Meditation

Regina

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an einem stillen See sitzend
den Atem anhaltend
um die Ruhe nicht zu stören
verweile ich

wenn jetzt noch
der Schlag meines Herzens
einen Herz Schlag lang
aussetzen würde
wäre die Stille perfekt

ich schließe die Augen
denn es ist bedeutungslos
ob sie offen oder geschlossen sind
das Bild, das vor mir ist
werde ich nie wieder vergessen

ist das der Wind?
ich werde der Wind sein
das Wasser dringt wie Nebel
durch die Poren meiner Haut
ich werde das Wasser sein

ich bin dieser Vogel
im unendlich blauen
unendlich weiten Himmel
lautlos meine Kreise ziehend

kein Flügelschlag
kein Schrei
keine Bewegung
ich bin der Fisch, der eben noch gesehen wurde

hinabgetaucht auf den Grund

R.S. 28.09.01
 
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ReturnOfNowhere

Guest
mein gedicht ist besser als deins, ich kann besser dichten als du @regina:
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Ewigkeit

Der Himmel übersät mit Sternen,
des Mondes Licht im Widerschein,
Unendlichkeit des Ewigen,
die Seele ist dort hell und rein ,
der Götter Gnade will dort sein,
die Freiheit ist ihr Kind,
Ewigkeit und Siegeswille,
unzerstörte reine Stille .
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gedichtet am 22.03.99 von ReturnOfNowhere
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Regina

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Wo mündet diese Sehnsucht ein?

Des Tages machst Du mir die Sinne reich
Des Nächtens lieg ich wach in Deinem Arm
Du schenkst mir Fülle ,
wo der Sinn das Sinnliche erreicht
und Klage,
bis ich klaglos sie vernein.
Am Tage bindet mich Dein Licht
des Nächtens nur macht es mich frei

So danke und so bete ich:
„Was kann Ich tun?
Kann ich es nicht, verzeih!“
„Schenke Dein Ich Dir selbst zurück
Beende Dein und mein Ersehnen
Laß Licht und Klarheit so
In allen Deinen Welten neu entstehen.“

(R.S. 21.11.04)
 

Regina

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Ich bin das Pferd, das seinen Kopf in den Wind dreht.
Ich bin der Lachs, der von seinem Geburtsort träumt.
Ich bin der Wolf, der sich dem Mond zuwendet.
Ich bin der Zugvogel, der sich bereit macht.

Ich bin der Himmel, der sein Bild wechselt.
Ich bin das Meer, das sich in den Gezeiten erlebt.
Ich bin das Land, das versinkt um neu zu entstehen.
Ich bin der Traum, der zu Ende geht, wenn der Träumer erwacht.

Ich bin der Mensch, der zu Boden sinkt.
Ich bin der Mund, der diesen Boden küsst.
Ich bin die Stirne, die Ihn berührt.
Ich bin die Hand, die auf Ihm ruht.

Ich bin der Stein, der dort vorüberrollt.
Ich bin das Wasser das sich sammelt.
Ich der Wind, der es fort trägt.
Ich bin die Flamme, die es heimbringt.

Ich bin die Sonne, die sich selbst verzehrt.
Ich bin die Erde, die hervorbringt..
Ich bin der Stern, der nur vorüberzieht.
Ich bin das, was niemals war, solange ich bin.

R.S.15/12/04
 

lazpel

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--

Lernen

Wenn Du glaubst, daß Du alles Wissen hast,
bin ich es, der Dich wissen läßt,
dein Wissen ist für mich nichts wert,
dein Wissen ist für mich verkehrt.

Du glaubst, Dein Wissen wär für alle da,
doch ich sag Dir, daß ist nicht wahr,
daß alles, was Du Wissen nennst,
und für Dich selbst als wahr erkennst,
für mich nur Hohn und Spott darstellt,
nicht meine, sondern nur Deine Welt.

Doch trotzdem meinst Du weiterhin,
Dein Wissen wär in meinem Sinn,
meinst mir, Deine Erkenntnis aufzudrücken,
in das, was Du erkennen willst, als Wissenslücken

Zu Diskussion bist Du nicht bereit,
dazu kommt auch noch Kritikunfähigkeit.
Wagt man zu fragen nicht in deinem Sinn,
kommt keine Antwort, darauf hin.

Anstelle dessen Lamentieren,
seitenlang Monologe, die Bücher zitieren.
Kein Gespräch, nur noch Lethargie,
von solchen Menschen lernt man nie.

Nehmt euch vor Leuten stets in Acht,
die denken, sie haben genug gedacht,
und meinen, bereits erleuchtet zu sein,
sie sind es nicht, sondern nur zum Schein.

Ein erleuchteter Mensch ist immer am suchen,
über Kritik wird er niemals fluchen,
denn ein erleuchteter Mensch zeigt alle Zeit
Bereitschaft zur Lernfähigkeit.

Erleuchtet sein heisst nicht alles wissen,
sondern keine einzige Chance zu missen,
dieses Wissen zu erweitern,
wieder aufzustehen nach eignem Scheitern,
zulassen, Fehler zu machen,
über eigne Dummheit lachen,
Kritik als solche zu akzeptieren,
jeden Tag etwas neues zu studieren.
Erleuchtet sein ist nicht vorhandenes Wissen,
sondern die Suche nach dem, welches wir noch missen.
Erleuchtet sein heißt im tiefen Kerne:
Lerne, lerne, lerne, lerne.

--

von mir eben erdacht und niedergeschrieben.

Gruß,
lazpel
 

Niemand

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Was sollen wir denn lernen ? Wozu ist es nütze ? Ist nicht alles Wissen schon in uns und müssen wir's einfach nur wieder entdecken und erwecken ? Wird das angeborene Wissen durch Identität immer mehr vom formalen angelernten Wissen überdeckt ?
 
G

Goldklang)))

Guest
Erleuchtet sein heißt im tiefen Kerne:
Lerne, lerne, lerne, lerne.

Gefällt mir was du geschrieben hast, aber dann am Schluss würde ich schreiben

sei, sei, sei, sei (Erfahrung)
 
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Niemand

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7.604
Ort
Niemandsland / Neutrale Zone
Silberklang ))) schrieb:
Erleuchtet sein heißt im tiefen Kerne:
Lerne, lerne, lerne, lerne.

Gefällt mir was du geschrieben hast, aber dann am Schluss würde ich schreiben

sei, sei, sei, sei (Erfahrung)

Einspruch: Alles was wir auf den Weg zum Sein zu lernen haben ist, unser formales Wissen sozusagen wieder zu verlernen und lernen, uns auf unsere ureigensten Intuitionen wieder zu verlassen und das ist für Manchen eine schier unüberwindbare Hürde. Dafür gibt's die Religionen: Eine Gebrauchsanleitung für unser Innerstes --> Das ist doch ein Armutszeugnis. :)
 
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