ich bin unversehrt an einem Ort der Freude.
    Ich bin unverständig und ich bin weise.
    Warum habt ihr mich gehaßt in euren Gedanken?
    Denn ich werde still sein bei denen, die still sind.
    Und ich werde erscheinen und sprechen.
    Warum nun habt ihr mich gehaßt, ihr Griechen?
    Etwa, weil ich ein Barbar unter den Barbaren bin?
    Denn ich bin die Weisheit der Griechen
    und das Wissen der Barbaren.
    Ich bin das Gericht für die Griechen und die Barbaren.
    Ich bin die, deren Abbild groß in Ägypten ist,
    "Ich bin die Mutter meines Vaters und die Tochter meines Sohnes"
    und die, die kein Abbild bei den Barbaren hat.
    Ich bin die, die gehaßt wurde überall, und die, die geliebt wurde überall.
    Ich bin die, die 'Das Leben' genannt wird,
    und ihr habt mich ,der Tod` genannt.
    Ich bin die, die 'das Gesetz' genannt wird, und ihr habt mich 'die Gesetzlosigkeit' genannt.
    Ich bin die, die ihr verfolgt habt, und ich bin die, die ihr ergriffen habt.
    Ich bin die, die ihr zerstreut habt, und ich bin die, die ihr versammelt habt.
    Ich bin die, vor der ihr euch geschämt habt, und ihr wurdet schamlos mir gegenüber.
    Ich bin die, die keine Feste feiert, und ich bin die, deren Feste zahlreich sind.
    Ich bin ohne Gott und ich bin die deren Gott groß ist.
    Ich bin die, an die ihr gedacht habt, und ihr habt mich verachtet.
    Ich bin ohne Weisheit, und Weisheit geht von mir aus.
    Ich bin die, die ihr verachtet habt, und ihr denkt an mich.
    Ich bin die, vor der ihr euch verborgen habt, und ihr seid vor mir in Erscheinung getreten.
    Wenn ihr euch nun verborgen haltet, werde ich mich selbst offenbaren.
    Denn wenn ihr in Erscheinung tretet werde ich mich vor euch verstecken.
    Nehmt mich zu euch aus den Orten, die verachtet und zerstört sind,
    und raubt von den guten Dingen, wenn auch in schamloser Weise.
    Aus Schande nehmt mich zu euch in Schamlosigkeit,
    und aus Schamlosigkeit und Scham macht meinen Gliedern Vorwürfe.
    Und kommt zu mir, ihr, die ihr mich kennt, und ihr, die ihr meine Glieder kennt,
    und gestaltet die großen Geschöpfe in den kleinen, ersten Geschöpfen.
    Kommt zu der Kindheit, und verachtet sie nicht, weil sie klein und gering ist.
    Und veranlaßt nicht, daß die großen Dinge in Teilen aus Kleinheiten zurückkehren,
    denn die kleinen Dinge werden aus den großen Dingen erkannt.
    Warum verflucht ihr mich und ehrt mich? ...
    Ihr habt (mich) verwundet, und ihr habt Erbarmen mit mir gehabt.
    Trennt mich nicht von den Ersten, die ihr erkannt habt.
    Ich aber bin die Aufmerksamkeit und die Ruhe.
    Ich bin das Wissen meiner Erkundigung und das Finden derer, die nach mir suchen,
    und der Befehl derer, die mich bitten,
    und die Kraft der Kräfte in meiner Erkenntnis der Engel,
    die ausgesandt wurden durch mein Wort,
    und der Götter unter den Göttern durch meinen Rat
    und der Geister eines jeden Mannes, der in mir ist, ....
    ... und jeder Frau, die in mir wohnt.
    Ich bin die, die geehrt ist, und die, die gepriesen ist,
    und die, die verachtet ist in Schande.
    Ich bin der Frieden und der Krieg ist meinetwegen entstanden.
    Und ich bin eine Fremde und eine Bürgerin einer Stadt.
    Ich bin das Wesen und die, die ohne Wesen ist.
    Die aus meinem Zusammensein stammen, kennen mich nicht,
    und die, die in meinem Sein sind, kennen mich.
    Die mir nahe sind, kannten mich nicht,
    und die, die weit entfernt sind von mir, sind diejenigen, die mich erkannt haben.
    An dem Tag, an dem ich euch nahe bin, bin ich euch fern,
    und an dem Tag, an dem ich euch fern bin, bin ich uch nahe.
    Ich bin das Ergreifen und das Nichtergreifbare.
    Ich bin die Vereinigung und die Auflösung.
    Ich bin das Verweilen, und ich bin das Lösen.
    Ich bin das Herabkommen, und man wird zu mir heraufkommen.
    Ich bin die Verurteilung und der Freispruch.
    Ich, ich bin ohne Sünde, und die Wurzel der Sünde stammt aus mir.
    Ich bin die Begierde aus einem Sehen,
    und die Enthaltsamkeit des Herzens ist in mir.
    Ich bin das Hören, das für jeden erreichbar ist,
    und das Reden, das nicht faßbar ist.
    Ich bin eine Stumme, die nicht spricht,
    und groß ist die Zahl meiner Worte.
    Hört mich in Milde, und empfangt Belehrung in Härte.
    Ich bin die, die schreit und ich werde auf die der Erde geworfen.
    Ich bereite das Brot und meinen Verstand innen.
    Ich bin das Wissen meines Namens.
    Ich bin die, die ausruft, und ich höre.
    Ich bin die, die ,die Wahrheit' genannt wird und das Unrecht.
    Ihr ehrt mich und ihr flüstert gegen mich.
    Ihr, die ihr besiegt seid, richtet die, die euch besiegen, bevor sie euch richten,
    denn der Richter und die Beachtung sind in euch.
    Wenn ihr verdammt werdet von diesem, wer wird euch freisprechen?
    Oder wenn ihr von ihm freigesprochen werdet, wer wird in der Lage sein, euch zu ergreifen?
    Eure Innenseite ist eure Außenseite.
    Und der, der euch eure Außenseite gebildet hat, ist der, der eure Innenseite gestaltet hat.
    Und was ihr außerhalb von euch seht, das seht ihr auch in eurem Inneren.
    Es ist offenbar, und es ist euer Gewand.
    Hört auf mich, ihr Hörer, und lernt von meinen Worten, ihr, die ihr mich kennt.
    Ich bin das Hören, das in jeder Hinsicht annehmbar ist.
    Ich bin das Reden, das nicht erreichbar ist.
    Ich bin der Name der Stimme und die Stimme des Namens.
    Ich bin das Zeichen des Buchstabens
    und die Offenbarung der Trennung.
    Seht nun auf seine Worte und alle Schriften, die sich erfüllt haben.
    Gebt acht, ihr Hörer, und auch ihr, Engel, und die, die gesandt wurden,
    und ihr Geister, die von den Toten auferstanden sind.
    Denn ich bin es, der allein existiert.
    Und ich habe niemanden, der mich richten wird.
    Denn zahlreich sind die angenehmen Formen,
    welche in zahlreichen Sünden sind,
    und Zügellosigkeiten und schmähliche Leidenschaften
    und kurzlebige Vergnügungen, welche die Menschen gefangen halten,
    bis sie nüchtern werden und hinauf an ihren Ruheort eilen.
    Und sie werden mich dort finden, und sie werden leben,
    und sie werden nicht wieder sterben. "
    Bronte (NHC VI,2) 100 - 200 A.D. Nag Hammadi, The Thunder: Perfekt Mind

    Alle Religion hatte im Ursprung die Verbindung der komplexen Dimensionen von Liebe und Wahrheit, wie sie in Frau und Mann einseitig veranlagt sind, zum Thema. Noch in dem 'Om mani padme hum' dem 'Oh, Du Juwel in der Lotusblüte' wird das Männliche und das Weibliche - unverstanden von vielen - vergessen von den Religionen - ausgedrückt. Lediglich im Hinduismus ist die Liebe zwischen Mann und Frau noch ein ausgehendes Thema, das einmal vom Judaismus übernommen wurde, als aus Brahm und Sarasvati, Abrahm und Sara in der jüdischen Torah wurden. Die Trinität der weiblichen Gottheit, wie sie noch in der nordischen Edda

    (Von dort kommen Frauen,
    vielwissende,
    drei, aus dem Born,
    der unterm Baume liegt:
    Urd heisst man eine,
    die andre Werdani-
    sie schnitten ins Scheit-,
    Skuld die dritte;
    Lose lenkten sie,
    Leben koren sie
    Menschenkindern,
    Männergeschick)

    und im Koran

    (Al'Lat - Al'Uzza - Menat)

    vorkommt, als die Jungfrau - Mutter - und die weise alte Frau -

    {jetzt verboten im Koran}

    ist im Christentum zum Vater, dem Sohn und XXX verändert worden in dem keine Mutter (Gottes) mehr vorkommt, das aber beansprucht zu wissen, was die Liebe der Frau ist.

    Frauen haben immer meinen höchsten Respekt; ich kann sie keine Liebe lehren, nur sie können das lehren, so wie es schon im Gilgamesch Epos in der ersten Tafel nicht jugendfrei geschildert wird, weil sie die eigentlichen Hüter und Meister der Liebe sind.
    Und im Thomas Evangelium sagt Salome: "Du bist auf mein Lager gestiegen und hast von meinem Tisch gegessen?" Jesus sagt zu ihr: "Ich bin der, der aus dem Ausgewogenen ist. Man hat mir von den Dingen meines Vaters gegeben. Deswegen bin ich deine Schülerin!"

    Lieber Gruss - auch an Muna :winken5:

    Namo
     
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